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Klimaschau YouTube Sebastian Lüning

Impressionen: Wien 48° 12′ N, 16° 22′ O [Upgrade]


04.06.2017 Nachbereitung des Kurztrips nach Wien [ Austria ].

Der ICE gleitet pünktlich am 21.05.2017 um 6Uhr48 aus dem Koblenzer HBf mit dem Ziel HBf Wien. Gesamtreisezeit ohne eine einzige Umsteigeeinheit 8 Stunden 20 Minuten. Gleitreisen nenne ich das. Platz nehmen, relaxen, die Proviantpäckchen Stück für Stück leeren und die Landschaft vorübergleiten lassen. Ich melde pflichtschuldigst: Keinerlei besondere Vorkommnisse auf der Reise. Auch ein Kompliment an den Gleisbeschicker DB gehört zum Reiseleben dazu. Nicht immer nur das nörgelnde Gefiepe.

Vienna. Wien. Big player. Kultur quillt aus fast jeder Ritze. Praterbesuch? Selbstverständlich. Muss so. Burgtheaterbesuch? Selbstverständlich. Muss so. Naschmarkt? Muss so. Donaukanal besuchen? Muss so. Museumsbesuch? Muss so. Stephansdom. Muss nicht unbedingt sein. Schloss Belvedere. Muss so. Und hinter Schloss Belvedere das russische Heldendenkmal -1. Muss so.

Die Stadtbezirke erforschen wird hier leicht gemacht. Ein fantastisches Transportsystem steht dem Besucher [ natürlich auch den Bewohnern ] zur Verfügung. Wahlweise mit der U-Bahn oder der Straßenbahn mit einer völlig ausreichenden Netzwochenkarte für 16,50 Euronen. U-Bahnen in einem Supertakt und mit Zügen, welche gar nicht enden wollen vor lauter Waggons. Blitzsauber, Haltestangen in den Waggons dort, wo sie benötigt werden. Selbst in der Hauptstoßzeit keine Menschenmassen am Bahnsteig, alles wohlverteilt und das Ich-Press-Dich-Freundlich-Rein-Design wie beispielsweise im Düsseldorfer HBf durch die Security des lokalen U-Bahnschubser Rheinbahn entfällt hier völlig. Allerdings zieht es deutlich intensiver im Untergrund herum. Die Luftbewegungen sind deutlich vernehmbar, es besteht jedoch keine Gefahr, verweht zu werden. Am Bahnsteig benötigt niemand eine Haltestange.

So spießig es sich anhört, ist es nicht: Einmal Riesenrad [ für Höhenängstliche wie mich noch machbar ] und in der gigantischen Kabine einen Überblick über die Stadt erhaschen können. Wer dann unmittelbar nach dem Riesenrad eine wohlschmeckende Kleinigkeit [ preislich bis 14 Euronen ] mampfen möchte und dazu ein prima schmeckendes und topgezapftes Bier [ Radler geht auch ] einwerfen möchte, wackelt zum Schweizer Haus. Echt. Ich war völlig überrascht, auf diesem Jahrmarktsgelände derartige Qualität vorfinden zu können. Goil.

Den Kultstatus hat der Betreiber von Neni auf dem Naschmarkt zu Recht verliehen bekommen. Ethnoküche und mit den 5 Euronen-Schnapperchen, welche allerfeinst abgeschmeckt und wunderbar geeignet für mehrere nasch- und teilungswillige Gäste sind, lässt sich auch eine ausgedehnte Fusserholungspause unter dem blauen Himmel gestalten. Beglückt bin ich immer dann, wenn vom Wein bis zum Espresso einschließlich durchgängig hervorragende Qualität geboten wird. Das ist hier der Fall. Well done. Gerne wieder.

Das völlige Gegenteil von Neni auf dem Naschmarkt bot in der vorletzten Maiwoche 2017 der vielerorts als Tip gehandelte Heurigen Hengl-Haselbrunner in einer Nebenstraße in Oberdöbling. Der Reihe nach. Es stimmt, der Gastgarten in rustikalem Ambiente unter vielen Bäumen wirkt sehr einladend. Das war es dann aber schon. Der ausgeschenkte "Gemischte Satz" warb mit mineralisierenden Geschmackswerten. Neben dem mineralisierenden Geschmack waberte eine seltsame Säure im Gaumenraum herum. Keinesfalls ein Schlürfwein. Ein Wein für philosphisch Denkende, zu geniessen in Minihäppchen und keinesfalls in größeren Mengen. Möglichst über einen langen Zeitraum, denn die mineralisierende Supersäure des Weines weckt den ganzen Kerl in dir auf. Garantiert. Da braucht keiner mehr Red Bull. Die Verkaufstheke für das Mampfilein [ an den Tisch wird nix gebracht, das ist aber völlig ok ] wurde von drei wild agierenden Mitarbeitern [ einer vielleicht El Cheffe ? ] betrieben. Auf knappen 3 Metern Kühlthekenbreite war das Angebot zu sichten und eigentlich musste sich jeder Hungrige erst Mal fragend orientieren, was eigentlich genau angeboten wurde. Infotafel? Fehlanzeige! Ich habe mir das größtmögliche Unglück auf meinem Gastgarten-Teller erarbeitet: Geselchtes mit eiskaltem sowie nichtschmeckendem Kartoffelsalat für schlappe 11 Euronen. Der Verkaufstyp hinter der Theke vermittelte mir den Eindruck eines pensionierten Heeresoffiziers, der zahlende Kundschaft für ein lästiges Übel betrachtete. Gruselig. Ich habe dann über die Hälfte des Essens auf dem Gastgarten-Teller liegen lassen. Beim Abräumen meines Gastgarten-Tellers war El Cheffe [ googelig überprüft, er war es wirklich ] nicht im Geringsten daran interessiert, warum der Teller noch so befüllt war. Gastfreundschaft, ermattet nach über einem Vierteljahrhundert?

Das macht Spaß: Sich am Donaukanal in einen der vielen kostenlosen! Liegestühle abwerfen und einfach dem Treiben zuschauen können. Echt lässige Geschichte. Die stationären Getränkebuden liefern die notwendige Flüssigkeit zu attraktiven Preisen. Ohne Pfandgeschwurble. Bei der Gelegenheit: Auffallend viele Sitzbänke sind in den innerstädtischen Parks aufgestellt. Da entsteht keinerlei Platznot, wenn ein kurzes Verschnauferl angesagt ist. Wenn ich das mit der Armutsbebankung vor dem Koblenzer Schloss und diversen Kleinparks vergleiche, dann resümiere ich: In Wien spielt der Bürger eine Rolle. Da ist der Bürger im Park willkommen. Und wird nicht, wie beispielsweise im Koblenzer Schlossgarten, den Ästhetikaspekten und freien Interpretationen des fundamentalen Raumes nach Galaxiebetrachtungsaspekten durch Architekten oder Stadtverwaltungen zur Dekoration herabgestuft.

Der Diener zweier Herren 0 hieß das Stück, welches im Burgtheater und auf der Sitzposition - Parkett links in Reihe 8  - ein Erlebnis war. Wunderbare Darsteller, ganze Sätze [ ich liebe ganze Sätze ], ein Handlungsstrang, hie und da mal Panik, dynamische Szenen, eine teildefekte Drehbühne [ welche von den Theatertechnikern einfach weitergedreht wurde, was wiederum keinen störte ] und die ganze Veranstaltung ohne Mikrofone mit tonnenschweren Lautsprechersystemen. Theater pur. Manche zischelten, es sei eine Klamaukdarstellung. Fand ich nicht. Belebende zwei Stunden Theater im Burgtheater. Das Haus mächtig prunkvoll in der Innenausstattung. Schwer beeindruckend. In allerbester Stimmung wabere ich aus dem Burgtheater.

Das jüdische Museum Wien hat zwei Niederlassungen. Einmal am Judenplatz 8 und einmal in der Dorotheergasse 11. Die für 12 Euronen am Standort Judenplatz 8 erstandene Eintrittskarte gilt ab Kaufdatum vier Tage lang auch für den zweiten Standort [ ---> für mich dann Dorotheergasse ]. Hervorragend aufgebaute Ausstellung am zweiten Standort. Zeitgeschichte aus den üblen Zeiten. En Detail und an Personen festgemacht. Sehr erschließend. Bildung.

Das Dorotheum [ seit 1707 exisiterendes Auktionshaus ] überraschte mich vollends. Da kann man einfach reinlatschen und auf allen Etagen herumspähen. Kunstwerke betrachten. Die Preise checken. Ohne dass im Rücken irgendeine beflissene Ordnungskraft herumschleicht und darauf achtet, dass der Besucher sich ordnungsgemäß [ nix Betatschen ] verhält. Ich fühlte mich flockig entspannt und angesichts der erschlagenden Fülle des Spähangebotes ist hier ein erneuter Besuch eingeplant.

Angesichts der im Jahr 2017  aufkeimenden kriegerischen Töne im europäischen Einzugsbereich [ Motto: Die Nato ist supergut, Putin ist superböse, Trump ist ein geldgieriger Kriegswaffendealer + lässt uns westliche Kinderchen im Stich ] habe ich die gewaltigen Betonklötze aus den 1940er Jahren in Wien gecheckt. Die 3 Wiener Flaktürme mit den dazugehörenden 3 Wiener Feuerleitstellen 1 waren mein Ziel. Es hat zur äußerlichen Inspektion von gesamt zwei (2) Wiener Flaktürmen und einem (1) Feuerleitstellenturm gereicht. Der Besuch des Flakturms Stiftskaserne ist nicht möglich, da er von Polizei und Heer [ --> Österreich ] genutzt wird [ so die Auskunft der freundlichen Polizisten vor Ort ]. Mit genannten ~ 170.000 Tonnen Turmmasse sind das schon gewaltige Biester. Ein ganz kleines bisschen verdellt sehen die Teile schon aus. Aber ich bin überzeugt, dass eine Wieder-Inbetriebnahme möglich wäre. Für konventionelle Auseinandersetzungen. Das wären ideale Darstellungs-Plattformen für die Jungs und Mädels aus der Fraktion " Wir haben den Längeren, wir zeigen, was wir haben". Durchaus auch denkbar für die Weiterverwendung von Teilen defekter Panzer der jetzigen deutschen Bundeswehr. Wenn die Panzerteile schon nicht mehr fahren können, die Geschütze würden auf den Plattformen montiert werden können. 170 000 Tonnen Turmmasse vibrieren nicht mal, wenn da was losballeren sollte. Na wie wäre das, Frau von der Leyen? Kooperationsgespräche mit dem österreichischen zuständigen Verteidigungsminister vielleicht? Entspräche doch ganz ihrem performanten Showgehabe? Na, da könnte was gehen, oder nicht?

Bei dem Zimmerpreis des für den Wiener Aufenthalt gewählten Hotels Zipser bin ich mir unsicher, wie ich das Gesamtpaket [ Lage des Hotels, Frühstücksqualität, Innenausstatung Zimmer ] mit den 149 Euronen/Tag in Einklang bringen kann. Kurz und knackig:

1. Lage in einer ruhigen Seitenstraße. Das Premiumzimmer [ darüber gibt es Business und Exklusiv ] mit einem unruhigen Parkett-/Laminat Boden. Gute Matratzen. Ausreichende Schrankverstaueinheiten. Minibar mit echtem Mini-Kühlschränkchen. [ gefüllt! ]  
2. Frühstücksraum im Keller mit nicht ausreichender Lüftung. Nach einem Tässchen Kaffee Schweißausbrüche zu bekommen, habe ich so noch nirgends erlebt. Und ich habe die Wechseljahre hinter mir. Garantiert.  
3. Frühstücksbuffet angenehm bestückt. Wobei ich dieses Rührei aus der Dose einfach gruselig finde. Aber es gab gekochte Eier im wärmenden Sandbett.
4. Der Hauptspiegel sowie der zweite Badezimmerspiegel mit Zoomfunktion nur für Personen ab 180 cm Körperhöhe sinnvoll nutzbar. Der Rest benötigt Schemelchen. Die gibt es aber nicht.
5. Bei der Toilettenschüssel pendelten meine Füße bereits im Luftraum herum. Bin ich neuerdings Euro-Zwerg? Haben die kein Metermaß bei der Konstruktion des Bades gehabt?
6. Mechanische Zimmerschlüssel mit Zentralschalterfunktion für den Strom. Gefällt mir gut. Den Digitalkärtchen traue ich nicht über den Weg.
7. Ordentlich funktionierender Zimmersafe. Das erwähne ich deshalb, weil ich mich im EHM Hotel in Offenburg komplett aus dem Zimmersafe aussperrte und der dann minutenlang rumheulte.  [ Meine Behauptung: Falsche Bedienungsanleitung ]
8. Sehr freundliche Hotelmitarbeiterinnen.
9. Regulärzimmerpreis lt. Hotelunterlagen: 249 Euronen/Tag ( da umfloren mich allerdings Ohnmachtsanfälle)
10. Zentrale Lage in der Nähe der Rathaus U-Bahnhaltestelle.
11. Gute Gastronomieversorgung mit ansprechender Preisgestaltung in unmittelbarer Nähe des Hotels. Hervorzuheben die Fromme Helene mit dem Helenenbräu. Schleck.
12. Das Einzelzimmer [ Standard, nicht Premium ] einer Mitreisenden empfand ich als Zumutung. Enger ging es wirklich nicht.

Gemischte Gefühle. Beim Hotel. Sicherlich trägt zur insgesamt ruhigen Umgebung des Hotels auch die Mählichkeit ausstrahlende Bildungshütte, unmittelbar neben dem Hotel angesiedelt, bei. 

Die Pädagogen bringen Ruhe in das Tohuwabohu

 

Und das nenne ich doch Aufmunterung. Eine tolle Idee, Mathematik mit Glück zu verknüpfen:

 

bildung1

 

 

Wenngleich das nächste Motiv etwas abseitig anmutet, die Abfallbehälter strahlen einen wohltuenden Charme aus. Hier ein paar Beispiele:

 

abfall1

 

abfall2

 

abfall3

 

abfall4

 

abfall5

 

2018 wird Wien wieder angesteuert. Weiter erkunden.

 

 

-1 Link führt zu https://de.wikipedia.org/wiki/Heldendenkmal_der_Roten_Armee

0 Link führt zu https://www.burgtheater.at/de/spielplan/produktionen/der-diener-zweier-herren/

1 Link führt zu https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Flakt%C3%BCrme

 

 


Tags: BildungsMurmeln

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