Züge verschwinden, Politschmiere + Qualitätsjournalismus bei der Tagesschau [Update]

Verfasst von Thomas am . Letzte Änderung am .


17.05.2017 Angeblich soll der heutige Tag von der Sonne und mit weit über 20 Grad Celsius Lufttemperatur verwöhnt werden. Mal schauen. Angesichts des frischen Lüftchens um 5Uhr40 bin ich froh, ein Fleece übergeworfen zu haben. Mmmh, vor mir rollt der IC-Stahlwurm mit dem Fernreiseziel Binz (Rügen---> ich empfehle den super interessanten Ausflug in den Ortsteil Prora12) an Bahnsteig 5 heran. Im elektronischen Postkörbchen vermeldet der DB-Verspätungsalarm, dass dieser Zug mal wieder von Bahnsteig 8 abfahren soll. Die Entscheidung, nicht in den ordentlich bezeichneten und vor mir stehenden und nach Binz rollenden IC-Stahlwurm an Bahnsteig 5 einzusteigen, werde ich nicht weiter analysieren. Lieber im richtigen Stahlwurm drinne als auf einen nie erscheinenden Stahlwurm an Bahnsteig 8 warten. So isses.

Die grünbläulich glimmenden Reservierungsanzeigen mit Beginn- und Zielbahnhof zeigen mir, dass das Reservierungscomputerchen die Datendiskette erhalten hat und fleißig abgearbeitet hat.

Dauerzeitaufschlag bei der Hinfahrt heute mal wieder 10 Minuten. Planung und Realität sollten bei dem Gleisbeschicker DB zur Deckungsgleichheit gebracht werden, oder?

Die Rückfahrt von Düsseldorf nach Koblenz wird ein kleines Erlebnis. Um 17Uhr48 sollte das Züglein vom HBf Düsseldorf aus startend den Zielbahnhof Koblenz ansteuern. Um 17Uhr35 wird genau dieser IC-Stahlwurm mit 3 Minuten Verspätung in der BahnApp aufgeführt. Da ich mich mit der U-Bahnabfahrtszeit von Kaiserswerth aus völlig verkalkuliert hatte, war ich heilfroh, eine Verspätung von 3 Minuten für den Rückfahrtszug des Gleisbeschickers Deutsche Bahn in der BahnApp erspähen zu können. Alles für die Katz. Um 17Uhr45 verstarb der IC-Stahlwurm. Ein Stahl-Blitz-Tod ereilte das Gefährt? Als Transportfahrzeug nach Koblenz völlig ausgefallen. Warum und was geht ab? Wer verrät den Fleischpäckchen schon die DB-Gleisbeschickergeheimnisse! Wer denn? Den 17Uhr58 Grusel-RE haben die Planer bei der Gelegenheit gleich aus dem Programm gestrichen. Also bleibt der 18Uhr27 IC-Stahlwurm als nächste zumutbare Transporteinheit für mich übrig.

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo, der uralte Song [ Christian Anders 1] und gleich noch dieser Song7 mit dem sinnigen Titel " Geh nicht vorbei " ploppen aus meinem Off heraus. Auf das aktuelle Gleisbeschickerhandeln angepasst: Der Zug scheint da zu sein, scheint weg zu sein, scheint unauffindbar zu sein. Fährt irgendwo, fuhr an uns vorbei. Wo ist er bloß?

Aber wen juckt das schon? Die Gehälter im DB-Tower Berlin beeinflusst derlei nicht. Ganz im Gegenteil: Ein verschwundener Zug erzeugt keine Verbrauchskosten. Das gibt garantiert ein Bonüsschen zum Jahresende. Den genialen Diesel-Strom-Bonus-Spar-Bonus. Wetten? Wo sind dann bloß die Fleischpäckchen aus dem verschwundenen Zug geblieben? Fragen über Fragen.

An der Bahnsteigkombination 15/16 kabbeln sich die Stahlcontainer um die Plätze. Gaaanz toll. Irgendein Grusel-RE dampft mit 25 Minuten Verspätung an Bahnsteig 16 heran  und ein IC-Stahlwurm mit Ziel Hamburg lümmelt an Bahnsteig 15 herum. Der Grusel-RE verlässt immerhin mal den Bahnhof, beim IC-Stahlwurm mit Ziel Hamburg gibt es unvorhergesehene Hemmnisse. Das Teil kommt nicht vom Fleck. Lokführer und Waggonpersonal sind ziemlich hektisch drauf. Warum genau? Das bleibt mir verborgen. Das Ende vom streitigen Spielchen: Der 18Uhr27 IC-Stahlwurm, der unruhig im Vorfeld des Bahnsteiges vor sich hin brummelt und einfach nicht an den Bahnsteig heranrollen darf, rollt mit plus 10 Minuten an Bahnsteig 16 ein und, NEIN oh NEIN, das Teil nimmt uns Fleischpäckchen auf. Ja sag nur. Wie konnte das passieren? Wir dürfen mitfahren, wowh.

Weitere Verspätungsminuten wanzen sich auf der Strecke an den Zug heran. Endstand plus 25 Minuten beim Aufschlag im HBf Koblenz. Supertransporterlebnis. Ursprünglich geplante Ankunft mit dem totalausgefallenen Zug sollte 19Uhr16 sein. Die Realankunftszeit heute mit dem Nachfolgezug liegt bei 20Uhr15. Aufrunden kann ich auch und notiere: Eine(1) Zusatzstunde für läppische 130 Kilometer. Also 2Stunden30 für läppische 130 Kilometer. Wir schreiben das Jahr 2017. Es ist lediglich leichtsommerlich mit plus 22 Grad Celsius. Kein Fröstelwinter, kein Laubgewäschel auf den Gleisen, keine fehlenden Schmiermittel an den Weichen, keine ausgefallenen Stellwerksleiter. Es ist leichtsommerlich temperiert. Dank der starren Gleise und der vorhersehbaren Belegung müssen wir auch nicht, wie die Autos, über diverse Kölner Ringe pilgern. 

Ich bin auf den Hochsommer gespannt.

19.05.2017 Pünktlich dampfen wir aus dem HBf Koblenz heraus. Ab Münster wird dieser IC-Stahlwurm rappelvoll sein. Die Reservierungsanzeigen sprechen ein klare Sprache. Bis zur Gleisdrehscheibe Köln haben wir schon ein plus von 15 Minuten auf dem Zeitkonto. Beim Einrumpeln in den HBf Düsseldorf notiere ich 20 Minuten Verspätung. Immer wieder wechseln sich raupenartiges Vorwärtsrollen mit Stillstand in der Pampa ab. Och manno.

Die Rückfahrt mit dem 14Uhr46 IC-Stahlwurm beginnt pünktlich. Die Warnhinweise für die Fleischpäckchen, dass auch dieses Gefährt nicht über Köln HBF, Bonn HBf sowie Remagen (Andernach) rollt, flimmern auf dem Bahnsteigdisplay unruhig durch. Ich finde einen fast leeren Bistrowaggon vor. Wir erreichen ohne weitere Vorkommnisse den Zielbahnhof Koblenz. 

Der Außenminister der BRD 2017 setzt bewährte Traditionen im Politgewerbe fort. Während Herr Möllemann im Jahr 2011 wegen seiner unseligen Einkaufswagen-Chip-Affäre 2 zurücktrat [ zurückgetreten wurde ], optimiert der Außenminister Herr Gabriel 3 seine Altersversorgung ohne jegliche Scham. Der Steuerzahler zahlt für die Verkaufsveranstaltungen des Gabriel-Buches dieses aktuell aktiven Politikers? An was erinnert mich das bei Herrn Gabriel bloß? Stimmt, Herr Gabriel musste damals den Verlust des Ministerpräsidentenpostens verschmerzen. Allzu weh tat Herrn Gabriel das nicht. Bestimmt konnte er wertvolle Erkenntnisse 4 zu diesem Unternehmen beisteuern. Alles ganz koscher. Darben wäre die falsche Bezeichnung für diese Phase des Nicht-Mehr-Ministerpräsidenten gewesen. Das Handelsblatt 11 veröffentlichte am 25.02.2005 mit dem sinnigen Titel - Landesversorgungsanstalt VW - nette Details.

Die ARD klärt auf. Mit locker 25 Jahren Verspätung erkennt die ARD Unglaubliches. Es existieren IP-Adressen. Ja nein, echt. IP-Adressen für digitale Endgeräte. Ja nein, wie toll. Und jedes Endgerät erhält eine individuelle IP-Adresse [ digitale Adressdaten ], damit die digitale Päckchenschieberei [ sie wissen schon, diese irritierenden Null-Einser-Aneinanderreihungen ] reibungslos abläuft. Ja nein, wie interessant. Ich greife mir einen Absatz aus dieser Berichterstattung 5 heraus. 

<Zitatbeginn>

IP-Adressen sind aus dem Internet nicht wegzudenken. Alle internetfähigen Endgeräte haben eine solche Adresse, seien es Computer, Notebooks oder Smartphones. Zwar ist diese Adresse häufig dynamisch, das heißt, sie ändert sich in regelmäßigen Abständen. Trotzdem hat jeder Internetnutzer durch die IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt eine ganz bestimmte Kennung - quasi einen digitalen Fußabdruck.

</Zitatende>

Die Welt ist ein bekannt bunter Spielplatz für Ausdrücke/Worte/Begriffe. Ist der im obigen Zitat aufgeführte "digitale Fußabdruck" identisch mit diesem "digitalen Fingerabdruck 8 " und wofür genau gibt es als AddOn für den Browser Firefox dieses wunderbare Teilchen? 9. Werden wir verabdruckt mit digitalen Fingerabdrücken sowie digitalen Fußabdrücken? Gibt es noch andere Abdrücke? Fiel die mögliche Befähigung der Artikelschreiber in Ohnmacht, als es darum ging, über IP-Adressen differenzierter [ sie wissen schon, vielschichtiger ] zu berichten? Haben die digitalen Verabdruckungen kein Recht mehr auf akkurate Berichtserstellung? Bestimmt sind die Verabdruckungen jetzt schwer beleidigt. Ich an der Stelle der Verabdruckungen wäre zutiefst beleidigt.

Wo läge der Schwerpunkt eines teilkundigen sowie hyperaktiven World-Wide-Web-Benutzers [ anerkanntermaßen die gefährlichste Spezies im Universum der "Internetspezialisten" ], um die im obigen Zitat genannte IP-Adressspeicherung für sein digitales Endgerät zu unterbinden? Wird unser teilkundiger World-Wide-Web-Benutzer jetzt irgendwelche Verschleierungstaktiken anstreben, weil er/sie/es/welches-geschlecht-auch-immer mit dem Gerichtsurteil nicht einverstanden ist? Wendet er sich dem TOR-Browser zu, weil das Kegelabendgetuschel dieses Produkt dermaßen empfohlen hat [ psscht, da bischte supersafe, da kann dir keiner was, da bischte superanonym, da findet dich wirklich keiner, da kannschte die portable version jeden monat auf einen anderen usb-stick kopieren, so ebbes findet keiner raus, da bischte aus 'em schneider ]. Oder begibt sich der teilkundige World-Wide-Web-Benutzer in die unergründlichen Sphären der "Anonymisierungs-Proxys", verbastelt er/sie/es/welches-geschlecht-auch-immer irgendwelche Strategien mit mysteriösen VPN-Tunnel-Konstruktionen? Oder praktiziert der teilkundige Benutzer jenes unausrottbare, mir heute noch zugetragene, heimische Superrezept für gaaanz Ohnmächtige: DSL-Router rebooten. Im Minutentakt. Weil beim Reboot die externe IP-Adresse des Routers vom Betreiber neu zugewiesen wird [ das immerhin stimmt ], glauben gaaanz Ohnmächtige, sie seien unmöglich nachverfolgbar. Noch heute schlagen meine Augäpfel entgeistert von innen an die Brillengläser bei diesem Wortgeplärre. Echt. Wenn mir Wortgeplärre Schmerzen bereitet, werde ich unleidlich.

Den finanziell wohlbepolsterten Artikelschreibern der Onlinepräsenz [ tagesschau.de ] hätte ich angeraten, den Inhalt dieses Artikels 6 ergänzend zu erschließen. Die Präsentation des European Cybercrime Center [ Europol EC 3 ] vermeldet einige interessante Details zum Thema IP-Adressen und die Erkenntnis, dass die wohlfeile Behauptung mit den eindeutigen IP-Adressen diverse Lücken enthält. Die nach dem Lesen eventuell gewonnenen Erkenntnisse aus jener Europol-Präsentation hätten in den Artikel eingeflochten werden können. Sofern die Selbstbehauptung von tagesschau.de, Qualitätsjournalismus zu betreiben und nicht FakeNews oder nur Artikel mit vorenthaltenen Informationen zu vertreiben, noch gültig sein soll. Im Dienste einer differenzierten Berichterstattung. Im Sinne einer Kenntnis-/Detail- Schärfung hinsichtlich der mysteriösen Welt des Internets. Für die Volksbildung[jetzt schreien die policital-correctness-Sprachpfleger-wieder]Bürgerbildung [ merke: das "Volk" die Bürger sind beileibe nicht alle schlichte und desinteressierte Finstergestalten ].

Da gibt es doch einen grundsätzlichen Auftrag [ Bildung ] für die öffentlich-rechtlichen Wohlbepolsterten. Ist jener Auftrag auch etwa still und leise verschwunden? Ähnlich den verschwundenen Zügen des Gleisbeschickers Deutsche Bahn? 

Das Hauptmerkmal des oben verlinkten Artikels in der öffentlich-rechtlichen Onlinepräsenz [ tagesschau.de ], welche über steuerzahler-zwangsfinanzierte Gelder in rauhen Mengen verfügt, sehe ich in der Wischi-Waschi-Moppel-Qualität des Artikels. Der Artikel entspricht dem Schwurbel-Ich-Schreibe-Ab-Niveau von alternativlos verblödet berichtenden Onlinepräsenzen. Artikel nur noch mit der Keule des Kostendrucks in die Tastatur reingehämmert oder schlicht mit Drag and Drop ungeprüft übernehmend, die Hauptsache die Seite wird voll. Nicht unähnlich dem Essverhalten einiger Mitmenschen, welche die schlichte Fülle des Tellers ungeachtet der Zutatenqualität loben und dann ähnlich einem Schaufelradbagger den eigenen Körper bemästen. Glucks, sabber, rülps, pfurz. Die Hauptsache, bapp-satt.

Grunz.

Gegrunzt hat sich halt schnell und kostengünstig, gelle?

Zum Schluss mein Lästerbeitrag: Wäre das Internet eine Schöpfung der SPD [ gottseidank entstand das Internet in der Schweiz, puuuh! Schweiß abtupf! ], wären die IP-Adressen-Nutzer zumindest erfolgreich "verschachert 10. Das musste jetzt sein. Wer hat mich verraten und verratzt mich fürderhin? Sozialdemokraten.

Würg.

 

Update zum Thema Wohlbepolsterte 20.05.2017 18Uhr05

Das hätte ich nicht erwartet. Dass ein deutsches Gericht solch ein Urteil 13 von sich gibt. Wo doch die Bundesministerin Manuela Schwesig [ SPD ] über so viele Förderziele/Förderorganisationen, z.B. die in meinen Augen Hetzseiten organisierende Amadeu-Antonio-Stiftung, die Patschhändchen ausgebreitet hat. Und bei sciencefiles.org geht zu dem Gerichtsurteil aus Leipzig ein flotter Text ab. Wowh 14. Uuuh.

 

 

1 Link führt zu YouTube https://www.youtube.com/watch?v=HYnotUA4p1E

2 Link führt zu http://www.spiegel.de/politik/deutschland/politiker-comebacks-da-bin-ich-wieder-a-748437-6.html

3 Link führt zu https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-staat-kassiert-ab-der-buerger-zahlt-murrend/

4 Link führt zu http://www.spiegel.de/politik/deutschland/politiker-gehaelteraffaere-auch-sigmar-gabriel-stand-geschaeftlich-in-beziehung-zu-vw-a-340083.html

5 Link führt zu http://www.tagesschau.de/bgh--ip-adressen-101.html

6 Link führt zu https://ripe74.ripe.net/presentations/125-CGN-presentation-Greg-Mounier-EC3-RIPE-74-Budapest.pdf

7 Link führt zu YouTube https://www.youtube.com/watch?v=zKIjnE71_6g

8 Link führt zu https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/testen-sie-selbst-ihr-browser-hinterlaesst-ihren-einzigartigen-fingerprint-ganz-ohne-cookies/

9 Link führt zu https://www.eff.org/privacybadger

10 Link führt zu https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/zensur-im-netz-die-plaene-der-groko-und-der-spd/

11 Link führt zu http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/inniges-verhaeltnis-zwischen-gewerkschaft-und-konzern-landesversorgungsanstalt-vw/2478576.html

12 Link führt zu https://de.wikipedia.org/wiki/Prora

13 Link führt zu http://www.danisch.de/dok/LG_Leipzig_7_O_3558_15.pdf

14 Link führt zu https://sciencefiles.org/2017/05/20/organisierte-gender-kriminalitaet-leipziger-landgericht-beendet-frauenfoerderung-und-stellt-rektorin-der-universitaet-leipzig-ein-vernichtendes-charakterzeugnis-aus/


Tags: Kompetenz, Politwahn, Bahnunwesen, Bildungsapathie

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