640px Boiling water reactor german

 

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Funktionsprinzip eines Kernkraftwerkes. Das Gegenteil volatiler "grüner" Energieerzeugung. Auch in Norwegen. Ebenso wie in Finnland. Die Übersicht für die EU.

Grafik: Robert Steffens, SVG: Marlus Gancher, Antonsusi, GFDL <http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html>, via Wikimedia Commons

Wenn die Einnahmenseite unglücklich macht, werden alle Rezepte zur Elendsbehebung ausprobiert? [ Update ]

04.03.2018 Das hat mich am Sonntag mittag genervt. Warum eine solche Artikelbeschriftung bei faz.net erscheint, ist mir ein Rätsel. Niveaulos wie bei Gazetten-Bunte-Gala-Blättern. Völlig daneben, Attraktivität und Gestaltungswillen einer Frau mit dem Gott sei Dank vergrabenen Frauenbild der 50-er Jahre zu verknüpfen. Und in 2018 wird das wieder hochgebrutschelt?

Völlig daneben. Clickbaiting für die gaaanz Schlichten?

presse1 2018

 

Am gestrigen Samstag hat mich bereits das digitale Geflirre bei spiegel.de wuschig gemacht. Beim Onlineauftritt des Nachrichtenmagazines schwappte mir die digitale Smith & Wesson des intensiv nach weiteren Einnahmequellen suchenden renommierten Nachrichtenhauses der BRD entgegen. Da freut sich der kleine Wiedi ganz mächtig, wenn er solche motzig mahnend aufpoppende Fensterchen sehen darf.

 

presse7 2018

 

Wenn ich mir die beim Aufruf der Hauptseite von spiegel.de am gestrigen Samstag hergestellten Verbindungen [ um mich voll nackig machen zu können gegenüber Kreti und Pleti aus der Advertising-Branche ] angucke, bin ich überwältigt vom geknüpften Datenspinnennetz. Der von mir eingesetzte Blocker ist UBlock origin. Die außer den Spiegelverbindungen sichtbaren Seiten hatte ich vergleichsweise mit aufgerufen. Um einen Ein-/Über- Blick zu gewinnen. UBlock original hat beim Aufruf von spiegel.de 12 Tracker geblockt. Wie machen das eigentlich die SZ und unten links im Screenshot Russia Today?

 presse2 2018

 

Das nächste Bildchen über die elektronischen Verdrahtungen meines Rechners mit dem Rest der Welt finde ich ebenso beeindruckend. Große Frage bei den vielen IP-Adressen: Wer schiebt mir jetzt eine bösartige Software rüber? Keiner, einige, mehrere oder gar viele? Wer sind die digitalen Dreckspatzen, die mir Böses antun wollen? Können die keine Erkennungsschildchen verpasst bekommen, damit ich Bescheid weiß? Gut, ich weiß natürlich, Erkennungsschildchen gibt es im World-Wide-Web nicht, Fussfesseln sowie Handschellen sind nur im analogen Leben ein äußeres Merkmal für immerhin gefasste und verurteilte böse Wichte. Deshalb befahre ich das World-Wide-Web nur mit UBlock origin. Den Adblocker von dieser seltsamen Firma, die sich gegen Entgelt dazu überreden lässt, veritable "anständige" Werbung durch den vom Webstöberer eingesetzten Adblocker durchzulassen, mag ich nicht. Das erinnert mich an Aktivitäten ähnlich denen der Camorra. Ich mag einfach keine Aktionen, die der Schutzgelderpressung derart ähneln. Geschäftspartner derartigen Zuschnittes wären mir als Unternehmen zuwider. 

 

presse3 2018

 

Mich plagt nicht die Werbung, sondern mich plagt die Furcht, dass der letzte aus einem funzelbirnig beleuchteten Hinterhof hervorgekrochene digitale Bösewicht die Sicherheitslücken beim World-Wide-Web-Surfen ausnutzt und mir irgendeinen digitalen Dreck, umhüllt von Werbung, auf die Solid-State-Disk wirft. Ich gehöre zu den 30 % aus dem Schaubild im nächsten Screenshot. Jetzt bin ich zwar alt und weiß, aber daraus schließen zu wollen, dass ich ein verängstigter Typ sein könnte, führt nicht zum Ziel. Das Stichwort heißt Malvertising. Und keinesfalls wird dieser bekannt gewordene Vorfall [ Vorfälle im Web --> Dunkelziffer wie bei der Kriminalstatistik des Analoglebens? ] aus 2016 nicht der letzte seiner Art gewesen sein. Das hieße, an den Klapperstorch und die überbrachten Kinderchen glauben zu wollen.

 

presse4 2018

 

Ganz fadenscheinige Aktionen, ähnlich dem kasperigen Verhalten unausgereifter Pfadfinder, wie dieses Einloggen [ = Kohle abdrücken ] für das Lesen eines Artikels gehen mir gewaltig auf den Zeiger. Da bin ich ganz binär. Entweder alles oder gar nix. Hier das flatschig-lumpig-lotterige Ausführungsbeispiel des Nachrichtenmagazins: Technisch mit voller Absicht ist dieses Loginverfahren derart gestaltet, dass nach ultrakurzer Suche im großen Web die Umgehung nur noch einen Klick weit weg ist. Was soll das nur? Leute, kommt aus den Windeln. Das wirkt auf mich äußerst unreif.

Und im Meldungsfensterchen von LaterPay Login dieser anrührend-freche Text, dass anonyme Käufe nicht möglich sind! Eine echte Frechheit. Die Papierausgabe im heimischen Laden kaufe ich auch, ohne den Personalausweis vorlegen zu müssen. Bestimmt haben sich irgendwelche Hinterzimmerjuristen hier eine formidable Erklärung zurechtgebastelt. Von wegen Geldwäsche und so. Gefahr im Verzug. Unterstützung einer illegalen Gruppe? So wie das bei Western Union gerüchteweise abgehen soll, wenn die Hilfemails aus Nigeria mit der Bitte um finanzielle Unterstützung im heimischen Mailkörbchen landen?

presse5 2018

Ich gucke auf die Zahlenwerke, die über Umsatz und Gewinn beim Nachrichtenmagazin verfügbar sind. In 2017 sollen bei 269 Millionen Euro Gesamtumsatz aus dem Bereich spiegel.de 50 Millionen Umsatz generiert worden sein. Laut Eigenaussage von spiegel.de generiert die Onlinewerbung 80 Prozent des Erlöses im digitalen Bereich. Das bedeutet, dass 40 Millionen Euro aus dem Advertisingsegment stammen. Verständlich, dass Adblocker von der Kundenseite ein gefährliches Spielchen für die Onlinesparte darstellen. Die Advertiser schmeißen die Kohle nicht einfach nach Lust und Laune in die Weltgeschichte. Die wollen Auswertungen sehen, ob die Investition bei spiegel.de auch zu Umsatz bei Anderen führt. Wenn jetzt alle Besucher der Webseite spiegel.de mit Adblocker einherrauschen, sieht die Datenauswertung schlecht aus. Oweh, dann würde die Einnahmeseite in Richtung Keller driften. Übrigens werden 70 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Printgeschäft [ Papier/Druckerpresse/Kiosk ] erwirtschaftet. Mit abfallender Tendenz. Oweh.

Mmmmh.

Ich habe mir die Papierausgabe Nr.9/2018 des SPIEGEL genauer angeguckt. Bei 138 Seiten gesamt waren es 35,6 Seiten Werbung. Pi mal Daumen 25 % des Gesamtheftes werden von Werbung belegt. Bei einem Heftpreis von 5,10 €. Die Artikel in der Papierausgabe werden mit dem SPIEGEL Plus System nochmaligst einzeln verhökert. Wer ungeschickt ist, kauft einen einzelnen Artikel für 0,39 €. Geschicktere Frohnaturen wählen den Wochenpass oder schmeißen sich gleich in ein Jahresabo, welches derzeit [ bei Einlösefrist bis 12.03.18 ] mit 120 Euronen Preisnachlass angeboten wird. Wenn ich richtig in Erinnerung habe, sind dann ~ 170 Euronen fällig und sollte ich richtig gerechnet haben, resultieren hieraus im ersten Abonnementjahr 3,26 € pro Heft.

Was bekäme ich hierfür?

Das hier in "verschärfter" Ausführung? Die Auswertung von Herrn Kriesel zeigt interessante Veränderungen auf. Wem der Absturz bei SchulSpiegel auffällt: Der ist in meinen Augen in den Bereich Leben.... übergesiedelt. Im zweiten Screenhot unten wird offensichtlich, dass Personal eingespart wurde, oder liege ich da falsch? Haben die schlicht keinen Bock mehr auf die Kommentarfunktion nach dem Motto - Wir wollen euren lesersprachlichen Müll nicht mehr lesen - ?

 

 

presse8 2018

 

presse10 2018

 

Update: Das hier bekomme ich sowieso? Auszug von blog.fefe.de vom 05.03.18

 

presse11 2018

 

 

Getestet habe ich auch die Möglichkeit, eines dieser Abonnements abzuschließen. 8 Wochen Lieferung zum Superschnäppchenpreis. Genauer gesagt, ich wollte es testen. Als ich vor dem entscheidenden Klick zum Bestellen gelesen habe, dass ich explizit das Kurzabo kündigen muss, hat es mir die Hand von der Maus weggeschlagen. Dieses verrobbte Verfahren [ was kann es wohl sein, ein OptIn oder ein OptOut ] kenne ich schon von der Deutschen Bahn und deren Vertragsgestaltung bei Jahresfahrkarten. Bei Vertragsabschluss kein definiertes Ende möglich?

Nö, Leutchen.

Nö.

Bestimmt wird sich was ändern. Jetzt, wo Herr Plöchinger von der Süddeutschen Zeitung beim Spiegel gelandet ist. Wahrscheinlich werden jetzt die fetten Messkoffer herausgeholt. Um zu erfahren, was überhaupt abgeht?

Dabei könnte es in meinen Augen auch inhaltlich durchaus Anlass zur Kritik geben. Ich als Wicht lese sehr gerne die NZZ. Einen Beitrag wie diesen über die völlige Realitätsferne einer Vertreterin des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenwesens  der BRD empfinde ich als informativ.

Quo vadis, Spiegel und warum war eigentlich die AdblockerFensterVerschreckDenSurferAbteilung am Samstag abend wieder weg?

Was genau testet ihr?

 

 

 

 

 

 

http://blog.fefe.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Opt-in

http://meedia.de/2017/05/18/jahresbilanz-der-spiegel-meldet-nach-kostenkur-wieder-ordentliche-gewinne-und-setzt-auf-wachstum/

https://de.wikipedia.org/wiki/Camorra

https://www.nzz.ch/feuilleton/die-lautesten-diener-der-nation-ld.1362259

http://meedia.de/2017/10/04/stefan-ploechinger-wechselt-von-der-sueddeutschen-zum-spiegel/

https://www.technologyreview.com/s/601057/are-ad-blockers-needed-to-stay-safe-online/

https://techcrunch.com/2017/12/27/thousands-of-major-sites-are-taking-silent-anti-ad-blocking-measures/

https://en.wikipedia.org/wiki/Malvertising

https://netzpolitik.org/2016/analyse-von-spiegel-online-so-tickt-deutschlands-groesste-nachrichtenseite/

https://de.wikipedia.org/wiki/Clickbaiting

https://de.wikipedia.org/wiki/Konnotation

https://davidebove.com/blog/2016/07/18/laterpay-bei-spiegel-online-umgehen/

https://de.wikipedia.org/wiki/Solid-State-Drive

https://www.smith-wesson.com/

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/smalltalk/herzblatt-geschichten/jennifer-lawrence-hat-wilde-plaene-mit-timothee-chalamet-15476669.html (Sonntag 17Uhr30)


Tags: Bildungsapathie

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