Völlerei, Terrorcamps, HTML-Schmierer + Temperaturen [Upgrade]


04.04.2016 Ich kann nichts berichten. Ich habe mein Pendlernotizbüchlein nicht befüllt. Der Tag ist vorübergerauscht. Kaum aufgestanden, liege ich schon wieder im Bett. Heute morgen war es finster, jetzt ist wieder finster. Es ist schrecklich. Das Gedächtnis versagte völlig. Ich fühle mich, als hätte irgendwer die LöschTaste gedrückt. Schrecklich.

08.04.2016 Bei dem Intercity Abfahrt 06Uhr05 ab Koblenz HBf rumpelt der Waggon Nummero vier wieder mit defekter Abteil-Zisch-Pfff-Türe los. Immer wieder erhebend, wenn das links vor der Abteil-Zisch-Pfff-Türe positionierte Toilettchen mit geöffneter Türe und in ziemlich ramponiertem Innenzustand von mir zur Kenntnis genommen werden muss. Besonders dann, wenn gerade ein wunderbar schmeckendes Bergkäsebrotscheibchen von der linken zur rechten Backenseite bewegt wird. Etwas ausführliche Beschreibung des profanen Kauvorganges, ich weiß.  Zumal die optische Beeinträchtigung durch dieses Toilettchen von sensiblen Mitmenschen durchaus auch als sensorisch beeindruckend im negativen Sinne bemerkt wird. Es stinkt. Bäääh!

Meine Spannung wächst, wie das Toilettchenproblem in Zukunft bei der DB gelöst werden wird. Angesichts der dramatischen Veränderungen 0 in den USA prognostiziere ich die Abschaffung der Toilettchen und die Ausgabe [ über das OnlineBuchungsPortal der DB ] von Tütchen. Anders wird das nicht zu lösen sein. Grusel. Kaum noch steigerungsfähig? Weit gefehlt: In North Carolina wird der SchießTrainingsTöteIrgendJemandenStand direkt in die HighSchool -2 integriert [Link verweist auf Krawallsender Fox ]. Der Slogan: For a better world?

Mmmmh, sind Teile der saturierten, vegane Ernährung als wahren Fortschritt preisenden, Schnitzel in Kantinen regulierenwollenden Grünen [ Partei ] aus der BRD in die USA emigriert? Im gefüllten Köfferchen alle Regulierungsgedanken, die einen so befallen können, wenn das monatliche Salär gänzlich ohne erkennbare Arbeit in die gute Stube rollt? Und das Tagewerk aus ZeitIrgendwieTotRumSchlagen besteht. Aktiv haben die Grünen [ Partei ] in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass nach dem Ende des zweiten Weltkrieges deutsche Soldaten wieder unterwegs sein mussten. Jaja, unsere Freiheit wurde doch am Hindukusch verteidigt, nicht wahr? Da klingeln meine Öhrchen heute noch nach. Dass im Gefolge die Freiheit der Anderen im Sauerland-3 verteidigt wurde, war DENEN wohl völlig egal. Ein Suppenteller ist mit solcher IchTueWas-DannGibtsEineReaktion-HuchDasHabeIchNichtBedachtLeistung wahrlich nicht zu befüllen. Aber ein Unterteller für ein filigranes Teetässchen ganz nach englischen Gebräuchen. Und es würde nix rüberschwappen. 

Oder ich liege völlig daneben mit meinen Vermutungen bezüglich der Grünen und der Masterplan beinhaltet diese oben aufgeführten Veränderungen, Elemente der unendlichen Menge -- lebenslanges Lernen -- , im Sinne des Kompetenzerwerbs. Könnte sein, denn lebenslanges Lernen beinhaltet in vielen Bereichen nicht den Grundgedanken der Bildung, sondern lediglich den Kurzfristerwerb von Kurzfristkenntnis. Aber bloß nix darüber hinausgehendes. Bloß nicht. Agathe hilf. Ball flach halten. Gaaanz knapp über dem Linoleumboden. Geräuschlos. Flirrend.

Von den bläulich-grünlichen Anzeigen mit dem Inhalt -- ggfs. reserviert -- nehme ich Kenntnis. Wie bei einem laufradkonditionierten Bahnhamster schiessen die analogen Erinnerungen nach vorne und nageln die Botschaft auf die Innenseite des KortexFrontalus [ oder wie immer das Teil genau heißen mag]. Die Botschaft lautet: Der Bordcomputer hat keinen Bock. Oder die Reservierungsdiskette. [ magnetisierte Bits rausgefallen? ]. Oder der Strom fehlt. In irgendeinem Waggon steht ja das verhärmte Bordcomputerchen herum. Wahrscheinlich heult es wieder. Oder schluchzt. Gaaaanz leise. Es hat Angst. Wie einige der geplagten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -1 des Unternehmens DB auch. Im Unterschied zu dem schluchzenden Bordcomputerchen können sich geplagte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des StahlcontainerVerschiebeLadens nicht verstecken. Zumindestens nicht dauerhaft. Stellt sich die Frage, ob das schluchzende Bordcomputerchen sich damit nicht insgesamt besser stellt. 

Es bläst mit polaren Temperaturen aus den unterhalb der Scheiben angeordneten Schlitzen. Wäre die Temperatur des mit fetzigem Druck aus den Schlitzen brausenden Luftstromes  deutlich höher, könnte sich ein jeder Fahrgast noch föhnen. Würde für lange Wuschelhaare völlig reichen. Es braust ja richtig aus den Schlitzen heute raus. Da geht die Phantasie gleich mal auf Weltreise und die Vorstellung, ein märchenhaftes blondes Wesen weiblichen Geschlechtes mit Wallehaar würde sich jetzt hier föhnen........  Oweh, die Phantasie brennt ja richtig los. Entschiedenes NEIN.  Los weg, du Phantasie, wir sind doch nicht bei Walt-Disney und Schneewittchen und der bösen Mutter. Nein. Los. Weg. Mach mich nicht nervös.

Mantel drauf. Auf die Schlitze unterhalb des Waggonfensters.

Ein Licht erhellt Waggon Nummero vier. Eine überaus muntere und überaus freundlich blickende Kontrolleurin bittet um den Fahrausweis. Hey, super, ich nestle meinen Jahresausweis der DB aus der Notebooktasche. Den Jahresausweis habe ich mit einem langen Sicherungsband versehen [ selbiges fest verbunden mit der Notebooktasche ], damit der Jahresausweis nicht irgendwann mal irgendwo rumflattert, sprich verloren geht. Und diese Kontrolleurin steht da nicht wie festbetoniert und mit einem Stahlstock im Rücken [ Los Fahrgast, Kontrolle, ein bisschen hoppeldihopp, ich bin die Chefin im Ring, außerdem während des Wartevorganges in alle Richtungen blickend, bloß nicht in Richtung Fahrgast ], sondern neigt den Kopf in Richtung des dargebotenen Fahrausweises und prüft mit ebenso freundlichem Blick [ ich untertreibe maßlos: selbst die Mundwinkel gehen in Richtung Himmel und sehen gar nicht so aus wie die Mundwinkel unserer dauergestressten stellvertretenden Sprecherin des Außenministeriums 1 ] die Übereinstimmung meines Lichtbildes im Fahrausweis und mir selbst. Wie ich da halt so gucke. Morgens um 06Uhr20. Well done. Welcome. Der Tag beginnt zu leuchten. Danke!

Langer Tag heute. Die Rückfahrt mit dem Intercity Abfahrt 21Uhr27 Düsseldorf HBf offenbart mal wieder das Mängelwesen des StahlContainerVerschiebers DB. Kein Bistrowagen. Welcher Fahrgast hat auch schon Bedürfnisse um diese Uhrzeit, wenn die Reise in die tiefe Nacht geht. Wer schon? Die Abteilungsleiter respektive Bereichsleiter des StahlContainerVerschiebers treiben sich entweder zu Hause rum oder in einem Edelrestaurant. Zur Tarnung ein Workshop vornedran geschaltet von der Abteilung Qualitätsmanagement mit dem launigen Thema -- ChangeManagement und die Industrie 4.0 -- . Irgend so ein lässiges Thema halt. Anschließend dinieren [ boaheyhhh, voll anstrengend, diese AbendWorkshops, boaheyhhh]. Dinieren bei erstklassigem Chardonnay und Rinderfilet [ und nur aus Japan, aus diesem legendären Ort2, in welchem die Rinder nicht nur Bier saufen dürfen, sondern auch noch damit eingerieben werden ], dazu werden gereicht die mit ErbsenIngwerRisotto gefüllten französchen Minikartöffelchen sowie beidseitig mit Koriandermousse beträufelter Brokkoli. Das Rinderfilet wohnt auf einem Salbeispiegel, hergestellt aus angerösteten und mindestens 8 Stunden gesiedeten Rinderknochen. Die abgeseihte Brühe dann noch reduziert und anschließend mit frischem Salbei [ never ever Trockensalbei ] aufgepeppt. Mindestens. Darunter kann es gar nicht abgehen. Schmacht!

Das Proletariat reist ohne irgendeine Mindestversorgung. Geschieht doch den Fahrgästen recht. Wer ist denn schon so blöd, unsere Transportleistungen mit Mindestversorgung fordern zu wollen. Bei dem Preis. Die Fahrkarten kosten doch nix mehr. Unsere Preise sind kurz vor Umme.

Wir sind pleiiiiiteeeeee. Wir DB. Alles die Scheiß Fernbusse, die. Nur die Fernbusse sind schuld. Klar, ganz katholische Wichtelchen, immer die Schuld woanders suchen. Ab in den Dom und Kerze anzünden, aber nicht das eine Eurönchen vergessen, welches in den Blechkasten zu schmeißen ist. Reicht es dafür noch?

Das stimmt, der StahlContainerVerschieber DB ist pleite. Nicht finanziell. Nein. Nein. Es könnte reichlich Penunze ausgegeben werden, denn selbige liegt reichlich herum. Aber die finden die RumLiegeOrte der Penunze nicht. Warum nur nicht?  Hat da einer Verstecken gespielt? Ich weiß es nicht, die aber auch nicht. Deswegen sind die StahlContainerVerschieber [ DB  heißt in diesem Zusammenhang Deutsche Bundesbahn, nicht Deutsche Bank. Das wäre eine andere Dauerbaustelle und als Thema ebenfalls sehr geeignet ] auch nur organisatorisch pleite. Völlig pleite. Ausgelaugt wie ein Zwerghamster nach 24 Stunden Gobi-Wüste. Substanzgeschwächt. Mein Tip: ManagementFressOrgien abschaffen. Harte Kante wieder einführen. Fressen und Saufen im Übermaß lähmt die Denkfähigkeit. Da wird nur noch der Toilettengang organisatorisch bewältigt.

Bei der Gelegenheit fällt mir noch der nette Spruch betreffend das Logo der Deutschen Bank ein. Das Logo mit dem blauen Rechteck und der blauen Diagonale drinne. -- Wir begleiten Sie auf Ihren Wegen, ganz besonders auf den schrägen --
Pardon, natürlich heißt es nicht -- auf den schrägen ---, sondern -- auf den steilen -- ..............................

Der PleiteUnternehmensIntercity schafft es mit fünf Minuten Verspätung zum HBf Koblenz. Frech von mir, hier von Verspätung zu sprechen, denn das ist der Normalfall.

Alles wird gut.

11.04.2016 In Waggon Nummero vier des Intercity mit Abfahrt 06Ihr05 ab Koblenz HBf funktioniert die Zisch-Pfff-Abteiltüre ein bisschen, die Toilettchentüre ist immerhin geschlossen. Geruchsfreiheit hat was. So weit so nett. Die vielen beschrifteten Reservierungsschilder aus Pappe, welche in den dafür vorgesehenen, an die Waggonscheiben gebeppten transparenten Halterungen, eingesetzt sind, verkünden von intensiver Waggonpflege. Die Reservierungsschilder sind mit Datum 02.04.2016 und interessanterweise mit Reiserichtung Nord nach Süd [ Hamburg - Stuttgart ] beschriftet. Ahjah. Soso. Wo hat denn der Waggon Nummero vier denn so die letzten Tage verbracht? Abstellgleis? Kurzer Kuraufenthalt im Osten, Süden oder Norden? Versteckt war Waggon Nummero vier auf jeden Fall sehr gut, denn sonst hätte das Reinigungsteam ihn bestimmt gefunden. Alberichs Tarnkappe demzufolge immer noch im Jahr 2016 in Betrieb? Gibt es unterirdische WaggonLagerHallen der DB? Da wird mein Interesse geweckt. Es verstecken sich in Deutschland nicht nur Terroristen [ der Oberterroristenjäger des BND jault ja ständig in der Öffentlichkeit herum ], sondern auch Waggons? Die sind immerhin geschätzte 20 Meter lang. Nix kleinwüchsiger vermeintlicher Terrorist. Ahhjaaah. Das funktioniert also. Dann könnten vermeintlich oder wirklich böse Mitmenschen demnächst im 50-er Pack unsichtbar werden. Im verschwundenen Waggon. Dem Waggon der DB. Irgendwie wird es jetzt ganz heftig. Mögliche Mittäter, unbeabsichtigt gar Mithelfer oder gewinnsüchtige Vermieter? Tagespreise sind bekanntermaßen recht hoch. Bei der Zeitspanne von 02.04. bis 11.04.2016 gäbe es bestimmt Mengenrabatt. Ist bei Wochenbuchungen in der Urlaubszeit auch so. Online buchbar? Wo? Bei dem Substantiv Terrorismus gehen mir seit geraumer Zeit ein paar Eigenheiten gewaltig auf den Zeiger. Erstens: Die überall zu beobachtende Betonung auf --TTTTERRR -- in den Nachrichtensendungen, ob jetzt im Fernsehen oder im Radio. Geradezu entgegengeschleudert wird einem das. Ich fühle mich beworfen. Wie mit Spucke. Unangenehm. Zweitens: Unterschiedslos wurde jeder Schwerverbrecher mit dieser Sprachregelung zum Terroristen befördert. In manchen Köpfen spukt wohl die dunkle Erkenntnistrübung herum, ein Terrorist wäre immerdar mit einem besonderen Ziel ausgestattet, welches ihn vom schieren Gewaltverbrecher unterscheiden könnte. Höhere Ziele wie schiere Verzweiflung über Ungerechtbehandlung, Misshandlung, quasi sozial eingefärbt. Nicht nur Kohle abgreifen. Was Höheres. Drittens: Die überproportionale Nennung des Substantivs Terrorismus. Und keiner rollt mit ein paar Zahlen über einen Zeitbereich rüber? Wenigstens einer graphischen Darstellung wie der hier? Seltsam. Es peitscht so in den Ohren. Oder?  

Es zieht wieder eiseskalte Luft aus den Stahlschlitzen unterhalb der Waggonfenster. Mantel drauf.

Die Rückfahrt mit dem 16Uhr27 IC ab Düsseldorf HBf verläuft unspektakulär.

12.04.2016 Yeap, inmitten der Gleisanlage lümmelt sichtbar und unerreichbar der IC mit der geplanten Abfahrt 06Uhr05 Koblenz HBf herum. Weit weg. Die Uhr zeigt 5Uhr55 an. Und der lümmelt tatsächlich weiter da rum. Nicht gerade wenige Fahrgäste an Gleis fünf. Darunter kein Lokführer, zumindestens nicht erkennbar. Wo ist das Rangierteam? Heeey, es hat sich im IC versteckt [ frühmorgendliche Knusper-Schlürf-Pause? ], denn plötzlich fährt das Teil langsam an in Richtung VerschiebeBahnhofsAnlage. Da kann zwar nicht gewendet werden, aber mit dem überaus geschickten Einsatz von Weichen gelingt es dem Rangierteam, den IC drei Minuten vor der Abfahrt an Gleis 5 zu schieben. Prompt in der falschen Reihenfolge, die erste Klasse lungert wieder am Kopfende herum statt am Zugende. Bewegung tut gut. Traben angesagt in Richtung Zugende. Außerdem, wer will schon in ein immerhin vorhandenes Bistro wackeln, auf dessen Tischchen noch die Reste vom Vorabend herumgammeln. Nö. Keinesfalls. Da kommt der Kaffee ja wieder hoch. Ein Bahnhof ist, ich stelle es heute wieder mal fest, ein perfektes praktisches Beispiel für einen Begriff aus der Informatik: Algorithmus [ eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems 3oder einer Klasse von Problemen. Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten 4]. Ich muss einen Klassenausflug planen. Ankunft in Düsseldorf HBf mit zehn Minuten Verspätung. Naja.

Im Tiefparterre des HBf Düsseldorf sieht es heute wieder gar nicht gut aus. Tiefparterre [ Keller, Untergeschoss ] mit den Gleisen des U-BahnSystems der Stadt Düsseldorf. Knallvoll mit Menschen. Randvoll, könnte ich auch sagen. Mit der U 79 zu rollen, erweist sich als völlig chancenlos. Trauben von Menschen vor jeder Einstiegseinheit. Drücken, schieben, motzen. Aufgeben. Warten auf die U 78. Geschicktes Umsteigen zum Beispiel bei der Haltestelle Nordpark, sofern man in Richtung Duisburg weiter muss.

Genau das mache ich auch. Nachteil: geschätzte 15 Minuten Verspätung bis zum Einschweben am Arbeitsplatz. Grrrrr.

Die Rückfahrt mit dem ICE Abfahrt 17Uhr27 HBf Düsseldorf bis zum Umsteigebahnhof Köln beginnt überaus positiv. Für meinen Geldbeutel. Kein ICE Aufschlag fällig. Die überaus nette Kontrolleurin verfügt über wahre Kunstwerke der FingerNagelGestaltungsTechnik. Wie kann die gute Frau nur das Wischel-Tipp-Display des elektronischen Gerätes, welches Sie da mit rumschleppt, unfallfrei bedienen? Das versteht so einer wie ich wohl nie.  Aber: Kein Zusatzentgelt fällig.

Gequälte erkennen Gequälte. Immer.

Dass allerdings die stylisch aufgezogene Mittvierzigerin im Bistro des ICE zwar einen eigenen Coffee-to-Go-Becher plus Weichbrezel [ 0,90 € ]  reinschleppt und dann die angefressene Weichbrezel und einige andere Verpackungsmaterialien auf dem oval-schmalen Bistrotischchen einfach liegenlässt, um noch schnell einen Sitzplatz zu ergattern, erbaut mich nicht. Bestätigt aber das altgepflegte Vorurteil: Außen hui, innen pfui. Manieren sind übrigens Elemente der Menge -- innen --. Nagellack gehört zur Menge der Elemente --außen --.

Im Internet surfen macht reizbar. Immer reizbarer.

Der Webseitenaufruf von www.heise.de offenbart seit wenigen Tagen Merkwürdiges. Im obersten Segment und blau unterlegt die saloppe Mitteilung, dass der Nutzer wohl einen Adblocker benutzt. Obacht, dieses Fensterchen mutet an wie der einbeinige um Almosen Bettelnde, überall anzutreffen in Fußgängerzonen deutscher Klein- wahlweise Großstädte. Herr wirf Hirn vom Himmel. Aufgerufen mit dem Browser Safari auf dem AppleTablet erscheint der Inhalt der Webseite von heise.de  ohne allzu störende Werbung. Natürlich ohne das Bettelschildchen im obersten Segment. Aufgerufen mit dem AdBlockBrowser for IOS erscheint überhaupt kein Bettelschildchen, sondern völlig überraschend eines dieser selbstanlaufenden Videos und bei Betätigen der Schaltfläche <Abbrechen> innerhalb des Videos schmiert die Webseite www.heise.de völlig weg. Ich lande wieder bei der zuletzt aufgerufenen Webseite. Höchst interessant.

Mächtig unkomfortabel. Maximale Belästigung.

Ein weiteres niedliches Beispiel: Bei eingeschaltetem AdBlocker auf dem DesktopPC und Aufruf der Webseite www.welt.de, das sind die aus dem Springerkindergarten mit immer häufiger aufschlagenden Rechtschreibfehlern, ist die Onlinepräsenz problemlos lesbar, jedoch beim Aufruf über das AppleTablet knallt das hübsche Meldungsfensterchen mit der Mitteilung, dass diese Webseite nur im Browser Safari angezeigt werden kann, auf die Pupillen. Das verwundert mich nicht wirklich bei einem Mitglied des SpringerKinderGartens. Warum aber übertrifft das Team von www.heise.de bei der Auswahl der möglichenTricks zur Gestaltung seiner Onlinepräsenz die Bubis aus dem SpringerSandkasten? Fällt denen in Hannover nix Besseres mehr ein? Oder ist es gar genau anders herum? Die Leutchen bei www.heise.de sind aus dem SpringerSandkasten rausgesprungen und wollen mal woanders rumdilettieren? Und befinden sich allesamt in der Probezeit? Ja?

Prima. Gelungen. Geht bitte wieder zu den Sandförmchen zurück. Zu Denen im SpringerSandkasten. Burgen bauen, das haben wir in den 60er Jahren auch gemacht. Anschließend wurden WIR erwachsen. Wann fangt IHR damit an? 

Dazu gesellt sich ganz aktuell jetzt die Onlinepräsenz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Was soll ich anfangen mit dem selbst anlaufenden Filmchen? Gezähmt werden und fleissig der Werberotz angucken müssen?

Höchst interessant. Welche Zielgruppe wird denn jetzt hier wozu, warum und für wen eigentlich versucht zu verärgern? Sind die HeiseGeneralisten von allen guten Geistern verlassen? Aus lauter Ärger habe ich die Verknüpfungen auf die Webseite von www.heise.de entfernt. Jetzt geht da beim Mausileindrüberschieben nix mehr auf.

By the way: Ich habe das Fachmagazin c't jahrelang abonniert. Und in diesen vielen Jahren fiel der Geschäftsführung keine einzige praktikable Idee bei den wöchentlichen Meetings ein, wie die Papierabonnenten [ die sterben eigentlich nur dann aus, wenn sie nicht gehegt und gepflegt werden oder von völliger Ideenlosigkeit verprellt werden oder wenn sie auf natürliche Art aus dem Realuniversum scheiden ] bei der Nutzung der OnlinePräsenz besonders behandelt werden könnten. Kein Mensch möchte bei einem Monatsentgelt von neun Euronen für die Papierausgabe, in welcher nicht gerade wenig Werbung herumpapiertigert, noch mit der Onlinewerbung bepflastert werden. Der erwachsene Leser installiert zur optischen Beruhigung der Onlinepräsenz den AdBlocker für Firefox und der erste Schritt zu  -- Ruhe im Karton -- ist getätigt. Die Leser der Papierausgabe kaufen das Papiergedöns nicht aus Jux und Dollerei [ Brennpellets gibt es im Baumarkt ], sondern wegen des Inhaltes. Ja, und daaa, genau daaaa wird über die verschlungenen Wege der Schadsoftwareverseuchung ausführlich berichtet. Es wird analysiert und mit der digitalen Lupe seziert. Ergebnis: Der Schadsoftwaredreck rauscht besonders fett über die verlinkte Werbung in Richtung Internetnutzer. Deswegen wird vom erwachsenen Leser von Onlinepräsenzen gleich noch der ScriptBlocker hinzu installiert. Selbstschutz. Gemeinschutz, denn wer mit dem Selbstschutz beginnt, kann immer weniger den empfangenen Schadsoftwaredreck weiterverbreiten. Verhält sich so wie mit Schnupfen. Fällt das bei www.heise.de eigentlich unter kognitive Dissonanz? Oder nur unter den Sammelbegriff Verblödung?

Die analoge Wohnungstüre wählen wir sorgfältig aus, wobei wir den Empfehlungen der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen hinsichtlich der Auswahl der Haustüre selbst sowie der Wahl des Schließzylinders  5 folgen. Mittlerweile zwingend erforderlich. Und bitter notwendig6.

Und mit welchen die Werbebits nachdrückenden Verlinkungen rumpelt denn die Onlinepräsenz von www.heise.de so herum? Die sind allesamt vertrauenswürdig oder gar geprüft. Geht ja gar nicht. Völlig aussichtslos. Wäääh. Die benehmen sich wie die Dame im ICE Bistro. Außen hui, ansonsten pfui.

Oh Wunder, der 17Uhr53 IC ab HBf Köln schnurrt pünktlichst herein. Oh Wunder, das muss ich im Tagebuch festhalten. Pünktliche Ankunft in Koblenz.

13.04.2016 Abseits der Gleise vermelde ich wundersame Ereignisse aus dem IT-Bereich. Die als Jahresabonnement gebuchte Bürosuite des Weltmarktführers zickt herum. Wenn ich mich nicht irre, nennt sich das Produkt Office 2016. Die Aktualisierung des Gesamtkunstwerkes scheitert an der nicht vorhandenen Internetanbindung. Was ist los? Bei mir? Leutchen! ich hänge am schnöden DSL 16000 Anschluss des Marktführers, bekannt als CloudBitSchieber-JedenSchadsoftwareDreckDurchschieber. Mein abgesetzter ping Befehl7 marschiert ordentlich mit den vier Antworten und einer Antwortzeit von weniger als fünfundzwanzig Millisekunden durch. Die DNS Auflösung8 funktioniert bei allen von mir genutzten Webpräsenzen und ganz besonders bei EURER Präsenz. Geprüft.  So, so, keine Internetverbindung, welche soll es denn sein für das WeltmarktführerBüroPaket? Ein gaaaanz spezielle Verbindung mit Büroprotokoll? Soll ich die Bits einzeln wenden, kneten und vielleicht im Walzertakt abschicken? Mit einer klitzekleinen amerikanischen Flagge an jedem Bitpäckchen dran? Tjaaa, das Spähen in die Netzwerkpakete mit der entsprechenden Software zeigt auf, dass die von meinem Rechner abgesendeten Paketchen auf einen stummen Gesprächspartner bei EUCH treffen. Schon mal mit einer Betonwand gesprochen oder mit dem Rasierspiegel? Das gestaltet sich auch sehr einseitig. Mann, Mann. Das angebotene und angeworfene OnlineReparaturTool innerhalb der BüroSuite des Weltmarktführers scheitert auch an der nicht vorhandenen Internetverbindung. Huch, mein Blick auf den Desktop verrät mir, dass jetzt gar keine BüroSuite mehr auf dem Rechner wohnen könnte. Weg? Kein Verweis mehr in der Programmleiste auf die Einzelanwendungen [ Word, Excel, Access .... ] und die Dateien selbst mit dem irrlichternden Icon <Ich weiss nicht, was los ist, Nutzer hilf mir> versehen. Und nun? 

Genau: Einloggen im MicrosoftKonto und die ganze Bürosuite nochmal installieren. Ach, jetzt wird mein Rechner gefunden. Wowh. Alles oder Nichts. Nur noch so geht es wohl. Traurig.

14.04.2016 Es schleicht durch den IC Abfahrt 06Uhr05 HBf Koblenz ein müder Zweibeiner. Der mit dem umgehängten digitalen grauen Lesekontrollgerät. Die Nacht war wohl kurz, du schleichender Zweibeiner im Auftrag des StahlContainerVerschiebers DB. Gelle? Bei diesem Anblick rufe ich gedanklich nach der dienstinternen Videoüberwachung. Ziel der dienstinternen Videoüberwachung: Sei keine Zumutung für die zahlende Kundschaft. Das zweibeinige Schleichwesen heute morgen wäre durchgefallen. Völlig durchgefallen. Hilfääää!!! Der Tag beginnt doch erst, was wird da noch kommen? Mein angegurteter Jahresfahrausweis, erforderlich für die Teilnahme am Gleiserlebnis Koblenz --> Düsseldorf, will nicht aus der Laptoptasche rausgekramt werden. Der verkriecht sich unter dem Brillenetui. Schlechtes Omen. NEEIIIIIN. 

Die Luft aus den Stahlschlitzen unterhalb der Fenster strömt heute fast dezent. Irgendeiner hat den magischen Geschwindigkeitshebel gefunden, bravo. Keine weiteren Besonderheiten auf der Hinfahrt.

Rückfahrt mit dem ICE und die schwarze ServiceDBWolke vom frühmorgendlichen IC wird weggeschubst. Von einem superlässigfreundlichsouveränen Kontrolleur. Kein ICE-Aufschlag. Das Pils aus der Flasche schmeckt trotzdem [ den Deal der DB, Pils in Flaschen des Herstellers Bitburger zu verkloppen, verstehe ich nicht. Das ist Bitterbrühe. Warsteiner als Neutralbrühe wäre allerdings keine Alternative. Stimmt. ]. Der auf den Strecken munter marodierende IC mit Abfahrtszeit 17Uhr53 ab Köln HBf hat eine leidende Lokomotive. Wahlweise schluchzende Waggons. Die Lautsprecherdurchsage verkündet technische Schwierigkeiten am Zug. Wo genau? Nix Genaues sagt man nicht. Plus fünfzehn Minuten sind einzuplanen. So isses auch.

Im wundersamerweise vorhandenen Bistrowaggon weht ein Saharalüftchen. Gleich reiten irgendwelche Wüstenschiffe mit Beduinen drauf herein. Bestimmt. Fahrgäste im T-Shirt. Im Bistro! Ich sitze binnen Minuten auch im T-Shirt am Tischchen. Hat die Automatik versagt, die seit Jahren im Einsatz ist, nach der Devise -- Flaschenbier eiseskalt  -- Bistro sehr kühl? Flaschenbier handgewärmt -- Bistro wird immer kühler? Was geht hier ab? Taumelt der StahlContainerSchieber DB angesichts der im Jahr 2015 transportierten ungefähr einhundertdreiunddreissig Millionen Fahrgäste bei gleichzeitig ins Bodenlose abgestürzter Gewinne irgendwie herum? 

Sollten irgendwelche Presseorgane weiterhin behaupten, der enorme Wert von einhundertdreiunddreissig Millionen beförderten Fahrgästen sei einer kundenorientierten Geschäftsstrategie zu verdanken, fahre ich persönlich zu den Lautschreiern hin und beschmiere diese mit öligem Quarzsand und tackere ein Infoschildchen an die Stirn der betreffenden Lautschreier: Wer zuviel verschenkt oder gar nicht denkt, wird irgendwann versenkt.

Mit unwirtschaftlichen Lockangeboten zu Lasten der Infrastrukturerhaltung die StahlContainer vollstopfen kann JEDES konzeptlose BWL-Löckchen-Trägerchen. Wirklich. Diese HangelBwlLöckchenTrägerTypen. Hier ein Jöbchen mit Bonüsschen, dort ein Jöbchen mit mehr Bonüsschen. Deren berufliches Verhalten eine exakte Kopie des Fernsehverhaltens im Privatsenderbereich darstellt. Die reichhaltigen Werbepausen sind planvoll eingesetzt: Die Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers ist mit höchstens dreissig Minuten minus Bedürfnisanstaltsbesuchzeitspanne plus Algorithmuseinbindung [ bei vier Stunden Fernsehen sind mindestens vier Knabberorganisierzeiten plus Smartphonerecherchierzeit minus Brilleputzen plus Flaschenöffnen minus -- ich habe gekleckert, muss aufwischen, hier greift die quadratische ExponentialDividierDurchVariableDeltaFunktion dann Zeiten -- ] einzukalkulieren.

Die Taktung erfolgt ausschließlich durch äußere Leitplanken. Hinter den Leitplanken wohnt das Böse. Murmelt die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel immer, wenn Sie von den Leitplanken als dem Handlungsrahmen sprachlich herumwölkt. Die jetzt den nächsten Abschiebepakt mit Libyen 9auf den Weg gibt. Die. Mit. Libyen. Dem IS-Wirren-Staat. Die mit Libyen rechtsstaatliche Abschiebeaktionen in die Wege leitet. Ganz genau die meine ich. Autofahrer wissen: Das Böse wohnt innerhalb der Leitplanken.

Würg, zitter. Nationalstaatliches Denken? Zurück zur völligen Gleichgültigkeit?

Die Fundsachenämter in der Bundesrepublik Deutschland sind wegen Überfüllung geschlossen. Deren Lagerbestände, bestehend aus in Straßengräben und auf der weiten Flur gefundenen Synapsen aus den Hirnregionen von bestimmten Managern sowie Politikern, haben die Lagerräume zum Platzen gebracht. Denkleistungs- sowie charakterbesetzte Synapsen in gigantischen Massen. Werden aber nicht vermisst. Sind auch nicht mehr notwendig. Echt? Und wir zahlen die Lagerkosten. Sind die angesichts dieser besonderen Lagerbestände jetzt immobile Terrorcamps? Die Fundsachenämter? 

Es wird kalt.

Wäääh.





Links in diesem Beitrag Aufruf 15.04.2016

-1   DieWelt Artikel 25.02.2015 dpa/cast
0    Katholisches Info 11.04.2016 Text Guiseppe Nardi
1    Youtube BPK 17.07.2015 Published 12.08.15
2    Wikipedia 11.03.2016 11:02 Änderung
3    Wikipedia 30.08.2015 15:37 Änderung
4    Wikipedia 02.11.2015 18:37 Änderung
5    Wikipedia 08.04.2016 13:31 Änderung
6    DieWelt 30.03.3016 Artikel M. Lutz
7    UniMainz 16.10.2015 ZfD
8    Wikipedia 13.04.2016 12:31 Änderung
9    WDR 14.04.2016 07:00 Pressemeldung

Links in diesem Beitrag Aufruf 20.04.2016

-2 Link auf foxnews.com 20.04.2016
-3 Link auf Sueddeutsche Online Artikel vom 17.05.2010 17Uhr43

Tags: Fleischtemperatur, Bahnunwesen, EDV-Seuchen

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