Wie sie mich fertig machen wollen

Verfasst von Thomas am .


Es ist ja nicht so, dass Fehler etwas Schlimmes sind. Keinesfalls. Fehler begeht jeder. Einmal. Ja. Ein zweites Mal den gleichen Fehler. Okay.Ein drittes Mal den gleichen Fehler. Puuh, so langsam wird es seltsam. Ein viertes Mal den gleichen Fehler. Völlig unverständlich.
 
Absicht. Entscheidung.
 
Täglich murmelt das öffentliche Transportsystem auf Schienen mit der Spurweite 1435 mm vor sich hin: Her mit den Fehlern.Es gibt ein Fehlerbeutelchen, welches täglich einmal durchgeschüttelt wird und dann ein jeder Beteiligte sein persönliches Fehlerbeitragskärtchen zieht. Unter Zwang. Ohne Gnade. Das muss durchgezogen werden. EinTag ohne Fehler ist kein Tag, so scheint die Devise zu lauten. Make my Fehlerday.
 
Es raubt mir schon um 5 Uhr 45 den Glauben an  deutsche Zuverlässigkeit, wenn ich beobachten darf, mit welcher Coolness so ein einfaches Züglein mit der hochtrabenden Bezeichnung Intercity lieblos reihenfolgebefreit und zum Teil ohne die zugehörige Lokomotive an den Bahnsteig geschubst wird. Agathe hilf, wenn dann die Reservierungsdiskette fehlt, gar der antiquierte Reservierungscomputer in Waggon 3 den Dienst verweigert. Oder der Lokführer in einem ganz anderen Zug unterwegs ist. Und natürlich hat der Zug eine Verspätung. Wowh,immerhin haben sie jetzt schon eine Lokomotive an die Zugspitze bugsiert. Kupplung hält?
 
Nach geschätzten 1200 Fahrten in den letzten 9 Jahren werde ich deren Mythos der hundsmiserablen Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent in den Abgrund ziehen und die realistische 50 Prozent Pünktlichkeitsquote einführen.
 
Ab Januar 2016 geht es los. Im Wechsel. Einen Blick in die Vergangenheit und einen Blick auf das Tagesgeschehen.
 
Ich will denen helfen, damit es besser wird. Ich bin überzeugt, die brauchen Hilfe. So ein großes Unternehmen.  Ich bin ganz uneigennützig. Nix McKinsey.
 
Die Strecke: Koblenz - Düsseldorf (via Bonn - Köln)
 
In der Sidebar meine Gefährten.




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