hippo attacks xkcd 05.06.2021

BMI isoliert virtuell + Realität, Virtualität oder gar Virilität? [Update]


Vorweg: Die mit Staatsgeldern geförderte Hetzseite  <www.neue-rechte.net> der Amadeu-Antonio-Stiftung ist weiterhin offline. Ein guter Tag für Deutschland.

07.11.2016 Heute rollere ich mit dem IC2-Stahlwurm um 06Uhr41 zu einem PC-Gedöns-Tag nach Ratingen. Die unentspannte Ticketkauferei für den Grusel-RE ab Düsseldorf HBf habe ich umorganisiert. Der Kauf von 4-er Tickets, welche an den jeweiligen gelben Stempelautomaten vor den Bahnsteigen vor Antritt der jeweiligen Fahrt zu entwerten sind (Vorder- und Rückseite des Tickets werden benötigt, um vier Fahrten ordentlich nachweisen zu können), erspart mir das allzu häufige Gehopple ins Tiefparterre des HBf Düsseldorf innerhalb der 12 Minuten Umsteigezeit vom IC2 zum Grusel-RE. Da lege ich mir gleich mal einen kleinen Vorrat von 4-er Tickets an, welchen ich in einer ruhigeren Zeit am HBf dem Ticketautomaten entlocken kann. Kürzlich hatte ich entdeckte, dass die VRR-Tickets je nach Preisstufe eine unterschiedliche Gültigkeit aufweisen. Jo mei, wie interessant. Das Kurzstreckenticket gilt nach der Bestempelung 20 Minuten lang. Ein Ticket der Preisstufe A immerhin 90 Minuten lang. Am Flughafenbahnhof Düsseldorf, diesem deprimierenden Ort der Alleingelassenen und Verstoßenen, nimmt der Ticketautomat auch keine Banknote größer 10 Euro an. Da könnte ich jedesmal die Silikonspritze rausholen, wenn mir dieser kundenreduzierte Umgang der DB begegnet. Wenn diese Silikonspritze nicht so unpraktisch beim Reisen wäre, käme diese bei den Ticketautomaten entweder am Geldeinwurfschlitz oder am Geldschein-Einzugs-Laderämpchen mit der integrierten FalschgeldüberprüfungsAutomatik zum Einsatz. Diese Ticketautomaten verursachen bei mir schlimme Aggressionsschübe. Völlig uhrzeitunabhängig.

Keine besonderen Vorkommnisse bis HBf Düsseldorf und die lässigen 5 Minuten Verspätung des nach Düsseldorf-Flughafen rollernden Grusel-RE verbuche ich unter SightseeingMöglichkeit auf und um Bahnsteig 17 herum. Die Busfahrer dieser in Ratingen herumbrausenden Linie 759 mit ihrem minimalistischen Gesichtsausdruck können meine gute Laune nicht beeinträchtigen.

Bei der Rückfahrt hätte ich besser mal in die BahnApp geäugt und hätte dann die Zeit in der Firma hinter dem Öfchen verbracht statt die 25 Minuten Wartezeit auf diesem trostlosen Flughafenbahnhof zu verbringen. Meine Scholle, wie kann man/frau/welchesGeschlechtAuchImmer einen Bahnhof dermaßen lieblos zusammennieten. Die haben es nicht mal fertiggebracht, im Bahnsteigbereich einen Entwertungsautomaten aufzustellen. Ich trabe zur Entwertung des VRR-Tickets in diese GlasGleisÜberführung zu den Ticketautomaten. Dort hängt nämlich ein verhärmter Entwertungsapparillo in orange herum. Brrrrh.

In Düsseldorf werfe ich mich, ja wohin werfe ich mich denn? Kaum zu glauben, ich weiß es 2 Tage später [ während ich diese Zeilen schreibe ] nicht mehr. Weg. Die Information ist einfach aus dem Speicher geflogen. Aus dem Analogspeicher, welcher in meinem Kopf wohnt. Wohnen sollte.  Verdrängungsverhalten? Wehren sich meine Synapsen gegen bestimmte Informationen?

Ich kann nur noch rekapitulieren, dass wir Fleischpäckchen den HBf Koblenz mit unentspannenden 20 Minuten Verspätung und der Einlaufzeit 18Uhr20 im HBf Koblenz erreichen.   

Heavy. Lost in the Gleisbett? My brain?

Aufgepasst, PendlerehrennädelchenIgel, ich bepiekse Dich heute mit einem Pendlerehrennädelchen.


09.11.2016 Aujah, der 06Uhr05 IC-Stahlwurm steht ordentlich gereiht an Bahnsteig 5. Waggon vier hat mindestens eine defekte Türe, der gelbe "Bepper" auf der Linke-Waggon-Seite wird das Aussteigen im HBf Düsseldorf eventuell beeinträchtigen. Abhängig von der Auslastung im HBf Düsseldorf und der hieraus erfolgten Bahnsteigzuweisung mit der Ansage "Ausstieg in Fahrtrichtung links" könnte ein bisschen Hektik ausbrechen. So nach dem Motto "Ich will hier raus, lasst mich genau hier raus".

Beim Verlassen des HBf Köln haben wir uns 8 Minuten Verspätung eingefangen. Das erste Verspätungshäufchen entstand bei der Einreise in den HBf Köln. Dieses minutenlange Verweilen des IC-Stahlwurms auf der Höhe der Saturn-Verkaufsstelle. Wääääh, so regelmäßig wie Brillenputzen. Wääaah.

Gottseidank wanzen sich keine weiteren Verspätungsminuten mehr an den IC-Stahlwurm heran.

Für die Rückfahrt bieten sich an der Grusel-RE mit Abfahrtszeit 16Uhr58 oder der um 45 Minuten verspätete IC-Stahlwurm mit der regulären Abfahrtszeit 16Uhr27. Ich wähle den IC-Stahlwurm, denn ich habe keinerlei Lust, im besagten Grusel-RE wie in der U-Bahn morgens bis mindestens Köln herumzustehen. Nö, das könnte ich heute nicht ertragen. Die annoncierten 45 Minuten Verspätung bekommen ein kleines ZusatzVerspätungsHäubchen verpasst und es werden 50 Minuten Verspätung. Egal, vor den Erste-Klasse-Waggons befinden sich zwei Zweite-Klasse-Waggons, welche beim Vorübergleiten recht leer erscheinen. Nix wie hin. Plätzchen erobert. Los geht es.

In den USA wurde der neue Präsident gewählt. Und die Mainstream-Medien überschlagen sich förmlich. Turnen saltoartig in den Artikeln herum. Was da jetzt Ungeheuerliches passiert ist und überhaupt warum und wieso und wie konnte das passieren? Ein kultureller Schock wabert durch die Online-Medien und wird im Minutentakt artikelmäßig verwurstet.

Gruselig.

Hey, wer den Wahlkampf in den USA ein bisschen verfolgt hat, war schon bis zum Würgereflex bedient. Was da ablief, um an den großen Topf zu kommen, empfand ich als widerlichen Machtkampf weit unterhalb des Linoleumbodens. Sprachlich sowieso außerhalb jeder Akzeptanz. Der von mir als Oberprolet empfundene Mr. Trump hat einfach das verkündet, wozu er in der Lage war. Unmissverständlich. Inhaltlich der Horror. Aber er hat es gesagt. Die Bewerberin aus dem Hause Clinton hat nichts Klares geäußert. Ich habe jedenfalls nichts Klares gehört.

Vereinfachte Darstellung: Unternehmerprolet gegen drumherumquakende WallstreetHörige.

Beide empfinde ich als völlig unsympathisch. Und völlig unwählbar.

Wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich für eine drumherumquakende unkritisch-genderforcierende und offensichtlich geldgeile WallstreetHörigAkademikerin [ das Ehepaar soll ja Millionen für seine Vorträge unter anderem von der Deutschen Bank erhalten haben ] oder für einen rassistischen, womöglich mauerbauenden, gruppenausgrenzenden, Law and Order fordernden, Back-to-the-Vergangenheit Unternehmerprolet stimmen sollte, dann kann ich mich nicht entscheiden.

Was also sollte ich tun? Ich ginge nicht wählen. Beide Kandidaten erzielen auf einer Pro-und-Contra Liste [ was war, was wird, was könnte sein ] keinerlei "Stich" bei mir. 

Bei der geforderten Entscheidung zwischen Pest oder Cholera kann ich nicht entscheiden. Dann beginne ich nach einem Impfstoff zu suchen. Das wird dauern.

Ganz trübe Entwicklung.

Die Arbeitswoche driftet in Richtung Ausgang und da flutscht mir das aus 2011 stammende Dokument zum Thema CyberSicherheitsStrategie des BMI vor die Äuglein. Das PDF-Dokument kann hier erlesen 1 werden. Der Bundestag hat diese Sicherheitsstrategie jetzt abgesegnet und nun geht es los mit dem "Secure the Cyber" Gewurschtel. Sprachlich auf der Höhe von Politikern pardon deren Beratern findet sich auf Seite 14 des PDF-Dokumentes im Bereich der Definitionen ein ultraphänomenales sprachliches Highlight.

Auf die Verulkung/Desinformierung/Ver(Zensur)schung des lesenden Publikums mit dem Begriff "Cyber" möchte ich heute nicht näher eingehen. Nächtelang wälzte ich mich schon herum und auf meinen Synapsen tanzten den Tango die Begriffe: CyberSEX, CyberMOBBING, CyberDUCK, CyperPUNK, CyberCRIME, CyberGHOST, CyberBULLYING, CyberATTACK und so weiter. Diese Nächte waren von quälender Schlaflosigkeit und körperlichen Zuckungen begleitet. So fertig war ich morgens. So fertig. Och manno, diese Alpträume.

Volker Pispers 2 hat in seinen Auftritten eine hübsche Anekdote eingebaut: Sprich nicht von Unterschicht, sprich von Prekariat. Dann merken die Betroffenen nicht, dass gerade über sie gesprochen wird. Political correctness bis zum Abwinken.

Zurück zum PDF-Dokument des BMI. Das ultraphänomenale sprachliche Highlight:

<Zitatbeginn>

IT-Systeme in einem isolierten virtuellen Raum sind kein Teil des Cyber-Raums

</Zitatende>

Immerhin beherrschen sie den Genitiv. Ach wie spannend sich das liest. Hey Florence, gib die Glaskugel her, ich muss orakeln. Los, her mit der Glaskugel. Da wohnen im virtuellen Raum eventuell isolierte [ freiwillig/zwangsweise isoliert? ] virtuelle Dingsbumse herum. Zahlen die Miete, waren die beim Einwohnermeldeamt, haben die einen gültigen Ausweis, hat das Finanzamt die im Griff? Sind diese im isolierten virtuellen Raum hausenden IT-Systeme mit Alberichs Tarnkappe ausgestattet? Oder meinen die jetzt etwa, dass ein Intranet hinter einem Router ein isolierter virtueller Raum ist?

Oder meinen die jetzt IT-Systeme, welche zum Beispiel in einer VirtualBox von Oracle auf einem Grundsystem betrieben werden? Ein Windows10 in einer VirtualBox von Oracle auf dem Grundsystem Ubuntu-hast-Du-nicht-gesehen-ahnst-du-aber-schon-irgendwie-so-bauchmäßig?

Und bei diesem isoliert virtuellen Dingsbums endet also der CyberRAUM.

Wissen die eigentlich, wovon sie sprechen pardon schreiben?

⮯ Realität

Kannste anfassen [ Auto, Heizungsrohr, Bratpfanne, Hühnerei, Buch, Lampenschalter, Kühlschrank, Schnitzelfleisch, Nelke, Garagentor ] ----> kann Dir jeder wegnehmen

Virtualität

Kannste anfassen [ Computer, Tablet, Smartphone ] und ist zwingendes Hilfsmittel, um Daten/Informationen über ein kannste anfassen [ Glasfaserkabel, Kupferkabel, Unterseekabel, Mobilfunkmast ] auf einem kannste anfassen Computer [ Server im Rechenzentrum vulgo Cloud ] abzulegen. Da liegen dann die Bits auf den kannste anfassen Festplatten oder kannste anfassen im Kurzzeitspeicher [ RAM ] herum und mit nem Super-Mikroskop kannste die Bits angucken [ nicht anfassen ] ------> kann Dir jeder wegnehmen ----> musst Du aber nicht verstehen, wie genau.

Virilität

Isch bin ein kannste anfassen Mann, isch 'abe den kannste anfassen, wenn Du möchtest, Hammer, isch bin der kannste anfassen, wenn Du möchtest, Größte [ Höchste? ]. Isch wohne im kannste anfassen BMI? ----> kann Dir jeder wegnehmen -----> weißt Du genau, wie. Dann kannste nix mehr anfassen.

Mal sehen, was der Freitag so bringt........

 

11.11.2016 [ der Freitag ] Erstaunlich, wie reibungslos die Hinfahrt mit dem IC-Stahlwurm und der Abfahrtszeit 06Uhr05 ab Koblenz abläuft. Ganz zarte Verwirrung breitet sich bei mir aus ob der Reibungslosigkeit des Transportes. 

Die Rückfahrt mit dem IC-Stahlwurm um 16Uhr27 Abfahrtszeit im HBf Düsseldorf startet pünktlich. Klaro, die Waggons sind reichlich belegt mit Fleischpäckchen an einem Freitag um diese Uhrzeit, selbst das Bistro quillt über vor Fleischpäckchen. Nun gut, ich durchstreife den Zug in Richtung Zugende, um ein Plätzchen zu ergattern. Ergattert. Priml. Die vorsorgliche Bunkerung eines Bierdöschens, erstanden im Edeka-Markt im HBf Düsseldorf, verschönt mir das FilmeGucken bis zur Ankunft im HBf Koblenz. Seit Edeka den AllWarenVerkaufsLaden im HBf Düsseldorf in der Nähe von Gleis 16 übernommen hat, wurde nicht nur umgebaut [ der Vorgängerladen litt schwer unter den Abnutzungserscheinungen ], sondern es wurden auch die Preise im Bierdosenbereich gesenkt. Um satte 35 Prozent sank der 0,5 Ltr BecksBierPreis. Heftig. 

Mein Freitagsfilm trägt den Titel <Mustang> und hat nichts mit Pferden zu tun. Nein. Hier gibt es die Inhaltsbeschreibung 3. Gaaaaanz großes Kino und ich bin mächtig beeindruckt.

Wochenende.
 

 

1 Link führt zu Dokument auf bmi.de mit Stand 02/2011

2 Link führt zu YouTube Auftritt Volker Pispers uploaded 12.01.2009

3 Link führt zu Wikipedia Artikeländerung 18.10.2016 04Uhr17


Tags: Politwahn, Wolkenbits

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