gender disparity 2021

STEM: Science, Technology, Engineering and Mathematics

 Welche Richtung wird eingeschlagen? Aus der Genderblase zurück zur Ernsthaftigkeit?
Ob IT-Security dann vorangetrieben würde? Erst mal volle Kraft voraus mit Gender Mint 4.0?
Statt M.Sc. in Bälde M.Ge*:_Mnt.?

 

 

 

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Klimaschau YouTube Sebastian Lüning

Es ist heiß + wer baut eigentlich den ganzen Scheiß?


26.08.2016 Der 06Uhr05 Stahlwurm verharrt fünf Minuten vor Abfahrt in völliger Stille. Immerhin strahlt die Waggoninnenbeleuchtung. Der Lokführer läuft zielstrebig soeben in Richtung Zugspitze. Die Lüftungsanlage beginnt zu brausen. Dann hat der Lokführer wohl erfolgreich seinen Maschinenraum erreicht. Mit ihm hat die Reservierungsdiskette den Weg zum Reservierungscomputerchen gefunden. Wowh. Ordnungsgemäß schimmern die Reservierungen vor sich hin. Pünktliche Abfahrt. Da würde ich heute gerne bis zum Endbahnhof - Binz auf Rügen - mitfahren. Für ein verlängertes Wochenende angesichts der angekündigten traumhaften Wetterlage.

Oweh, die Fahrkartenkontrolleurin scheint den Tag mit dem falschen Fuß begonnen zu haben. Ganz recht, meine Dame, diese wunderbaren Baguettes vom Biobäcker mit dem exzellenten Appenzellerkäse sowie die Mini-Tomätchen sind mein Frühstück. Ebenso der selbstgebrühte Kaffee im Thermosbehälter. Mein Frühstück.

Merkwürdig, weshalb wurde der Mini-Schubladen-Müllbehälter zwischen den Vordersitzen ausgerechnet in meiner Sitzreihe zugeschweißt? Sehr ärgerlich.

Pünktliche Ankunft im HBf Düsseldorf.

Die Rückfahrt mit dem avisierten 17Uhr49 gestaltet sich heute schon beim Anrollern mit dem lokalen U-Bahnbetreiber Rheinbahn sehr holprig. Klimatechnik in der U 79 ausgefallen und dann klemmt nach Lust und Laune eine Aus/Einstiegstüre. Was zu längeren Aufenthalten an den jeweiligen Haltestationen führt. Tropf, tropf. Gemeinsames Tropfen. Da verhelfen auch die gekippten Oberlichtfensterchen nicht zu einer Temperatursenkung. Hie und da muss der U-Bahn-Chef aus seinem Kappäuschen traben, um die renitente Aus/Einstiegstüre mit sanfter Gewalt zu schließen. Im Tunnelwesen reicht es dann vielen Fahrgäster mit der Holperfahrt (wir stehen schon satte 5 Minuten an der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee und niemand fühlt sich motiviert, mal Bescheid zu geben, ob es nun weitergeht oder nicht) und auch ich hüpfe in eine andere zum HBf gleitende U-Bahn. Oh wie wohltuend. Zarte Klimatechnik. Die Tropfen versiegen. Fahrzeit statt 25 Minuten heute 38 Minuten. Bäääh.

Der geplante 17Uhr49 Intercity legt eine Verspätung von 20 Minuten ein. Störung an einem Bahnübergang. Alternative? Ich starte die Rückfahrt mit dem 17Uhr53 IC mit Endbahnhof Köln. Pleistozän-Klimaanlage: Herunterschiebbare Fenster. Allemal besser als eine verreckte Klimatechnik mit den zwangszugeschweissten Fenstereinheiten. Allemal besser. Kopf halb ins geöffnete Fenster und dann der Fahrtwind, ey das geht ab. Wunnebar.

In Köln harre ich des verspäteten 17Uhr49 und tatsächlich rumpelt der IC2-Doppeldecker herein und wir verlassen den HBf Köln mit leicht verfetteten 24 Minuten Verspätung. Aber - wir fahren! Leider nur ein paar Minütchen, dann legt der Lokführer den Schleichgang ein. Huch, der IC2-Doppeldecker versteckt sich jetzt hinter einer hohen Böschung. Verstecken spielen. Mit einem ganzen Zug? Irgendwie pfadfinderig. Leichtes Voranpirschen des Zuges. Halb Verstecken spielen? Verstecken mit Halt schubweise. Goil. Und die Klimaanlage funktioniert. Das Platzangebot ist herrlich. Freie Sitzplatzauswahl und ich eroberte zu Beginn der Reise eine 4-er Sitzgruppe mit Tischchen. Natürlich eroberte ich nur einen Sitzplatz und garnierte mich nicht auf die ganze 4-er Sitzgruppe. Becks Dosenbier zischelt und die Fahrt holpert so weiter. Ab und zu legt der Zug-Chef eine Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Pause ein (oder ist das doch ein Pfadfinderspielchen?). Insgesamt findet aber eine Vorwärtsbewegung statt. Ich prognostiziere die Ankunft in Koblenz HBf um 19Uhr45. Die VersteckSpielMinütchen haben auch ihr Scherflein zur Verspätung beigetragen. Mal sehen. In diesem IC2-Doppelstöcker hängen ja ganz tolle Displays zur Orientierung der Fleischpäckchen. Was genau diese Displays anzeigen, erschließt sich mir nicht so recht. Raffig wie ich bin, habe ich ein Foto dieses Displays geschossen. Der im untersten Bereich zu erspähende Abfahrtszeitpunkt bezieht sich auf die Abfahrt wovon jetzt? Steht da was im Display? Nun, diese Zeit bezieht sich auf den Bahnhof Bonn, welchen wir hoffentlich gleich wieder verlassen werden. Wir fahren um 19Uhr09 laut Display ab, rechts daneben die Realzeit. Was soll das? Kommt das irgendwie erklärbärmäßig eindeutig rüber? Finde ich nicht.

Jetzt wird es fetzig. Die Displayanzeige hat umgeschaltet auf Geschwindigkeitsanzeige. Uiiiiih. Wir rödeln mit 157 km/h auf den Gleisen rum. Uiiiih. Zumindestens zwei, drei Minuten lang. Warum der Stahlwurmbetreiber dieses Gimmick von der europäischen Konkurrenz übernommen hat, kann ich mir nicht erklären. Warum nicht gleich einen Megaschritt nach vorne und kleine Filmtrailerchen zeigen? Immer dieses kleinschrittige ModernisierungsMitgehechelHabenWollenKönnenWirAuch. 

Was zeigt die Uhr beim Einrumpeln in den HBf Koblenz? 19Uhr48. Pendlerehrennädelchen! Igelchen, ich komm dich pieken! Du gewinnst an Statur. 

Dann fasse ich diesen Freitag fahrtechnisch zusammen. Beginn 5Uhr45 mit Start von zu Hause zum HBf Köln. Ende 20Uhr00 Aufschlag zu Hause. Summa summarum 14 Stunden 15 Minuten. Für 8 Stunden reguläre Arbeitszeit plus die vorgeschriebene Pause von 30 Minuten. Heavy.

Zusätzliche ErschwernisErkenntnis: Wird es in Deutschland mal ein bisschen mehr als warm, sterben kundenrelevante Systembestandteile der DB einfach so vor sich hin. Einfach so. Wann stellen DIE den Gleisbefahrbetrieb eigentlich ein? Denn auch das blauäugigste Startup-Unternehmen würde das bestimmt kundenfreundlicher hinbekommen.

Justament fällt mir eine im Zeitraum 1980 - 1985 gebräuchliche Verfahrensweise erfolgreicher Gastronomen in Saarbrücken ein. [ Tuschel, in der Szene war ich fast 16 Jahre unterwegs ]. Ich erzähle mal aus dem Nähkästchen: Es gab ja mal eine Zeit, jaja, die gab es, in der die Bestellungen der Gäste auf Papier (nein, Papier, echt?) notiert wurden und irgendwie ruckelte sich das mit der Rechnung immer zurecht. Entweder hat ein Profi hinter der legendären Theke ein geniales Notiersystem geführt (die erfolgreichste Methode) ODER ein Mini-Kassen-System (die weniger erfolgreiche Methode)  mit ausgegebenen Bons pro Servicekraft ergab dann halt den Kassenendbetrag. Hat jahrelang brauchbar funktioniert. Jeder hat die unvermeidlichen 1 bis 3 Prozent Schwund akzeptiert, die zwischen Getränke/Essens Ausgabe und dem Zielobjekt Gast auf höchst atmosphärische Art und Weise "verdampft" sind. Nun gut, Möglichkeit eins bestand darin, Bons unauffindbar zu machen. Und dann mit den Äuglein zu betören (funktioniert nur bei gut aussehenden Girlies) . Möglichkeit zwei bestand darin, Material auf das Tablett zu kriegen, ohne dass überhaupt ein Bon existierte. Da entstand dann die Phantomkasse. Jeder hatte da in seinem Kellnerbeutelchen ein bestimmtes Ablagefach für sich festgelegt. Geheimkommando Phantom. Die Phantomkasse. 

Nicht dass es sich nur um eigentlichen Materialschwund gedreht hätte, nein nein, es war natürlich auch der pekuniäre Schwund. Eine Zeitlang lief das ruckelig, aber alle Beteiligten waren zufrieden. Die Gäste, denen ab einem bestimmten Alkoholpegel und weil sie so nett waren, mal ein paar Märkchen zusätzlich abgezockt wurden. Die Rechenkünste der Mitarbeiter ließen schon damals mächtig zu Wünschen übrig. 9 x 2,70 DM war auch damals schon nur auf dem Papier zu lösen. Wenn es denn bloß im geeigneten Moment Papier gegeben hätte. Es hat aber keine Armen getroffen und es hat auch keinen verarmen lassen. Stimmung geil, Girlie kennengelernt, Show abgerissen, Kumpels beeindruckt, Unsinn gelabert, sich gegenseitig Bücher vorgelesen im Trubel. Spaghetti oder Pizza gemampft.  Völlig egal. Was interessiert  da das Obergenaue. Jaja. 

Dann schwebten die ganz Findigen in das Gewerbe ein. In einer Studentenstadt wie Saarbrücken haben sich erstaunlich findige neue Mitarbeiter gefunden. Und dann ist das bisher Beschauliche geplatzt. Mit lautem Getöse.

Um zu erkennnen, in welcher Zwickmühle die Gastronomen steckten, kann der Themenblock der Aushilfskräftelöhne nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. In jedem brauchbar "laufenden" Laden arbeiteten die Aushilfskäfte auf Pauschalbesteuerung. Zumindest ein paar. Der Rest fiel unter den Tisch. Erfassungsmäßig. Existierte einfach nicht. Der damalige Stundenlohn ohne Trinkgeld betrug 10 - 15 DM (jaja, nicht Euro, merke: 1980). Umsatzprovision und das Trinkgeld ließen die Aushilfskräfte bei einer 7-Stunden-Schicht auf entspannende 90 - 130 DM kommen. Steuerfrei. Abends. Mit kostenfreien Getränken für die Aushilfskraft selbst natürlich. Damit konnte mit überschaubarem Einsatz das Studium zusatzfinanziert werden. Und erst das Kennenlernen interessanter Mitmenschen. Jaja.

Bei einem definierten Umsatz durften nur "passende" Löhne ausgezahlt werden. Sonst wäre das finanzielle Gleichgewicht gestört gewesen. Ein hoher Umsatz bei zu geringen Kosten bedeutete Nachfragen vom Finanzamt. Also hat der Gastronom die Umsätze "adaptiert". Dazu musste allerdings der offizielle Warenstrom passen. 40 Hektoliter Karlsberg Urpils und am Monatsende 70 000 DM Umsatz. Das passte nicht. Also wurde der offizielle Warenstrom (Bestellung bei der Brauerei) und somit der offizielle Umsatz zurückgefahren. Gerade so, dass es nicht ins Auge des Finanzamtes piekste. Und der Rest wurde extern eingekauft. Bevorzugt samstags, da hatten die Brauereien offenen Tag für die Privatkunden. Cash und anschließend Ladung in den Hänger geschoben. Zugegebenermaßen war jetzt schon der Gastronomiebetrieb mit dem ersten PhantomGewächs ausgestattet. Steuerreduktion im Sinne des Gastronomen. Die ganz Großen sollen ja Direktlieferungen aus Frankreich bekommen haben. Nix Genaues weiß man nicht.

By the way. Das berüchtigte und völlig ausgereizte, aber damals elegante Spielchen mit dem "Außer Haus Verkauf" hat nach meinem Sachstand der damalige HühnchenSuperVerkäufer "Wienerwald" auf die Spitze getrieben. Bei "Außer Haus Verkauf" halbierte sich der Umsatzsteuerwert. Wie schön! Wir buchen unseren InHouseUmsatz (sitzende und am Hühnerbeinchen knabbernde Gäste im Restaurant) auf "Außer Haus um". Wer will schon das Finanzamt glücklich machen? Genau niemand. Irgendwann hätte rein theoretisch kein Gast mehr in bestimmten Lokalen sitzend angetroffen werden dürfen. Angesichts der "Außer Haus Verkäufe". Clever,oder?

Zurück zum eigentlichen Thema.

Ab 1980 klatschten die ganz Findigen in das beschauliche und erfolgreiche Gastronomiesegment in Saarbrücken und Umgebung. Und organisierten es auf der Praxisebene neu. Ohne dass erst mal irgendjemand was gemerkt hat. Nix aufwändige Modellierung und Gruppensitzungen und so. Nö,nö.

Was taten Sie?

Einfache Erkenntnis: Bestehende Materialbestände können nicht unendlich optimiert werden. Was im Laden als Material existiert, hat vermutlich einer mal erfasst. Pi mal Daumen. Die übrigbleibende Grauzone ist für uns Findige doch uninteressant.

Lösung: Wir bringen unser Material selber mit. Und verticken es. Geht natürlich nur, wenn der damals allgegenwärtige Theker (Master der Zapfsäule, heute völlig uninteressant) mitspielt. Gesucht. Gefunden. Reichlich. Ein eventuelles Kassensystem hatte keine Augen und bekam schlicht nicht mit, aus welchem Vorrat jetzt verkauft wurde.

Umsetzung: Die von den Aushilfskräften unter der Hand eingebrachten Bierfässer ebenso wie die eingebrachten Schnapsflaschen ( damals äußerst "IN": Baily etc. ) wurde jetzt flockig locker im Laden vertickt.

Zwischenergebnis: Der Geldstrom wurde umgeleitet. Jetzt gab es einen PhantomGeldStrom der Aushilfskräfte und einen RealGeldStrom des Gastronomen. (Wir denken uns jetzt mal den PhantomGeldStrom des Gastronomen kurz wech )

Endergebnis: Die Realumsätze sanken. Nicht ein bisschen. Gewaltig.

Die Aushilfskräfte hatten es übertrieben. Der PhantomGeldStrom überwog den RealGeldStrom. Äußerst ungünstig. Denn selbst der blödeste unter den Blöden der Gastronomie kratzte sich irgendwann mal am Bärtchen. -- Alle erzählen, die eigene Bude ist immer gerammelt voll. Ja, HerrgottSakra, meine Kasse aber nicht. What the hell? --

Lösung: Dauernd in der eigenen Gastronomieeinheit sitzen und alles beobachten. Gaaaaanz genau. Und ganz besonders die Zeiten vor Schichtbeginn. Und ganz, ganz besonders auch die Zeiten nach der Schließung der Lokalität. Dann allerdings aus einem Versteck heraus. Und dann beobachten dürfen, wie plötzlich aus dem Nichts die "Phantomware" in den eigenen Laden gerollert wurde. Zur Vorbereitung der nächsten Schicht.

Schock! Ey, die machen dasselbe, was ich auch mache. Das geht aber gar nicht. Stimmte zufällig. Note 2 für diese Erkenntnis. Zwei Phantomhaushalte (mein eigener und der Phantomhaushalt der Anderen)  aufeinander? Wo bleibt dann die Realität?

Die geht dann baden. Die Realität. 

So geschah es.

Das Finanzamt klopfte an die Türen der Gastronomen. Ganz heftig. Im Saarland war damals ja alles sehr engmaschig verwoben. Spinnenartig. Auch Finanzamtmitarbeiter soffen damals wie die Löcher. Und fanden die Gastroszene toll. Aber einigen Mitarbeitern fiel dann auf, dass die mickrigen Steuererklärungen nicht zur eigenen Wahrnehmung der jeweiligen gastronomischen Stätte passen konnten.

Randale. Im Gastrobezirk.

Auswirkung: Die Gastronomen zogen die Notbremse. Alle Mitarbeiter flogen raus. Alle. Einsam verblieb der jeweilige Gastronomiebetreiber in seiner Hütte. Einige Läden blieben reichlich lange geschlossen ( wir wissen ja, was das Schildchen mit " Wegen Renovierung geschlossen" bedeutet, oder? ). Und die Gastronomiebetreiber boten einfach jedem Rausgeschmissenen an, sich wieder zu bewerben. Von vorne sollte es losgehen. Und die Rausgeflogenen bewarben sich. Und der Gastronomiebetreiber wählte diesmal aus. Und hörte sich die Begründung für die Wiederbewerbung ganz genau an. Gaaanz genau.

Das hatte zur Folge, dass ein paar Jährchen die Geschäfte mit der einen einzigen zugelassenen Phantomware des Gastronomiebetreibers erfolgreich liefen. Sogar mit großem Erfolg. 

Geschäfte ohne zweite Zwischenschicht. 

Sollten wir mit den 3400 Managern der DB auch machen. Genau so.

Wäre mein Vorschlag.

Wochenende.







Tags: Zertifikatsbepperle, Bahnunwesen

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