hippo attacks xkcd 05.06.2021

Taumelitis beim Gleisbeschicker + sprachliches Gewurschtel bei einer Kirche

08.12.2017 Zum Einstieg die Reiseerlebnisse mit dem Gleisbeschicker Deutsche Bahn. 

? 22.11.2017 Die Rückfahrt mit dem 17Uhr48 IC-Stahlwurm beginnt mit fünf Minuten Verspätung ab HBf Düsseldorf. Es fehlen ein paar Waggons und plötzlich müssen die Fleischpäckchen am erwarteten Ende des Zuges flott losmarschieren, um den letzten Waggon zu erreichen. Das matt vor sich hinleuchtende Bahnsteigdisplay zeigt mal wieder Phantasiewerte für die Waggonpositionierung an. Ein Satz mit X, wenn in Abschnitt A sowie B das blanke Gleis zu sehen sein wird, wenn der Zug zum Halten kommt. Von wegen da steht ein Waggon. Pustekuchen.

Beim Hereinfahren des Zuges erblicke ich geisterhaft leere 1. Klasse-Abteils (die alten 6-er Abteils) in den ersten zwei Waggons direkt hinter der Lok. Die 1. Klasse in diesem Zug ist ein höchst zweifelhaftes Reisevergnügen, wie ich letzthin selbst austesten konnte. Würde ich dafür den Aufschlag bezahlt haben, würde ich mich ärgern. Meine Testfahrt hatte ich einem Gutschein wegen des Bahncard-Jubiläums zu verdanken. Köln erreichen wir ohne weitere Störungen, ab Köln wird es wieder mährig langsam und als wir mit diesem Geschleiche bis zum HBf Bonn kommen, haben wir schon 18 Minuten Gesamtverspätung. Die Wärmetechnik schafft den Weg bis zu den am Zugende angekoppelten Waggons nicht mehr. Piff paff puff, Druckverlust. Eine frische Brise umgibt die Reisenden, einige Fleischpäckchen schälen sich nicht aus dem wärmenden Jäckchen und lesen in winterlicher Montur ihre jeweilige Lektüre. Die quakende Lautsprecherdurchsagesystemstimme faselt was von hoher Streckenauslastung zwischen Köln und Bonn. Pfffh. Das werden dann plus 20 Minuten bis zu meinem Zielbahnhof Koblenzs werden. Jede Wette. Und auf der Reststrecke erhöht sich die Waggoninnentemperatur nicht mehr. Wozu auch? Der Zielbahnhof ist gleichzeitig der Endbahnhof. Auf den Gleisen in Koblenz darf sich das Zuggeschlängel über Nacht erholen. Wozu also heizen? Wegen der paar Fleischpäckchen in den Waggons?

Pffffh.

? 04.12.2017 Der Wochenauftakt beginnt mit einem vom Gleisleben gezeichneten IC-Stahlwurm im HBf Koblenz. Ich zähle 5 mit gelben Sperrschildchen versehene Ein-/Ausstiegstüren bei einer insgesamt schon reduzierten Waggonanzahl. Die Reisestrecke des um 06Uhr05 geplant startenden IC-Stahlwurmes endet heute in Stralsund und nicht in Binz auf Rügen. Waggon 3 direkt hinter der Lok überzeugt mich mit angenehmer Wärme. Die Sauberkeit lässt nichts zu wünschen übrig und lediglich das Wimmern des Reservierungscomputerchens zeigt, dass der Arbeitgeber es mal wieder nicht geschafft hat, die Reservierungsdiskette in den Zug zu transportieren. Armes Reservierungskerlchen. Die fluoreszierend glimmenden Anzeigen über den Sitzplätzen zeigen den bekannten Schriftzug - ggf. reserviert -. Pünktlich stampfen wir aus dem Hauptbahnhof. Mit 12 Minuten Verspätung erreichen wir die Gleisdrehscheibe Köln. Von wegen Gleisdrehscheibe, heute morgen verkündet die Lautsprecherdurchsagesystemstimme eine weitere Verzögerung von 10 - 15 Minuten wegen einer technischen Untersuchung. Bäääh. Zugraupenbewegung ist angesagt. Und mit 24 Minuten Verspätung brummen wir in den HBf Düsseldorf ein.

Die Rückfahrt mit dem 17Uhr48 IC-Stahlwurm verzögert sich zuerst um 9 Minuten [ harmlos ], dann um 11 Minuten [ immer noch harmlos ], im nächsten Schritt um 20 Minuten [ ärgerlich ] und schlussendlich um satte 35 Minuten [ gruselig, würg ]. Der einzige Aufenthaltsort für Nicht-Kaffee-Schlürftanten im Düsseldorfer Hauptbahnhof, die rustikale Bahnhofskneipe, hat heute wegen eines Brandschadens geschlossen. Mmmh, wie ich diesen Reisekomfort und das funktionierende Setz-dich-mal-trink-ein-hübsches-Bierchen-Versorgungsumfeld liebe. Sackramoscht. Langsam werde ich zum Nachtmenschen. Irgendwann werden diese zuweilen kläglichen Versuche des Gleisbeschickers Deutsche Bahn dazu führen, dass ich mit mobiler Himalaya-Ausstattung zum Arbeiten fahre. Darf ich überhaupt ein Gasfläschchen mit Kochgeschirr im Zug mitnehmen und in Betrieb nehmen? Schließlich wurden massenhaft Bistrowaggons außer Betrieb genommen.

Das Jahr 2017 steht auf meinem Jahreskalender, so viele Dinge haben sich in diesem Jahr positiv entwickelt, aber mit kräftiger Kante hält der Gleisbeschicker dagegen. Bloß keine Zufriedenheit beim missachteten Kunden [ = Fleischpäckchen ] entstehen lassen. Bloß nicht. Kann denn keiner jene unverantwortlich agierenden Führungsgestalten [ jene aus der völlig falschen Berufsgruppe Herbeigeschlichenen/Zwangszusortierten/Abgeparkten ] auswechseln lassen? Wirklich nicht? Och männo. Warum denn nicht? Bei der in die Wüste geschickten und nur noch mit sich selbst beschäftigten SPD [ wann entfernt ein gelernter Chirurg da mal das S aus der Parteibezeichnung? ] sind doch Hoffnungen angebracht. Es sieht ganz gut aus: Stück für Stück, Tag für Tag voranschreitend versenken sich die Bürgerentfernten heulend in die Bedeutungslosigkeit. Und der Guru-Cheer-Leader auf der Intensivstation der SPD [ Mist, der Buchstabe S in der Parteibezeichnung ist immer noch da ] kräht was von Umgestaltung Europas bis 2025 herum. Welch ein Hohn. Schwebt der Guru-Cheer-Leader an unsichtbaren Seilen herum?

Boah eyh, auf der Webseite Fachinformationssystem Kirchenrecht stöbere ich durch die Entgeltgruppenpläne. Da muss der Gruppentanz der Formuliererinnen/Formulierer lange gedauert haben. Wie kommen Formuliererinnen/Formulierer auf ein solches Satzgebilde wie nachfolgend zitiert? Das Satzgebilde stammt aus https://www.kirchenrecht-ekir.de/document/3880# mit der Überschrift - 850.1 Allgemeiner Entgeltgruppenplan zum BAT-KF - und findet sich in Punkt 3.

<Zitatbeginn>Die Berufsbezeichnung ist jeweils in der weiblichen Form angegeben. Sie gilt für die männlichen Mitarbeitenden entsprechend.</Zitatende>

Der Screenshot mit einem falsch positionierten Mauszeiger.

ekir gender sprache

Wenn ich mir die Empfehlungen für Redakteure im unermesslichen Weltraum der gendergerechten Sprache von der Universität Erfurt betrachte, passt in dem Zitat oben was nicht. Oder?

Na, springt Ihnen, werte Leserin und werter Leser, auch was Schlängeliges auf die Äuglein?

Die empfohlene Paarform - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - wurde in einen Moulinex-Mixer geschmissen und vor dem Schließen des Deckels [ ohne geschlossenen Deckel läuft aus Sicherheitsgründen ein Moulinex-Mixer gar nicht erst los ] wurde noch fidel die neutrale Formulierung reingestopft. Und dann wurde der kräftige Mixmotor angeschmissen.

Als männlicher Mitarbeitende statt männlicher Mitarbeiter würde ich den verantwortlichen Formuliererinnen/Formulierern übel Riechendes vor die Bürotüre schmeißen wollen. Mann wird Sache [ Bart ab, sonst was weg ]. Frau nicht. Hey, des isch abe a goiler Mainschtream. Des isch beschtimmt irgendein mir verborgen gebliebener Sprach-Gleichstellungswahn, oder?

Bloß keine Klarheiten mehr.

Wischel-waschel-wuschel. Wissen die eigentlich, wo das enden könnte? Wenn eine jede, ein jeder, ein was-auch-immer-konstruktivistisch ausgeprägtes menschliches Wesen [ meine Welt ist nicht deine Welt, ich will auch was für mich alleine haben, dann habe ich endlich auch immer recht, bäääh, ääätsch ] jetzt auf die Barrikaden steigen könnte, weil nicht von der Scharwenzelformulierung oben im Zitat vollinhaltlich gewürdigt?

Oh weh. Wir haben doch seit kurzem das dritte Geschlecht. Warum haben die Formuliererinnen/Formulierer [ theoretisch könnte sich jetzt jemand ausgeschlossen fühlen ] nicht gleich auf gaaaaanz neutral umgeschaltet? Vielleicht ein bisschen Aggro in das Zitat geschoben, um Wallung bei Lesenden [ ich habe mit dem Neutral-Substantiv - Lesende - übrigens ALLE drinne, keiner kann Schneeflöckchen spielen ] auszulösen? Aggro unterschwellig bei einer Kirche?

Ich bin baff.

Wochenende.

 

 

https://www.welt.de/vermischtes/article159946299/Die-verhaetschelten-Schneeflocken-und-ihre-Feinde.html

http://www.fr.de/politik/bundesverfassungsgericht-verfassungsrichter-staerken-intersexuelle-a-1383139

https://www.uni-erfurt.de/computerhilfe/typo3/redakteure/styleguide/gender/

https://www.kirchenrecht-ekir.de/document/3880#s47000005

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-chef-schulz-will-vereinigte-staaten-von-europa-bis-2025-15329962.html

Tags: Politwahn, Bildungsapathie

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