frankreich energieerzeugung 2023

Energiehaushalt Frankreich 12.01.2023  - Ein Klick auf die Grafik führt zur aktuellen Auswertung

Prof. Dr. Claudia Kemfert - Dr. Ingrid Nestle - Prof. H-W. Sinn - Virtuelle Speicher - Trimet - Schweiz - Nordafrika - Namibia - [Nachtrag 14.12.22]


Wowh. Autark! Uns [ Bundesrepublik Deutschland inklusive der hier Lebenden ] kann in 20 Jahren keiner mehr was am stromigen Energiekittel flicken. Sofern wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen. Aha. Soso. Frieden, Gerechtigkeit, Wohlstand und Freiheit. Ach was. Darf ich hoffnungsvoll und alsbald mit Alice ins Wunderland abtauchen und endlich gelassen und höchst übermütig vor mich hinkichern?

Ich gestehe: In dem vierseitigen Text erkannte ich lediglich die schon seit Jahren von Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert ausgeworfenen/dauerwiederholten Textbausteine ohne für mich nachvollziehbare Konkretisierung. Was soll abgehen? Wie lautet die Forderung? Haut das Land voll mit Windpropellerchen und Solarpaneelchen, am besten mit einem Ausbauziel von 99 Prozent. Yeah. Dann fließen jene Energien, welche uns gnadenlos-kostenlos von der Sonne geschickt beziehungsweise von ihr stark beeinflusst werden, munter und stabil in der umgewandelten Form von elektrischen Strömen fast schon um die Ohren. Hach, alles quillt über. Alles wird gut. Alles tut gut. Ḿir hat bisher noch keiner die Frage beantworten können, welche außerirdische Kraft genau für die schiere Zurverfügungstellung der Ölvorräte im Boden sowie der Kohle bzw. des Gases in der Tiefe dieser Erde irgendwelche Rechnungen an uns schickt. Irgendwie scheint die Erkenntnis verschwunden zu sein, dass die Wandlung von Energie, die im Sonnenlicht/dem Wind/der Kohle/dem Gas/dem Öl wohnt, die Kosten verursacht. 

Nach der Textdurcharbeitung aus der Sprachkiste von - Gaudi mit Claudi - war ich kurz ermattet im Schreibtischstühlchen zusammengesunken. Immer dieselben Texte? Wo treibt sich meine Kaffeekanne herum? Herrjeh, gibt es nix konkret Neues im Bereich der elektrischen Energiegewinnung? Irgendwelche, meinen Wissenshunger stillende und sich an Fakten orientierende Erkenntnisse aus dem Themenbereich der deutschen gescheiterten Energiewende?

Übermütig und optimistisch gestimmt, auch und gerade nach niederschmetternd schlichten Texten, schöpfte ich ein klitzekleines bisschen Hoffnung und schwebte flugs ins World-Wide-Web, um Neuigkeiten über eine weitere Energieexpertin einzusammeln. Ich wollte erfahren, ob die grüne Energieexpertin Frau Dr. Ingrid Nestle realitätsnahe Erkenntnisse veröffentlich haben könnte. Meine Hoffnung: Frau Dr. Ingrid Nestle könnte sich weitergebildet/weiterinformiert haben und mir schlüssige Informationen anbieten. Mmmmh.

Ein erhellender Nachmittag der Recherche belehrte mich eines Besseren. Allerdings gelang mir für mich persönlich höchst Erfreuliches: Ich habe die verwunschen-verschlungen anmutenden Energieerzeugungs-Schleichwege und Energiespeicher-Wortklaubereien nicht nur bei den Ausführungen von Frau Dr. Ingrid Nestle zum Großteil aufdröseln können. Schlagartig wurde mir klar, dass ich die (!!) Schatzkiste der phänomenalen grünen Energiewende-Argumentationskette entdeckt hatte. Grünsprech = Wenn Flatterstrom-Träume das reale Krankenhaus-Leben erobern = Mit Sprechgesang im Biowald bei der Biofichte erschaffen wir grüne virtuelle Speicher. Goil! Nix in der Hand außer dem grünen stromigen Gebetsteppich. Es säuselt über Land und über Tal: "Lieber Gott der Winde, mach uns fromm, lass es wehen, liebe Sonnengöttin, lass es scheinen. Tag und Nacht." Im Hintergrund höre ich Frau Sylvia Kotting-Uhl herumflüstern. Frau Sylvia Kotting-Uhl

Geschätzter Leser, folgen Sie mir bei meinen Entdeckungen. Es wird spannend und zugleich verwirrend. Meine Schlagworte lauten: Virtuelle Speicher, Sinteg, Flexibilitätsmechanismen, Wasserstoff, Prof. Hans-Werner Sinn, Christian Bach, Frau Dr. Nestle. Ich ahne, dass diese Ansamlung von Schlagworten auf den ersten Blick nicht sonderlich sexy klingt. Ich weiß es. Dennoch. Halten Sie bitte durch, geschätzter Leser. Zeigen Sie übermenschliche Willensstärke.

Im Anschluss an Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert schreite ich munter zu Frau Dr. Ingrid Nestle. Die Wortbeiträge der grünen Energieexpertin Frau Dr. Ingrid Nestle hatte ich in einem Beitrag am 08.10.2022 bewertet. Einmalige Eindrücke und endgültige Abwertungen sind mein Ding nicht, deshalb habe ich durch eifriges Suchen ein 45-minütiges Video von Phoenix aus dem Jahr 2019 im World-Wide-Web erspäht und mir vollständig zu Gemüte geführt. Die zwei Gesprächsteilnehmer im besagten Phoenix-Video sind Frau Dr. Ingrid Nestle und Herr Prof. Hans-Werner Sinn. Die Themenüberschrift für das Streitgespräch lautet: "Die Energiewende - ökologisch notwendig, ökonomisch gefährlich?" Wer auf den Screenshot unten mit Frau Dr. Ingrid Nestle klickt, wird zum Video auf YouTube weitergeleitet.  

 

ingrid nestle phoenix prof sinn gespräch 2019

 

In den ersten 25 Minuten des Streitgespräches hat Frau Dr. Ingrid Nestle im Wesentlichen die Schlagworte verwendet, welche Sie bereits in der verlinkten und von mir kommentierten Bundestagsrede letzthin eingesetzt hat. Die Schlagwortliste von Frau Dr. Ingrid Nestle beinhaltet - Virtuelle Speicher - Verschiebung der Lasten - Sektorkopplung - Die Spitzen der Stromerzeugung sind bei den Windkraftanlagen erwünscht - Die Ernte  muss jetzt eingefahren werden. In der zweiten Hälfte des Phoenix-Streitgespräches driftete in meinen Augen das salopp-nebulöse Niveau der Argumente/Schlagwörter/Worthülsen von Frau Dr. Ingrid Nestle in für mich unerschließbare Welten ab. Ich wurde intellektuell abgehängt. Als im dynamischen Wortvortragen von Frau Dr. Ingrid Nestle der gutmenschelnd-überverantwortliche Text mit dem Müll und den versifften Straßen im Phoenix-Studio herumwaberte, hätte ich am liebsten die Videoübertragung beendet. Jedoch: Ich habe durchgehalten. Trotz der versifften Straßen. Trotz des virtualisierten Mülls.

Im Verlauf der ersten Hälfte des Streitgespräches mit Herrn Prof. Hans-Werner Sinn bestritt Frau Dr. Ingrid Nestle die Häufigkeit von Zeiträumen mit unzureichender/gefährlich-geringer Stromlieferung. Ihr Motto: Die paar Mal des Lieferausfalles bei Windkraftanlagen sowie Photovoltaikanlagen im Jahr würden hemmungslos von Kritikern wie Herrn Prof. Hans-Werner Sinn überbewertet und damit die zukunftsweisende deutsche Energiewende im Vorfeld niedergemacht. Es müsse lediglich der Ausbau der Erneuerbaren verdoppelt bzw. verdreifacht werden und dann gäbe es diese Lieferausfälle nicht mehr, da hochintelligente sowie hochflexible Managementtechnik im großen Stromkreislauf dieses Landes dafür sorgen wird, dass keinesfalls jemand wegen mangelnder elektrischer (!!) Energielieferung darben muss. Keinesfalls. Mit der Digitalisierung werde sowieso alles möglich. Aktuell sei ein hochnobles Projekt aus dem Bereich der virtuellen Speicher zukunftsweisend. Der Name Trimet fiel. Ich fiel mit. In die Recherche. Zu Trimet. Zu den virtuellen Speichern.

Der einzige im Reden von Frau Dr. Ingrid Nestle für mich konkrete Begriff zum Thema des virtuellen Speicherns von elektrischer Energie war endlich gefallen: Trimet. Sofort habe ich meine World-Wide-Web-Suche intensiviert. Der Firefoxbrowser glühte sich durch das World-Wide-Web.

Die im Aluminiumbereich tätige Firma Trimet mit weit über 1 Milliarde Euro Jahresumsatz führt auf der Webseite perfekt pro Jahr den jeweiligen Nachhaltigkeitsbericht auf. Im Bereich der Schmelzflusselektrolyse betreibt die Firma Trimet seit 2013 ein Projekt, um die Produktion an die schwankenden Stromlieferungen aus der Windkraft sowie den Sonnenkraftanlagen anzupassen bzw. wegen der schwankenden Stromerzeugungen nicht ganze Anlagenteile komplett und endgültig wegschmeißen zu müssen. Eine Veröffentlichung beschreibt knapp das Vorgehen und die Auswirkungen im produktiven Betrieb als Reaktion auf den volatilen Strombezug durch die Erneuerbaren Energien. Es handelt sich demzufolge um eine (1) Stunde Ausfallsicherheit für das produzierende Werk von Trimet bzw. das Herunterfahren der laufenden Produktion mit definierten Schwankungswerten bei der Stromanlieferung  [ +- 25 Prozent ] über einen Zeitraum von 48 Stunden. Weshalb in den Berichterstattungen darauf hingewiesen wird, dass dies einen virtuellen Speicher mit einem Volumen von 2000 Megawattstunden darstellen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Entweder verblöde ich langsam oder diese Formulierungen mit dem Speicher sind weitab von meinen Fähigkeiten zur Erfassung der deutschen Sprache gelandet.

 

trimet produktionsoptimierung nachhaltigkeitsbericht 2019 gri 102 2 

 

Für mich sind das von Trimet als Folge der aufwändig optimierten Produktion nicht abgenommene 2000 Megawattstunden, welche jetzt nicht als mangelnde Stromlieferung durch Erneuerbare Energien bezeichnet werden sollen. Klingt einfach sympathischer: Nicht abgenommene 2000 Megawattstunden klingt nicht so gruselig wie fehlende 2000 Megawattstunden. Fehlen! Elektrische Energie! DDR? Back to the Osten?

Das also ist jener von Frau Dr. Ingrid Nestle aufgeführte virtuelle Speicher. Für mich eine tolle Produktionsprozessoptimierung eines Aluminium-Werkes, jedoch kein im ursprünglichen Sinne benennbarer Speicher. Bei einem Speicher schmeiße ich Strom/Wasser/Gas/Öl/Kohle rein und hole den gespeicherten Stoff bei Bedarf wieder ab. Wie bei einem Wasserkraftwerk mit Speichersee. Muss der Artikel bei Wikipedia zum Thema Speicher in Bälde umgeschrieben werden, um der grün-roten Wortschatzverbiegung gerecht zu werden?

Hier gibt es übrigens ein cooles Video zum Pumpspeicherwerk Goldisthal.

Das Thema mit diesen virtuellen Stromspeichern erinnert mich an digitale Speichertechniken a' la Cloud im Rechenzentrum. Der Kalauer darf nicht fehlen in diesem Zusammenhang: Hascht du es in der Cloud, wird's dir bald geklaut. Das StromCloud-Wesen wird hier vereinfacht erklärt. Wie physikalische größere Speicher für elektrische Energie aussehen, berichtet der MDR hier mit der Überschrift - So viel wie zwei Atomkraftwerke: Stromspeicherleistung in Deutschland aktuell 4,5 Gigawatt -. Diese Leistungsnennung empfinde ich als mehrfach irritierend, wenn nicht sogar als oberschlampig für das öffentlich-rechtliche Sendewesen. Zwei Atomkraftwerke deutscher Bauart [ leider bald nicht mehr in Betrieb ] haben eine Leistung im regulären Betrieb von maximal 3 Gigawatt und nicht 4,5 Gigawatt. Hier die Liste der Kernkraftwerke in Deutschland.

Wenn schon Linsenspalterei, dann richtig: Ein Speicher für Strom kann nicht 4,5 Gigawatt speichern, sondern 4,5 Gigawattstunden. Bei Pumpspeichern wird beispielhaft die Speicherfähigkeit in Megawattstunden und die dann im Bedarfsfall lieferbare Leistung in Megawatt und dem Lieferzeitraum angegeben. Wenn der Pumpspeicher Goldisthal über gepeilt 8000 MWh = 8 GWh Speicher verfügt, ist er bei einer angegebenen maximalen Leistung von gepeilt 1000 Megawatt in der Lage, 8 Stunden lang bei voller Leistung die Energieverbraucher zu beliefern. Dann ist der Speicher "leer". Wenn also das im Beispiel genannte Pumpspeicherwerk Goldisthal lediglich pro Stunde 100 MW liefern müsste, würde die Speicherkapazität für satte 80 Stunden Energielieferung an Energiehungrige ausreichen. Wenn der Energievorrat von Goldisthal nur für mich alleine zur Verfügung stünde, dann würde ich fröhlich lachen und alle derzeitigen Stromlieferverträge kündigen. Ich wäre strommäßig bis zu meinem Tod perfekt versorgt mit elektrischer Energie. Diese häufig anzutreffende und inhaltsverwirrende Schlampigkeit wie bei der unausrottbaren Gerüchteküche/Lüge, dass gesicherte und installierte Leistung bei Windpropellerchen sowie Solarpaneelchen keine bedeutende Unterscheide aufweisen, empfinde ich als problematisch und sehr ärgerlich.

Zurück zum Speicherthema. Für den virtuellen Speicher habe ich die Dissertation von Herrn Roman Düssel im allumfassenden World-Wide-Web gefunden. Das Thema der Dissertation lautet: "Entwicklung eines Regelungskonzepts für Aluminium-Elektrolysezellen unter Berücksichtigung einer variablen Stromstärke und eines regelbaren Wärmeverlusts Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) in der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal vorgelegt von: Roman Düssel. In dieser Dissertation findet sich der folgende Textschnipsel: "In den Jahren der Energiewende trifft die „Virtuelle Batterie“ mit ihrer Möglichkeit des Lastmanagements den Kern der Zeit. Eine Verschiebung des Produktionslastpunktes um 25% aller deutschen Aluminiumhütten für 48h ergibt sich eine Speicherkapazität von etwa 13GWh und erhöht damit die aktuell installierte Pumpspeicherkapazität Deutschlands um etwa 33%. Damit trägt die Virtuelle Batterie nicht nur zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende bei, sondern ist als Vorreiter in der energieintensiven Industrie maßgeblich an ihr beteiligt."

Der kess vorgetragenen Schlussfolgerung möchte ich nicht zustimmen. Für mich ist dies keine Speicherkapazität, sondern zeitlich nicht abgenommene Leistung. Das bei Agora Energiewende auffindbare PDF-Dokument aus dem Jahr 2016 zum Thema der virtuellen Batterie verstehe ich nicht.

Weiter geht es mit Dokumenten von Sinteg. Sinteg ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und auf deren Webseite steht geschrieben: Als großflächige Praxistests für die Energieversorgung der Zukunft und die Digitalisierung des Energiesektors arbeiteten vom Jahr 2016 bis zum Jahr 2020 über 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen im Rahmen des SINTEG-Förderprogramms zusammen. In fünf Modellregionen, sogenannten Schaufenstern, wurden Musterlösungen für die zukünftige Energieversorgung erarbeitet und getestet.

Oh ja, es gibt jede Menge zu erkunden. Ich schreite zur dort aufgeführten zentralen Säule zur Erreichung der [deutschen] Klimaziele: "Eine zentrale Säule zur Erreichung der Klimaziele – die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 65 % bis 2030 gegenüber 1990 und die Treibhausgasneutralität bis 2045 ist der stetige Ausbau der Erzeugungskapazität auf Basis erneuerbarer Energien im Stromsektor.Damit soll nicht nur die konventionelle Erzeugung im Stromsektor schrittweise substituiert werden, sondern auch fossile Brennstoffe in den Sektoren Verkehr und Wärme durch eine zunehmende Elektrifizierung (Sektorkopplung). Bis Ende 2020 machten erneuerbare Energien bereits knapp über 47 % der Gesamterzeugung aus – ein Anteil, der bis 2030 auf 65 % ansteigen soll. An die Stelle regelbarer, konventioneller Großkraftwerke tritt damit zunehmend die dargebotsabhängige Erzeugung aus dezentralen Erneuerbare Energien (EE)-Anlagen."

Wer sich die aktuellen Auswertungen bei Stromdaten.info genauer anguckt, wird sich fragen, woher bei Sinteg diese überaus optimistische Annahme herrührt, mit beständigem Ausbau erneuerbaren Energien sei eine Verbesserung der elektrischen Versorgungssicherheit in Deutschland erreichbar. Es sind in der Betrachtung für die Stromerzeugung NICHT alleine die geilen blauen Energiehügelchen von Interesse [ Hügel hoch = viel Stromerzeugung durch Erneuerbare], sondern die schmächtigen Erdhubbelchen [ Hubbelchen flach = wenig Stromerzeugung durch Erneuerbare ]. Zur Auswertung unten ist anzumerken, dass im deutschen Stromerzeugungssystem die Erneuerbaren Energien bei der Einspeisung absoluten Vorrang vor den konventionellen Stromerzeugern haben. Wenn die aktuellen blauen Energiehügelchen zu beeindruckenden Energiebergen durch den zukünftigen Ausbau anwachsen sollten, wächst parallel das Problem der Verteilung mit. Da es niemals in diesem Land zu vertretbaren Kosten ausreichend Speicher für größere Energiemengen in Stromform geben wird, muss der Überhang ins Ausland gegen Bestechungsgeld/Betreuungsgeld/Schadenersatz/Schmerzensgeld ausgeleitet werden. Die Nachbarn freut es, ganz besonders die Wasserkraftbetreiber in Österreich sowie in der Schweiz. Wobei Bestechungsgeld vielleicht zu hart klingen mag. Sollte ich es eleganter als monetäre Beigabenunterstützungssteuerungsmechanismus bezeichnen? Derlei Formulierung könnte glatt im Parteiprogramm der grün-rot bestrichenen Parteien abgelegt werden. Sach' ich mal frech.

 

stromdaten info auswertung energie nov 2022

 

 

Wenn beim in der nahen Zukunft ums politische Verrecken erfolgten und urgewaltigen - immer fort den starren Blick von Scheuklappen unterstützt - Ausbau bei den Windpropellerchen/Solarpaneelchen/Biomasse-/Wasserkraft- Werken an einem Montag morgen völlig unerwartet garnix herumweht beziehungsweise nur vor sich hinsäuselt und zusätzlich die bald einherkommende finstere Nacht in Deutschland droht  [ wie im Rest Europas übrigens zeitgleich auch ], dann kommt nach den Ausführungen von Frau Dr. Ingrid Nestle auch jener magische virtuelle Speicher ins Spiel! Mmmmh. Es wird keine elektrische Energie in ausreichender Menge produziert und das beispielhafte Trimet-Werk setzt die Produktionstaktung für den Notfall um und säuselt maximal 48 Stunden vor sich hin? Länger darf die Energielieferpause aber nicht dauern, oder Frau Dr. Ingrid Nestle? Weil dann der Geschäftsführer von Trimet mitteilen wird, dass die Anlagen zum Schrottplatz gefahren werden müssen? Kann in Zukunft dieses Aluminiumwerk noch regulär versichert werden? Ich erinnere mich an die verquetscht anmutende Frage der grünen Politikerin in der Ausschussitzung über die Atomkraftpetition hier.

Wer bekommt im realitätsnahen Fall der zukünftig öfter eintretenden Strom-Ausfälle, beispielsweise ab dem dritten Tag der unzureichenden/eingestellten Stromlieferungen, zuerst Strom? Na, wie wird es wirklich aussehen und ich erwarte harte Fakten und kein delirierendes um diese Situation Herumlabern? Es wird in der Gesamtbetrachtung nicht lässiger oder gar entspannter, wenn ÖRR-Schwebfliegen wie Frau Dunja Hayali mit malerischen Grafiken und der seit einiger Zeit von den grün-roten Energieideologen in Umlauf gebrachten Unterscheidung zwischen Brownout und Blackout vor den Augen des Bürgers herumwedelt. Auf den dämlich-schlichten Text von Frau Dunja Hayali über dem schwarz unterlegten Schaubild gehe ich aus Anstand nicht weiter ein.

Den Screenshot unten habe ich beim Zwitscherkanal abgegriffen und selbstverständlich verantwortet die Bundesregierung das hübsche Text-/Farb- Herumgemale. Farblich vom hippen Chefdesigner des BMWK mit Sonderhonorar erstellt: Schwarzer Hintergrund, gelbe Marker, weiße Schrift? Yeah, alles wird gut. Alles wird doch. Irgendwie. Gut? Besser? Supergut?

 

dunja hayali 2022 brownout blackout

Auf der Suche nach Alternativen für die hybrid-virtuellen Speichervorstellungen von Frau Dr. Ingrid Nestle fand ich den unten mit zwei Screenshots eingebundenen Vortrag von Herrn Christian Bach von EMPA. Das Thema von Herrn Bach ist die Wasserstoffwirtschaft. Sein Objekt der Analyse: Die Schweiz. Der 27-minütige Vortrag enthält zwei interessante Statements und bietet Stoff zum Nachdenken. Auch für Frau Annalena Baerbock. Echt.

Statement Nr. 1:  Das im Schaubild unten abgebildete Defizit in der schweizerischen Stromversorgung in der kalten Jahreszeit (!) kann nur durch den Bezug von externen Stromlieferanten ausgeglichen werden. In der wärmeren Jahreszeit sieht Herr Bach die Möglichkeit, die schon von Frau Dr. Ingrid Nestle erwünschten Stromerzeugungsspitzen der volatilen Windpropellerchen und Solarpaneelchen zum Beispiel mit Elektrofahrzeugen [ BEV ] in den Griff zu kriegen. Gewagt. Gewagt. Die BEV-Fahrer dürfen zukünftig im Modell von Herrn Bach im Home-Office verbleiben [ Keller aufräumen, Garten pflegen, Essen kalt zusammenrühren, die halbgewaschene Wäsche aufhängen ], wenn die Energieversorger in der Schweiz die hoffentlich zum Zeitpunkt der Versorgungsschwäche zuvor vollgeladenen (!!) BEV-Batterien mit digitaler !! Zentralsteuerung leeren. Bei diesem Modell ist nach Tag 1 das Ende der stromigen Fahnenstange erreicht. Für die kältere Jahreszeit hat Herr Bach keine Lösung anzubieten außer der Feststellung, dass die elektrische Energie eben aus dem Ausland herangeschafft werden muss.

 

 vortrag pi klimasymposium stromsystem schweiz zukunft

 

Statement Nr. 2: Um wirklich allen (!!) irdischen Versorgungsproblemen auf einen Schlag begegnen zu können, hat Herr Bach die unten eingebundene Folie in seinem Vortrag aufblitzen lassen. Im linken Bereich platziert Herr Bach eine 800 x 800 Kilometer große Erneuerbare-Energie-Produktionsfläche in Form von Solarpaneelen, die beim gewählten Standort in Nordafrika die komplette Stromversorgung für unsere Welt darstellen könnte. Nix mehr mit lokalen Erzeugungseinheiten wie in Deutschland mit seinen derzeit 30 000 Propellerchen an Land und auf hoher See sowie den Solarpaneelchen, der Biomasse und der bescheidenen und kaum ausbaubaren Pumpspeichertechnik, nein, hier werden die ganz großen Nägel eingeschlagen. Herr Christian Bach spricht von physikalisch vorhandenen Produktionseinheiten für elektrische Energie. Im Gegensatz zu Frau Dr. Ingrid Nestle, die von virtuellen Speichersystemen träumt.

 

energiesymposium pi wasserstoff 800 800 sahara

 

800 x 800 Kilometer. Alles wird gut. Jetzt wird Zukunft spannend. Zurück zur Gegenwartsspannung. Ein kurzer Blick zurück zum grünen Energiewendehalsgeschwurble sei mir gegönnt. Ein wunderbarer und mit Zahlen bestückter Artikel von Herrn Frank Hennig findet sich bei Tichyseinblick mit der Einleitung: "Ein Tag im November in Deutschland, genauer gesagt sogar der letzte. Wir zeigen der Welt, wie man ein ehemals bestens funktionsfähiges, preis- und umweltfreundliches Energiesystem nicht umgestalten oder, treffender gesagt, nicht demolieren sollte."

Frau Annalena Baerbock, wäre das nicht ein erfüllendes Langzeit-Projekt für die von Ihnen installierte feministische deutsche Außenpolitik? Ich erinnere im Zusammenhang mit der Wasserstoffwirtschaft ganz zart an das Projekt Atlantrop und hier an Herrn Sörgel; ebenso erinnere ich an die bereits bestehenden Vorgaben der deutschen Entwicklungshilfe beim jeden Frieden, jede Freiheit, jede Gleichstellung, jede Unterdrückung Befreiung von 60+ individuellen sozialen Geschlechteridentäten forcierenden Themenblock Gender. Yeah. Gender for all.

Hey, Frau Annalena Baerbock, das könnte doch durchaus in ein superspannendes Projekt eingeflochten werden, oder etwa nicht? Rufen Sie, Frau Annalena Baerbock, vor weitergehenden Planungen kurz bei Frau Lambrecht an, um die notwendige Unterstützung erhalten zu können. Ich verstehe schon, dass es blöd ist, dass der liebe Gott ganz wertvolle Ressourcen wie Gas und Öl bei den Moslems verbuddelt hat. Wie gemein, das fand schon damals der Kabarettist Herr Volker Pispers.

Jetzt sollten Kerzen der Hoffnung im Büro der deutschen Außenministerin Frau Annalena Baerbock angezündet werden: Superwertvolle Ressourcengewinnung oberirdisch mit der kostenlosen solaren Energie über den klugen gendergerechten Entwicklungsgeldeinsatz in Nordafrika. Wenn es nicht flutscht wie angedacht, könnte ein Alarmfax an Frau Lambrecht den notwendigen Druck aufbauen? Trau' schau' wem. Huiiiii.

Immer öfter kommt mir das selbsternennende/selbsternannte und überzeugt auftretende grün-rote Expertentum im Bereich der deutschen Energiewende merkwürdig vor. Immer öfter schwirrt ein uralter Anwaltswitz durch meinen derangierten Synapsenwald, den ich oberfrech auf zahlenbefreit operierendes und bevorzugt grünes Expertentum im Bereich der Energieversorgung angepasst habe.

 

Liegen ein toter dreibeiniger Hund und ein toter grüner Energiexperte mitten auf der Straße.

Was ist der Unterschied?

Neben dem dreibeinigen Hund liegt ein wissenschaftliches Buch, neben dem grünen Energieexperten ein Gebetbuch

 

 

 

[Nachtrag 14.12.22] Die deutsche Außenministerin muss sich im Moment nicht mit dem 800x800 Kilometer-Projekt nach den Vorstellungen von Herrn Christian Bach herumschlagen. Der Wirtschaftsminister Dr. Robert Habeck verbrachte Zeit in Namibia und dort ist das Projekt Hyphen in der Planung. Ein klassisches Power-to-X-Projekt. Windpropellerchen und Solarpaneele auf einem 100x80 Kilometer messenden Geländestreifen. Oha. Ob die Verteidigungsministerin Frau Christine Lambrecht den Modernisierungsschub bei der Bundeswehr bis dahin anschieben kann? Zur Nachschubstreckensicherung? Der/das in Namibia erzeugte Wasserstoff/Ammoniak muss aufwändig nach Deutschland transportiert werden. Das sind einige Kilometerchen auf hoher See und weit weg von Brunsbüttel. Mancherlei könnte passieren. Piraten? Staatlich organisierte Schiffsumleitungen, um die Energieversorgung des jeweils eigenen Landes sicherstellen zu können?

Wie die Zeiten sich ändern! Ab jetzt muss im Verteidigungsministerium umgedacht werden. Die Freiheit Deutschlands wird statt im Hindukusch zukünftig auf hoher See verteidigt werden müssen? Mit welchen Schiffen eigentlich?

In Folge dieser Gedankenführung über Nachschub-/Rohstoff- Sicherung stürzte in Deutschland in der Vergangenheit der Bundespräsident Herr Köhler. Hier ein Textauszug von Telepolis: "Im Mai 2010 wurde der damalige Bundespräsident Horst Köhler für seine Aussage zum Einsatz des Militärs zum Schutz der Rohstoffversorgung massiv angegriffen und trat in der Folge zurück. Er hatte damals die Meinung vertreten, dass ein militärischer Einsatz im Notfall notwendig sei, "um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen." [Nachtrag]

 

 

 

 

 

https://www.heise.de/tp/features/Bundeswehreinsaetze-zur-Rohstoffsicherung-fuer-E-Mobilbatterien-3903297.html

https://power-to-x.de/hyphen-soll-in-namibia-milliardenschweres-projekt-fuer-gruenen-wasserstoff-entwickeln/

https://static.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2015/Flex-Efficiency/02_Iffert_Praesentation_Flex-Efficiency-Konzept_Kommentar_07042016.pdf

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/november-strom-emission/

https://sciencefiles.org/2020/02/17/klimaschutz-statt-kohleschmutz-steuerfinanzierte-propaganda-aus-berlin-des-ratsels-losung/?highlight=kemfert%20

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1063741642

https://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie

https://www.youtube.com/watch?v=5VAlmsrb7wg

https://www.opel.de/e-mobilitaet/fakten-vorteile/bev-phev-erev.html

https://twitter.com/dunjahayali/status/1588058597073866752

https://https://bahnmops.de/721-energieversorgung-brd-bundestag-kotting-uhl-b90-gruene-angebot-nachfragede.wikipedia.org/wiki/Speicher

https://www.stromdaten.info/ANALYSE/production/index.php

https://www.fanpop.com/clubs/alice-in-wonderland-2010/images/13694760/title/tim-burtons-alice-wonderland-screencap

https://www.youtube.com/watch?v=L-i1QNsS_z0 

https://prozesswaerme.net/wirtschaft-und-unternehmen/22-05-2019-trimet-startet-probebetrieb-fuer-virtuelle-batterie/

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pumpspeicherkraftwerken

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/energiepolitik-2022/515188/wir-bezahlen-den-preis-fuer-die-verschleppte-energiewende/

https://www.net4energy.com/de-de/smart-living/autonom-autark

https://www.mdr.de/wissen/klima-energiewende-stromspeicher-stand-heute-100.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/geld-leben/Energie-Was-sind-virtuelle-Stromspeicher-und-fuer-wen-lohnen-sie-sich-id51183141.html

https://www.sinteg.de/fileadmin/media/Ergebnisberichte/SF2_Flexibilitaetsmechanismen/20220502-SINTEG-SyF2_bf.pdf

https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2020/02/Meldung/News1.html

https://d-nb.info/1128841878/34

https://www.trimet.eu/fileadmin/downloads/de/Nachhaltigkeitsberichte/trimet-nachhaltigkeitsbericht-2019-de.pdf

https://www.net4energy.com/de-de/energie/virtueller-stromspeicher

https://www.dw.com/de/die-fabrik-als-stromspeicher/a-52652439

https://www.youtube.com/watch?v=PBWKRE4Q31E

https://www.youtube.com/watch?v=ExAPKXRRm0M


 

Tags: Wohlstandsverlust, Politwahn, Messen + Murksen

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