hippo attacks xkcd 05.06.2021

2017 - schon fehlen Dichtungsringe - furchterregend!


02.01.2017 Der IC-Stahlwurm mit der Abfahrtszeit 06Uhr05 steht vertrauenerweckend am Bahnsteig 5 herum. Die Innenbeleuchtung der Waggons glüht vor sich hin. Waggon 4 hat es schwer erwischt: Auf beiden Sitzreihenseiten durchgezogene rote Sperrbänder, das Toilettenkabinchen mit dem allseits bekannten Sperrschild versehen. Brizzelnde Kälte in Waggon 4. Unbenutzbar. Dafür strahlt Waggon 5 mit funktionierenden Reservierungsanzeigen und mummeliger Waggontemperatur das morgendliche Fleischpäckchen geradezu an. Plätzchen in Beschlag genommen und schon schieben wir aus dem Bahnhof Koblenz in Richtung Norden raus.

Pünktlich rollen wir in den Zentralverteiler Köln HBF rein. Heute entstehen keinerlei Wartezeiten im Vorbahnhofsbereich [ Motto: mal gucken, wie bei anderen die Vorhänge so aussehen ]. Keine weiteren Verhinderungen auf der folgenden Strecke bis Düsseldorf HBf. Auch der lokale U-Bahn-Betreiber lässt sich nicht lumpen und kurbelt sich durch die Schneehäufchen. Zumindestens im näheren Stadtbereich scheint der Transport reibungslos zu verlaufen. Der erste Schnee in 2017. Toll. Und er bleibt sogar ein bißchen liegen und vermantscht nicht gleich. Toll.

Die Rückfahrt zur Homebase in Koblenz gestaltet sich scheckig. Der Grusel RE5 mit geplanter Abfahrt um 16Uhr58 vertrödelt heute die Lebenszeit seiner Transportfleischpäckchen irgendwo auf den Gleisen. Angekündigt sind 15 Minuten Verspätung, es werden bestimmt 20 Minuten werden. Die Alternative mit dem ICE 613 ab 17Uhr27 mit dem möglichen Anschlusszug um 17Uhr53 ab Köln HBf bedarf eines Zusatztickets. Neudeutsch und gerade in 2017 heißt das Teilchen Flexpreis. Nix wie runter in das DB-Verkaufshüttchen, Märkchen wie bei der Arbeitsagentur ziehen und darauf hoffen, dass der Erwerb des Flexpreistickets noch hinhaut. Der FlexpreisTicketErwerb klappt binnen 10 Minuten. Während des Wartens auf den ICE gleitet besagter Grusel RE5 mit 20 Minuten Verspätung herein und mittig im Zugverband erblicke ich einen finsteren und offensichtlich außer Betrieb genommenen Waggon. Die anderen Waggons sind entsprechend gut befüllt. Soll ich vielleicht doch mitfahren? Mit dem Grusel RE5? Zuweilen ist es ja sicherer, das zu nehmen, was physisch vor einem am Gleis rumlungert. Nö, ich bleibe dabei. Mein ZusatzbeschleunigerTicket wird eingesetzt für den ICE. Der ICE 613 glänzt im vorderen Zugsegment mit einem Bistro der heruntergelassenen Metallrollos. Der an einem Bistrotischchen mit Wischelbewegungen hochkonzentriert arbeitende DB-Mitarbeiter, versunken in die bunten Bildchen auf seinem Smartphone, lässt sich nur widerwillig zu der Auskunft bewegen, dass eventuell ab Köln die vorgesehene Bistrobesatzung das Bistro eröffnen könnte. Ich hätte es als hilfreich empfunden, wenn er bei seiner schmallippigen Auskunft wenigstens für ein paar Sekunden den Blick in meine Richtung gewendet hätte. Naja, vielleicht leidet dieser DB-Mitarbeiter an juveniler Halsstarre. Könnte ja sein. Immerhin erreichen die umsteigewilligen Fleischpäckchen die Gleisdrehscheibe Köln HBf an Bahnsteig 6 mit zwei Minütchen Umsteigezeit auf den an Bahnsteig 7 wartenden IC-Stahlwurm mit Ziel Nürnberg. Ein brechend voller IC-Stahlwurm, weiah, weiah. Aber es findet sich ein Sitzplätzchen und wir brummen pünktlich im HBf Koblenz ein. 

04.01.2017 Abseits der Gleise darf ich dieses Machwerk 1 lesen. Herr Sarreither erhielt den Doppelposten - 1. Präsident des Statistischen Bundesamtes sowie 2. Bundeswahlleiter - laut der Pressemitteilung Nr. 369 vom 02.10.2015, veröffentlich auf destatis.de, von unserem bewährten Innenminister.

Von jenem Innenminister, der sich scheute, bestimmte Äußerungen vor der Kamera zu tätigen, da ansonsten die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt werden könnte. 2

Von genau jenem Innenminister. Au backe.

Ein Leckerli der ganz besonderen Art ist in diesem Interview zu verkosten: 

<ZitatAnfang>

Was raten Sie den Wählern?

Die Bürger und die Medien müssen in diesem Wahlkampf besonders sensibel auf Nachrichten reagieren. Sie müssen wissen, dass es Versuche gibt, sie zu manipulieren. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen in sozialen Netzwerken aufgrund bestimmter Persönlichkeitsprofile für sie konfektionierte Antworten auf politische Fragen bekommen. Parteien und Medien sind besonders aufgefordert, durch noch sorgfältigere Prüfungen falsche von richtigen Informationen zu unterscheiden.

<Zitatende>

Wo bitte hat Herr Sarreither in den letzten 40 Jahren gelebt? Auf welchem Baum durfte er sein Leben fristen, welche Zeitungen gab man ihm zu lesen? Durfte er jemals in eine Bibliothek gehen und Bücher ausleihen? 

Herr Sarreither beschreibt in dem Zitatauschnitt lediglich die Kriterien eines regulären Wahlkampfes in Deutschland ( Täuschen, Tarnen, Versprechen ) und sorgt sich um die "konfektionierten" Informationen bei den sozialen Netzwerken? Soll das eine Empfehlung für die derzeitigen Parteien sein, dass selbige gaaaanz besonders den Druck auf zum Beispiel Facebook erhöhen sollen, um die selbstzertifizierten ( vielleicht gegen kleines Geld mit einem TÜV-Stempel versehenen ) vorgeblichen NONFAKENACHRICHTEN durchzudrücken? Welche selbstverständlich von Parteien kommen können/könnten/müssten/sollten. Diesen Exklusivvertretern von Ehrlichkeit und Verlässlichkeit? Die Medien sind in großen Teilen zu hilflosen DPA-Durchreichern sowie Botschaftslieferanten degeneriert, die können bei den sozialen Medien gar nix mehr beeinflussen. Egal wie wendig sie sich geben.

Also ein Appell des Bundeswahlleiters an die Leser des Interviews unter dem Motto - Gefahr im Verzug, obacht -ACHTUNG GEFAHR DROHT - . Eine Aufforderung an die Parteien, endlich mal ehrlicher zu werden?

Wie bitte?

Lieber Herrgott, lass Dichtungsringe vom Firmament heruntergleiten. Es tröpfelt mittlerweile aus ungeahnten Ecken. 

Bittäääää.......

Dichtungsringe...............

Falsche und richtige Informationen: Wie unterscheiden die sich denn so? Nachprüfbarkeit zum Zeitpunkt der Informationserstellung? Kurzum, zum Zeitpunkt der Informationsabgabe validierbar? Natürlich nicht nur von der hauseigenen Tanz- und Firmamentanbetergruppe. Von Wissenschaftlern vielleicht? Möglicherweise. Zwei Berechnungsmodelle der Altersversorgung, von Wissenschaftlern anhand der vorhandenen Daten [ das sind noch keine Informationen ] erstellt, können tatsächlich zu unterschiedlichen Informationen verarbeitet werden. Oh mein Gott, die gewonnenen Erkenntnisse=Informationen bei gleicher Datengrundlage könnten völlig diametral zueinander stehen. Oh mein Gott, welche Information ist jetzt nach Sichtweise des Bundeswahlleiters richtig? Zum Einstieg empfehle ich Herrn Sarreither diesen Text 3. Das Substantiv Wissen möchte ich hier nicht einbringen. Das wäre aber der nächste Schritt. Für Herrn Sarreither.

Dichtungsringe...............

Bittääääää..........

 

 

 

 

1 Link führt zu Hamburger Morgenpost mit Interview Bundeswahlleiter Sarreither 01.01.2017

2 Link führt zu Welt online 18.11.2015 Video

3 Link führt zu informatikstandards.de


Tags: Politwahn, Bildungsapathie

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