hippo attacks xkcd 05.06.2021

Bahngerumpeleien + [Sonntag]


10.10.2016 Wie ich das "liebe". Wie ich das "schätze". Vom Sitzplätzchen gescheucht zu werden. Und dann noch zu Recht. Wie ich das "liebe". Wie ich das "schätze". Keck habe ich heute den 06Uhr41 Doppelstock-IC2 in Koblenz beklettert, um nach Düsseldorf zu gelangen. Im nicht schwankenden Obergeschoss (gibt ja auch keine echten Kurven zwischen Koblenz und Düsseldorf) des IC2 habe ich einen mit --Ggf.reserviert-- gekennzeichneten Sitzplatz in Beschlag genommen. Und werde prompt in Köln HBf von einem netten jungen Mann und seiner im Display des iPhone präsentierten digitalen Ticketeinheit mit Reservierung vom Plätzchen gescheucht. Er ist völlig im Recht. Wie ich das "liebe". wie ich das "hasse". Wenn andere Recht haben.

Dann eben stehen bis Düsseldorf HBf. Im völlig überfüllten IC2. Ich bin überrascht ob der Fülle des Zuges.

Heute ist Weiterfahrt mit einem Grusel-RE nach Ratingen angesagt. Ein bisschen EDV-Gedöns einrichten. Dieser Ticketerwerb für jedweden Grusel-RE geht mir sowas von auf den "Zeiger". Zickende Automaten, umringt von nervlich-flatterigen Fleischpäckchen, im Untergeschoss des HBf. Jojoh, bis da jeweils eine Fahrkarte ergattern werden kann, das kann dauern. Und wie immer rast die Zeit davon. Die Umsteigezeit von 12 Minuten vom IC2 zum Grusel-RE reicht ganz knapp für das Ticketkaufen. Gaaaanz knapp.

Die Rückfahrt vom Bahnhof Düsseldorf Flughafen, fahrkartenmäßig zu organisieren mit den Ticketautomaten im Obergeschoss (Das Obergeschoss ist eine glasummantelte Gleisüberführung, mehr ist das nicht), baut bei zwei defekten Automaten von gesamt fünf Automaten ungemein das Seelenleben eines Fleischpäckchens auf. Im Display des einen Ticketautomaten blinkert der Cursor des bootunwilligen SteinzeitWindowsBetriebssystems verzweifelt vor sich hin. Das Display des anderen Ticketautomaten ist vor lauter Scham gleich völlig dunkel. Digital darkness.   

Mit reichlich Glück ergattere ich ein Ticket und, oh Wunder, der angekündigte Grusel-RE nach Düsseldorf HBf rollt fast pünktlich ein. Und schon rollt das Ungetüm aus dem Bahnhof. Mit mir an Bord. Ich habe heute eine unglückliche Planung, denn der nächstverfügbare Zug ab Düsseldorf mit Ziel Koblenz ist wieder ein Grusel-RE. Der 17Uhr01 RE. Wie schon einmal beschrieben, jeder Kakerlakenzüchter hätte seine helle Freude daran, wenn seine Zuchtkäfige dermaßen mit den schabigen Teilchen bevölkert wären. Echt. Ich ergebe mich in mein Schicksal und lasse mich bis Koblenz im besagten Grusel-RE transportieren. Eingehüllt in ein Fleece sowie einen Mantel überstehe ich den supergekühlten Grusel-RE. Am Ende der Tour stehen 10 Minuten Verspätung auf dem Display. Stimmt ausnahmsweise mit der Echt-Verspätung überein.

Aussteigen.

Feierabend.

12.10.2016 Die Rolltreppen am Bahnsteigdoppel 4/5 rumpeln lautstark vor sich hin. Das hört sich immer noch nach ausgeschlagenen Getriebezähnchen an. Naja, irgendwann, wenn es zuwenige Zähnchen sind, wird die Motorachse durchdrehen und hui schreien. Aber keinesfalls mehr die Rolltreppen antreiben können. Dann dreht das Teil völlig durch. Bald werden wieder die Absperrgitter die Fleischpäckchen zum Treppensteigen zwingen.

Der 06Uhr05 Stahlwurm kurbelt sich aus dem Bahnhof Koblenz und munter brezeln wir bis HBf Düsseldorf. Keine Hindernisse, kein Weichensuizid, kein Oberleitungsabbriss. Nein, alles wunderbar.

Die Rückfahrt trete ich mit dem um 50 Minuten verspäteten IC-Stahlwurm mit regulärer Abfahrtszeit um 16Uhr27 ab Düsseldorf an. Nicht dass ich auf dieses Monstrum hätte warten müssen. Nein, nein, die BahnApp hat mir diese gigantische Verzögerung bereits auf dem Arbeitsplatz verkündet und flugs nutzte ich die nächste U-Bahn des lokalen Gleisbeschickers, um zum HBf zu kommen. Es sind dann 55 Minuten Verzögerung bis zum Verlassen des HBf Düsseldorf. Auch gut. Im Bistrowaggon gibt es reichlich Platz für ein Notebook und mich sowie ein kleines Tässchen Pils. Ich bin Flaschenkind und die Brühe aus dem Zapfgerät [die behaupten nach wie vor, es sei Bier, was da rausfließt aus dem Zapfhahn. Mit der Konsistenz eines Kaloderma-Duschbades raustriefelt ] im Bistro kann ich gar nicht ab.

Alles gut. Wir rütteln und schütteln uns über das Gleis in Richtung Süden. Heute besonders rüttelig und schüttelig. Entweder wir sind geschwindigkeitsmäßig weit über der Standardgeschwindigkeit und wenn ich so rausgucke, könnte ich das nur bedingt bestätigen. Oder die leicht erhöhte Geschwindigkeit in Verbindung mit dem ausgelutschten Waggonunterbau sorgt für Bewegung auf den Bistrotischen: Gläser und Flaschen müssen von den Fleischpäckchen fest umklammert werden. Gefahr im Verzug. Wer will schon sein Getränk auf den Boden klatschen lassen. Keiner.

Stand der Verspätung: 57 Minuten. Da werden sich bestimmt noch ein Verspätungsminütchen heranwanzen wollen. Abwarten.

Endstand in meinem Endbahnhof Koblenz: 61 Minuten.

Die von deutschem Staats-/Steuer- Geld mitfinanzierte Hetzseite der Amadeu-Antonio-Stiftung ist weiterhin offline. Wunderbar!
Diese Gruselecke im World-Wide-Web: Deutschlands vom Steuerbürger mitfinanzierte Hetzseite 0.

Das vorverlegte Wochenende beginnt.

Jetzt.

Wochenendunterbrechung.

Am Sonntag musste ich diese Pressemeldung 1 auf mich wirken lassen. Von selbst bin ich da nicht drauf gestoßen, sondern die Information habe ich von dieser Webseite gemopst 2. Die MOPO als misslungener Versuch eines Presseerzeugnisses taugt grundsätzlich [ ebensowenig wie die Bildzeitung ] nicht als valide alleinige Informationsquelle für einen ernsthaften Diskurs über das Thema "Hatespeech und Konsorten". Irritierend ist das Wortklingeln des grünen Justizsenators bei dem aufgeführten Punkt 

Shitstorms mit illegalen Inhalten sollen als „bandenmäßige Straftat“ gelten. – Quelle: http://www.mopo.de/24918562 ©2016

  -----> Shitstorms mit illegalen Inhalten sollen als "bandenmäßige Straftaten" gelten -- . Angeblich lesen nicht wenige Mitbürger in Hamburg die MOPO. In dem Artikel der MOPO ist außerdem zu lesen:

ZitatBeginn
"Till Steffen zur MOPO: „,Hate Speech’ wirkt vor allem, wenn sich viele beteiligen, und das wissen die Schreiber ganz genau. Diesen Effekt lässt das Strafrecht bisher unberücksichtigt. Hier sehe ich Handlungsbedarf, ähnlich der bandenmäßigen Begehung von Straftaten im realen Leben. So wie die Situation aktuell ist, darf sie nicht bleiben.“ – Quelle: http://www.mopo.de/24918562 ©2016 "
ZitatEnde

Ob der grüne Justizsenator dann auch den Verursacher eines möglichen Shitstorms zur Rechenschaft zieht, wenn er Heiko Maas heißt? Der, ja genau der, bei Twitter die 2 Mrd € Flüchtlingsausgaben mit den Worten verblümte, dass NIEMANDEM etwas weggenommen worden sei mit dieser Euronenausgabe? Dem Gläubigen im MinisterRang, der Ressourcen für unbegrenzt hält und nur noch diejenigen Deppen sucht 3, die das glauben? Das ausgegebene Geld wurde zuvor erwirtschaftet und nicht schnell aus der Wochenendcharge der EZB-Quick-And-Dirty-Druckpresse abgefischt und bei den Flüchtlingen verteilt. Demzufolge wurden die 2 Mrd € mindestens "individuell verteilt" und jetzt stehen besagte 2 Mrd € eben nicht mehr den Erwirtschaftern in irgendeiner Form zur gemeinsamen Verfügung. So realistisch sollte auch dieser Minister diesen Vorgang einzuschätzen wissen.

Den Einsatz der 2 Mrd € halte ich grundsätzlich für sinnvoll.

Nicht aber das Gelabere eines Ministers wie oben angeführt. Beileibe nicht. Da wächst im schlimmsten Falle die Zuwanderung zur AfD bei den sich schlicht verarscht fühlenden Mitbürgern. Klare Ansage, klare Position, bei diesem Minister derzeit nicht zu finden, oder?

Zurück zum grünen Justizsenator in Hamburg. Ich schlage die Ergänzung der Forderungsliste mit einem zusätzlichen Punkt vor ---> Twitteraussagen falschen Inhalts von deutschen Ministern zur Täuschung der Bevölkerung sollen als "EinzelStrafTaten" besonders intensiv verfolgt werden. Bei schweren Verfehlungen wird die sofortige Entziehung der Amtsgeschäfte bei dem der Täuschung verdächtigen Minister bis zur Aufklärung aller Vorwürfe angeordnet.

Wort zum Sonntag
Wer als Minister nicht mehr denkt, wirkt sehr ferngelenkt.

Wobei Fernlenkung nur solange funktioniert, bis die Batterien im ferngelenkten Objekt UND/ODER die Batterien in der Fernsteuerung über keine ausreichende Energie mehr verfügen. Bei Zero-Batteriestand im ferngelenkten Objekt stürzt das ferngelenkte Objekt einfach ab. Bei Zero-Batteriestand in der Fernsteuerung stürzt das ferngelenkte Objekt nicht sogleich ab, sondern irrlichtert unter Umständen am Firmament herum.

Irgendwann ist aber endgültig Schluss.

Patsch, Bumm, Crash, Zischel, Qualm, Kreisch, Fackel, Rauch.

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0 Link führt zu neue-rechte.net
1 Link führt zu MOPO online mit Artikel vom 14.10.2016
2 Link führt zu danisch.de mit Artikel vom 15.10.2016 11Uhr14
3 Link führt zu tichyseinblick.de Artikel vom 12.10.2016


Tags: Politwahn, Bahnunwesen

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