In Bologna Kaffee geschlürft + alle gucken in die Glaskugel?


29.06.2017 Erst mal herzlichen Dank an die Macher von sciencefiles.org. Für diesen Artikel 1. Wer sich auf der Webseite des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung informieren möchte, wackelt hier hin 2. Das PDF-Dokument liegt hier 3 und das interessante Tabellchen befindet sich auf Seite 7 des veröffentlichten Dokumentes des IAB. 

Wer meine bordeigene Suche benutzen möchte mit dem Suchbegriff <bologna>, wird einige grimmige Beiträge zu diesem Thema finden. Ein grober Überblick über die bei dem legendären Kaffeekränzchen in Bologna 1999 eingeleiteten Bildungsreformen ist hier 4 nachzulesen.

Die in der Tabelle auf Seite 7 des IAB-Dokumentes ausgewiesenen Gehaltsunterschiede in zwei Altersgruppen sollten zukünftige Bachelor-/Masterbezwinger aufmerksam lesen. Ganz besonders hinsichtlich des vom jeweiligen Bachelor-/Masterbezwingers angestrebten zukünftigen Berufsfeldes.

Die aufgeführten Gehaltsunterschiede in dem IAB-Dokument bei den medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen fallen ja mächtig aus dem Rahmen. Nachfolgende Wertangaben in Euronen.

Altersgruppe 25-28 Jahre
 
2.179 Beruflicher Fortbildungsabschluss
2.399 Bachelor
3.665 Master, Diplom

 

Altersgruppe 31-34 Jahre
 
2.544 Beruflicher Fortbildungsabschluss
2.912 Bachelor
4.708 Master, Diplom
 
Wieso sind die Gehaltsunterschiede gerade in diesem Bereich derart gravierend?
 
Ein interessantes Fach zu studieren um des eigenen Wissensmehrwertes Willen ist eine Sache. Wer nur auf Bildungsrendite [ gruseliger Begriff ] Wert legt, wechselt schamlos zu den medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen? Alles sehr seltsam. Werden die aufgeführten Gehaltsunterschiede wegkippen [ natürlich weit nach unten, nicht schräg seitlich ], wenn Bachelor und Master in Massen auf den "Markt" strömen?
 
Wenn ich mir in einzelnen Arbeitsbereichen die jeweilige Arbeitgebervorgabe betrachte, nach welcher bei bisher unscheinbaren Alltags-Arbeitsplätzen als Minimum ein Master verlangt wird [ Bachelor wird sehr oft als Tüdeldidü abgetan ], dann wird mir angesichts der KompetenzSchnurStracksBewerber in Verbindung mit durchaus illustren ExzellenzVerleihern derartiger Kompetenzzeugnisse schlotterig um die Knie. Ich werde den Eindruck nicht los, dass in diesem Bereich ähnlich gehandelt wird wie im AbitursNotenBereich der Gymnasien in dieser Republik.
 
Alles so schwabbelig. By the way: Zum Thema schwabbelig [ im Kopf ] noch ein kleiner Beitrag hier [ Link entnommen am 29.06.2017 --> danisch.de 7 ]. Mein Merksatz: Bologna + Gender = untrennbare unselige Zwillinge.

Mein bewährter Trostspender Randall Munroe hat den passenden Comic 5.
 

 

1 https://sciencefiles.org/2017/06/28/bildungspolitischer-sprengstoff-aus-dem-iab-bachelorstudium-lohnt-sich-nur-fur-bestimmte-berufe/

2 http://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k170601j02

3 http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb1317.pdf

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess

5 https://xkcd.com/1856/

6 http://schule-mathematik.blogspot.de/2017/05/gender-und-genderinnen.html

7 http://www.danisch.de/blog/2017/06/27/ein-mathematiker-flucht-ueber-den-gender-schwachsinn/


Tags: Kompetenz, Bologna, Bildungsapathie

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