Kohlenmonoxid, glühende Leitungen und der kreischende Stern [1 Update]


Die Heizungswartung findet aktuell statt und der regelmäßig hier aufschlagende und ungemein akribisch arbeitende Monteur vermeldet, dass der Etagenheizungsbrenner (betrieben mit Gas aus Wladimirs Vorräten) ein Eigenleben führt. Erinnert mich sofort an Nummer 1 aus dem Getränkecenter. Was ist passiert? Das 25 Jahre alte Markenprodukt verhält sich in der Anheizphase ziemlich pampig und produziert über 1000 ppm Kohlenmonoxid. Erst wenn sich nach ein paar Minuten "Bollern" die Warmluft blubbartig den Schornstein hochgeschafft hat, sinkt der Wert auf unter 100 ppm Kohlenmonoxid. So die erste Annahme des Monteurs. Die telefonische Abklärung mit dem Firmensupport des Brennerherstellers ergibt, dass zwei Problemfelder existieren: Der Wärmetauscher selbst UND der Schornstein. Wärmetauscher ausbauen und durchblasen ist erstmal nicht angesagt, denn der Insidertip, nach rötlichen Kokelpunkten unterhalb des Wärmetauschers zu suchen, endet mit der Feststellung, dass es keine gibt. Beruhigend - keine Kokelpunkte. Dann ist das Durchblasen des Wärmetauschers erst mal nicht erfolgversprechend - so der Insidertip -. Gibts dazu ein Youtube-Video vielleicht, ich habe noch nie rote Kokelpunkte gesehen? Nein, gibt es nicht. Auf dem Kontrollzettel des Monteurs wird die vorzunehmende Inspektion des Schornsteins notiert. Nicht heute, Terminabfolge lässt das nicht zu. Okay, neuer Termin wird noch abgesprochen. Jetzt klärt sich auch das Verhalten der bisher hier jährlich im August - Aha! - aufgeschlagenen Schornsteinfegerḱontrollmenschen, die seit Jahren! immer erst die Heizung blubbern ließen und nach circa 10 Minuten die Messung durchführten. Nur hat kein einziger dieser mit Zertifikatsbepperle versehenen HochleistungskompetenzImKaminBürstleIchMalHerumWichtel was von Kohlenmonoxid in lebensgefährdender Dichte während der Anheizphase erzählt. Da hieß es immer nur, dies tue Mann/Frau aus dem Schornsteinfegergewerbe, um die ungemein strengen Vorgaben des Gesetzgebers zum Stilllegen der Heizung bei Grenzwertüberschreitung nicht umsetzen zu müssen........ (Wissen schon, zwinker, tuschel, wir sind die Coolen). Diese Vorgehensweise sei schließlich zu meinem Besten. Klasse. Und so praxisnah. Tote können bekanntlich nicht mehr klagen. Das Zertifikatsbepperle sollte diesem KompetenzImKaminBürstelIchMalHerumWichtel-Betrieb entzogen werden. Sofort. Und das Personal zur Strafe dann ab in die Ukraine (Donezbecken) und hier ins Stahlwerk, Wälzstraße 3. Schweiß treibt Flausen aus. 

Übrigens: Damals wurden in die Gasetagenbrenner keine Gaswächter/Kohlenmonoxidwächter eingebaut. Heute wohl Standard. Und was jetzt tun? Der gut gemeinte Tipp, mit einem kleinen Spiegel oberhalb des Etagenbrennergehäuses auf Beschlag (Feuchtigkeit) zu kontrollieren und gegebenenfalls sofort die Heizung abzuschalten, scheitert an der Umsetzbarkeit im Alltagsleben. Soll ich jetzt in jeder Anheizphase den Schminkspiegel als Messinstrument einsetzen, um dem Tod durch Kohlenmonoxid zu entgehen? Auf die Schnelle einen Kohlenmonoxidwarner eines Markenherstellers online bestellt. Bei kritischem Wert heult das Teil laut Beschreibung mit 85 dbA los. Allemal besser als das Spiegelwesen.

In der Karnevalszeit habe ich mich dem Erfassen und Auswerten von Netzwerkdaten gewidmet.  Drei Szenarien wurden umgesetzt:

A:)  Netzwerkverkehr beim Starten von Windows7Prof mit abgeschaltetem automatischem Update
B:)  Netzwerkverkehr beim Starten von Windows10Prof mit abgeschaltetem automatischem Update
C:)  Netzwerkverkehr beim Aufruf einer Webseite mit Werbeblocker und einmal ohne Werbeblocker mit Firefox Version 44.0 sowie dem AdblockPlus Addon 2.7.1 (Betriebssystem Ubuntu 14.04) 

Die Datenerfassung erfolgte auf einem Ubuntu 14.04 LTS Grundsystem mit der Software Wireshark Version 2.0.1. Die WindowsSpähBetriebssysteme wohnen bei mir jeweils in einer Virtuellen Maschine (Virtualbox 5.0.14).

Während sich Windows7Pro mit circa 1 MByte Datenvolumen begnügte, marschierte der Newcomer Windows10Prof mit 40,6 MByte Datenvolumen gnadenlos durch die Kupferleitung. Und ich habe die Füße stillgehalten und lediglich das Kennwort beim Windows10Prof eingegeben. Nix geklickt. Gar nix. Den entstandenen Datenverkehr beider WindowsSpähIchBinDeinBesterFreundBetriebssysteme habe ich dann mit den entsprechenden Wiresharkfiltern aufgeteilt auf  DNS (Namensauflösung, Port 53), HTTP (Port 80) sowie HTTPS (443).  ARP, ICMP, IGMP, LLMNR, SSDP sowie NBNS fielen der Übersichtlichkeit wegen gänzlich raus.  Auffallend bei Windows10Prof waren die Tuschelgespräche (HTTPS) mit den Seiten www.bing.com und www.twitter.com. Das erschien mir wie eine Kaffeekränzchenrunde älterer Damen, die gar nicht mehr aufhören können und zwischendurch kleinteilige Linzertörtchen knuspern. Bei den Bytes auf dem malträtierten Kupferkabel sah es sehr rege aus:  Einmal hin, einmal her und das 2000 Netzwerkpakete lang bei der Tuschelrunde www.bing.com . Boah! Die PDF-Datei mit den Endpoints zum Download hier------> Windows7/ Windows10-Endpoints 

Die Wirkungsweise eines Werbeblockers aus C:) in aller Kürze: Beim Aufruf der Seite www.stern.de (Seite für Verwirrte/ Bilderjunkies/ Informationsnullgehaltsuchende) ohne Werbeblocker satte 7.2 MByte Datenvolumen, mit Werbeblocker dann 4,3 MByte Datenvolumen. PDF-Datei mit den Endpoints zum Download hier ----->  Webseitenaufruf Stern Endpoints  . Wie gut, dass diese Seite aus meinen Bookmarks geflogen ist. Nicht nur wegen der Inhaltslosigkeit/ Niveaulosigkeit ähnlich der Bildzeitung. Gruner+Jahr als Stammhaus für die Schmuddelseiten Stern, Geo, Brigitte sowie Gala sollte endlich das InhalteNichtAnzeigenWennAdBlockerInGebrauchKonzept  konsequent durchziehen. Dann verirrt sich der mediengestählte Informationssuchende nicht mehr dorthin und spart sein zu bezahlendes Datenvolumen für die Übertragung von digitalem Müll. Auf die Art und Weise findet die fällige Marktsäuberung statt und gewinnen werden die Teams mit echten Redakteuren. Und keinesfalls diese dpa-Meldungen ungeprüft durchreichenden MainstreamWichtel. Entlastet wird das eigene Geldsäckchen.  Die lokalen Müllabfuhrgebühren sind ja auch nicht mehr ohne. Echte Inhalte/ Recherchen verschwinden in Bälde hinter der Paywall. Das ist dann wieder so wie früher im Pleistozän bei den großen Lexika, verkauft vom mobilen Vertreter und mit vier Jahren Ratenzahlung. Internet goes back to the roots. 

Vor Monaten wunderte ich mich, dass mein Online-Zeitung-Lesen frühmorgens auf dem geliebten iPad mini schon am 20. des Monats zu diesem Meldungsfensterchen führt - Ihr Datenvolumen ist erreicht, ab sofort wird die Verbindungsgeschwindigkeit auf 64 Kbit/ sec gesenkt. Buchen Sie zusätzliches Volumen - hier bitte entlang. Und wieder 4,95 € für läppische 200 MByte Datenvolumen entrichtet. Ich will eben nicht mit 64 Kbit/sec rumsurfen, wofür kann das Gerät LTE? Nun gut, wahrscheinlich würde dieses Meldungsfensterchen nie aufschlagen, wäre ich ausschließlich in einem jener heruntergewirtschafteten Stahlcontainer des Schienenunternehmens DB unterwegs. Verlässlich zwischen kurz nach Koblenz und Bonn ziehen hier die Funkmasten die Antennen ein und gehen zum Kaffeekränzchen über. Datenübertragung? Pustekuchen, der Ladekreis im Browser komatös dreeeeeeeeheeeeeend. Endlos. Kommt nix. Aber der Ladekreis im Browser sieht schick aus bei der Auflösung von 2048x1536 Bildpunkten. Schick. In Düsseldorf sind die Funkmasten nicht abgetaucht, sondern abgeraucht. Total unterdimensioniert. Da stehen kleine Wesen drin und schaufeln die Bits einzeln aus dem Turm raus. Nix Datenautobahn, feldwegähnlich. Auf dem iPadmini habe ich im Dezember 2015 einen Adblocker installiert und seitdem kommt das Meldungsfensterchen nicht mehr. Yeap. Obgleich ich im HBF Köln intensiv Online-Zeitung-Lesen kann. Muss irgendwie die Streckenausfälle kompensieren und das gelingt mir. 

Update Kohlenmonoxid Warnmelder:

Gerät pünktlich eingetroffen und gemäß Herstellervorgabe montiert. Geräteinternen Test ausgeführt und jetzt bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen, wann das Teil losheult. Diesen Kohlenmonoxidwarner habe ich eingesetzt.



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