hippo attacks xkcd 05.06.2021

Briefkasten und Browser - so isch' es eben mit zu viel Werbemüll


01.11.2016 Abseits der Transportgleise [ Allerheiligen ] eine graphische Darstellung des Datenverkehrs beim Aufruf von Webseiten. Aus der Masse der Webseiten habe ich mir die Webpräsenzen von --Stern-- sowie --Bild-- herausgepickt. Findige Geister könnten daraus eine Studie basteln, wenn dies nicht schon geschehen ist. 

Aufruf der Webseite --www.stern.de-- mit dem Browser Firefox Version 49.02 sowie deaktiviertem AdBlocker und deaktiviertem NoScript-Modul.

Aufruf der Webseite --www.stern.de-- mit dem Browser Firefox Version 49.02 mit aktiviertem AdBlocker und aktiviertem NoScript-Modul.

Aufruf der Webseite --www.bild.de-- mit dem Browser Firefox Version 49.02 sowie deaktiviertem AdBlocker und deaktiviertem NoScript-Modul.

Der Aufruf der Webseite --www.bild.de-- mit dem Browser Firefox 49.02. sowie aktiviertem AdBlocker und aktiviertem NoScript-Modul lohnt sich nicht mehr. Da herrscht dann "Stillstand". Lediglich ein paar Menüeintrage kann ich erblicken. Pffft.

Der nächste Schritt bestünde jetzt darin, alle sichtbaren IP-Adressen zuzuordnen und den Datenverkehr nach <http, https etc> aufzudröseln. Da fehlt mir heute schlicht die Zeit.

Frage: Wer lässt sich seinen Briefkasten zuhause derart zumüllen wie es beim Surfen im Internet ohne Schutzmaßnahmen "einfach so geschieht", ohne einen Schreikrampf zu bekommen?

Wer?

Derzeit haben beim Surfen im Internet offensichtlich schon viele darauf keinen Bock mehr.

Sonst würde die Bundesregierung kaum das mögliche Verbot von Adblockern prüfen.

 

Und wäre in Zukunft den Einfallslosen dies gelungen

wechselten sie nach der nächsten Wahl geschlossen zu Versicherungen.

Rentenversicherungen.

Bestimmt.

 

Und ob dieser sich an die Webseitenbesucher herantastende Versuch nicht allzu durchsichtig erscheint? Hier äußert sich der Geschäftsführer des Verlages.

 

                       Einladung zur Registrierung bei sueddeutsche.de                                                         

 

Beim Nachrichtenmagazin - Spiegel online - sind sie auch schon in Paywall-Country angekommen. Hier greift die Vermarktung beherzt zu und das Verkloppen von Artikeln unter der Markierung -- plus -- erfolgt immerhin mit Rabattangeboten. Wobei der im Internet surfende Leser dieses liebliche Verkaufsangebot auch nur dann sieht, wenn der Leser das NoScriptModul im Firefox händisch anweist, die Datenverbindung zu --laterpay.net-- zu erlauben. Hach, wie lieblich dieser Verschleierungsvorhang vor dem zu verkaufenden Textteil liegt. Hach, wie lieblich. Gerade bei diesem Beispiel wird den Nachrichtenvermarktern alsbald sauer aufstoßen, dass der sicherheitsbewusste Nutzer [ welcher zum Beispiel gemäß Versicherungsempfehlung beim Verlassen der Wohnung den Türschlüssel zweimal herumdreht ] sich die Frage stellt, ob er diesem Techno-Firlefanz weiterhin seine Aufmerksamkeit und Zeit widmen will.

Oder völlig verzichtet. Nicht auf den Schutz. Sondern auf das Angebot.  

 

                                                                                                           Spiegel online und ein Artikelpreisbeispiel                              

 

Diesen digitalen Vorhang, der zum Artikelkauf animieren soll, haben die Spezialisten des Versteckspiels mit einer goldigen Verwürfelung eingebaut. Die sieht dann so aus [ blaue Markierung ]. Ob das Versteckspielchen lange andauern wird?

                                                                                        Spiegel mit dem digitalen Vorhang vor einem Artikel

 

Ich erwarte, dass demnächst ein automatisierter OnlineDienst ähnlich <onlinetvrecorder.com> gegründet wird und schlicht alles, was im Web so an Nachrichtenportalen existiert, einfach ohne Adblocker "fotografiert", die "Artikel" pauschal kauft, anschließend den Krempel in PDF umwandelt und dann zum MegaRabattPreis anbieten wird. Natürlich nur für Abonnenten des zu gründenden OnlineDienstes. Dann bleiben für die Nachrichtenportale nur noch diejenigen als Kunden übrig, die, und das gibt es hie und da, wirklich recherchierte Artikel mit aktuell relevantem Bezug käuflich erwerben werden. Und das wird mengenmäßig nicht ausreichen. Für den Anbieter. Super genial aufgestellt wäre der zu gründende OnlineDienst, der einen Vertrag mit reuters oder dpa abschließt und deren Nachrichtenticker für seine abonnierten Kunden [ mit attraktivem Preis ] zur Verfügung stellen würde. Hechel............

Seltsam, Bücher werden wieder interessant werden. Für Kontextinteressierte. Das hätte ich mir vor 2 Jahren nicht vorstellen können. 

Yeap.

 

 

Die Screenshots stellen den Netzwerkdatenverkehr, erfasst mit dem Linuxtool <etherape> auf Kubuntu 16.04, dar. Der eingesetzte Adblocker war <AdBlockPlus 2.8.1>. Das NoScriptAddon in Version 2.9.0.14.
Die Alternative für FirefoxNutzer mit der Bezeichnung <uBlockOrigin Version 1.9.16> teste ich jetzt mal 14 Tage lang.

 


Tags: Politwahn, EDV-Seuchen

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