hippo attacks xkcd 05.06.2021

Schutzatmosphäre + Nachrichten, gruselige Gedankenwelten


08.04.2017 Fleischtheken werden von Profis betrieben. Sagt man. Hörte ich. Fleischtheken kenne ich vom Einkaufen. Fleischtheken, gekühlt von gigantischen Kühlanlagen. Solche Fleischttheken, bei denen die Produkte in der zum Verkaufspersonal hin offenen Auslage herumliegen und von Fachkräften nach Wunsch portioniert werden. Die Ware geschützt vor sabbernden und fingernden Kunden [ gerade sehr vielen männlichen Kunden haftet die Eigenschaft an, in ihrem ganzen Leben keinesfalls nach dem Toilettenbesuch die Hände intensiv zu waschen ]. Okay, das war jetzt ein Igitt-Bäh-Einwurf. Musste aber sein. 

Es gibt kleine Einschränkungen beim Verkauf. Rinderfilet verkaufen die meisten Fleischverkäufer nur im Ganzen. Bei Kalbsnuss portionieren sie dann auch. Hackfleisch geht in jeder gewünschten Portionierung über die Theke. Nebenan, bei der Wurst, gibt es sogar die Portionierung nach gewünschter Scheibenanzahl. Mami, ich will eine Scheibe Lyoner, kräht es zuweilen vor der Theke herum. 

Nebenan gibt es häufig die Fleischtheken für die verpackten Fleischsorten. Kalb, Rind, Schwein, Lamm. Nie Lamm. Gute Metzger wissen, dass es für die Qualität von Lamm [ und im Ergebnis dann für den konsumierenden Kunden ] fatal ausgeht, wenn der verstreuselt agierende Kunde das Paketchen erst Mal eine (1) Stunde im Einkaufsland herumfährt und dann beschließt, diese Packung wieder zurückzulegen. Natürlich in die Fleischtheke für verpackte Fleischsorten. Manche Kunden deponieren den Fehlkauf gerne in hinteren Ecken des Einkaufslandes.[FakeNews] Merkmale derartig verpackter Waren: So mal eine Folie drum und mit einem kleinen Fleischsaftauffangteppich untenrum und die eigentliche Bodengruppe besteht aus gestärkter Pappe oder was auch immer das für ein Material sein könnte. Könnten auch verstampfte Eierkartons mit Weichmacher für die Geschmeidigkeit des Unterbodens sein. Irgendein mysteriöses Material. Hoffentlich ohne den Unterbodenschutz, der in der Autowerkstatt beim Auto aufgebracht werden kann.

Es könnte allerdings auch eine Kühltheke, mit höchst stabilen Portions-Verkaufsbehältern befüllt, sein. Neben einer regulären Fleischtheke oder ganz ohne eine Fleischttheke stehen solche Kühltheken dann herum [ gibt es in modern auch mit selbstschließfähigen Glastüren ]. Die jeweiligen Klein-Behälter aus diesem VollHartPlastik mit dem Voyeurs-Sichtfenster für den kaufwilligen Kunden. Ja, genau für den - ich will die Ware beurteilen können, ich bin Fachmann/Fachfrau/Welches-Geschlecht-auch-Immer - Kunden und die sind oft unter Schutzatmosphäre verpackt. Nicht die Portions-Verkaufsbehälter selbst, sondern die darin befindliche Fleischware wurde unter Schutzatmosphäre verpackt.

Mit der Schutzatmosphäre ist das so eine Sache. Hier habe ich die Grundinformationen gelesen. Der Artikel bei foodwatch.org ist gekennzeichnet als 2-Minuten-Lesezeit-Artikel. Zum Einsatz kommen für diese Verpackungstechnik Stickstoff oder Sauerstoff. Sauerstoff hat den wunderbaren Vorteil, dass die vom Kunden so geliebte Farbe rot laaaaange erhalten bleibt. Das nächtliche Umetikettieren durch willfährige Handlanger zur Verlustbegrenzung [ braunes Gewurschtel verkauft sich nicht + abgelaufene MHD-Werte sind verheerend, weil abschreckend für die Kunden ] wird zeitlich, sofern notwendig, durch den Einsatz von Schutzatmosphäre erheblich gestreckt. Die willfährigen Handlanger müssen weniger Nacht- bzw. Superfrühschichten einlegen. Für die Umetikettieraktionen. Sofern der Warenabfluss nicht den Erwartungen der Geschäftsleitung entsprechen sollte. Beide Verfahren, das Einbringen von Schutzatmosphäre sowie das Umetikettieren abgelaufener Fleischware bergen erhebliche Risiken. Für den Konsumenten der gekauften Ware. Es könnte ihm, dem Konsumenten, beim Verzehr richtig "dreckig" gehen.

Was ein Lärm plötzlich.

Im Hintergrund höre ich schon wieder irgend jemanden dieses Substantiv herumkreischen, welches ALLES niedermäht: Arbeitsplätze. Richtig, Arbeitsplätze erhalten als oberste Firmenpflicht. Die möglicherweise kotzenden Kunden taumeln seltenst in der Öffentlichkeit herum.

Ach so!

Nur, warum sollte es kotzende Kunden geben? Tjaaaa, weil unter der frisch wirkenden roten Farbe [ Außenbereich Fleisch ] der Zersetzungsprozess [ Innenbereich Fleisch ] unaufhaltsam voranschreitet. Dat is einfach so. Nicht zu stoppen bei Standardkühlung. Frosttechniken gehören heute nicht zu meinem Thema.

Finden Sie nicht auch, dass dieses Gedöns mit der Schutzatmosphäre durchaus Ähnlichkeiten mit dem geplanten Vorgehen des Sprach-Sauberkeits-Ministeriums der BRD unter Leitung des Herrn Heiko Maas aufweisen könnte?

Ganz nach dem Motto: Außen hui, innen pfui. Wie beim Fleisch zukünftig auch bei den Nachrichten. Sauber, gefällig [ außen ]. Angegammelt, vergammelt, geradezu verdorben [ braun-graue Färbung ] innen?

Das gibt mir schwer zu denken. Ich spiele gedanklich ein bißchen mit den zwei Substantiven Fleisch sowie Nachrichten herum.

Fleisch und Nachrichten. Mmmmh.

Ich kürze mal ein bisschen.

FuN. Nö, das passt wirklich nicht. Nö. Aus der englischen Sprache übersetzt Freude? Nö.

Weiter kürzen? Eigentlich kann nur das verbindende  -u- wegfallen. Geht nicht mehr. Echt.

Auf dem Akronym FN 1 hat schon Marine le Pen die Patschhändchen drauf.

Jetzt bleibt mir die Spucke weg. Hilfäää.

 

Für einen gelungenen Sonntag ein Beitrag des von mir sehr geschätzten Randall Munroe hier 2. Die Erklärseite 3 liefere ich mit.

 

 

 

1 Link führt zu Wikipedia Artikel Änderung 28.03.2017 22Uhr57

2 + 3 Links führen zu https://xkcd.com Randall Munroe


 

Tags: Kompetenz, Politwahn, Bildungsapathie

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