hippo attacks xkcd 05.06.2021

Hakeleien, Bahngerumpel, so und nur so muss das........


05.07.2017 Der IC-Stahlwurm mit Fahrtziel Binz kurbelt munter über das Koblenzer Bahnhofsgelände, bei jedem Vor- und Zurückschieben nähert er sich mehr an Bahnsteig 5. Nicht schlecht, um 5Uhr45 wird das quietschende Monster korrekt bereitgestellt. Oho, Waggon 4 hatte offensichtlich Besuch eines Reinigungstrupps und die fluoreszierenden Reservierungsanzeigen zeigen glaubwürdige Start- und Endbahnhöfe an. Lediglich das mittelleise Sirren der Lüftungsanlage unterbricht die Stille im Waggon. Es kann losgehen.

Nicht losgehen will das Notebook. Eine der Unarten bei Kubuntu 16.04 [ Ubuntu-Basis mit KDE-Desktop ] tritt vermehrt auf: Wenn der Rechner zuvor über den Displayport an einen Fernseher angeschlossen wurde und die Audioeinstellung auf HDMI Sound in den Systemeinstellungen umgestellt wurde, dann rummst der nächste Systemstart an ein unbekanntes Hindernis [ ich finde ums Verrecken nichts in den Logfiles ], die Lautsprecher-Ein-Aus-Taste leuchtet mittig rot und der flimmernde Startschriftzug des Betriebssystems mimt einen auf - ich will nicht weiter, ich bin bockig, nein, nein, hier bleibe ich, reg dich ruhig auf, mir geht es eben nicht gut -. Ein gewaltsam herbeigeführter Neustart über Strg-Alt-Entf führt im zweiten Anlauf zum ordnungsgemäßen Start des Betriebssystems. So komfortabel die Audioumstellung beim Filmegucken über den Displayport im ersten Schritt [ Audio über HDMI und somit über die Soundanlage, welche an den Fernseher angekoppelt ist ] konfigurierbar ist, so bockig scheint sie beim Zurückstellen zu sein. Die Zurückstellung vergisst das System regelmäßig. Weitaus unpraktischer gestaltet sich, je nach Tagesform und Großwetterlage sowie Wohnungsinnentemperatur, die graphische Ausgabe in Verbindung mit einer Dockingstation und zwei externen Monitoren. Minutenlang sind nach dem Start des Notebooks die externen Monitore dunkel geschaltet. Selbst ein im Terminal angeworfener Befehl - xrandr - will die dunkel geschalteten Monitore nicht zum Leben erwecken. Es nervt ein bisschen und ich werde den Eindruck nicht los, dass mit jedem Update dieses Verhalten unverrückbar wird. Pffft. Brauche ich das?

Die zart bemusterten Sitzeinheiten in Waggon 4 bespähe ich seit heute mit großer Beruhigung. Das in den letzten Tagen überberichtete Busunglück mit vielen Unfallopfern hat in den Berichterstattungen die - seit Jahren den Fachleuten sehr wohl bekannte - Erkenntnis rübergeworfen, dass die Bahnwaggonsitze im Vergleich zu Bussitzen keinesfalls zur rasend schnellen Brandfalle für Fleischpäckchen werden. Ab heute bespähe ich die Bahnwaggonsitze mit stiller Bewunderung und gestehe, mich ein gutes Stückchen sicherer zu fühlen. Wohliges Rumpeln durchbrummt mich.

Der klapperige und deshalb des Öfteren ausfallende Bahnübergang Bonn-BadGodesberg versaut die pünktliche Einfahrt in den HBf Bonn. Ok, wir werden eine Verspätung von 10 Minuten erarbeiten. Gru§%"((mpf.

Die Rückfahrt mit dem 17Uhr48 IC-Stahlwurm fügt dem VormittagsVerspätungsWert nur wenige Minütchen hinzu. Mein Pendlerleiden hielt sich an diesem Tag in Grenzen. Der PendlerEhrenNadelIgel wurde nicht bepiekst und durfte in seinem Körbchen liegen bleiben. Der PendlerEhrenNadelIgel guckt ganz entspannt.

06.07.2017 Kurz und knapp: Die Hinfahrt mit 06Uhr05 IC-Stahlwurm endete im HBf Düsseldorf und den zum Standard erhobenen 10 Minuten Verspätung. Den geplant um 17Uhr48 losdampfenden IC benutzte ich am Donnerstag nicht, da ich nach einem nervtötenden Arbeitsvormittag die Flucht nach Hause ergreifen musste. An manchen Tagen blubbert die Sch[Zensur]e gaaanz langsam, aber unaufhaltsam ab dem Sonnenaufgang vor mir herum. An diesem Donnerstag blubberte mächtige Sch[Zensur]e vor mir herum. Der technische Ausfall des Computernetzwerkes und die hieraus folgende Absage einer digitalen Klassenarbeit haben mir schon ziemlich die Gesichtsfalten vertieft. Wäre das bloß alles Ungemach gewesen! Aber eines dieser legendären Orgagespräche [ zur Abklärung von sattsam bekannten Fakten mit dem Willen, keinesfalls Optionen erarbeiten zu wollen, lediglich Optionen in den Raum werfen zu wollen ] gab mir dann den Rest für den Vormittag. Vom Chaos ins Chaos. Sicherlich wäre diese Anleitung die geeignete Hilfe für den Ablauf des besagten Orga-ich-muss-was-zeigen-ich-mag-aber-nichts-nachprüfbar-ändern-Gespräches gewesen.

Alles Bäääh.

Und die Flucht trat ich mit dem um 14Uhr46 abrollenden IC-Stahlwurm aus Düsseldorf an. Welch eine glückliche sowie ungeplante Entscheidung. Nicht nur, dass ich pünktlich im Zielbahnhof Koblenz landete, nein, am frühen Abend bespähte ich aus reiner Neugierde noch die BahnApp des Gleisbeschickers und siehe da, der von mir ursprünglich geplante 17Uhr48 IC-Stahlwurm ab Düsseldorf war mit 30 Minuten Verspätung vermerkt. Juppiheidi, Schwein gehabt. Uuuuuuuh.

Und meine Glücksgefühle steigerten sich an diesem Tag ins fast Überirdische, als ich das vor wenigen Tagen online bestellte Notebook ausgepackt hatte und in Betrieb nahm. Ein gebrauchtes und generalüberholtes Notebook, schlicht schwarz und so gar kein optischer Leckerbissen. Aber ein Lenovo Thinkpad aus der T-Reihe. Seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Notebook mit brauchbarer 1600x900 oder noch höherer Bildschirmauflösung und ich war gewillt, bis maximal 1500 Euro auszugeben. Keines hat mir zugesagt. Mein Geld wollte den Weg nicht finden.

Es ist ein Lenovo T430 Notebook [ natürlich ohne NVIDIA-Heizgraphik ] als Nachfolger für das seit 5 Jahren betriebene Lenovo T420. Supergenialer Zusatzvorteil dieses Notebooks: Systemanschluss an der Unterseite für die Dockingstation. Mit der in dieser Baureihe geänderten Tastaturbauweise kann ich mich anfreunden. Das original IBM-Design mit 7 Tastenreihen und dem charakteristischen Klack-Anschlag ist bei der Tastatur des T430 dem 6-Reihendesign und einem sanfteren Tastengeräusch [ woman-acceptance-faktor erhöht ] gewichen. Nach dem Tausch der mitgelieferten Festplatte [ worauf sich ein ordnungsgemäß installiertes Windows7 Betriebssystem befindet]  gegen die vorhandene SSD mit dem Betriebssystem der anderen Art [ Kubuntu 16.04 ], dem Einsetzen einer weiteren vorhandenen SSD in der Ultrabay [ DVD-Laufwerk raus, Ultrabay rein ] und dem Einschieben einer ebenso vorhandenen mSata-SSD startete das T430 ohne Murren und ich konnte nach 30 Sekunden nach dem Einschalten flüssig damit arbeiten. Nicht dieses Gedudel wie bei Windows, diesem in meinen Augen weltweit einzigen zertifizierten Trojaner, der von den Mitmenschen achso geliebt und gewollt wird. Nicht dieses erbärmliche Reaktivierungsritual, welches bei Windows immer dann eintritt, wenn wesentliche Teile der Hardware sich verändern. Eben einfach einschalten, am Betriebssystem anmelden und sofort arbeiten können. Die vorgesehenen Funktionstasten für die dreistufige Tastaturbeleuchten funktionieren auf Anhieb. Alle anderen Funktionstasten tun das, was sie sollen. Was will ein EDV-Schrat wie ich mehr?

Das gebraucht erworbene Notebook habe ich von nicepriceit.de bezogen . Bestellablauf und Lieferqualität 1a. Kompliment an die Betreiber dieses Ladens.  Mein Motto - quid pro quo - perfekt umgesetzt. Was ein seltener Glücksfall. Die technisch relevanten Daten des T430: Intel I5-3320M-Prozessor, 16 GByte RAM, mitgelieferte 320GByte Harddisk mit Windows7, 1600x900 Display, VGA (!), Mini-Display-Port, 2 x USB3.0 (gecheckt und für wertig befunden), DockingStationAnschluss.

So muss das.

Und nur so.

 


Tags: InformatikEcke

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