Twitter, Schreihälschen + Fabian Scherschel [Update]


11.11.2017 Er hat wieder zugeschlagen. Der Autor, dessen Name mir immer noch nicht schmerzfrei über die Zunge rollen möchte. Er hat wieder zugeschlagen mit einem Artikel auf Heise. Das famose Textwerk bewertet einen geradezu ungehörigen Vorgang bei Twitter, dem Zwitscherkanal für diejenigen, welche statt ganzer Sätze lediglich ein Konglomerat von Wortaneinanderreihungen mit eingebastelten Tags ( ich glaube, das nennt sich Hashtags) zustande bekommen. Jenes unablässige Mitteilen von - du ich habe gerade gehört - mir geht es im Moment <Befindlichkeitsbegriff einfügen>- ich habe euch alle lieb - ihr geht mir auf den Zeiger - und so weiter und so fort - mit integriertem Referenzieren auf hoffentlich gewichtige oder viele oder gesuchte Mitstreiter. Jene Bedeutungsschwangerschaftssteigerung der mühselig eingetippten Zeichenfolgen inklusive Referenzieren. Ist ein Gezwitscher mit Hashtags gelungen, gehört der Zwitscherer zu den lustigen Nibelungen.

Dem steht zukünftig entgegen der ungehörige Vorgang der erlaubten Zeichenerweiterung von 140 auf viel mehr als 140 Zeichen beim Zwitscherkanal. Oh mein Gott. Jesses Maria. Da könnten die Zwitscherer in Bedrängnis geraten mit der Beantwortung der Frage: Mache ich jetzt Leerzeichen, um ein Königsklassen-Zwitscherer zu sein? Königsklassen-Zwitscherer werden zukünftig bestimmt ein extra Icon erhalten, damit ein jeder sogleich erkennt, dass hier die Meisterklasse der mehr als 140 Zeichen Generatoren tätig ist. Das ZwitscherverdienstKreuz, verliehen von Twitter, bedarf der Einführung. Viele Twitternutzer werden sterben wie flugermattete Stubenfliegen, das könnte durchaus passieren. Überfordert durch die Möglichkeit, mehr als 140 Zeichen einsetzen zu dürfen [ dürfen heißt nicht müssen ]. Gequält von Gedanken an die eigene Nichterfüllung von der mehr als 140-Zeichen-Kompetenz. Derlei vermag sensible Naturen in die Schreiblähmung zwingen. Die nicht geforderte, lediglich offerierte kleine Zeichenfreiheit nicht erfüllt zu haben. Wie schrecklich das alles klingt.

Die Verwendung des Wortes - galvanisieren - in seinem Artikel im Zusammenhang mit Twitter vermag ich nicht einzuordnen. Sehr wohl einordnen kann ich den Screenshot/iFrame über dem eigentlichen Artikel des Herrn Scherschel. Sein Motto: Hol raus die Keule und zeige allen Lesern, dass Herr Scherschel ein bedeutsamer Mitmensch sein muss, denn er darf seinen eigenen Twitter-/Troll- Beitrag über seinen Text einbinden. Was ein toller Hecht er doch ist. Gnadenlose Bewunderung schwebt durch Raum und Zeit. Beifall brandet auf. Bei wem genau?

Schwer irritiert bin ich vom Datum des Artikel --> 08.11.2017, dem Verweis im Artikel auf den hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution und dem Bewerten der mehr als 140 Zeichen Freiheit bei Twitter, als habe dieses Ereignis der Zeichenerweiterung nicht schon ein Jahr zuvor stattgefunden. Die Zwitscherstube rechnet mächtig mit angehängten Bildern und eigentlichem Text hin und her, mutet aufwändig an. Ich bin schwer irritiert, was meinen Textbeitrag aber nicht hier enden lassen wird. Sei es drum.

Faszination glimmt vor meinen Augen. Statt bisher 140 Zeichen zukünftig mehr als 140 Zeichen. Erweiterte Freiheit. Wie bloß mit erweiterter Freiheit zurechtkommen? Hilfäääääääää!

Und daraus wird von Herrn Scherschel ein Untergangsszenario abgeleitet. Stimmt, es naht der Untergang. Herrn Scherschel war ich schon einmal hier gram.

Grandiose Aussage aus dem Artikel: Weil man sich auf dieser Plattform eben nicht durch ellenlange Textwüsten quälen muss und jeder sofort sieht, worauf es ankommt.

Worauf es ankommt? Für wen kommt was worauf an?

Meine Prognose: Zukünftig wird es pro Gezwitscher durchschnittliche 38 Zeichen Text (Aussagekraft völlig egal) sowie für die Restmenge möglichen mehr als 140 Zeichen Hashtag-Rudel geben. Dann sieht gar keiner mehr, worauf es ankommt. Die Augäpfel beginnen zu flimmern, aber ellenlange Textwüsten entstehen dadurch auch nicht.

Wilde Zeiten im World-Wide-Web und speziell in der Zwitscherbude.

Menschenskind, auf der Suche nach der Filterbase weißt du gar nicht mehr, wohin? Oh Mensch, so viele Hashtags hier. Ich muss viel klicken. Och männo. Mama, das ist ein Riesenpuzzle, hilf mir mal. Mamaaaa....!

Irgendwo in China ist ein Tütchen Reis umgefallen. Hat es jeder gehört?

 

 

 

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/twitter-erlaubt-etwas-mehr-als-140-zeichen-a-1112992.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_lustigen_Nibelungen

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Twitter-schafft-sich-selbst-ab-3884022.html

https://de.wikihow.com/Hashtags-in-Twitter-anwenden


Tags: BildungsMurmeln

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gender disparity 2021

STEM: Science, Technology, Engineering and Mathematics

 Welche Richtung wird eingeschlagen? Aus der Genderblase zurück zur Ernsthaftigkeit?
Ob IT-Security dann vorangetrieben würde? Erst mal volle Kraft voraus mit Gender Mint 4.0?
Statt M.Sc. in Bälde M.Ge*:_Mnt.?

 

 

 

Nancy Faeser: Wirken und Werkeln 2022


Dass mir die derzeitige Innenministerin der BRD, Frau Nancy Faeser, Wohlwollen für mein passives Verhalten entgegenbringt, verärgert mich. Indirekt scheint mich Frau Faeser mit ministerialem Lob zu behäufeln, dass ich auf physische Distanz zu was-auch-immer-herbei-definierten-delirierten-rechten Aktionen achte. Bei Demonstrationen in der analogen Öffentlichkeit bin ich tatsächlich nicht aufzufinden, dafür äußere ich mich im World-Wide-Web.

Mal sehen, wohin das im Jahr 2022 noch hintrendet bei Demonstrationen / Spaziergängen. Der / die / welches-Geschlecht-auch-immer / alle prüfen zukünftig einzeln und mutig im Vorfeld oder direkt vor Ort jeden Teilnehmer bei einer Demonstration / bei einem Spaziergang auf Gesinnung?

Wowh! Wir haben es weit gebracht seit 1945. Wofür haben wir die Webseite mit dem aktualisierten Kapitel <Lehren für die Gegenwart>? Das aktuell skandalisierte Textgebilde vom 03.07.2021 von Frau Faeser vermittelt mir eine beschämend schlichte Sicht von Demokratie.

Gruselig. Ich verzichte auf derlei vermutetes ministeriales Wohlwollen. Aktualisierung 30.03.2022: Selbstverständlich sind die Äußerungen von Nancy Faeser rechtlich zulässig, wie das VG Berlin entschieden hat! Wer hätte dies auch jemals bezweifelt? Diese Rechtlichkeit, pardon Rechtschaffenheit.

https://www.titelschutzanzeiger.de/_rubric/detail.php?rubric=Medien+%26+Recht&nr=105636

Wie Frau Faeser den Konflikt in der BRD zwischen bezahlbarem Wohnraum und Ihrem Bekenntnis zum Islam auflösen wird, lässt mich gespannt wie einen Pfadfinder-Flitzebogen ausharren. 

Quotierung kann zu interessanten Postenbesetzungen führen. Aktuell: Frau Natalie Pawlik --> Aussiedler-Beauftragte der Bundesregierung. Berufung durch Frau Nancy Faeser.


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