frankreich energieerzeugung 2023

Energiehaushalt Frankreich 12.01.2023  - Ein Klick auf die Grafik führt zur aktuellen Auswertung

Virtuelle Speicher? - Dr. Ingrid Nestle - Virtuelle Kraftwerke? - TransnetBW - 2023

18.01.2023 Frau Dr. Ing. Ingrid Nestle erwähnt immer wieder in Vorträgen die - Virtuellen Speicher -. In einer von mir kommentierten Phoenix-Gesprächsrunde hatte sich Frau Dr. Ing. Ingrid Nestle mit Herrn Prof. H-W. Sinn über die Energiewende und die selbstverständlich zur allseitigen Zufriedenheit fast vollständig gelösten hohen Anforderungen im Zuge der deutschen Energiewende unterhalten/gestritten. Damals hatte ich mir das langjährig fortentwickelte und getestete Produktions-Konzept des Konzerns Trimet zu Gemüte geführt, welches über einen definierten und sehr kurzen Zeitraum beim Ausfall der Erneuerbaren Energien NICHT zum Stillstand der Produktion bei Trimet führt. Von Frau Dr. Ing. Ingrid Nestle halt als - Virtueller Speicher - bezeichnet.

Mmmh. Das Optimieren eines Produktionsprozesses = Vorübergehende stark verminderte Stromlieferungsanpassung = Geiler Grüner virtueller Speicher? Was zeitweilig nicht aus dem Stromnetz beansprucht wird, nennt sich grün-bestrichener Virtueller Speicher. Ehoi. Ich bin sehr vorsichtig geworden bei Sprachschöpfungen aus der grün-bestrichenen Energiefachfrauenecke.

Hey. Ideen und Projekte jener virtuellen Lösungen flutschen aus verschiedenen Ecken heraus? Aber warum heißt der aktuelle Feldtest bei TransnetBW - Virtuelle Kraftwerke -? Was geht hier ab? Worin unterscheidet sich der legendenumwobene virtuelle Speicher aus dem Repertoire von Frau Dr. Ing. Ingrid Nestle vom virtuellen Kraftwerk bei TransnetBW? Ich versuche das Rätselhafte zu verstehen. Während ich das Nicht-Abnehmen von elektrischer Energie in Mangelzeiten durchaus der verkorkst anmutenden Bezeichnung - Virtueller Speicher - zuordnen könnte, empfinde ich die reale gespeicherte Energie in einem Elektroauto als realen Speicher. Wo springt hier jetzt das Virtuelle Kraftwerk bei TransnetBW herum?

Ich verstehe durchaus die Kreativität bei Energieexperten sowie Energieverteilern, die Beherrschbarkeit des Stromnetzes bei löchrigen Stromlieferungen, verursacht durch Windpropellerchen sowie Solarpaneelchen, in den Griff bekommen zu wollen. Da es keine physikalisch ausreichenden Speicher für Energie in Form von Wasserreservoirs/Gaskavernen [<-- ultraböse. Gas! NoGo. Russland! ] in Deutschland geben kann, muss irgendwie irgendwo irgendwas Neues her?

Kurzer Einwurf, die Firma TransnetBW betreffend: Das sind die Lustigen aus der App-Ecke für iOS und Android. Die App heißt - StromGedacht - und hat in der Softwareversion 1.0.1 außer einem anwanzend-kindergartenähnlichen Textgebilde die Übersicht über das Gleichgewicht von Stromerzeugung und Stromabnahme in Baden-Württemberg anzubieten. Kurzfristig fragte ich mich, warum diese App nicht getreu dem fürsorglichen Handeln der Berliner Oberbürgermeisterin Frau Giffey besser - GuteStromGemacht - benannt worden ist. Klänge doch viel freundlicher. Wer verbindet schon das Hauptwort Strom mit dem Text - Gedacht - ? Wer denkt denn Strom? Hallo, jemand da draußen zur Erklärung bereit? Damit das stromige Bürgerherzchen entspannt boppern oder hektisch hämmern kann, gibt es diese Warn-App der Firma TransnetBW. Rot. Grün. Alles oberflächliche drin. Sogar Bildchen. Wowh. Wie süss, die Frage, warum es diese App gibt, stellt sich der Anbieter tatsächlich auch. Bloß keine realen Zahlen, sowas machen nur Franzosen. 

Zurück zur deutschen Stromerzeugung. Was will man veranstalten, damit die hochvolatile Stromerzeugung in Deutschland über staksige Windpropeller und winterlich geruhsam produzierende Solarpaneelchen nicht als offenkundiges und gigantisches Fehlprojekt durchgehen soll? Was Spannendes? Die Devise lautet: Niemals aufgeben, niemals heulen, Alternativen ersinnen. Eine Improvisation muss herbeigebastelt werden. Irgendwie.

Denn: In der öffentlichen Wahrnehmung müssen die Windpropellerchen und Solarpaneelchen unvermindert glänzen. Die Berlin-Vorgabe durch Herrn Dr. Robert Habeck mit seinem begleitenden Staatssekretär Herrn Dr. Patrick Graichen muss erfüllt werden. Der laute Dauerschei hallt über Straßen und durch die Wälder: Klimakrise. Die Lösung? Klar doch: Die Erneuerbaren Stromlieferanten sind die einzig mögliche Rettung vor dem alles erschlagenden Klimawandel. Hau' wech den Scheiß. Hau' wech die bösen fossilen Energielieferanten. Positiv und ermutigend müssen die Erneuerbaren glänzen. Unbedingt. Irgendwie.

Die Frage lautete bei dem unten abgebildeten Projekt mit praktischem Feldtest [ 155 Elektroautos waren beteiligt ] des Konzerns TransnetBW: Können zur Netzstabilisierung Elektroautos in die Sekundärreserveregelung einbezogen werden?

Mmmh. Welche verbindlichen Regeln gelten überhaupt im europäischen ENTSOE-Stromnetz für die Stromversorger/Stromverteiler, um zu jeder Minute des Tages die Stromlieferung zu gewährleisten? Einen kurzen Einstieg verschafft Wikipedia, der Bildausschnitt stammt aus dem Beitrag über Regelleistung.

 regelleistung zeitliche staffelung wikipedia

 

Zurück zum Konzern TransnetBW. Der Konzern hat einen 155 Elektroautos umfassenden Feldtest durchgeführt und festgestellt, dass die Batterien von Elektroautos sehr wohl zur Netzstabilisierung herangezogen werden könnten. Der Strom fließt dank aufwändiger Technik nicht nur IN die Elektroauto-Batterie, sondern die Stromflussrichtung kann, im Falle eines Ungleichgewichtes in der Stromversorgung [ zuviel Abnahme/zuwenig Einspeisung ], vom Stromversorger ferngesteuert derart "umgedreht" werden, dass der Strom AUS der Elektroauto-Batterie rückwärts in das örtliche Stromnetz fließt. Zur Stabilisierung. Hier die zwei Screenshots von der TransnetBW-Webseite.

 

 

feldtest regelserve für das netz 2023 

 

 

feldtest bev netzreserve transnetbw 2023

 

Ich verfalle kurzfristig in die realitätsfern anmutende Berechnungstechnik grün-bestrichener Energieexperten: Feine Sache, wenn in Bälde in Deutschland 15 Millionen Elektroautos umherkurven. Optimistisch gerechnet wären bei einer Unterdeckung der Stromlieferung im öffentlichen Stromnetz gewaltige Energien als Reserveleistung mobilisierbar. 15 Millionen Elektroautos x durchschnittlich je eine vollbeladene 100 kWh-Batterie ergeben--> gepeilte 1.5 TwH elektrische Energie. Der aktuelle tägliche Strombedarf in der BRD liegt bei 1.6 TwH. Fast einen ganzen Tag lang könnten die Elektroautobatterien den kompletten Bedarf der Bundesrepublik Deutschland anliefern.

Tja, wer kann eigentlich in der BRD überhaupt Elektroautos kaufen im Angesicht der Preisgestaltung? Woher kommen die gewaltigen Lohnerhöhungen bei den arbeitenden Bürgern, damit die utopische Zahl von 15 Millionen Elektroautos im Jahr 2030 erreicht werden kann?

Weg von den möglichen virtuellen Rechenkünsten grün-bestrichener Energieexperten. Mir stellen sich einige flott aus dem Ärmel geschüttelte Fragen. 

  1. Was ist eigentlich die übergeordnete, sogenannte Meta-Ebene, für diesen Feldtest? Die Netzreserveschaffung mit Elektroautos oder die Verwendungsoptimierung von Elektroauto-Batterien etwa als dauerhafter Bestandteil der Energieversorgung? Gibt es bald Elektroauto-Batterie-Börsen nach dem Motto: Gibt der Kunde uns 50 Prozent der vollgeladenen Batterie und am Jahresende gibt es eine Bonuszahlung?
  2. Das Anzapfen von geladenen Elektroauto-Batterien ist vorgesehen im Feldtest der TransnetBW  für die Sekundärregelreserve im Zeitfenster von 30 Sekunden bis 5 Minuten? Im Ernst? Wie soll das denn gehen?
  3. Was genau ist das Ziel? Lästerhaft gefragt: Wann dürfen in diesem Projekt überhaupt Ungleichgewichte in der öffentlichen Stromversorgung auftreten? Nachts, weil alle Autofahrer friedlich im Bett liegen? Ist mit dem virtuellen Gott der deutschen Energiewende, Herrn Dr. Robert Habeck, abgestimmt, dass es nur in bestimmten Zeitfenstern zu Ungleichgewichten in der öffentlichen Stromversorgung kommen darf?
  4. Waren beim Feldtest von TransnetBW reine BEV oder auch Plugin-Autos beteiligt?
  5. Wo eventuell wird festgelegt, dass die Energie von Elektroautos nur bei kurzfristigen Ungleichgewichten in der öffentlichen Stromversorgung "abgezapft" wird?
  6. Gibt es für Batterieautos in Zukunft digitale Kennungen, damit nicht aus Versehen der Krankenwagen/das Polizeiauto/das Feuerwehrauto/der Bus auch leergesaugt werden in einem Notfall?
  7. Bei einem bundesweiten Stromausfall über mehrere Tage können sich alle 30 Millionen KfZ-Nutzer nicht mehr wegbewegen, da die Elektroauto-Batterien leergesoffen sind. Wie passt eine solches Ereignis mit den Empfehlungen des Koblenzer Oberbürgermeisters, Herrn David Langner, bei einem Stromausfall zusammen? In der aktuellen Stromausfall-Mitteilung heißt es, dass Fahrzeuge möglichst immer vollgetankt sein sollen.
  8. Ist dieser Feldtest etwa dafür angedacht, vom Netzdienstleistungsprofil im Ausnahmefall [ die jederzeit widerlegbare Behauptung der grün-bestrichenen Energieexperten, dass zuwenig Energielieferung nur ganz kurz im Jahr stattfindet ] dauerhaft wegzukommen und Elektroautos tagtäglich zur Optimierung des Einkaufspreises für die Stromerzeuger einzusetzen? Den Kunden einen adaptierten Nachtspeicherheizungstarif wie anno dunnemals anzubieten, der besagt, dass die Elektroautobatterie-Energie in einem definierten Zeitraum für die ferngesteuerte Batterieleersaugung ganzjährig zur Verfügung steht? Tagtäglich!
  9. Mit welcher Technik würden im Notfall ab dem Jahr 2030 die leergesoffenen Elektroautobatterien wieder befüllt werden? Mit Erneuerbaren Energieerzeugern ist derartiges nicht möglich, da Systemdienstleistungen nur von Kraftwerken mit Antrieb aus fossilen Energieträgern geliefert werden und somit eine Wiederinbetriebnahme des öffentlichen Stromnetzes ermöglicht wird.
  10. Kann es sein, dass in Zukunft mindestens ein Plugin-Fahrzeug die sicherste Wahl für die Mobilität des Bürgers darstellt? Batterie leer, egal, werfen wir den Benzinmotor an und fahren los?
  11. Was genau ist der Unterschied zwischen dem Virtuellem Speicher a' la Frau Dr. Ing. Ingrid Nestle und dem Virtuellen Kraftwerk von TransnetBW?
  12. Kann es sein, dass die über den Dauerbetrieb von Kraftwerken mit der Verarbeitung fossiler Energieträger erzeugte elektrische Energie, welche auch und gerade im Winter und zu beliebigen Tageszeiten in Elektroauto-Batterien abgespeichert wird, den ideologischen Umweg nehmen wird, um aus bösem Strom ideologisch guten Strom machen zu wollen? Großräumige Rosstäuscherei im Angesicht der Energielieferfähigkeit der Windpropellerchen sowie Solarpaneelchen im Onshore/Offshore Betrieb bei 2000/3000 Lieferstunden pro Jahr?

 

 

 

 

 

 

https://www.stromgedacht.de/

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/tests/stromverbrauch-elektroautos-adac-test/

https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)

https://www.transnetbw.de/de/unternehmen/portraet/innovationen/mobility4grid/ev-fleet

Tags: Messen + Murksen

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