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Klimaschau YouTube Sebastian Lüning

Wetterkapriolen, TelekomChef wiehert + Qualitätsjournalismus ? [ FAZ keine Heimat mehr]


07.06.2016 Hey, die Abfahrt mit dem Wirtschaftswunderzug um 06Uhr05 verläuft reibungslos. Keinerlei Vorkommnisse. Auf die Minute genau gleitet der Intercity in den HBf Düsseldorf und der reibungslose Übergang auf die im Untergeschoss herumhummelnde U 79 lässt die Pendlerseele vor Vergnügen quieken. Das Vergnügen kann auch nicht durch die HeringsTransportFahrt in der U 79 beeinträchtigt werden. Heute nicht. Pünktlicher Antritt am Arbeitsplatz gewährleistet. Priml.

Make my day.

Die geplante Rückfahrt mit dem laut BahnApp um 16Uhr52 abfahrenden Intercity geht allerdings völlig in die Hose. Den letzten spähenden Blick habe ich um 15Uhr50 in die BahnApp geschmissen und es sah wunderbar aus. Keiner der berüchtigten Einträge mit + irgendwas und immer in der Farbe rot. Nix. Der erneute Blick in die BahnApp während der Reise mit einer U79 in Richtung HBf um 16Uhr20 führt bei mir zu kurzen Kreislaufunwuchten. Oh jeh, der 16Uhr52 Intercity wird mit plus 35 Minuten Verspätung annonciert, da ein Halt in Essen auf Grund eines Unwetters eingelegt wurde. Dafür kann der StahlContainerVerschieber natürlich gar nichts. Der nächste mögliche Transport wäre der RE 5 um 16Uhr58. Derzeit mit plus 8 Minuten annonciert. Besagter RE 5 ist immer gnadenlos vollgerammelt. Stehparty wäre da unter Umständen wieder angesagt, nötigenfalls vor dem Toilettenteil im vorderen Bereich des RE 5, in dem Waggon direkt hinter der Lok. Wo auch die Fahrradstellplätze eingerichtet sind. Bäääh, muss nicht sein, oder? Der nächste Ausweichzug bietet sich mit dem ICE um 17Uhr27 an. Mal spähen, wie sich der Anschlusszug um 17Uhr53 in Köln HBf so zeitmäßig einsortieren lässt: leicht spät, sehr spät oder gar nicht. Was orakele ich auch immer so rum: Angekündigt ist der Intercity ab Köln HBf mit plus 35 Minuten Verspätung. Dann verbleibt noch der Intercity um 17Uhr49 als Transportwerkzeug. Aber das sind ja dann gepeilte 60 Minuten hier im Bahnhofsbereich. Brrrh.

Die Entscheidung fällt: RE 5 . Wenigstens ein Teilstück schon mal in Angriff nehmen. Ich möchte bewegt werden. In Richtung Koblenz. Reichhaltiges Gemaule beim Einsteigen der Fleischpäckchen. Zugegebenermaßen kein Vergnügen, diieses Geschiebe vor dem jeweiligen Einstiegsbereich. Natürlich wieder eine empörte Mutter mit Kinderwagen im Stoßtrupp Richtung RE 5 Innenbereich. Natürlich wieder dieses ins OFF geblähte vorwurfsvolle Getexte mit dem Inhalt, dass Höflichkeit heute nicht mehr an der Tagesordnung sei. Denn früher -- als alles besser war, die Honigströme vom Himmel herunterflossen und die Männer nur Kavaliere waren -- hätte man der Mutter mit Kinderwagen den absoluten Vortritt gelassen beim Einsteigen in den Zug. Tja, junge Frau im Frühling, das würde ich auf jeden Fall auch heute noch gerne so umsetzen. WENN mir nicht zu oft schon überengagierte Mütter mit Kinderwagen dermaßen übergluckig dahergekommen wären.

Gluckig? Sobald sich der Kinderwagen innerhalb des Zuges befand, haben besagte Jungmütter den Rangier-Optimier-Wohlfühl-Guck-Mal-Da-Draußen-Die-Häuser-Gespräch-Führen-Mit-Dem-Kind  gestartet. Da war dann Rückstau angesagt, denn die zweibeinigen beweglicheren Fleischpäckchen hatten kein Durchkommen mehr. Presswurstdesign. Sehr sinnig. Ging allerdings keiner dieser Jungmütter allzu nahe. Ganz im Gegenteil, die sorgfältig zu Hause einstudierte Empörrolle wurde dann des öfteren ausgepackt. Gluckig halt. [ Neumodisch: Helikoptermutter  Zukünftig: Drohnenmutter ] Wenn es mich dann überkommt [ und negative Wallungen kann ich in solchen Fällen auch als Dauerpendler nicht mehr gänzlich wegsteuern ], empfehle ich der Stauverursacherin, einen Dokumentarfilm über das Leben der Ameisen anzugucken. Zu finden bei 3Sat oder Arte oder Youtube. Im Ameisenbau herrscht eine Superorganisation. Extrem durchdacht sieht es im Ameisenbau aus. Devise: Optimierung der Ressourcen. Ich weiss jetzt nicht, ob Ameisen in ihrem Leben auch Organisationshandbücher lesen [ bezweifle ich dann doch sehr ] oder ob das einfach in der Ameisenkultur " drinne " ist. Fakt ist, dass in der IT-Szene mächtig Brainpower investiert wird, um das fahrerlose Auto [ Google ] ans Laufen zu bringen UND die Spezialisten studieren hierzu das Leben der Ameisen. Weil die Abläufe bei den Ameisen unglaublich effizient sind.

Selbstverständlich führte in der Vergangenheit mein kurzer Einwurf zur Weiter/Aufbau -Bildung nicht zum gewünschten Ergebnis bei der Stauverursacherin. Ganz im Gegenteil. Fauchen erfüllte den Innenraum. Zischeln und Keifen.

Die Jungmutter mit Kinderwagen findet selbstverständlich einen Platz, um die Reise antreten zu können. Bestimmt nicht einen Wunschplatz. Aber wer hat den Wunschplatz heute im RE 5 ergattert? Hauptsache, es geht weiter, oder? In dem Alter der Jungmutter muss ich mich auch nicht um Gebrechlichkeiten sorgen. Sie sieht prall gesund aus. Auch stehend. Prall gesund.

Im Hauptbahnhof Köln steigen wieder viele Fleischpäckchen aus dem RE 5 [ auch die Jungmutter mit Kinderwagen ] und ich hüpfe in das Obergeschoss des Waggons. Platz ergattert. Hurrah! 

Die Hurrah!Stimmung vergeht mir ab dem Halt in Bonn HBf. Es steigt ein älteres Ehepaar ein und der kräftig gebaute Ehemann setzt sich neben mich. Leider. Der Herr beginnt, sein Sitz-Bein-Areal zu erkunden bzw. zu erweitern. Von der Sorte gibt es reichlich viele Vertreter mittlerweile. Völlige Distanzlosigkeit ist das Markenzeichen. Drücken, bis der/die Sitznachbar/Sitznachbarin langsam immer schmaler zu werden beginnt. Rüpelhaft. Und wenn dann die Herren der Schöpfung zwar wissen, wie das Smartphone angeschaltet und eine Rufnummer angewählt wird, jedoch nach dem Anwählen des Gesprächspartners an die Ehefrau zwecks Gesprächsführung übergeben und sich nicht entblöden, ständig korrigierende Einwürfe für die telefonierende Ehefrau von sich geben, genau dann rollen sich mir die Fußnägel rückwärts hoch. Gruselig. Besagter Herr registriert nach geschätzten 10 Minuten, dass ich völlig entspannt meinen Film auf dem Laptop angucke UND ich keine Anstalten mache, auch nur einen Millimeter mehr in Richtung Waggonscheibe zu rücken. Er gibt tatsächlich auf. Heute hätte ich wahrscheinlich nachgefragt, ob er Kontakte besonderer Art aufbauen möchte. Gottseidank bleibt mir das jetzt erspart. Der Herr hat seine Sitzgrenzen erkannt. Gut!

Die Pressemitteilung der FAZ über das neueste Wortgeflirre des Oberbosses der Telekom geht mir auch auf dem Heimweg nicht aus dem Kopf. Es dödelt so richtig in meinem Kopf rum. Das Wortgeflirre des Oberbosses der Telekom. Der Beitrag wurde am 06.06.2016 um 20:29 Uhr online gestellt bei der FAZ. [ Ergänzung --  Und ist bis zum 08.06.2016 16Uhr45 nicht geändert worden -- ] Belastbare Mitmenschen finden den Beitrag hier.

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In diesem Beitrag fordert der Oberboss der Telekom Reformen im Schulsystem. Der nächste Kurzsatz beinhaltet die Forderung zum Erlernen von Programmiersprachen als Schulpflichtfach [ ohoh, Pflicht! ], da diese [ Programmiersprachen ] eine ebenso große Bedeutung haben wie Multiplizieren oder Lesen. Nicht multiplizieren und lesen. Nein, oder steht da. Also, für mich kann nur derjenige multiplizieren, der auch lesen kann. Liege ich völlig falsch? Das hat doch was mit Zeichen zu tun, mit lesbaren Zeichen.

Zugegeben, Lesen zu können, erscheint mir sauwichtig. Aber, aber Herr Höttges, das mit dem ebenso wichtigen [ von Ihnen befundenen ] Multiplizieren kommt schwer lallig rüber. Vielleicht ein Blick in die Basics? Rechnen können heißt das und jetzt sind wir unumstößlich bei der --- ein jeder ahnt es --- Mathematik angekommen. Grundrechenarten gehören da auch dazu. Multiplizieren ohne die Grundkenntnis des Addierens? Echt jetzt? Wie läuft es denn so beim Dividieren bei Ihnen ab? Hallo?

Und wozu die Reform genau? Natürlich für die Arbeitsplätze der Zukunft. Wowh!

Der Knaller [ und ich vermute, es ist ein Rechtschreibfehler deś FAZ-Schreibers, aber das interessiert mich jetzt nicht. Weil es mir jetzt grade genau in den Kram passt und weil ich den Verdacht habe, dass dieser heruntergerotzte Artikel nicht ein einziges Mal binnen zweier Tage gegengeprüft wurde hinsichtlich der Rechtschreibung. Das, liebe FAZ, ist ein NoGo für Euch  ] im Original  ---- " Die Ausbildung an Schulden und Universitäten passe nicht zur neuen digitalen Welt" ------ verreißt mich schier. Lapsus genialis telekomikis. Ich biege das jetzt um. Und formuliere den Satz, wie ihn der Herr Oberboss wirklich gemeint haben könnte. Hier mein Ergebnis:

Die Ausbildung zur weiteren Steuerung des Aufrechterhaltens der pekuniären Schulden des Einzelnen muss geändert werden. Das Ziel: Einseitigkeit [ Fachidioten ] sowie die Abrichtung auf GUI und mächtig viel Code zeichnet den Arbeitnehmer der Zukunft aus. Dafür lassen wir entspannt die dem Nachdenken gewidmeten Fächer [ Ethik, Wirtschaftskunde, Mathematik!, Chemie etc ] wegfallen. Denn irgendwo müssen die Stunden zum Unterrichten ja herkommen. Das Fach Sport lassen wir auch gleich wegfallen. Da reichen doch schmächtige Wesen aus. Für die Zukunft. Vor dem PeeeCeeeh. Oder vor dem Tablet. Oder in der VR-Brille. Jawolli!

Das Ziel wohlformuliert: Drohnen am Boden, Drohnen in der Luft. Wie bei den Bienen. DROHNEN. Eines eigenen Denkprozesses nicht mehr fähig. Nach dem Motto: Wir haben die Entwicklungsumgebung, lass uns was zusammenklatschen. Fehler? Gibt es sowieso keine. Woher denn? Programmierung ist kein Basiswissen, sondern ein Wissen für eine Minderheit der Menschen. Da rücke ich nicht von ab. Von dieser meiner Sichtweise. Programmieren ist ein Arbeitsbereich unter vielen Arbeitsbereichen. Alleine die Vorstellung, dass Programmierung an Schulen gelehrt werden soll [ von wem eigentlich? von denen, die gerade mal den Makrorecorder in VBA anwerfen können? ] erfüllt mich mit leichtem Schaudern. Programmieren als Unterrichtsfach für die breite Schülerschaft? Bei welchen theoretischen Berufsaussichten eigentlich?

Programmierende Bauern. Pfffh. Wofür? Programmierende Abfallentsorger. Wofür? Programmierende ArbeitsamtBedienstete. Wofür? Programmierende Ärzte. Wofür? Programmierende Altenpfleger. Wofür? Programmierende SHK-Monteure. Wofür?

Reicht es denn wirklich noch nicht, dass große Bevölkerungsteile nicht im Stande sind, der ZinsUndZinsesBerechnung zu folgen? Und dann soll da Programmieren draufgesattelt werden? Lachhaft. Funktioniert doch klasse bisher, das Schulsystem. Ein Großteil der bisherigen Schulabgänger garantiert das erfolgversprechende Langzeitprojekt [ Aufrechterhalten des Banken- bzw. Sparkassenbetriebes in der Republik ]. Bisher.

Kann es nicht mal genug sein mit der Gier? Der Gier der jetzigen Kapitalbesitzer/Kapitalverfüger/Kapitaldirigierer?

Hilfäää, Herr Alexander Humboldt, bitte kommen Sie her und helfen Sie uns. Hilfääääääää. Das Menschenbild wird von den Byte-Fressern zermalmt. Hilfäääääääää. Flüstern Sie, hochgeschätzter Herr Alexander Humboldt, mir die Geheimadresse zu. Ich hole Sie ab. Garantiert.

Wolf Schneider

2 hat völlig recht mit seiner Ansage, dass die Pflicht des Qualitätsjournalismus darin besteht, nicht jeden oralen Bullshit von Wirtschaftsführern oder Politikern zu veröffentlichen. Diese Meldung der FAZ erhält von mir keinen Preis für Qualitätsjournalismus.

GefälligkeitsMeldungsSchreiben der FAZ. Zeilenfüllen. Wertlos. Saftlos. Verarschung pur. Von beiden Beteiligten ---->  der FAZ und dem Oberboss der Telekom. Ich muss mir mal die gewerblichen Inserenten der FAZ genauer anschauen. Inklusive der verschachtelten Deckadressen für Anzeigenaufträge. Bald.

Die FAZ. Bei einem Monatsabopreis von 39,90 € für die digitale Variante.

Ähem, wofür?

Ergänzung:

Lapsus genialis telekomikis = Völlige Fehleinschätzung eines abgedrehten? Vorsitzenden eines Großunternehmens, der um die realen Resultate der konzerninternen Ausbildungsqualität sehr gut Bescheid weiß?

Bei uns im badischen Ländle nennen wir SprachblasenPumper auch Rosstäuscher. Kommt übrigens aus dem Pferdehandel. Rentenberechtigte mit nicht zugelassenen Medikamenten hochgespritzte Gäule als Rennpferde verkaufen wollen. Gibt es auch bei Hunden. Leider!  




1 Link führt zu FAZ-Online mit Beitrag vom 06.06.2016 20Uhr29

2 Link führt zu Wikipedia mit Artikeldaten Änderung vom 12.04.2016 13Uhr07


Tags: Bahnunwesen, Kaulquappen

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