hippo attacks xkcd 05.06.2021

Unspektakuläre Woche


 

Vorweg: Die vom Bürger mitfinanzierte Hetzseite der Amadeu-Antonio-Stiftung -- www.neue-rechte.net -- ist weiterhin offline. Hoffentlich verschwindet dieses Hobbyspielchen nicht-real-arbeitender Mitmenschen mit undefiniertem Gut-Menschen-Gehabe [ bin ich links, dann bin ich guuuut -  neben mir gibt es nur noch rechts, das ist alles so bäääh - Herr Rittmeister, ich benötige schickere Scheuklappen - können Sie da mal den Blick noch etwas mehr verengen, das macht mich alles so furchtbar nervös mit den vielen Eindrücken - ] bald völlig im Darknet. Möglichst im Super-Darknet. Nicht einmal mit einem TOR-Browser auffindbar.

Hau wech' den Scheiss. Werfen wir denen die IP-Adresse 0.0.0.0 mit dem Subnet 0 rüber, damit sie ungestört und unbeachtet spielen können. Auf in die Grabbelgruppe, pardon natürlich Krabbelgruppe. Vor dem Verschwinden im Super-Darknet empfehle ich ein klärendes Telefongespräch mit führenden Vertretern der grünen Partei. So wegen der Krabbelgruppengestaltung 1.

Hau wech`den Scheiss.

Nachtrag + Vorschau: Der unspektakuläre Pendlerbericht aus der vorletzten Novemberwoche des Jahres 2016. Über die Transportleistungen des Schienenbetreibers DB der letzten Woche sowie die flitzpiepigen BKA-BND-Wurschtler berichte ich morgen. Und auch die im Dunkelfeld des Larmoyanzblattes - Die Zeit - [ genauer: der Zeit-Stiftung ] mitgestaltete sensationelle Digitalcharta mit dem rot-mittig-auf-dem-Kopf-ich-bin-so-ein-geiler-Typ-gacker-behelmten Sascha Lobo bekommt eine würdige Kommentierung.  Wobei ich mich durch die Inhalte dieser Alpha-Beta-Version der Digitalcharta nachgerade bedrängt fühle:  Im Regelfall lasse ich inhaltliche Jauche abfließen und gucke mir höchstens die übriggebliebenen Kristalle oberhalb des Abflussgitters genauer an. Aber bei der Prominenz, die sich an die Alpha-Beta-Version der Digitalcharta dranhängt wie das Ich-lisple-ein-bisschen-bin-das-geile-Blondchen an den Weihnachtsschlitten des Milliardärs! Und das bei meinem Lieblingsbegriff --Kompetenz-- in Paarung mit der Prominenz. Das kann nicht unbewertet bleiben. Keinesfalls.

 

23.11.2016 Pünktlicher Start des IC-Stahlwurms um 06Uhr05 ab Bahngleis 5. Der an Gleis 4 um 06Uhr14 geplant abrollende ICE 23 nach Wien lebt in der Displayanzeige, jedoch nicht auf den ausgehängten Abfahrtstafeln, die solide an jedem Bahngleis in jedem Bahnhof zu finden sind. Den ICE 23 gibt es auf dem gelben AushangPapier nicht. Ein schneller Blick in die BahnApp zeigt: Diesen Zug gibt es aber wirklich.

Seltsam.

Das Reservierungscomputerchen in diesem Zug mäht nicht herum, keine weinerlichen Geräusche sind zu vernehmen. Die Reservierungsanzeigen glimmen lethargisch, aber ordentlich mit Start- und Zielbahnhof versehen, vor sich hin. Angenehme Waggoninnentemperatur und ein freundlicher Kontrolleur wieselt nach Abfahrt aus dem HBf Koblenz beflissen durch die Gänge. Heute morgen wird das nichts mit dem aktiven Fahrkartenverkauf, begleitet von einer Bonuszahlung des Arbeitgebers, an Fleischpäckchen. Da sind nur Pendlerausweise zu prüfen. Wir erreichen den HBf Düsseldorf mit 5 Minuten Verspätung, immerhin hat der lokale Gleisbeschicker genügend U78 bzw. U79 Bähnchen auf die Gleise geschubst und ich kann die Weiterfahrt zum Arbeitskörbchen entspannt fortsetzen.  

Die Rückfahrt trete ich mit dem Grusel-RE um 16Uhr58 an. Fleischpäckchen=Sardinen hochkant=tolle Luft im Waggon. Stehparty im Einzugsbereich der Toilettenanlage im Flürchen. Da hilft nur das Ausblenden. Fixierung auf das Mobilgerät und Presseerzeugnisse ansehen und einen eventuell interessanten Artikel lesen. Das Elend tue ich mir bis Köln HBf an und wechsle dann, denn auch dieser Grusel-RE hat sich 5 Minuten Verspätung eingefangen, mit geringfügiger Wartezeit auf den IC-Stahlwurm mit Endbahnhof Nürnberg. Klappt auch wunderbar, vor den 1.Klasse-Waggons befinden sich zwei 2.Klasse-Waggons mit reichlich freien Sitzplätzen. Wir dampfen pünktlich los. Das ist der erste Waggon in meiner 40-jährigen Bahnnutzungskarriere, der an den Waggonfenstern keinen einzigen Mantelhaken hat. Keinen einzigen. Sind die alle zur Wartung in das legendäre DB-Zentralinstandhaltungswerk gebracht worden, benötigen die gar einen TÜV-Stempel oder erstellt die Berufsgenossenschaft eine Gefährdungsanalyse wegen des Hakenalters? Ganz nach dem Motto: Wir möchten keine Schlagzeilen lesen müsssen, in denen von schweren ToupetabrissVerletzungen durch urplötzlich herunterfallende schwere oder allerschwerste Wintermäntel berichtet wird. Welche die Fleischpäckchen zu Schadenersatzklagen verleiten könnten.

Wir bekommen täglich vorgeführt: Sicherheit in der BRD 4.0 (vormalige Bezeichnung--> DDR reloaded) stellt ein schwergewichtiges Dauerthema dar. Bald folgt die nächste Umbenennung: BRD 4.0 IoT [Internet of Things ].

Wenn erst einmal alle Hamsterkäfige und Meerschweinchenbuden am mysteriösen "Internet" hängen und der Tierhalter per App die Fütterungsautomaten anwerfen kann. Oder gar die Viessmann-Heizung im lauwarmen Sommer von unerhörten Innenraumtemperaturen im Einzelhaushalt zu berichten weiß. Und ein feinsinniger Algorithmus daraus den Schluss ziehen mag, dass da eine Orgie stattfinden muss. Im Sommer die Heizung auf Hochtouren? Höchst verdächtig! Das könnten Mitmenschen sein, die auch bei angenehmen Temperaturen immer nur vor sich hin frösteln. Das gibt es ja. Alles möglicherweise vom Standard abweichende und somit Auffällige wird dann von automatisch hochfahrenden technischen Zusatzmaßnahmen begleitet werden. In diesem speziellen Fall aktiviert die Viessmann-Heizung vielleicht die Video-Audio-Aufzeichnung. Beweissicherung ist angesagt.

Solange nicht der besondere Vorliebenraum [ Sex mit Kindern ---> huch, sind da eventuell mit der Farbe grün angehauchte Parteimitglieder involviert? oder gar Sex mit Tieren ----> keine Parteizuordnung möglich, da allumfassend alles möglich sein könnte ] gehegt und gepflegt wird, wandern die Video-Audio-Aufzeichnungen in ein Archiv beim alles abschnorchelnden BND.

My home is not my castle. I am member of the BRD 4.0 IoT. Alles wird so durchsichtig.   

Letzthin habe ich den Zeichentrickfilm "The secret life of pets" angeguckt. Die Abenteuer der Haustiere, kaum haben Frauchen oder Herrchen das Haus verlassen. Damit ist in der BRD 4.0 IoT dann aber Schluss und die YouTube-Kanäle werden überschwemmt von Live-Videos der Haustierchen inklusive der GPS-Ortungsdaten. Die notwendigen Apps, um den umherschwirrenden Haustierchen die Anordnungen von Frauchen oder Herrchen direkt zu übermitteln, werden schnell auf den Markt kommen. Die Hardwarehersteller wird es ebenso freuen, schließlich müssen die gigantischen Datenmengen transportiert werden.  

Vollkommen irritierend.

24.11.2016 Der um 06Uhr05 in Koblenz startende IC-Stahlwurm vermittelt einen leicht angebeulten Eindruck. Keine Blechbeulen, nein nein.  Die sperrangelweit offenstehende ToilettenKabinchenTüre in Waggon 4 und das von Waggon 5 heranschleichende leise Wimmern des schlecht behandelten Reservierungscomputerchens bauen das reisende Fleischpäckchen um diese frühe Tageszeit nicht wirklich auf. Jaja, die glimmenden Reservierungsanzeigen mit dem Text "Ggf reserviert" offenbaren eine kleine Formschwäche. Das Kontrollieren der Fahrausweise haben die DB-Oberen offensichtlich als oberste Handlungsanweisung herausgegeben. Schwuppdiwupps brezelt die Kontrolleurin keine 3 Minuten nach der Abfahrt durch die Gänge.    

Kurz vor Köln legt der Zug ein Verschnaufpäuschen ein. Natürlich auf freier Strecke, schließlich soll den reisenden Fleischpäckchen was Anständiges geboten werden. Nur was genau? Es ist um 6Uhr55 schlicht zu finster, um die Landschaft bewundern zu können. Ah und oh und gucke mal, nein, nicht um diese Uhrzeit. Die Verspätungsminuten haben sich heimtückisch an den IC-Stahlwurm herangewanzt. Plus 15 Minuten. Schon schwer, die Differenz zwischen geplanter Ankunftszeit und der Echt-Ankunfszeit zu ermitteln, gelle? Die Bahnapp, mit der Angabe von 5 Minuten Verspätung, mutet heute morgen wieder wie eine Glaskugel auf dem Jahrmarkt an. Sind das eigentlich erfasste Werte mit einem zu großen Zeitintervall oder einfach prognostizierte Werte, präsentiert von einem Prognosealgorithmus? Bekanntermaßen beinhaltet eine Prognose den Eintritt eines Ereignisses bei Fortschreibung des aktuellen Ist-Zustandes mit einem Korridor (+ - ) bei definierten Schwankungen. Da darf nix Gewaltiges dazwischenkommen.  Sonst platzt die Prognose wie ein Luftballon bei einem Nadelstich.

Wo immer was dazwischenkommt, sieht man zum Beispiel bei den Prognosen der Wirtschaftsweisen, zwei Mal jährlich verkündet und nach meinem Kenntnisstand konnten die Wirtschaftsweisen in den letzten 40 Jahren keinen einzigen Treffer mit den erarbeiteten Prognosen landen. Ob das was mit Kiel zu tun hat? Echt jetzt: Mir wäre das peinlich, wenn ich nach 80 Versuchen noch nicht einmal einen Treffer hätte landen können. Den Prognoseverkündern aus Kiel scheint das völlig schnuppi-puppi-egal zu sein.  

Jesses.

Jo mei, der für die Heimfahrt angepeilte 16Uhr27 IC-Stahlwurm wird in der BahnApp bereits mit 40 Minuten Verspätung angezeigt. Der Grusel-RE mit der Abfahrtszeit 15Uhr58 benötigt heute 10 Minuten länger zum Einrumpeln in den HBf Düsseldorf. Während ich ganz entspannt ein Croissant an Bahnsteig 16 mampfe, rumpelt wie nebenbei und nach dem Motto "Beachte-mich-nicht-ich-bin-eigentlich-gar-nicht-da" ein IC2 [dieses höhergestufte silbrige Schwesterchen der rumpeligen roten RE-Einheiten] mit Ziel Bonn HBf herein. Ich hüpfe einfach mal rein. Die Richtung stimmt grundsätzlich. Meine Gesamttransportzeit wird durch diese Entscheidung nicht verringert. Völlig egal. Immerhin kann ich einen Großteil der Strecke bequem und halbwegs kultiviert zurücklegen. Dann lungere ich eben in Bonn ein bisschen herum und der dort irgendwann mal einschwebende Grusel-RE wird bestimmt für die Reststrecke mit vielen freien Sitzplätzchen glänzen. Das gefällt mir. Könnte funktionieren, sofern sich nicht eine Signalstörung, eine Weichenverzerrung oder ein Polizeieinsatz am Gleis von der Seite einschleicht.

Wie gehe ich heute mit dem Pendlerehrennädelchen und dem Verpieksen des Pendlerehrennadel-Igels um? Der Triggerwert für ein Nädelchen wird bei 30 Minuten Tagesgesamtverspätung ausgelöst. Heute morgen entstanden 15 Minuten Verspätung und bei Nutzung des Grusel-RE kommen noch 10 Minuten obenauf. Ergibt 25 Minuten. Oder rechne ich das mit den 15 Minuten heute morgen plus die 40 Minuten beim 16Uhr27 IC? Nee, den IC lasse ich heute supergnädig gestimmmt außen vor. BlechdosenBierchen schlürfen im entspannenden ICE2. Iss jut, der Nörgelgenerator wird heute nicht ausgepackt.

Wobei: Der Reisetag ist noch nicht zu Ende.

Aus den angekündigten 10 Minuten Verspätung des Grusel-RE werden 20 Minuten. Jetzt gibt es doch ein Pendlerehrennädelchen.

Pieks.

25.11.2016 Pünktlich rollern wir um 06Uhr05 aus dem HBf. Das Reservierungscomputerchen flüsterte mir heute morgen zu, dass die angelieferte Reservierungsdiskette anstandslos funktionierte und die für die lange Reise nach Binz erforderlichen Sitzplatzreservierungen korrekt ausgelesen und somit in das Anzeigesystem übertragen werden konnten. Für die kleinen grünlich-glimmenden Teilchen über den Sitzplätzen. Eine unheimlich anmutende störungsfreie Fahrt mit pünktlicher Ankunft im HBf Düsseldorf folgt. Wowh.

Die Rückfahrt gelingt mir mit dem um 12Uhr44 startenden IC-Stahlwurm. Bewaffnet mit einer salzlosen Brezel [ ich finde ja, dass die Brezeln irgendeinem Gesundheitswahn anheim gefallen sind angesichts der nur mit einer Lupe auffindbaren Salzkörnchen ] schwappe ich auf Bahnsteig 15 des HBf Düsseldorf  und bin völlig überrascht, genau diesen IC-Stahlwurm noch erklimmen zu können. Nix wie rein. Uhrzeitvergleich: 12Uhr45 und Tür und Tor noch offen? Ja wie geil ist das denn.  Wir rumpeln los und diesem Geschoss des Gleisbefahrunternehmens DB gelingt es heute tatsächlich, die Fahrzeit punktgenau einzuhalten. Die Sonne grient so vor sich hin. Ich griene mit. 

Wochenende.

 

1 Link führt zu tagesspiegel und der Meldung vom 26.05.2015 12:22 Uhr -Missbrauch bei den Berliner Grünen-


Tags: Bahnunwesen

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