Peek & Cloppenburg + die Plastiktüte --> Erstarrung allenthalben


04.03.2017 Ab und zu muss ein neues Bekleidungsstück her. Ich bin bisher kein Onlinebesteller bei Bekleidungsteilen. Sehen, reingucken, befühlen, im Spiegel checken, kaufen. Ruhe im Karton. Zielgerichtet steuere ich in Koblenz den lokalen Dealer von Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!) an. Aus der Modellreihe - luftig mit ausreichend Taschen und ohne Rundum-Beschriftung [ Träger als mobile Werbesäule missbraucht ]  - gefällt mir ein unaufgeplustertes Sommerjäckchen jenes Bekleidungsherstellers, der 1894 in der englischen Hafenstadt South Shields gegründet wurde, ganz wunderbar. Probiert, für gut befunden. Blubb. Ich steuere die Kassenterminals eine Ebene tiefer an.

Bei den letzten Besuchen in diesem Bekleidungsgeschäft wurde ich von einer Verkäuferin/einem Verkäufer auf der Zielgeraden zur Rolltreppe abgefangen und mit einem entsprechend kodierten [Geheimbotschaft?] Zettel versehen. Sodann durfte ich dann meinen Weg ohne das gewählte Produkt, jedoch mit dem kodierten Zettel, fortsetzen, denn mein Zielobjekt wurde von der Verkäuferin/dem Verkäufer auf geheimen Transportwegen direkt in die Kassen- und Verpackungszone transportiert. Heute gibt es kein Waren-Abfang-Umleitungs-Transport-Einsatzkommando. Vielleicht lag es daran, dass die Jackenverkaufsständer keine 5 Meter von den Rolltreppen entfernt herumstanden und auf dieser Kurzstrecke wird es aufwendig für Abfang-Umleitungs-Transport-Einsatzkommandos? Wer weiß schon die genauen Hintergründe? Ich nicht. 

Vor den Kassenterminals, erkennbar an den lauernden und sanft blinkenden EC-Karten-Lesegeräten, einem freundlichen "Hauptkassierer" pro Terminal sowie den "Verpackungsingenieurinnen" hinter den großflächigen Verpackungstischen sind die Kunden ordentlich in -für einen Samstag- kurz erscheinenden Reihen zu erblicken. Naja, das wird keine unnötig lange Warterei für die Zahlungstransaktion werden. Prima. 

Die freundliche Frage des "Hauptkassieres", ob ich meine ausgewählte Jacke in einer Tüte mitnehmen möchte, welche mit der Tütengebühr von 20 Cent versehen ist, beantworte ich verdattert mit einem JA. Alternativen zur kostenpflichten Tüte? Theoretisch mehrere, schießt es mir durch den Kopf: Den Einkauf dann unverpackt mitzunehmen. Draußen "tröpfelt" es vielleicht? Eine vom Konzern Peek & Cloppenburg selbstentwickelte Papiertüte für einen Tütenpreis von <x>-Cent nehmen? Letztere wird mir leider nicht angeboten. Die hätte ich sofort genommen. Lediglich die Un [Nicht] verpackung gibt es im Angebot. Geil!

Die Gedanken rascheln. Ich Öko-Schwein hätte vielleicht eine eigene ökologisch-zertifizierte Baumwall-Bio-Elektrisch-Sei-Gut-Zum-Planeten-Tüte mitbringen können.

Ich Umweltschwein. Denke ich wieder nicht an die Mikroplastikschnitzel in den Weltmeeren.

Saukerl ich.Egoist!

Bazi.

Bääääh, was bin ich doch ein grottiger Typ.

Die Tüte nach dem Einsatz bei mir sieht so aus.

 

peek cloppenburg

 

Ihr Möchtegern-Verkaufsstrategen von Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!), lasst Euch was zuflüstern: Nur weil unter der Federführung von Frau Barbara Hendricks 1 die Knute zum Schwingen herausgeholt wurde, muss ein Großkonzern mit nicht unbeträchtlichem Umsatz 2 nicht in völlige Haltungsstarre versinken UND sich der völligen Phantasielosigkeit im Umgang mit Plastiktüten hingeben UND bei der Gelegenheit dem Offline-Kunden [ analoges Streifen durch Kaufhäuser auf zwei Beinen = analog = Offline ] das Einkaufserlebnis mit einem Erziehungsmoment versehen. Am Ende des Einkaufserlebnisse wohlgemerkt erfolgt das Knutenschwingen a' la Barbara Hendricks.

By the way: Die Entscheidungsunfähigkeit/Durchsetzungsfähigkeit bei Frau Barbara Hendricks [ dieses gutgemeinte empathische Ich-Tue-Dir-Niemals-Weh-Mäandern zwischen den Möglichkeiten, damit auch bloß der eigene Kittel keine Brandspuren erleiden muss ] beim Thema Plastiktüten ist exemplarisch für Handlungen aus der missratenen Regierungskoalition. Eine triviale Aktion nach dem Motto --> Im Nebel rumflusen ist allemal einfacher als den Nebel wegzupusten. Und eine Bisschen-Lösung ist allemal besser als gar keine Lösung. Pfffh. Jaja, die Euro-Tröge für das tägliche Arbeiten sind bei Einigen einfach zu wohlgefüllt. Da kann doch wirklich keiner verlangen, dass die aus dem Qualitätsmanagement stammende Begrifflichkeit PDCA-[ Plan-Do-Check-Act ] Systematik konsequent angewendet wird. Einfach zu aufwendig. Do und Act reichen völlig. Nicht im realen Leben, nein nein, aber für Verkünder/Entscheider/Euro-Tröge-Futterer aus der Regierungskoalition. 

Ich vermute [ mein Puls geht hoch ], die Heldentruppen aus dem McKinsey-Umfeld waren/sind in der Strategiegruppe um den CEO, CBO, ABO und welches O noch es da geben könnte, bei Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!) auch mittätig gewesen? Da fällt mir ein, dass früher [ im Pleistozän ], in den sogenannten gaaanz alten Zeiten, man zwei schrifttechnisch unsaubere OO durchaus mit den Zeichen für das Toilettenkabinchen 00 verwechseln konnte. Spätestens nach 3 Weizenbierchen war das durchaus möglich.

Hey, der Werbeaufdruck weist mir jetzt den Weg. Offline abgetütet, Online gewünscht? Was genau bezahle ich jetzt mit den 20 Cent für die Tüte? Das "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" Feeling von Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!)? Oder verhohnepipelt Ihr mich nur nach dem Motto: Von oben angeordnet, der DDR4.0-reloadet-Führungselite [= derzeitige Regierung der offiziell so bezeichneten BRD ], müssen "wir" entsprechend agieren, aber Du kleiner doofer analoger Kunde, Du läufst für die von Dir entrichteten 20 Cent noch fleißig Werbung für uns.

Echt? Für diese intellektuelle Kurzstrecke hat es noch gereicht bei Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!)? Dann war die Luft aber endgültig draußen, gelle? Kein Eigenkonzept als Alternative? Gar nix? Echt nix?

Online shoppen?

Das wirft die berechtigte Frage auf, wer die größere "Öko-Sau" beim Einkaufen ist? Meine Vermutung: Der Online-Käufer könnte es sein.

Und wie der Tütenaufdruck von EUCH, ihr Strategen des Handels, belegt: Da soll ich jetzt auch hin.

Welche eine erbämliche Phantasielosigkeit/Verantwortungslosigkeit von Handelsstrategen. Da hilft auch der Verweis auf die möglicherweise völlig recyclebaren Tüten nix mehr.

Isch halt der Mäein-Schtream [ = badischer Slang ].

Hilfääää, was ist das denn? Agathe hilf, von hinten links aus einer Ecke kichert die Bologna-Reform vor sich hin. Geradezu hämisches, irrlichterndes Kichern vernehme ich. Hört sich aber arg hutzelig an.  

Nix wie weg. Ich habe nicht gelernt, mit dissoziativen Störungen 3 bei Handelskonzernen umzugehen.

 

PS: Geht es den Meeresbewohnern [ die Plastikschnipsel wurden übrigens auch im Trinkwasser nachgewiesen. Au Backe. ] mit diesem verwi&$"(ch"}].... Ablasshandel besser?

 

 

1 Link führt zu fnp.de Artikel vom 27.04.2016

2 Link führt zu de.statista.com Umsatzentwicklung Peek & Cloppenburg (zugehörig zum Konzern mit Sitz in Düsseldorf, nicht in Hamburg!)

3 Link führt zu Wikipedia deutsch Artikeländerung 28.02.2017 22Uhr39


Tags: Zertifikatsbepperle, Bildungsapathie

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