hippo attacks xkcd 05.06.2021

Bahnverschraubungen


29.06.2017 Gleisbeschickererlebnisse sind in dieser Woche nur vom Mittwoch, 28.06.2017, zu berichten.

Der Mittwoch beginnt schnuckelig feucht. Eher tröpfelig. Einer von diesen kleineren Parkplätzen hinter dem HBf Koblenz zwischen einem zu heiß gebadeten Kampfpanzer [SUV] und einem raumgreifend geparkten Standardauto wird mein Parkplatz. Yeap. Ein Opel Agila passt da allemal rein. Schwupp, der Tag kann beginnen.

Der um 06Uhr05 geplant abfahrende IC-Stahlwurm erscheint in umgekehrter Waggonreihung an Bahnsteig 5. Kaum zu glauben, aber wahr: Im vorletzten Waggon des Gleisbeschickers höre ich schon beim Betreten das leise Wimmern des Reservierungscomputerchens. Wieder mal keine 3,5 Zoll Diskette erhalten, um ordnungsgemäß die Reservierungen anzeigen zu können. Und dieses -ggf reserviert - wird heute morgen zum Stolperstein. Platz 105 in Waggon4, außer mir kein Mensch in diesem Waggon, wird wenige Minuten später von einer dreiköpfigen Familie beansprucht. Als einer von drei Sitzplätzen, nicht dass hier falsche Vorstellungen aufkeimen. Kaum eingerichtet, schon bin ich wieder ausgerichtet. Ich ziehe um. Das wird sicherlich noch spannend.

Wird es nicht, lediglich die 10 Minuten Verspätung ohne ersichtlichen Grund beim Einrumpeln in den HBf Düsseldorf verlangsamen meinen Vormittagsablauf.

Die Rückfahrt mit dem geplant um 17Uhr48 aus Düsseldorf abdampfenden IC-Stahlwurm kompensiert völlig den unspannenden Ablauf mit dem Vormittagszug des Gleisbeschickers Deutsche Bahn. Ich ignoriere die falsche BahnsteigdisplayInformation über einen kurzwaggonigen doppelstöckigen IC2-Stahlwurm. Den gibt es seit langem nicht mehr. Die neuen Schiffe [ erwachsene Brüder im Geiste der Grusel-RE-Einheiten ] kurven im Osten der Republik herum.

Herein schneit pünktlich ein IC-Stahlwurm mit Waggons aus der Wirtschaftwunderzeit Deutschlands. Mit den legendären 6-er Erste-Klasse-Abteileinheiten mit wulstigen Sitz- und Rückenpolstern. Zugelassen für die Zweite-Klasse-Fleischpäckchen. Uihhhhh. Mit riesigen und sogar blitzblank geputzten Spiegeleinheiten knapp unter der Gepäckablage, also oberhalb der Sitze. Leider mit nicht funktionierenden Lautsprecherdurchsageeinheiten. Aber eben wulstig platzversprechend. Wir rollern los. Und rollern so vor uns hin. Bis Remagen. Dann ist Schluss mit herumrollern. Stop auf offener Strecke und die nicht hörbare Lautsprecherdurchsage schafft keine Aufklärung über das wie, warum, weshalb. Ab in die BahnApp des Mobilgerätes und hier wird erst eine 10-minütige und dann eine 30-minütige Verspätung angekündigt.

Personen im Gleis. Der Todesstoß für den Pendler. Es geistern einfach zu viele Personen im Gleis herum. Echt.

Seltsamerweise dürfen die Züge in Richtung Norden an uns vorbeibrausen.

Sind die Personen nur auf unserem Gleis, dem in Richtung Süd weisenden Gleis unterwegs?

Kaum anzunehmen, oder?

Das Einparken im Sinziger Bahnhof erfolgt und jede Menge Fleischpäckchen bestürmen unseren Zug. Auf dem Nebengleis parkt ein weiterer IC-Stahlwurm. Aha.

Irgendwann sind die Personen vom Gleis herunter. Lebend, tot, johlend, festgenommen, aufgebahrt, vertrieben? Keiner gibt eine Information rüber. Wir rollern wieder los.

Ankunft im HBf Koblenz statt 19Uhr16 um 19Uhr55.

Pffft. Ein Nädelchen für den PendlerEhrenNadelIgel wird fällig.

Pieks.

 


Tags: Bahnunwesen

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