hippo attacks xkcd 05.06.2021

Scherenschleifer + die ganz miese Weiterentwicklung: DigitalBetriebsWirtschaftler


01.09.2016 Abseits der Gleise. Das hippe Cloudgewerkle und wer verbastelt denn so fröhlich die eigenen Daten noch im lokalen Backup? Na, wer tut sich das denn an? Nein, nein, das ist ja so was von mega out. 

Der von mir auch argwöhnisch beäugte Cloud-Anbieter Dropbox erweist sich als intransparenter Anbieter derartiger Speicherlösungen.

Widerspruch irgendwo?

Sinnlos.

Deshalb.

Und wer so agiert, zeigt sein verkommenes DienstleisterNichtGebaren ungeniert. Pinkeln auf der Digitalautobahn.

Hey, boah, eyh, wer hat den "Längeren". Pinkeln im Stehen, denn das hierfür verwendete Körperteil bringt es im "Stand" noch nicht mal auf 10 Zentimeter. Pinkeln geht aber.

Datensicherheit? Pffffh.  

Hier hatte ich die Hinterhofstadeltruppe bereits kurz gecheckt. Wobei der Rattenschwanz gleichartig vorgehender Unternehmen richtig lange ist. 

Früher, in den Anfangszeiten der Bundesrepublik Deutschland [ in meiner Erinnerung 1962 bis 1966 ] zogen im badischen Freiburg im Breisgau die besagten "Scherenschleifer" durch die Wohnviertel. Das waren gescheiterte Existenzen auf der Suche nach irgendeiner D-Mark zum Überleben. Mit mitunter abstrus anzuschauenden Gerätschaften, montiert auf ausgemusterten Bollerwagen [ 4-Rad-Holzkarren mit Zugstiel ], boten die "Scherenschleifer" jedem Haushalt die Schärfung der Haushaltsmesser zum Superpreis und direkt vor Ort an. Schnäppchenpreis. Zum Teil bedauernswert anmutende Mitmenschen. Leider auch sehr häufig völlig unfähig, die Handwerkskunst des Messerschleifens fachgerecht auszuüben. Weshalb nicht wenige Haushaltsmessergarnituren zwar eine knappe Woche mit atemberaubender Schärfe ausgestattet waren, dann ging es jedoch dramatisch bergab. Mit der Schärfe der Haushaltsmesser. Weshalb die "Scherenschleifer" lange lange nicht mehr am Ort des Geschehens gesichtet wurden. Geschickt wurden dann die Stellvertreter. Denn denen konnten die männlichen Haushaltsvorstände nicht so ohne Weiteres "Einen auf die Glocke geben". So viel Zurückhaltung lebte damals [ 1962 bis 1966 ] noch in den Menschen. Great. Und wenn es dann beim Bearbeiten der Messergarnituren zu einem Totalausfall der Messer kam, jojo, dann zogen die Cleveren unter den "Scherenschleifern" gleich die funkelnagelneue originalverpackte Garnitur aus dem Bollerwägelchen heraus. Und nicht wenige von den "Scherenschleifern" agierten sehr erfolgreich und bauten sich einen treuen Kundenstamm auf. Betriebswirtschaftlich ein geniales Konzept: Ruiniere mit den eigenen dappigen Fingern und Gerätschaften die Messergarnituren der Kundschaft, biete eine erstklassige Verkaufsschau und verticke die zuvor geklaute Ware.

Aber irgendwie agierten viele von denen mit Chuzpe. Fast keiner der Kaufenden fiel in eine Umnachtung [ obgleich er düstere Gedanken hegte ob der Solidität des ganzen Unterfangens ] oder grämte sich gar dauerhaft bei dem Ablauf.

1962 bis 1966. Betrug war es allemal. Und in Teilen mächtig kriminell.

Und was läuft in 2016 so ab?

Die "Scherenschleifer" gibt es nicht mehr. Aber die völlig missratene Weiterentwicklung schon. DigitalBetriebsWirtschaftler. Jene Zwitterwesen, die zufällig mal ein bisschen in HTML geübt haben [ erfolgreich bei selfhtml, dem Standardwerk ], dann munter beim Provider einen <https> Webserver bestellt haben und dann mit ein paar BWL-Fuzzies einen Speicherdienst kreiert haben.

Wahrscheinlich an der komplexen kostenlosen OpenSourceSoftware gescheitert. Manuals lesen war garantiert völlig out.

RTFM [ Read the fucking Manual ]?

Wozu auch?

In zarter Abwandlung zu Margaret Thatchers Spruch " I want my Money back" galt hier nur Eines: Isch will deine Kohle nicht. Deine Daten sind meine Kohle. Der Rest isch mir scheissegal. Isch plärre Dir die Ohren voll, bis Du ohmächtig bist. Und dann ziehe ich Dich ab. Dafür benötige ich keine KO-Tropfen. Isch nicht.

Wenn Sie die Daten diesem Anbieter anvertrauen, können Sie auch gleich auch auf dem Hauptbahnhof Düsseldorf ohne jegliche Bekleidung herumlaufen [ gut, wird nicht lange gutgehen ] UND jedem auf den Bahnsteigen befindlichen Fahrgast einen USB-Stick mit all Ihren Daten schenken.

Oder Sie wackeln mit dem befüllten USB-Stick gleich nach Berlin. Die freuen sich auch mächtig.


 




1 Link führt zu nzz.ch Kolumne vom 01.09.2016 15Uhr00
2 Link führt zu bahnmops.de Beitrag Neuerungen, Quassel + warum Bits eitern 12.Juli 2016


Tags: EDV-Seuchen, Wolkenbits

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