So rum, anders rum und dann supernett nochmal rum


5Uhr55 und kein Intercity an Gleis 5 vorhanden. Sehen kann man das Teil. Steht aber in einem Gleisbereich, den nur Lokführer, Rangierer und überhaupt Fachpersonal betreten dürfen. 6Uhr02 schubsen die Rangierer den Intercity an Gleis 5, verdächtig, dass schon wieder eine Extralok drangespannt ist. Abfahrt 6Uhr13 und der DB-Tag beginnt für mich und die anderen Fahrgäste mit 8 Minuten Verspätung.  Bullig warm in Waggon 5. Ab Andernach stürzt die Temperatur ab und die Kaltluft aus den Fensterklimanlagenschlitzen nervt. Mantel drauf. Wurde der Lok kalt? Geht es der Lok schlecht? Heizschlauch gerissen, oder wie? Das frühmorgendliche Kontrolleursteam sieht sich außerstande, das zu korrigieren. Was ein Auftakt.

Bei der Rückfahrt hellte sich die DB-Welt für mich auf, für Andere wäre es wohl nicht der Rede wert. Thema: ICE-Zu-Aufschläge.  

ICE-Zuschläge sind ein hochinteressantes Thema. Neulich informierte mich ein netter Kontrolleur im ICE Abfahrt 17Uhr26 HBF Düsseldorf über die Modalitäten der Berechnung. Bei vorliegendem gültigem Fahrausweis wird aus der tatsächlichen Fahrtstrecke, auf welcher der ICE vom Fahrgast benutzt wird,  der ICE-Aufschlag errechnet. Mit dem tragbaren Computerchen. 10 x über das Display getippert und der magische Aufschlag kommt herausgepurzelt. Je länger die Strecke bei ICE-Nutzung mit gültigem IC-Ticket dauert, desto schneller tendiert der Betrag des nachträglich zu entrichtenden ICE-Aufschlages gegen NULL. Sagte der Kontrolleur.  Das verstehe ich nicht, denn ich bin so sozialisiert, dass bei einer Zusatzbuchung ein einheitlicher Aufschlag fällig wird. Die Komfortbuchung (ICE ist schicker als IC, vor allen Dingen wird der Staubsauger vom Reinigungsteam auch eingeschaltet und eingesetzt, brumm brumm.....) von HBF Düsseldorf nach HBF Köln schlägt mit 5 € zu Buche. Okay, okay, kann ich dann nicht das Endziel der Reise (Koblenz) nehmen, damit es preiswerter wird? No. Never. Es wird ja die im ICE tatsächlich verbrachte Strecke zur Berechnung herangezogen, nicht die Daten des gültigen IC-Tickets. 

Wenn ich dieses Verfahren auf den Besuch in einem Lusthaus zur akzentuierten körperlichen Entspannung von Männern anwenden würde, kämen die Typen gar nicht mehr aus den Zimmern raus, oder? 

In der Vorweihnachtszeit 2015 hatte der Kontrolleur nach Prüfung meiner DB-Jahreskarte nur gefragt, ob ich in Köln auf den IC ab HBF Köln Richtung Koblenz umsteigen würde und dann souverän einen schönen Abend und gute Weiterfahrt gewünscht. Toll, so was genieße ich ja und das Töpfchen Bier aus der Flasche schmeckte richtig gut. 

Heute im ICE Abfahrt HBF Düsseldorf schwebt die Kontrolleurin 4 Minuten nach der Abfahrt ins Bistro zur Fahrkartenkontrolle. Superfreundlich, klarer Blick, aaaahhhh.......tiefrot lackierte Fingernägel. Nicht diese Ausfertigung von tiefrot lackierten Fingernägeln, deren Besitzerinnen niemals einen Kochtopf in die Hand nehmen könnten geschweige denn Schalotten in Miniwürfelchen schneiden könnten. Nicht diese Ausfertigung von tiefrot lackíerten Fingernägeln, die höchstens den Opernbesuch aufbrezeln könnten oder das Cappuccinoschlürfen zulassen. Das KleinerFingerAbspreizModell. Kann ich gar nicht ab! Hier nun Hände zum Zupacken und tiefrot lackierte Fingernägel in Kurzausführung. Super gepflegt. Ich bin begeistert und als die superfreundliche Kontrolleurin dann noch fragte, ob ich denn über eine Bahncard zur optimierten Berechnung des Aufpreises verfügen würde, war ich ganz aus dem Häuschen. Dem Bahnhäuschen. Meinem Häuschen. Meine Bahncard 25 ermöglichte einen Rabatt auf den ICE-Aufschlag. Echt! Herausgekommen sind 3,75 € für den ICE-Aufschlag. Das nenne ich coole Dienstleistung auf höchstem Niveau.

Make my day. Das Highlight in dieser ÖPNV-Woche. Der Rabatt war eine schöne Dreingabe.  

Jetzt habe ich die Bandbreite zwischen Nullberechnung und, das war irgendwann im Sommer 2015, 6€ Nachberechnung kennengelernt. 


Tags: Bahnunwesen

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Unangenehme Wahrheit - Beruhigende Lüge

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Nancy Faeser: Wirken und Werkeln 2022


Dass mir die derzeitige Innenministerin der BRD, Frau Nancy Faeser, Wohlwollen für mein passives Verhalten entgegenbringt, verärgert mich. Indirekt scheint mich Frau Faeser mit ministerialem Lob zu behäufeln, dass ich auf physische Distanz zu was-auch-immer-herbei-definierten-delirierten-rechten Aktionen achte. Bei Demonstrationen in der analogen Öffentlichkeit bin ich tatsächlich nicht aufzufinden, dafür äußere ich mich im World-Wide-Web.

Mal sehen, wohin das im Jahr 2022 noch hintrendet bei Demonstrationen / Spaziergängen. Der / die / welches-Geschlecht-auch-immer / alle prüfen zukünftig einzeln und mutig im Vorfeld oder direkt vor Ort jeden Teilnehmer bei einer Demonstration / bei einem Spaziergang auf Gesinnung?

Wowh! Wir haben es weit gebracht seit 1945. Wofür haben wir die Webseite mit dem aktualisierten Kapitel <Lehren für die Gegenwart>? Das aktuell skandalisierte Textgebilde vom 03.07.2021 von Frau Faeser vermittelt mir eine beschämend schlichte Sicht von Demokratie.

Gruselig. Ich verzichte auf derlei vermutetes ministeriales Wohlwollen. Aktualisierung 30.03.2022: Selbstverständlich sind die Äußerungen von Nancy Faeser rechtlich zulässig, wie das VG Berlin entschieden hat! Wer hätte dies auch jemals bezweifelt? Diese Rechtlichkeit, pardon Rechtschaffenheit.

https://www.titelschutzanzeiger.de/_rubric/detail.php?rubric=Medien+%26+Recht&nr=105636

Wie Frau Faeser den Konflikt in der BRD zwischen bezahlbarem Wohnraum und Ihrem Bekenntnis zum Islam auflösen wird, lässt mich gespannt wie einen Pfadfinder-Flitzebogen ausharren. 

Quotierung kann zu interessanten Postenbesetzungen führen. Aktuell: Frau Natalie Pawlik --> Aussiedler-Beauftragte der Bundesregierung. Berufung durch Frau Nancy Faeser.


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