Atomuhr, Doppelstöcker, Körperpflege + Orgelpfeifen [Update]


18.04.16 06Uhr05 Abfahrt Koblenz HBf, der startbereite Intercity rumpelt ohne Waggon drei los. Dafür bietet Waggon fünf eine angenehme Temperatur. Yeap, kein LuftDruckIchBrauseDichAnStrom aus den Schlitzen der Klimaanlage. Vor der Abfahrt meines StahlWaggonVerbandes durfte ich auf Gleis drei einen in beeindruckender Stille vor sich hinschweigenden echten Schlafwagenzug beobachten. Ultraleise brummelt der vor sich hin, alle Scheiben dunkel, es schwummert lediglich die Beleuchtung im Einstiegsbereich der Waggons vor sich hin. In welcher Kabine da wohl der Steward [ nennt man die eigentlich so? ] sich aufhalten darf? Ob da um die Uhrzeit schon jemand Brötchen schmiert und die Kaffeekannen befüllt? Gibt es da überhaupt Service? Schade, dass ich da nicht vor der Abfahrt meines Intercity mal reinhüpfen konnte.

Die soeben heranbretternde Kontrolleurin gehört auf jeden Fall zur Menge der Hartblondinen. Auweiah, hier und jetzt ist die Chefin aller Hartblondinen unterwegs. Kein Echtblond, nö nö, das Blond aus dem Dorffriseurladen. Genau das. Das Verziehen der Mundwinkel aus der -- Wicht, knie nieder, was willst Du denn hier -- Position gelingt nur mit allergrößter Willensanstrengung. Entweder hat im Keller des Dorffriseurs bei der letzten QuartalsBotoxFete die angelernte Spritzkraft die Dosierung falsch gewählt oder aber es ist der Kontrolleurin schon bei der Geburt mitgegeben worden. Wer weiß das schon? Diese Missachtung, in den Mundwinkeln sitzend, erfährt die Fortsetzung in den Augen. Ein Augenpaar, jederzeit einsetzbar für einen GruselHorrorFilm. Brrrrrhhhh. Bibber. Und das im Dienstleistungsgewerbe! Dem vertikalen ordentlichen Dienstleistungsgewerbe des FleischVerschiebers DB. Oder hat diese Hartblondine die Kündigung des SM-Studios nicht verkraftet und konnte als Seiteneinsteigerin bei der DB noch reinschlüpfen?

Warum mir jetzt da ein kleines Wortspielchen über die Synapsen vibriert, kann ich überhaupt nicht erklären. Gruppentechnisch bin ich ein DINK [ DoubleIncomeNoKids ], aber gleichzeitig ein DINA [ DoubleIncomeNoAssets ]. Warum fällt mir das jetzt gerade so ein? DINK gilt zuweilen für Mitmenschen, welche als Paar, jeder mit einem Job versehen, keine Probleme mit Geld haben sowie im Regelfall ansehnliche Vermögenshügelchen bauen können. Ich habe aber keine Hügelchen. Geldhügelchen. Ist ein DINA ein gescheiterter DINK? Oweh. Bin ich gescheitert wie die Hartblondine? Wobei: Asset kann sowohl dem Begriff Vermögen  zugeordnet werden als auch dem Begriff Kernkompetenz 0 . Der letztere Begriff erzeugt bei mir regelmäßig Schüttelfrost, damit will ich nix zu tun haben. Alle Begriffe, in denen -- Kompetenz -- aufploppt, wohnen für mich in einer gaaaanz großen Kristallkugel. Und davor sitzt die Wahrsagerin. Hinten rechts auf dem Jahrmarkt. 

Die Rückfahrt mit dem 16Uhr27 Intercity ab Düsseldorf HBf verzögert sich um zehn Minuten. Warum eigentlich? Will wieder kein Bahnmitarbeiter das Durchsagemikrofon in die Hand nehmen und den Fahrgästen die Grundinformationen mitteilen? Immerhin hält das Stahlgewürm ordentlich. Die Waggonreihung stimmt und ich hüpfe in den Waggon mit Bistrokennzeichnung rein. Das eisige Händchen der WaggonBelüftung schwappt durch das Bistroabteil. Brhhhh. Immerhin: Sehr freundliche Bistromitarbeiterin. Weiteres Verharren im Kölner HBf, hier immerhin verkündet die Lautsprecherdurchsage die standardisierten Störungstextbausteine [ Wie gehaltvoll: Störung im Betriebsablauf ]. Details wie immer unwichtig, könnten die Fahrgäste überfordern. Reisen soll doch Spaß machen. Überlastet den Fahrgast sowieso.

Den Begriff Kommunikation haben die jüngst zum Rapport bestellten dreitausendvierhundert Manager!!! der DB sowieso gestrichen. Sowohl formal als auch inhaltlich. Sowas geht beim Fressen und Saufen im Pfadfinderklub aber immer. Kommunikation in der verschworenen Truppe. ABER DOCH NICHT MIT DEN FAHRGÄSTEN. Never. Um 17Uhr05 bewegt sich noch immer kein Zug. Kommen wir heute überhaupt noch aus Köln raus? Ich kalkuliere mal plus zwanzig Minuten. Waiting -- Waiting - Waiting. Der analoge Uhrzeiger schrammt bei 17Uhr10 vorbei, yeah, wir starten ja doch. Es ist 17Uhr12. Die BahnApp auf dem Mobilgerät verkündet fünfzehn Minuten Verzögerung. Real sind es neunzehn Minuten.

Ja ja, die Zeitwahrnehmung bei der DB. Ganz eigene Welt. Gänzlich abgekoppelt vom Rest der Welt. Die DB hat eine selbstgebastelte AtomZeitUhr, zusammengenietet von der BastelGruppe -- LöteDasBit -- [ Fritz da hinten das Bitschräubchen hat ein offensichtlich beschädigtes Gewinde, zieh doch mal die Brille auf, Fritz!!! -- reicht aber für uns, verspiiieeeelt sich doch eh Alles ]. Die BastelGruppe wohnt im Bahntower in Berlin. Unten im Keller natürlich. Ein Team voller individueller IT-SchraubExperten, zusammengeklöppelt aus den Freiberuflern der Berliner ITStartUpSzene. Jener StartUpSzene, welche mit finanzieller Unterstützung [ Qualifizierungsmassnahme aus dem Haushalt unserer regierungsbestellten InternetFachFrau Geesche Jost ] 1 zur Senkung der Arbeitskosten bei der DB beiträgt? Geesche Jost, was/wer ist das denn überhaupt? Naja! Die ausgewiesene Spezialistin! Die mit den gehäkelten SmartphoneHüllchen. Gekraucht aus dem GenderMainstreamSumpf? Die bemüht ist, der Informationstechnik den GenderStrumpf überzuziehen. Immer dasselbe, mit Labern Penunze ranschaffen. Gruselig.

Patsch, Knall. Oh mein Gott, hoffentlich stromert jetzt kein politicalCorrectnessJunkie aus dem Hause Bertelsmann hier rum. Oder gar ein FacebookReinigungsTeamMitglied aus dem Hause Arvato. Gehört ja auch zu Bertelsmann. Verpetzt der/die mich an die Liz Mohn? Die aus dem geheimen Regierungsteam von Frau Dr. Angela Merkel?

Schauder.

Bei der Weiterfahrt huschen da aus verschiedenen Ecken noch getarnte weitere Verzögerungsminuten hinzu. Letztendlich sind es fette neunundzwanzig Minuten Verspätung beim Aussteigen aus dem Intercity im HBf Koblenz. Satt.

20.04.16 Sondertermin außerhalb von Düsseldorf ist angesagt. Ich wähle den Intercity mit Abfahrt 06Uhr41 HBf Koblenz. In voller Pracht steht hier ein Vertreter der neuen IntercityFlotte. Ein Doppelstöcker. Sieht aus wie ein aufgerüschter RE. Silbern statt Rot. Eine Inspektion ist angesagt: Die Sitzlehnen sind neigungsverstellbar, ein filigraner Kunststoffgriffring [ ohne Innenbeleuchtung ] rechts unterhalb der jeweiiligen Sitzfläche ermöglicht dies. Zwischen den Doppelsitzen der vorderen Sitzreihe dann der auf Augenhöhe aufgebeppte und allseits bewährte und nicht mehr wegzudenkende QR-CodeBepper mit der Aufforderung -- Bitte beurteilen sie ihre heutige Fahrt --. Also das Smartphone wahlweise Tablet mit der Kamera draufhalten - kruschtel, die QR-CodeApp beginnt zu werkeln -- die Webseite wird aufgerufen und der Kommentar kann abgeworfen werden. Wowh! Echtzeitkommunikation mit dem StahlContainerVerschieber möglich? Oder nur ein WirLiebenKundenDatengrab? Das wird ein Langzeittest werden. Übernimmt die Auswertung/Zensur vielleicht die Schlingeltruppe von Arvato? Wer weiß. Die DeutschlandInternetSauberHaltTruppe im Einsatz? Mir wäre ein Reinigungsteam für den physisch präsenten Zug ja lieber. 

Bei den in die Fensterscheibenführung zusätzlich eingelassenenen Jalousien hat es nicht zu geteilten Jalousien gereicht. Wenn die Sonne also blendet, dann erwischt es immer zwei hintereinanderliegende Fahrgastsitzreihen mit der Verdunklung. Wenn denn da der Fahrgast die Jalousie runterzieht. Gruppenverdunkelung. Und sowas bei der anspruchsvollen Kundschaft. Gezänk und Gestreite werden die Folge sein. Gaaanz bestimmt. Keine Klimaanlagenschlitze unterhalb der Fensterscheiben. DAS ist ein Mehrwert, eine echte Wohltat. Es ist angenehm warm. Die zwischen der vorderen Doppelsitzreihe bisher mittig im unteren Bereich untergebrachte MikroMiniMüllschale ist verschwunden. Gottseidank. Endlich ist diese Designerfehlgeburt weg. Da passten ja gerade mal vier zusammengeknüllte Tempotaschentücher rein, wahlweise eine modernde Bananenschale. Statt dessen geradezu voluminös anmutende Müllbehälterchen pro ZweierSitzGruppe, welche unterhalb des jeweiligen Fensters angebracht sind UND nicht die Bewegungsfreiheit stören. Ich meine die Bewegungsfreiheit Normalgewichtiger. Die Kleider/Mantel/JackenHaken sind im oberen Stockwerk des Zweistöckers allerdings äußerst gewagt angebracht: Wenn da ein/e Mantel/Jacke aufgehängt wird, dann ragt der/die Mantel/Jacke mittig in den dem ZwischenGang zugeordneten Sitz rein. Ahah. Verhüllung des Fahrgastes auf eigenartige Weise. Oder firmiert das eventuell unter dem Begriff -- DB-Burka 2 --, dem deutschen Gegenentwurf für ausländische Verhüllungstechniken? Echt? Nach dem erfolgreichen Verstecken von ganzen Waggons [ mobile Terrorcamps ] setzt sich das bei den neuen Zügen im Inneren fort? Da müssen die Sicherheitsbeauftragten des Konzerns UND die TerrorAbwehrSpezialisten des BND allesamt wieder zuviele "Absacker"3 eingetütet haben, als dieses Design abgesegnet wurde. Ich sag es ja, Fressen und anschließendes Saufen tötet den Willen zum Umsetzen eines irrlichternden Qualitätsmanagements. Die Prozesse fallen unter den Tisch, zusammen mit den Prozessbeteiligten. Bumm-Klatsch. Anschließend sind die Kopfdellen noch größer. Und mit der Erfüllung einer möglichen ISO hat das auch nichts mehr zu tun.

Da der Zweistöcker kein profaner rechteckiger Kasten auf Rädern ist, sondern im oberen Aufbau statt der Ecken eben Rundungen aufweist, bleibt dem Fahrgast im Obergeschoss nur übrig, den/die Mantel/Jacke in die immerhin vorhandene Gepäckablage (gelocht), welche bewährt über die gesamte Waggonlänge läuft, zu stopfen. Die Klapptischchen, jeweils montiert an der Rückseite der vorderen Sitzreihe, verfügen über herausziehbare Metallrähmchen, um die Auflagefläche des jeweiligen Klapptischchens für zum Beispiel Notebooks zu vergrößern. Für Getränkebehälter eher unpraktisch. Selbige fallen bei dem U-förmigen Metallauszieher einfach durch. Wo Nix zum Draufstellen, dort eben Plumps. Die Finanzmittel müssen arg eng bemessen worden sein, dass es nicht mal zu einer HerausZiehPlatte gereicht hat. Spacig aussehen, aber Funktion im Suffdesign völlig aus den Augen verloren, gelle?

Pünktliche Einfahrt in den HBf Köln. Schwapp, wir verlieren volle zehn Minuten und der StahlContainerVerband verharrt am Bahnsteig. Warum nur? Das wird superknapp mit der geplanten Weiterfahrt mit dem RE nach Flughafen-Bahnhof. RE-Ticket online buchen und QR-Code auf dem Mobilgerät bei der Kontrolle vorzeigen können? Nö, geht ja nicht. Warum immer noch nicht? Rennen in das Untergeschoss zum Fahrkartenautomaten. Für nicht Behinderte gerade mal so zu bewältigen. Der Rest darf nach dem erfolgreichen RE-Ticket-Kauf auf dem Gleis herumlungern. Bei den wahlweise qualmenden Aschenbechern. Lagerfeuerromantik 2016.

Die Rückfahrt plane ich mit dem Intercity Abfahrt 14Uhr27 HBf Düsseldorf. Mit vernachlässigbaren fünf Minuten Verspätung gleitet der besagte Intercity in den Bahnhof. Das Bistro menschenleer [ bis auf die Servicekraft ], aber megawarm. Das Bahnwandern beginnt und wir halten in Köln-West. Ein Besichtigungshöhepunkt ist die Haltestelle in Köln-West wohl. Für Bahnwanderer. Was gibt es hier Besonderes? Natürlich gar nichts. Ein Güterzug hat Vorfahrt erhalten und ich beginne mit dem Waggonzählen. Was man halt so tut, wenn sich was vor der Waggonscheibe tut. Menschen sehe ich keine auf der Haltestelle Köln-West herumwieseln. Vierzig Container plus die Lok [ das rote Monster ] erhalten Vorfahrt. Brumm, schepper, vibrier.

Hmmm, tatsächlich immer öfter Ware vor Zweibeiner.

Beschweren tut sich keiner, weder die Container über die Bevorzugung noch die Zweibeiner über die nächste Verzögerung. Die Sonne scheint. Es wird doch kein geheimgehaltener Zwangsstopp für die überhitzten Radachsen des Intercity sein. Bestimmt nicht. Kann nicht sein. Es ist noch nicht Hochsommer. Im Hochsommer erst wird RadachsenÜberhitzung [ wahlweise: Laub, Wasser, Gleisverformung ] ein Thema werden. Viel zu früh jetzt für derlei Störungen. Die Verspätung bis Koblenz HBf klettert auf schlußendliche zwanzig Minuten. Die MobilgeräteBahnApp faselt was von fünfzehn Minuten. Jaja, die DB-Atomuhr. Jaja.

21.04.16 06Uhr05 Abfahrt Koblenz HBf. Pünktliche Abfahrt. Ein außergewöhnlich freundlicher Kontrolleur schwebt durch die Waggons. Keine weiteren Vorkommnisse. 
Die Rückfahrt mit dem Intercity Abfahrt Düsseldorf HBf 18Uhr27 verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Das verschlägt mir glatt die Sprache. Der 18Uhr27 ohne Vorkommnisse? Ich bin geplättet. Dieser Geisterzug?

22.04.16 06Uhr05 Abfahrt HBf Koblenz mit dem Intercity aus der Wirtschaftswunderzeit. Nix Neugerät. Turbinenartige Luftwirbel aus den Stahlschlitzen unterhalb der WaggonScheiben. Mantel drauf. Keine weiteren Besonderheiten.

Die Rückfahrt erfolgt heute mit dem 17Uhr49 Intercity ab Düsseldorf HBf. Hey, zum zweiten Mal in dieser Woche mit einem neuen Doppelstöcker. Auf geht es zum Nachtesten in die Erdgeschosseinheit des Doppelstöckers. Zuerst ein Nachtrag zum Einstiegsbereich: Die unterste Stufe bei den herausfahrenden Einstiegsstufen liegt weit unterhalb der Bahnsteigkante. Ist das jetzt eine Verbesserung gegenüber der bei den alten Intercity fehlenden untersten Stufe? Und warum ist das so? Wer hat das geplant? Gut, der Vorteil ist, dass man sich jetzt die Gehwerkzeuge verstaucht bei fehlender eigener Koordination und nicht zwischen Zug und Bahnsteigkante und dann auf das Gleis selbst rutscht. Also irgendwie reduzierte Gefahr. Eventuell schwer verletzt statt völlig zerquetscht. Nun gut. Im Erdgeschoss des neuen Doppelstöckers weist die Standardaufhängevorrichtung für den/die Mantel/Jacke nicht den Mangel des Obergeschosses auf. Die Ablagen oberhalb der Sitze sind jedoch auch hier nicht für Reisekoffer geeignet. Ob da bei Vollbesetzung die mittig im Waggon eingebauten Kofferbuchten ausreichen werden? Oder reist alles nur noch mit Laptoptaschen herum? Die Beleuchtung hinter den mattierten durchgehenden oberhalb der WaggonScheiben angebrachten Beleuchtungsstreifen sind wohl mit LED ausgestattet. Ähnelt sehr einem gestreckten weißen Weihnachtsbaum. Punktleuchten hinter Mattscheibe, ganz der Langlebigkeit der Leuchtdioden zu verdanken und enorm energiesparend im Betrieb.  Die im Doppelstöcker verwendeten Reservierungsanzeigen verwirren mich. Nur noch der Text -- Reserviert -- zu erspähen. Ist das die praxisnahe Zukunft? Ohne den Hinweis mit den grundlegenden Informationen [Ab wo bis wohin? ]. Sind Fahrgäste doch so gewohnt bei den alten Teilen aus der Wirtschaftswunderzeit. Die grundlegende Information [ Ab wo bis wohin? ] stellt eine große Hilfe auch für Pendler dar. Oder wird das nachgerüstet? Wann? 

Das legendenumwobene Bistro, welches in den alten WirtschaftswunderzeitZügen mitrollern/wohnen durfte, wurde natürlich bei den Doppelstöckern gleich ganz abgeschafft. Jibbet nicht mehr in den funkelnden Neuschöpfungen des Bahnbetriebes. Ganz abgeschafft stimmt aber nicht so ganz, denn laut Pressemitteilung des StahlContainerVerschiebers DB wird es, da schlabbert meine Zunge vor lauter Aufregung schon, laut Zitat " auf ausgewählten Strecken einen mobilen Service auch in der zweiten Klasse " geben. Was eine Granatenmitteilung. Auf ausgewählten Strecken AUCH für die Holzklassemitglieder, kolossale Leistung! In welcher gruppendynamischen Sitzung wurde denn diese Entscheidung gefällt? Diese Sitzung gab es vermutlich nie, das haben die kommunikationsunfähigen/-unfreudigen/kundenorientierungsbefreiten/gedanklichdurchgegenderten Manager per SMS beschlossen. Denn DIE fahren höchstens auf der Kurzstrecke mit. Mit ihrem kleinen "Apollifläschchen" 4. Und überhaupt: Wir sind doch kein Konzern der Kommunikationsfreude. Wir doch nicht. Unser Motto: Fahrgäste = Päckchen. Wozu haben wir denn die ganzen nervtötenden Kurse im Segment Medienbildung besucht? Wird im Internet doch genauso gehandhabt, oder? Da gibt es auch nur Päckchen. 

Kommt doch mal wieder runter. Auf den Gleisen ist nicht gleich im Internet. Setzt die blauen Pillen ab und mampft wieder Äpfel.

Daaas tut gut.   

25.04.2016 Er will nicht. Er will einfach nicht. Losfahren. Der 06Uhr05 Abfahrt-Wirtschaftswunderzeitzug-HBF-Koblenz. Wir haben 06Uhr11 und der StahlContainerVerband steht immer noch am Gleis fünf herum. Wohlbemerkt: Das ist der Startbahnhof dieses Zuges! Das ist keine Haltestelle/Bahnhof eines schon auf Reisen befindlichen Zuges! Wird der Lokführer vermisst? Konnte der vorgeschriebene Bremsentest nicht abeschlossen werden? Grmmmppfff.

Um 06Uhr12 rollen wir gemächlich los. Der Hauptbahnhof mit der schlechtesten Pünktlichkeitsbewertung in der Republik, HBf Köln, stülpt nochmal zehn Minuten drauf. Ankunft in Düsseldorf HBf mit siebzehn Minuten Verspätung.

Well done.

Bahnfahren nähert sich zuweilen immer mehr einer Unterhaltungssendung. Quatsch, einer Comedyveranstaltung. RTL [ Rammeln, Töten, Lallen ---> Bertelsmann hat Anteile ] müsste die KameraTeams seiner ZombieVorführSendungen nur ganzjährig zum Bahnreisen zwingen, dann hätten die Filmmaterial für Umme. Statt Dschungelcamp dann eben ein neuer Arbeitstitel: Bahncamp. Teilnehmende sind die Fahrgäste und die StahlContainer sind nur die Bühne. Auf gehts. Zum Wahnsinn. Zur Hygiene. Zur Eigenliebe. Deutschen Eigenschaften.

Lets go on: In Remagen steigt die mir vom Sehen seit Jahren wohlbekannte Dame ein, welche zielgerichtet den Doppelsitzplatz auf die eigenen Bedürfnisse zurechtbiegt/zurechtrichtet/abrichtet. 

Phase 0: Der eigene Sitzplatz ist immer der Sitzplatz an der Gangseite. Immer. Weil: Wenn es brennt und so und überhaupt......
Phase 1: Minirucksack auf den Sitz am Fenster platzieren + öffnen-----> weitverbreitete Taktik: verhindert sehr oft die lästige Nachfrage bei Mitreisenden, ob denn der Platz frei sein könnte.----> gibt bestimmt eine Studie darüber.
Phase 2: Desinfektionstuch Nummero Eins aus der Familienpackung zerren und beide Klapptischchen desinfizieren [ Rundumpflege: auch die Umlaufkanten werden intensiv bewischelt ]
Phase 3: Nach kurzer Zeitspanne [ Regt sich da noch was Bakterielles? ] mit Desinfektionstuch Nummero zwei nochmalige Reinigung der beiden Klapptischchen
Phase 4: Aufbau Frühstücksmodule [ Brötchen sowie Äpfelchen plus Thermosbehälter ] auf dem Klapptischchen an der Waggonfensterseite
Phase 5: Aufbau Arbeitspapiere [ ordentliche farblich kodierte Heftereinheiten ] plus Schreibgerät auf dem anderen Klapptischchen
Phase 6: Entnahme Bürste für Haarpflege/Haarsortierung [ das Modell hat meine Mutter immer zum Kämmen der CockerSpaniel genommen - Bürste sieht aus wie ein Igel mit Haarausfall --  aber stabile lange Einzelborsten ]
Phase 7: Ausführliche Haarpflege, seeehr ausführlich, bestimmt gibt es von Wella ein Anleitungsvideo hierzu
Phase 8: Auskämmen der Bürste auf den Zwischengang - supergründliches Auskämmen -
Phase 9: Verstauen der Bürste + Beginn der Arbeitspapierdurchackerung

Ich protestiere innerlich. Mir fehlt das Tischdeckchen. Und ein kleines Blümchen dazu.

Obacht, HBf Bonn naht. Aller Wahrscheinlichkeit nach steigt hinzu: der Zuuutschler . Obacht. Jawoll, ER steigt ein. Die Show geht gleich los.

Phase 0: Der eigene Sitzplatz ist immer der Sitzplatz an der Gangseite. Immer. Weil: Wenn es brennt und so und überhaupt......
Phase 1: Super fettigen Minirucksack auf den Sitz am Fenster platzieren + öffnen-----> weitverbreitete Taktik: verhindert sehr oft die lästige Nachfrage bei Mitreisenden, ob denn der Platz frei sein könnte.----> gibt bestimmt eine Studie darüber.
Phase 2: TelefonOhrenSteckGerät am rechten Ohr wird jetzt montiert. ER sieht jetzt aus wie - KleinRobottiMitFernsteuerung -
Phase 3: Tablet wird auf dem heruntergeklappten Tischchen platziert + SEIN Surfabenteuer beginnt
Phase 4: ER zuuutschelt! Das Geräusch klingt wie eine Mischung aus Schnalzen und dem Sauggeräusch für Unterdruckerzeugung, um den kariösen Backenzahn von SpeiseResteGlibber zu befreien
Phase 5: Der Takt des Zuuutschelns------> digital gemessen und hiermit bezeugt: 40 Sekunden
Phase 6: Jemand muss wohl anrufen, das bisher verborgene Handy wird herausgezogen
Phase 7: Zuuutschelpause, das Gespräch wird mit dem zur Waggonscheibe geneigten Kopf in relativ leiser Lautstärke geführt
Phase 8: Telefongespräch beendet -------> ZuuutschelnTaktung beginnt wieder
Phase 9: Kein Ende abzusehen ----> wie hält das der Backenzahl bloß aus?
Phase 10: Der Intercity hält in Düsseldorf HBf------> viele Fahrgäste steigen aus, ER auch
Phase 11: Das Tiefgeschoss im HBf bietet keinen Schutz in diesem Fall
Phase 12: Der Zuutschler steht neben mir in der U 79. Keine Zuutschelgeräusche. Gar nix. Was einen fettigen Rucksack ER doch hat.

Gegenwehr im Winter erfolgreich eingesetzt: Krautsalat mit Speck mit mindestens einem Tag ZiehZeit und dann in ein Tuppagefäß eingefüllt. Wenn Zuuutschler in unmittelbarer Nähe den Sitzplatz wählt, besagtes Tuppagefäß aus der Vorratstasche entnehmen und den Deckel aufreißen. Wie bei der Enthaarung im Kosmetikstudio. Wachsstreifenabziehen. Das muss schnalzen beim Abziehen des Deckels.

Der Geruch vertreibt IHN tatsächlich.

Aber nur wenn er in der Nähe zum Sitzen kommt. Wobei das ZuuutschelGeräusch mit steigender Entfernung dramatisch an Wirkung verliert. Gottseidank.

Und munter geht es weiter im HBf Köln. Mit in dieser Spielerunde: Ein Mann, seine Finger und Nivea.

Es geht los..............

Phase 0: Bevorzugter Sitzplatz ist der Tischblock. Für vier Personen. Welche pärchenweise am Tisch sitzen.
Phase 1: Der gewählte Sitzplatz des Herrn ist auch hier der Sitzplatz an der Gangseite
Phase 2: Minirucksack [ natürlich ein Vaude, pffff ] wird auf dem Sitzplatz am Fenster platziert + geöffnet
Phase 3: Eine gigantische NiveaDose wird auf dem Gruppentisch geöffnet.
Phase 4: Ein DoppelFinger der rechten Hand wird in die NiveaDose gerammt und das aufgenommene Material auf dem Gesicht aufgetragen
Phase 5: Intensives Verreiben der überrreichlich vorhandenen Crememenge ----> Backenbereich rechts [ tja, die hängen schon ein bisschen ], Nasenflügel rechts, Kieferunterbereich rechts
Phase 6: Nochmal ein Doppelfinger [ andere Hand ] wird in die NiveaDose gerammt und das aufgenommene Material auf Gesicht sowie Stirn aufgetragen
Phase 7: Intensives Verreiben der überreichlich vorhandenen Crememenge -----> Backenbereich andere Backe, Nasenflügel andere Seite, Kieferunterbereich andere Seite
Phase 8: Filigran wird ein weiteres Tupferl NiveaCreme aufgenommen ----> Logo, die Stirn fehlt doch noch ----> ja aber auch......bloß nix vergessen
Phase 9: Intensives Verreiben der vorhandenen Cremmenge
Phase 10: Da fehlt doch noch was, oder? Erneute Cremeaufnahme aus der NiveaVorratsdose
Phase 11: Uiiih, uihhh, jetzt kommt der Hals dran. Aufgepasst. Jaaaaaaa, bis zum Kragenansatz runter. Jaaaaaaa. Gaaaanz intensives Reiben. Jaaaaa.
Phase 12: NiveaDose wird verschlossen
Phase 13:Turnübung beginnt----> Beide Hände in ayurvedisch-anmutenden Kreisbewegungen im Einsatz zum nochmaligen Einreiben des Gesichtes
Phase 14: NiveaDose wird in Minirucksack verstaut
Phase 15: Das Frühstück wird aus dem Minirücksack genommen und auf dem Gruppentisch aufgebaut
Phase 16: Huch, da ist sie ja, die Lektüre für den wohlgestalteten Tag: Die BILD-Zeitung. Knister, blätter.

Verborgen hinter der entfalteten Lektüre sitzt ER jetzt da. Durchdesignt wie Schweinchen Babe. Die Glanzschwarte im Abteil. Wieviele Stunden dieser Mann wohl sein Auto poliert? Am Wochenende. Ich frage mich ja, was die Fahrgäste am Gruppentisch auf der anderen Seite so denken. Dem NiveaMann geht das wohl am Ar.....h vorbei. Oder mag er Zuschauer? 

Hand aufs Herz: Gibt es Schöneres als Körperpflege beim männlichen Fahrgast auf dem Weg zum Arbeitsplatz? 

ABER NATÜRLICH: [ Eigenschaften: weiblich, attraktiv, lackierte Fingernägel ].

Die Rückfahrt mit dem 17Uhr27 Nobel-ICE gestaltet sich kundenfreundlich. Superpünktlich. Ein bestens aufgelegter Kontrolleur [ redegewandt, geradezu fröhlich, enthusiastisch, ich kann es kaum fassen ], kein ICE-Aufschlag für mich für die Kurzstrecke Düsseldorf - Köln. Der zweite positive ÜberraschungsPendlerHammer: Ein überpünktlicher Intercity mit Abfahrtszeit 17Uhr53 ab Köln HBf. Dieser zweite mir bekannte Geisterzug außer dem Geisterzug Abfahrt 18Uhr27 HBf Düsseldorf. Diese zwei Geisterzüge verschwinden irgendwie phasenweise auf der Strecke oder müssen unentwegt mit Bausteilen oder gar verspätet vorausfahrenden Zugkameraden um die Gleishoheit kämpfen. Der Kampf um die Hoheit auf den 1435 mm Spurweite. Und diese Geisterzüge tauchen dann fast immer! irgendwie wieder auf. Fast immer mit reichlich Verspätung. Und heute ist der 17Uhr53 Intercity superpünktlich?

PendlerrauschGlücksGefühle. 

Nochmal zurück zur Rapportveranstaltung der dreitausendvierhundert Manager der DB im Bahntower Berlin. Sollten diese Führungskräfte für die im Inland beschäftigten Mitarbeiter der DB 5 zuständig sein, ergibt das rein rechnerisch siebenundfünfzig komma fünfunddreißigzehntel Mitarbeiter pro Führungskraft. Zum Vergleich: Die Kompaniestärke bei der Bundeswehr bewegt sich zwischen sechzig und zweihundertfünfzig Soldaten. Ausgehend von einer maximal mit Soldatenstärke erscheinenden Kompanie minus Mitbestimmung minus Demokratie scheint die Managerstärke der DB völlig ausreichend dimensioniert zu sein. Und dennoch bekommen DIE nichts auf die Kette?  Zu lesen war außerdem, dass bei dieser im April 2016 durchgezogenen Veranstaltung zum ersten Mal zweitausend Manager mehr als üblich erschienen sind, damit auch dem letzten Manager der Ernst der Lage verdeutlicht werden kann. Das heißt, dass in der Vergangenheit geschätzt vierzig Prozent mit Anwesenheit brillieren konnten und der Rest im Niemandsland [ im Edelrestaurant, beim EscortService, im schlichten Puff, beim Döner um die Ecke oder schlicht zu Hause ] wabern durfte.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das im Kriegsfall aussähe, wenn nur vierzig Prozent der Kompanieführer zur Strategieplanung in der Kommandoleitstelle erscheinen würden. Kann es sein, dass die DB mit den Falschen in Managerpositionen besetzt ist? Greift bei den ManagerNeuBesetzungen etwa nicht das HR? HumanResources [ im Pleistozän die Personalabteilung ] sind zwar formal dem Gebäudemanagement zugeschlagen [ mobile Mitarbeiter (Zweibeiner, Bagger, Planierraupen, Krankenwagen etc.) in der gleichen Menge wie die immobilen Gebäude ], aber kann es sein, dass die Einstellungskriterien für Manager gänzlich andere Kriterien beinhalten als die Einstellungskriterien für VorOrtMitarbeiter? Genügen etwa diese liebevollen Bachelorbescheinigungen schon, um Manager zu werden? Ächt? Sonst nix mehr?

Wo sind meine Kreislauftropfen?
 
Resümee dieser Woche: Die Mitarbeiter der DB, mit welchen ich als Fahrgast konfrontiert werde, sind zuweilen verhaltensoriginell, vielleicht sogar oberschrullig und genügen nicht immer den sicherlich vorhandenen Vorgaben des MitarbeiterGeneralHandbuches -  ABER diese Mitarbeiter der DB beunruhigen mich nicht ernstlich.

Als beunruhigend empfinde ich die Managerebenen bis hinauf zum BahnTowerBewohner mit dem Manager Nummero eins. Ich kann mich des Bauchgefühles nicht erwehren, dass zwei Bilder super zueinander passen: Das Bild der Orgel der Frauenkirche [ Dresden ] am 15.02.1945 und das jetzige [ 2016 ] Gruppenfoto der Führungstruppen der DB. 

Abgefackelte Pfeifen waren das am 15.02.1945 6 . In der Frauenkirche.

Die Orgel der Frauenkirche funktioniert im Jahr 2016.

Wie lange brauchen die auf dem Gruppenfoto denn noch?




Links in diesem Beitrag

0 Interner Beitrag http://bahnmops.de/14-feen-bertelsmann-und-social-media   erstellt 16.01.2016
1 Webseite aufgerufen am 26.04.16 http://www.design-research-lab.org/persons/gesche-joost/
2 Wikipedia Letzte Änderung 15.01.2016 00:35 Uhr
3 Wikipedia Letzte Änderung 31.12.2015 16:13 Uhr
4 Wikipedia Letzte Änderung 15.12.2015 22:41 Uhr
5 Letzte Änderung 16.03.2016 http://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/zahlen_fakten/mitarbeiter.html
6 Wikipedia 23.04.2016 Letzte Änderung 12:39 Uhr

Drucken E-Mail

Völlerei, Terrorcamps, HTML-Schmierer + Temperaturen [Upgrade]


04.04.2016 Ich kann nichts berichten. Ich habe mein Pendlernotizbüchlein nicht befüllt. Der Tag ist vorübergerauscht. Kaum aufgestanden, liege ich schon wieder im Bett. Heute morgen war es finster, jetzt ist wieder finster. Es ist schrecklich. Das Gedächtnis versagte völlig. Ich fühle mich, als hätte irgendwer die LöschTaste gedrückt. Schrecklich.

08.04.2016 Bei dem Intercity Abfahrt 06Uhr05 ab Koblenz HBf rumpelt der Waggon Nummero vier wieder mit defekter Abteil-Zisch-Pfff-Türe los. Immer wieder erhebend, wenn das links vor der Abteil-Zisch-Pfff-Türe positionierte Toilettchen mit geöffneter Türe und in ziemlich ramponiertem Innenzustand von mir zur Kenntnis genommen werden muss. Besonders dann, wenn gerade ein wunderbar schmeckendes Bergkäsebrotscheibchen von der linken zur rechten Backenseite bewegt wird. Etwas ausführliche Beschreibung des profanen Kauvorganges, ich weiß.  Zumal die optische Beeinträchtigung durch dieses Toilettchen von sensiblen Mitmenschen durchaus auch als sensorisch beeindruckend im negativen Sinne bemerkt wird. Es stinkt. Bäääh!

Meine Spannung wächst, wie das Toilettchenproblem in Zukunft bei der DB gelöst werden wird. Angesichts der dramatischen Veränderungen 0 in den USA prognostiziere ich die Abschaffung der Toilettchen und die Ausgabe [ über das OnlineBuchungsPortal der DB ] von Tütchen. Anders wird das nicht zu lösen sein. Grusel. Kaum noch steigerungsfähig? Weit gefehlt: In North Carolina wird der SchießTrainingsTöteIrgendJemandenStand direkt in die HighSchool -2 integriert [Link verweist auf Krawallsender Fox ]. Der Slogan: For a better world?

Mmmmh, sind Teile der saturierten, vegane Ernährung als wahren Fortschritt preisenden, Schnitzel in Kantinen regulierenwollenden Grünen [ Partei ] aus der BRD in die USA emigriert? Im gefüllten Köfferchen alle Regulierungsgedanken, die einen so befallen können, wenn das monatliche Salär gänzlich ohne erkennbare Arbeit in die gute Stube rollt? Und das Tagewerk aus ZeitIrgendwieTotRumSchlagen besteht. Aktiv haben die Grünen [ Partei ] in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass nach dem Ende des zweiten Weltkrieges deutsche Soldaten wieder unterwegs sein mussten. Jaja, unsere Freiheit wurde doch am Hindukusch verteidigt, nicht wahr? Da klingeln meine Öhrchen heute noch nach. Dass im Gefolge die Freiheit der Anderen im Sauerland-3 verteidigt wurde, war DENEN wohl völlig egal. Ein Suppenteller ist mit solcher IchTueWas-DannGibtsEineReaktion-HuchDasHabeIchNichtBedachtLeistung wahrlich nicht zu befüllen. Aber ein Unterteller für ein filigranes Teetässchen ganz nach englischen Gebräuchen. Und es würde nix rüberschwappen. 

Oder ich liege völlig daneben mit meinen Vermutungen bezüglich der Grünen und der Masterplan beinhaltet diese oben aufgeführten Veränderungen, Elemente der unendlichen Menge -- lebenslanges Lernen -- , im Sinne des Kompetenzerwerbs. Könnte sein, denn lebenslanges Lernen beinhaltet in vielen Bereichen nicht den Grundgedanken der Bildung, sondern lediglich den Kurzfristerwerb von Kurzfristkenntnis. Aber bloß nix darüber hinausgehendes. Bloß nicht. Agathe hilf. Ball flach halten. Gaaanz knapp über dem Linoleumboden. Geräuschlos. Flirrend.

Von den bläulich-grünlichen Anzeigen mit dem Inhalt -- ggfs. reserviert -- nehme ich Kenntnis. Wie bei einem laufradkonditionierten Bahnhamster schiessen die analogen Erinnerungen nach vorne und nageln die Botschaft auf die Innenseite des KortexFrontalus [ oder wie immer das Teil genau heißen mag]. Die Botschaft lautet: Der Bordcomputer hat keinen Bock. Oder die Reservierungsdiskette. [ magnetisierte Bits rausgefallen? ]. Oder der Strom fehlt. In irgendeinem Waggon steht ja das verhärmte Bordcomputerchen herum. Wahrscheinlich heult es wieder. Oder schluchzt. Gaaaanz leise. Es hat Angst. Wie einige der geplagten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -1 des Unternehmens DB auch. Im Unterschied zu dem schluchzenden Bordcomputerchen können sich geplagte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des StahlcontainerVerschiebeLadens nicht verstecken. Zumindestens nicht dauerhaft. Stellt sich die Frage, ob das schluchzende Bordcomputerchen sich damit nicht insgesamt besser stellt. 

Es bläst mit polaren Temperaturen aus den unterhalb der Scheiben angeordneten Schlitzen. Wäre die Temperatur des mit fetzigem Druck aus den Schlitzen brausenden Luftstromes  deutlich höher, könnte sich ein jeder Fahrgast noch föhnen. Würde für lange Wuschelhaare völlig reichen. Es braust ja richtig aus den Schlitzen heute raus. Da geht die Phantasie gleich mal auf Weltreise und die Vorstellung, ein märchenhaftes blondes Wesen weiblichen Geschlechtes mit Wallehaar würde sich jetzt hier föhnen........  Oweh, die Phantasie brennt ja richtig los. Entschiedenes NEIN.  Los weg, du Phantasie, wir sind doch nicht bei Walt-Disney und Schneewittchen und der bösen Mutter. Nein. Los. Weg. Mach mich nicht nervös.

Mantel drauf. Auf die Schlitze unterhalb des Waggonfensters.

Ein Licht erhellt Waggon Nummero vier. Eine überaus muntere und überaus freundlich blickende Kontrolleurin bittet um den Fahrausweis. Hey, super, ich nestle meinen Jahresausweis der DB aus der Notebooktasche. Den Jahresausweis habe ich mit einem langen Sicherungsband versehen [ selbiges fest verbunden mit der Notebooktasche ], damit der Jahresausweis nicht irgendwann mal irgendwo rumflattert, sprich verloren geht. Und diese Kontrolleurin steht da nicht wie festbetoniert und mit einem Stahlstock im Rücken [ Los Fahrgast, Kontrolle, ein bisschen hoppeldihopp, ich bin die Chefin im Ring, außerdem während des Wartevorganges in alle Richtungen blickend, bloß nicht in Richtung Fahrgast ], sondern neigt den Kopf in Richtung des dargebotenen Fahrausweises und prüft mit ebenso freundlichem Blick [ ich untertreibe maßlos: selbst die Mundwinkel gehen in Richtung Himmel und sehen gar nicht so aus wie die Mundwinkel unserer dauergestressten stellvertretenden Sprecherin des Außenministeriums 1 ] die Übereinstimmung meines Lichtbildes im Fahrausweis und mir selbst. Wie ich da halt so gucke. Morgens um 06Uhr20. Well done. Welcome. Der Tag beginnt zu leuchten. Danke!

Langer Tag heute. Die Rückfahrt mit dem Intercity Abfahrt 21Uhr27 Düsseldorf HBf offenbart mal wieder das Mängelwesen des StahlContainerVerschiebers DB. Kein Bistrowagen. Welcher Fahrgast hat auch schon Bedürfnisse um diese Uhrzeit, wenn die Reise in die tiefe Nacht geht. Wer schon? Die Abteilungsleiter respektive Bereichsleiter des StahlContainerVerschiebers treiben sich entweder zu Hause rum oder in einem Edelrestaurant. Zur Tarnung ein Workshop vornedran geschaltet von der Abteilung Qualitätsmanagement mit dem launigen Thema -- ChangeManagement und die Industrie 4.0 -- . Irgend so ein lässiges Thema halt. Anschließend dinieren [ boaheyhhh, voll anstrengend, diese AbendWorkshops, boaheyhhh]. Dinieren bei erstklassigem Chardonnay und Rinderfilet [ und nur aus Japan, aus diesem legendären Ort2, in welchem die Rinder nicht nur Bier saufen dürfen, sondern auch noch damit eingerieben werden ], dazu werden gereicht die mit ErbsenIngwerRisotto gefüllten französchen Minikartöffelchen sowie beidseitig mit Koriandermousse beträufelter Brokkoli. Das Rinderfilet wohnt auf einem Salbeispiegel, hergestellt aus angerösteten und mindestens 8 Stunden gesiedeten Rinderknochen. Die abgeseihte Brühe dann noch reduziert und anschließend mit frischem Salbei [ never ever Trockensalbei ] aufgepeppt. Mindestens. Darunter kann es gar nicht abgehen. Schmacht!

Das Proletariat reist ohne irgendeine Mindestversorgung. Geschieht doch den Fahrgästen recht. Wer ist denn schon so blöd, unsere Transportleistungen mit Mindestversorgung fordern zu wollen. Bei dem Preis. Die Fahrkarten kosten doch nix mehr. Unsere Preise sind kurz vor Umme.

Wir sind pleiiiiiteeeeee. Wir DB. Alles die Scheiß Fernbusse, die. Nur die Fernbusse sind schuld. Klar, ganz katholische Wichtelchen, immer die Schuld woanders suchen. Ab in den Dom und Kerze anzünden, aber nicht das eine Eurönchen vergessen, welches in den Blechkasten zu schmeißen ist. Reicht es dafür noch?

Das stimmt, der StahlContainerVerschieber DB ist pleite. Nicht finanziell. Nein. Nein. Es könnte reichlich Penunze ausgegeben werden, denn selbige liegt reichlich herum. Aber die finden die RumLiegeOrte der Penunze nicht. Warum nur nicht?  Hat da einer Verstecken gespielt? Ich weiß es nicht, die aber auch nicht. Deswegen sind die StahlContainerVerschieber [ DB  heißt in diesem Zusammenhang Deutsche Bundesbahn, nicht Deutsche Bank. Das wäre eine andere Dauerbaustelle und als Thema ebenfalls sehr geeignet ] auch nur organisatorisch pleite. Völlig pleite. Ausgelaugt wie ein Zwerghamster nach 24 Stunden Gobi-Wüste. Substanzgeschwächt. Mein Tip: ManagementFressOrgien abschaffen. Harte Kante wieder einführen. Fressen und Saufen im Übermaß lähmt die Denkfähigkeit. Da wird nur noch der Toilettengang organisatorisch bewältigt.

Bei der Gelegenheit fällt mir noch der nette Spruch betreffend das Logo der Deutschen Bank ein. Das Logo mit dem blauen Rechteck und der blauen Diagonale drinne. -- Wir begleiten Sie auf Ihren Wegen, ganz besonders auf den schrägen --
Pardon, natürlich heißt es nicht -- auf den schrägen ---, sondern -- auf den steilen -- ..............................

Der PleiteUnternehmensIntercity schafft es mit fünf Minuten Verspätung zum HBf Koblenz. Frech von mir, hier von Verspätung zu sprechen, denn das ist der Normalfall.

Alles wird gut.

11.04.2016 In Waggon Nummero vier des Intercity mit Abfahrt 06Ihr05 ab Koblenz HBf funktioniert die Zisch-Pfff-Abteiltüre ein bisschen, die Toilettchentüre ist immerhin geschlossen. Geruchsfreiheit hat was. So weit so nett. Die vielen beschrifteten Reservierungsschilder aus Pappe, welche in den dafür vorgesehenen, an die Waggonscheiben gebeppten transparenten Halterungen, eingesetzt sind, verkünden von intensiver Waggonpflege. Die Reservierungsschilder sind mit Datum 02.04.2016 und interessanterweise mit Reiserichtung Nord nach Süd [ Hamburg - Stuttgart ] beschriftet. Ahjah. Soso. Wo hat denn der Waggon Nummero vier denn so die letzten Tage verbracht? Abstellgleis? Kurzer Kuraufenthalt im Osten, Süden oder Norden? Versteckt war Waggon Nummero vier auf jeden Fall sehr gut, denn sonst hätte das Reinigungsteam ihn bestimmt gefunden. Alberichs Tarnkappe demzufolge immer noch im Jahr 2016 in Betrieb? Gibt es unterirdische WaggonLagerHallen der DB? Da wird mein Interesse geweckt. Es verstecken sich in Deutschland nicht nur Terroristen [ der Oberterroristenjäger des BND jault ja ständig in der Öffentlichkeit herum ], sondern auch Waggons? Die sind immerhin geschätzte 20 Meter lang. Nix kleinwüchsiger vermeintlicher Terrorist. Ahhjaaah. Das funktioniert also. Dann könnten vermeintlich oder wirklich böse Mitmenschen demnächst im 50-er Pack unsichtbar werden. Im verschwundenen Waggon. Dem Waggon der DB. Irgendwie wird es jetzt ganz heftig. Mögliche Mittäter, unbeabsichtigt gar Mithelfer oder gewinnsüchtige Vermieter? Tagespreise sind bekanntermaßen recht hoch. Bei der Zeitspanne von 02.04. bis 11.04.2016 gäbe es bestimmt Mengenrabatt. Ist bei Wochenbuchungen in der Urlaubszeit auch so. Online buchbar? Wo? Bei dem Substantiv Terrorismus gehen mir seit geraumer Zeit ein paar Eigenheiten gewaltig auf den Zeiger. Erstens: Die überall zu beobachtende Betonung auf --TTTTERRR -- in den Nachrichtensendungen, ob jetzt im Fernsehen oder im Radio. Geradezu entgegengeschleudert wird einem das. Ich fühle mich beworfen. Wie mit Spucke. Unangenehm. Zweitens: Unterschiedslos wurde jeder Schwerverbrecher mit dieser Sprachregelung zum Terroristen befördert. In manchen Köpfen spukt wohl die dunkle Erkenntnistrübung herum, ein Terrorist wäre immerdar mit einem besonderen Ziel ausgestattet, welches ihn vom schieren Gewaltverbrecher unterscheiden könnte. Höhere Ziele wie schiere Verzweiflung über Ungerechtbehandlung, Misshandlung, quasi sozial eingefärbt. Nicht nur Kohle abgreifen. Was Höheres. Drittens: Die überproportionale Nennung des Substantivs Terrorismus. Und keiner rollt mit ein paar Zahlen über einen Zeitbereich rüber? Wenigstens einer graphischen Darstellung wie der hier? Seltsam. Es peitscht so in den Ohren. Oder?  

Es zieht wieder eiseskalte Luft aus den Stahlschlitzen unterhalb der Waggonfenster. Mantel drauf.

Die Rückfahrt mit dem 16Uhr27 IC ab Düsseldorf HBf verläuft unspektakulär.

12.04.2016 Yeap, inmitten der Gleisanlage lümmelt sichtbar und unerreichbar der IC mit der geplanten Abfahrt 06Uhr05 Koblenz HBf herum. Weit weg. Die Uhr zeigt 5Uhr55 an. Und der lümmelt tatsächlich weiter da rum. Nicht gerade wenige Fahrgäste an Gleis fünf. Darunter kein Lokführer, zumindestens nicht erkennbar. Wo ist das Rangierteam? Heeey, es hat sich im IC versteckt [ frühmorgendliche Knusper-Schlürf-Pause? ], denn plötzlich fährt das Teil langsam an in Richtung VerschiebeBahnhofsAnlage. Da kann zwar nicht gewendet werden, aber mit dem überaus geschickten Einsatz von Weichen gelingt es dem Rangierteam, den IC drei Minuten vor der Abfahrt an Gleis 5 zu schieben. Prompt in der falschen Reihenfolge, die erste Klasse lungert wieder am Kopfende herum statt am Zugende. Bewegung tut gut. Traben angesagt in Richtung Zugende. Außerdem, wer will schon in ein immerhin vorhandenes Bistro wackeln, auf dessen Tischchen noch die Reste vom Vorabend herumgammeln. Nö. Keinesfalls. Da kommt der Kaffee ja wieder hoch. Ein Bahnhof ist, ich stelle es heute wieder mal fest, ein perfektes praktisches Beispiel für einen Begriff aus der Informatik: Algorithmus [ eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems 3oder einer Klasse von Problemen. Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten 4]. Ich muss einen Klassenausflug planen. Ankunft in Düsseldorf HBf mit zehn Minuten Verspätung. Naja.

Im Tiefparterre des HBf Düsseldorf sieht es heute wieder gar nicht gut aus. Tiefparterre [ Keller, Untergeschoss ] mit den Gleisen des U-BahnSystems der Stadt Düsseldorf. Knallvoll mit Menschen. Randvoll, könnte ich auch sagen. Mit der U 79 zu rollen, erweist sich als völlig chancenlos. Trauben von Menschen vor jeder Einstiegseinheit. Drücken, schieben, motzen. Aufgeben. Warten auf die U 78. Geschicktes Umsteigen zum Beispiel bei der Haltestelle Nordpark, sofern man in Richtung Duisburg weiter muss.

Genau das mache ich auch. Nachteil: geschätzte 15 Minuten Verspätung bis zum Einschweben am Arbeitsplatz. Grrrrr.

Die Rückfahrt mit dem ICE Abfahrt 17Uhr27 HBf Düsseldorf bis zum Umsteigebahnhof Köln beginnt überaus positiv. Für meinen Geldbeutel. Kein ICE Aufschlag fällig. Die überaus nette Kontrolleurin verfügt über wahre Kunstwerke der FingerNagelGestaltungsTechnik. Wie kann die gute Frau nur das Wischel-Tipp-Display des elektronischen Gerätes, welches Sie da mit rumschleppt, unfallfrei bedienen? Das versteht so einer wie ich wohl nie.  Aber: Kein Zusatzentgelt fällig.

Gequälte erkennen Gequälte. Immer.

Dass allerdings die stylisch aufgezogene Mittvierzigerin im Bistro des ICE zwar einen eigenen Coffee-to-Go-Becher plus Weichbrezel [ 0,90 € ]  reinschleppt und dann die angefressene Weichbrezel und einige andere Verpackungsmaterialien auf dem oval-schmalen Bistrotischchen einfach liegenlässt, um noch schnell einen Sitzplatz zu ergattern, erbaut mich nicht. Bestätigt aber das altgepflegte Vorurteil: Außen hui, innen pfui. Manieren sind übrigens Elemente der Menge -- innen --. Nagellack gehört zur Menge der Elemente --außen --.

Im Internet surfen macht reizbar. Immer reizbarer.

Der Webseitenaufruf von www.heise.de offenbart seit wenigen Tagen Merkwürdiges. Im obersten Segment und blau unterlegt die saloppe Mitteilung, dass der Nutzer wohl einen Adblocker benutzt. Obacht, dieses Fensterchen mutet an wie der einbeinige um Almosen Bettelnde, überall anzutreffen in Fußgängerzonen deutscher Klein- wahlweise Großstädte. Herr wirf Hirn vom Himmel. Aufgerufen mit dem Browser Safari auf dem AppleTablet erscheint der Inhalt der Webseite von heise.de  ohne allzu störende Werbung. Natürlich ohne das Bettelschildchen im obersten Segment. Aufgerufen mit dem AdBlockBrowser for IOS erscheint überhaupt kein Bettelschildchen, sondern völlig überraschend eines dieser selbstanlaufenden Videos und bei Betätigen der Schaltfläche <Abbrechen> innerhalb des Videos schmiert die Webseite www.heise.de völlig weg. Ich lande wieder bei der zuletzt aufgerufenen Webseite. Höchst interessant.

Mächtig unkomfortabel. Maximale Belästigung.

Ein weiteres niedliches Beispiel: Bei eingeschaltetem AdBlocker auf dem DesktopPC und Aufruf der Webseite www.welt.de, das sind die aus dem Springerkindergarten mit immer häufiger aufschlagenden Rechtschreibfehlern, ist die Onlinepräsenz problemlos lesbar, jedoch beim Aufruf über das AppleTablet knallt das hübsche Meldungsfensterchen mit der Mitteilung, dass diese Webseite nur im Browser Safari angezeigt werden kann, auf die Pupillen. Das verwundert mich nicht wirklich bei einem Mitglied des SpringerKinderGartens. Warum aber übertrifft das Team von www.heise.de bei der Auswahl der möglichenTricks zur Gestaltung seiner Onlinepräsenz die Bubis aus dem SpringerSandkasten? Fällt denen in Hannover nix Besseres mehr ein? Oder ist es gar genau anders herum? Die Leutchen bei www.heise.de sind aus dem SpringerSandkasten rausgesprungen und wollen mal woanders rumdilettieren? Und befinden sich allesamt in der Probezeit? Ja?

Prima. Gelungen. Geht bitte wieder zu den Sandförmchen zurück. Zu Denen im SpringerSandkasten. Burgen bauen, das haben wir in den 60er Jahren auch gemacht. Anschließend wurden WIR erwachsen. Wann fangt IHR damit an? 

Dazu gesellt sich ganz aktuell jetzt die Onlinepräsenz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Was soll ich anfangen mit dem selbst anlaufenden Filmchen? Gezähmt werden und fleissig der Werberotz angucken müssen?

Höchst interessant. Welche Zielgruppe wird denn jetzt hier wozu, warum und für wen eigentlich versucht zu verärgern? Sind die HeiseGeneralisten von allen guten Geistern verlassen? Aus lauter Ärger habe ich die Verknüpfungen auf die Webseite von www.heise.de entfernt. Jetzt geht da beim Mausileindrüberschieben nix mehr auf.

By the way: Ich habe das Fachmagazin c't jahrelang abonniert. Und in diesen vielen Jahren fiel der Geschäftsführung keine einzige praktikable Idee bei den wöchentlichen Meetings ein, wie die Papierabonnenten [ die sterben eigentlich nur dann aus, wenn sie nicht gehegt und gepflegt werden oder von völliger Ideenlosigkeit verprellt werden oder wenn sie auf natürliche Art aus dem Realuniversum scheiden ] bei der Nutzung der OnlinePräsenz besonders behandelt werden könnten. Kein Mensch möchte bei einem Monatsentgelt von neun Euronen für die Papierausgabe, in welcher nicht gerade wenig Werbung herumpapiertigert, noch mit der Onlinewerbung bepflastert werden. Der erwachsene Leser installiert zur optischen Beruhigung der Onlinepräsenz den AdBlocker für Firefox und der erste Schritt zu  -- Ruhe im Karton -- ist getätigt. Die Leser der Papierausgabe kaufen das Papiergedöns nicht aus Jux und Dollerei [ Brennpellets gibt es im Baumarkt ], sondern wegen des Inhaltes. Ja, und daaa, genau daaaa wird über die verschlungenen Wege der Schadsoftwareverseuchung ausführlich berichtet. Es wird analysiert und mit der digitalen Lupe seziert. Ergebnis: Der Schadsoftwaredreck rauscht besonders fett über die verlinkte Werbung in Richtung Internetnutzer. Deswegen wird vom erwachsenen Leser von Onlinepräsenzen gleich noch der ScriptBlocker hinzu installiert. Selbstschutz. Gemeinschutz, denn wer mit dem Selbstschutz beginnt, kann immer weniger den empfangenen Schadsoftwaredreck weiterverbreiten. Verhält sich so wie mit Schnupfen. Fällt das bei www.heise.de eigentlich unter kognitive Dissonanz? Oder nur unter den Sammelbegriff Verblödung?

Die analoge Wohnungstüre wählen wir sorgfältig aus, wobei wir den Empfehlungen der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen hinsichtlich der Auswahl der Haustüre selbst sowie der Wahl des Schließzylinders  5 folgen. Mittlerweile zwingend erforderlich. Und bitter notwendig6.

Und mit welchen die Werbebits nachdrückenden Verlinkungen rumpelt denn die Onlinepräsenz von www.heise.de so herum? Die sind allesamt vertrauenswürdig oder gar geprüft. Geht ja gar nicht. Völlig aussichtslos. Wäääh. Die benehmen sich wie die Dame im ICE Bistro. Außen hui, ansonsten pfui.

Oh Wunder, der 17Uhr53 IC ab HBf Köln schnurrt pünktlichst herein. Oh Wunder, das muss ich im Tagebuch festhalten. Pünktliche Ankunft in Koblenz.

13.04.2016 Abseits der Gleise vermelde ich wundersame Ereignisse aus dem IT-Bereich. Die als Jahresabonnement gebuchte Bürosuite des Weltmarktführers zickt herum. Wenn ich mich nicht irre, nennt sich das Produkt Office 2016. Die Aktualisierung des Gesamtkunstwerkes scheitert an der nicht vorhandenen Internetanbindung. Was ist los? Bei mir? Leutchen! ich hänge am schnöden DSL 16000 Anschluss des Marktführers, bekannt als CloudBitSchieber-JedenSchadsoftwareDreckDurchschieber. Mein abgesetzter ping Befehl7 marschiert ordentlich mit den vier Antworten und einer Antwortzeit von weniger als fünfundzwanzig Millisekunden durch. Die DNS Auflösung8 funktioniert bei allen von mir genutzten Webpräsenzen und ganz besonders bei EURER Präsenz. Geprüft.  So, so, keine Internetverbindung, welche soll es denn sein für das WeltmarktführerBüroPaket? Ein gaaaanz spezielle Verbindung mit Büroprotokoll? Soll ich die Bits einzeln wenden, kneten und vielleicht im Walzertakt abschicken? Mit einer klitzekleinen amerikanischen Flagge an jedem Bitpäckchen dran? Tjaaa, das Spähen in die Netzwerkpakete mit der entsprechenden Software zeigt auf, dass die von meinem Rechner abgesendeten Paketchen auf einen stummen Gesprächspartner bei EUCH treffen. Schon mal mit einer Betonwand gesprochen oder mit dem Rasierspiegel? Das gestaltet sich auch sehr einseitig. Mann, Mann. Das angebotene und angeworfene OnlineReparaturTool innerhalb der BüroSuite des Weltmarktführers scheitert auch an der nicht vorhandenen Internetverbindung. Huch, mein Blick auf den Desktop verrät mir, dass jetzt gar keine BüroSuite mehr auf dem Rechner wohnen könnte. Weg? Kein Verweis mehr in der Programmleiste auf die Einzelanwendungen [ Word, Excel, Access .... ] und die Dateien selbst mit dem irrlichternden Icon <Ich weiss nicht, was los ist, Nutzer hilf mir> versehen. Und nun? 

Genau: Einloggen im MicrosoftKonto und die ganze Bürosuite nochmal installieren. Ach, jetzt wird mein Rechner gefunden. Wowh. Alles oder Nichts. Nur noch so geht es wohl. Traurig.

14.04.2016 Es schleicht durch den IC Abfahrt 06Uhr05 HBf Koblenz ein müder Zweibeiner. Der mit dem umgehängten digitalen grauen Lesekontrollgerät. Die Nacht war wohl kurz, du schleichender Zweibeiner im Auftrag des StahlContainerVerschiebers DB. Gelle? Bei diesem Anblick rufe ich gedanklich nach der dienstinternen Videoüberwachung. Ziel der dienstinternen Videoüberwachung: Sei keine Zumutung für die zahlende Kundschaft. Das zweibeinige Schleichwesen heute morgen wäre durchgefallen. Völlig durchgefallen. Hilfääää!!! Der Tag beginnt doch erst, was wird da noch kommen? Mein angegurteter Jahresfahrausweis, erforderlich für die Teilnahme am Gleiserlebnis Koblenz --> Düsseldorf, will nicht aus der Laptoptasche rausgekramt werden. Der verkriecht sich unter dem Brillenetui. Schlechtes Omen. NEEIIIIIN. 

Die Luft aus den Stahlschlitzen unterhalb der Fenster strömt heute fast dezent. Irgendeiner hat den magischen Geschwindigkeitshebel gefunden, bravo. Keine weiteren Besonderheiten auf der Hinfahrt.

Rückfahrt mit dem ICE und die schwarze ServiceDBWolke vom frühmorgendlichen IC wird weggeschubst. Von einem superlässigfreundlichsouveränen Kontrolleur. Kein ICE-Aufschlag. Das Pils aus der Flasche schmeckt trotzdem [ den Deal der DB, Pils in Flaschen des Herstellers Bitburger zu verkloppen, verstehe ich nicht. Das ist Bitterbrühe. Warsteiner als Neutralbrühe wäre allerdings keine Alternative. Stimmt. ]. Der auf den Strecken munter marodierende IC mit Abfahrtszeit 17Uhr53 ab Köln HBf hat eine leidende Lokomotive. Wahlweise schluchzende Waggons. Die Lautsprecherdurchsage verkündet technische Schwierigkeiten am Zug. Wo genau? Nix Genaues sagt man nicht. Plus fünfzehn Minuten sind einzuplanen. So isses auch.

Im wundersamerweise vorhandenen Bistrowaggon weht ein Saharalüftchen. Gleich reiten irgendwelche Wüstenschiffe mit Beduinen drauf herein. Bestimmt. Fahrgäste im T-Shirt. Im Bistro! Ich sitze binnen Minuten auch im T-Shirt am Tischchen. Hat die Automatik versagt, die seit Jahren im Einsatz ist, nach der Devise -- Flaschenbier eiseskalt  -- Bistro sehr kühl? Flaschenbier handgewärmt -- Bistro wird immer kühler? Was geht hier ab? Taumelt der StahlContainerSchieber DB angesichts der im Jahr 2015 transportierten ungefähr einhundertdreiunddreissig Millionen Fahrgäste bei gleichzeitig ins Bodenlose abgestürzter Gewinne irgendwie herum? 

Sollten irgendwelche Presseorgane weiterhin behaupten, der enorme Wert von einhundertdreiunddreissig Millionen beförderten Fahrgästen sei einer kundenorientierten Geschäftsstrategie zu verdanken, fahre ich persönlich zu den Lautschreiern hin und beschmiere diese mit öligem Quarzsand und tackere ein Infoschildchen an die Stirn der betreffenden Lautschreier: Wer zuviel verschenkt oder gar nicht denkt, wird irgendwann versenkt.

Mit unwirtschaftlichen Lockangeboten zu Lasten der Infrastrukturerhaltung die StahlContainer vollstopfen kann JEDES konzeptlose BWL-Löckchen-Trägerchen. Wirklich. Diese HangelBwlLöckchenTrägerTypen. Hier ein Jöbchen mit Bonüsschen, dort ein Jöbchen mit mehr Bonüsschen. Deren berufliches Verhalten eine exakte Kopie des Fernsehverhaltens im Privatsenderbereich darstellt. Die reichhaltigen Werbepausen sind planvoll eingesetzt: Die Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers ist mit höchstens dreissig Minuten minus Bedürfnisanstaltsbesuchzeitspanne plus Algorithmuseinbindung [ bei vier Stunden Fernsehen sind mindestens vier Knabberorganisierzeiten plus Smartphonerecherchierzeit minus Brilleputzen plus Flaschenöffnen minus -- ich habe gekleckert, muss aufwischen, hier greift die quadratische ExponentialDividierDurchVariableDeltaFunktion dann Zeiten -- ] einzukalkulieren.

Die Taktung erfolgt ausschließlich durch äußere Leitplanken. Hinter den Leitplanken wohnt das Böse. Murmelt die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel immer, wenn Sie von den Leitplanken als dem Handlungsrahmen sprachlich herumwölkt. Die jetzt den nächsten Abschiebepakt mit Libyen 9auf den Weg gibt. Die. Mit. Libyen. Dem IS-Wirren-Staat. Die mit Libyen rechtsstaatliche Abschiebeaktionen in die Wege leitet. Ganz genau die meine ich. Autofahrer wissen: Das Böse wohnt innerhalb der Leitplanken.

Würg, zitter. Nationalstaatliches Denken? Zurück zur völligen Gleichgültigkeit?

Die Fundsachenämter in der Bundesrepublik Deutschland sind wegen Überfüllung geschlossen. Deren Lagerbestände, bestehend aus in Straßengräben und auf der weiten Flur gefundenen Synapsen aus den Hirnregionen von bestimmten Managern sowie Politikern, haben die Lagerräume zum Platzen gebracht. Denkleistungs- sowie charakterbesetzte Synapsen in gigantischen Massen. Werden aber nicht vermisst. Sind auch nicht mehr notwendig. Echt? Und wir zahlen die Lagerkosten. Sind die angesichts dieser besonderen Lagerbestände jetzt immobile Terrorcamps? Die Fundsachenämter? 

Es wird kalt.

Wäääh.





Links in diesem Beitrag Aufruf 15.04.2016

-1   DieWelt Artikel 25.02.2015 dpa/cast
0    Katholisches Info 11.04.2016 Text Guiseppe Nardi
1    Youtube BPK 17.07.2015 Published 12.08.15
2    Wikipedia 11.03.2016 11:02 Änderung
3    Wikipedia 30.08.2015 15:37 Änderung
4    Wikipedia 02.11.2015 18:37 Änderung
5    Wikipedia 08.04.2016 13:31 Änderung
6    DieWelt 30.03.3016 Artikel M. Lutz
7    UniMainz 16.10.2015 ZfD
8    Wikipedia 13.04.2016 12:31 Änderung
9    WDR 14.04.2016 07:00 Pressemeldung

Links in diesem Beitrag Aufruf 20.04.2016

-2 Link auf foxnews.com 20.04.2016
-3 Link auf Sueddeutsche Online Artikel vom 17.05.2010 17Uhr43

Drucken E-Mail

Cloudy, trendy + was sich so im Wasser rumtreibt [Aktualisierungen]


02.04.2016 Heute bin ich nicht auf den Gleisen unterwegs, sondern treibe mich wieder im Niemandsland herum. Nein, nicht im eisekalten Sibirien, sondern im wolkigen und temperaturunbestimmbaren digitalen Wölkchengebilde. Dem Cloudgewölke. 

Mein vorerst letzter Testlauf, heute im Sonderangebot -----> AmazonCloudDrive. Endet mit der Erkenntnis: Bitschieber, sonst nix. Da muss ich mal nach der Zertifizierung suchen gehen. Der Ordnung halber. Am Ergebnis ändert das nix: Hinter dem Hauptbahnhof ist es immer lustig.......

Die Leitplanken [ Begriffswahl von Frau Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Stand 04/2016 ] " geben uns Halt und Orientierung". Diese Aussage übertrage ich jetzt in ein anderes Bild.

Wie geht es denn so in der Schifffahrt zu?

Es gibt sichtbare stählerne Meeresteilnehmer, genannt Schiffe [ Pötte ] sowie nicht sichtbare stählerne Meeresteilnehmer [ UBoote ]. Die Letzteren sind lediglich an der hie und da aus dem Wasser ragenden Periskopspitze erkennbar.  Ab und zu müssen die mit der Periskopspitze auftauchen. Zum Luft tanken unter Anderem.  Ansonsten sind die mit den Periskopspitzen den Geheimniskrämern, den Verschweigern und im Auftrag Unbekannter unterwegs Seienden zuzuordnen. Verfügen zwar über eine ordentliche Beflaggung [ wenn aufgetaucht ], aber Flaggen sind wie Zertifikatsbepperle beliebig orderbar.

Schleichende Gefahr.

Pötte sind        ------>GoogleDrive [ Google ] +  OneDrive [ Microsoft ] <----  NSL? <------- hübsche Festplatten [ Bis nach unten scrollen bitte ]? Und hier auch noch.

SchadsoftwareErkennung                     ↑                                          ↑           

UBoote sind    ------>AmazonDrive [ Amazon ], Seafile, Telekom, Apple, Dropbox  <---- NSL? <------ hübsche Festplatten [Bis nach unten scrollen bitte ]? Hier noch.

SchadsoftwareErkennung                           ↓                 ↓                                         
 

Ab sofort suchen wir beim Blick auf das Meer nach Periskopspitzen. 

Und halten mit festem Blick danach Ausschau. Auch beim Sylt-Urlaub.

Leitplanken verleihen Orientierung. Das digitale Leben wird überschaubarer.

Ausschau halten nach Periskopspitzen!

Werkzeug rausholen.

Periskope abtrennen.

Legende

  vorhanden

↓  nicht vorhanden





Im Beitrag vorhandener Link auf <NSL> mit Wikipedia 02.12.2015 18Uhr41 Änderungsdatum.
Im Beitrag vorhandener Link auf <Festplatten> verweist auf https://nsa.gov1.info/utah-data-center.
Im Beitrag vorhandener Link auf <noch> verweist auf Wikipedia Stand 10.03.2016 7:55 Uhr Änderung.

Drucken E-Mail

Neuerungen, Quassel + warum Bits eitern [Upgrade]


24.03.2016 06Uhr05 Abfahrt Koblenz. Auf der Hinfahrt heute morgen sind keine Vorkommnisse zu notieren. Bunte Transportvielfalt allerdings auf dem Rückweg. Das Teilstück Düsseldorf - Köln, zu bewältigen mit dem 17Uhr27 ICE. Leider verzögert sich die Abfahrt, da sich laut Durchsage Personen im Gleis herumtummeln. Die ersten Spekulationen, dass der ICE dann einen Umweg über Solingen nehmen könnte, flackern auf. Auf jeden Fall sind es laut der Durchsage prognostizierte zusätzliche 20 Minuten bis zur Ankunft in Köln. Immerhin, die Verspätung wird exakt eingehalten und damit ist der vor Antritt der Fahrt angepeilte 17Uhr53-Stahlcontainer nicht mehr erreichbar. Meine Äuglein glühen dennoch vor Begeisterung, denn es entfällt der ICE-Zuschlag. Besagter 17Uhr53 WirtschaftswunderzeitZug ist natürlich schon aus dem Bahnhof gedampft, pardon gestromert. Was tummelt sich noch so auf der Strecke herum? Aaah, der reguläre IC mit Abfahrtszeit 17Uhr49 ab HBf Düsseldorf hat ganz unerwartet 15 Minuten Verspätung wegen einer Baustelle. Woher kommt die denn jetzt plötzlich? Wanderbaustelle? HotSpotBaustelle? Phantombaustelle? Merkwürdig.

Es schiebt sich der verspätete IC Richtung Koblenz herein. Ohlala, da kommt die Zukunft, das ist ein IC der neuen Bauart. Und wie mutig der IC sich an den vor ihm stehenden Zug heranraupt. Das erlebe ich selten, dass bei aktuell belegtem Gleis gaaanz vorsichtig noch ein Züglein heranraupt, um die Fahrgäste aufzunehmen. Man könnte die zwei Stahlschlangen verkuppeln, ob das Energie beim Fahren sparen würde? Dieser Funkel-IC sieht so abartig sauber aus; waschen Die jetzt die Teile auf der Strecke? Wanderreinigungsanlage? HotSpotReinigungsanlage? Bei welcher Geschwindigkeit eigentlich?

Der IC ist ein Doppeldecker, ganz ähnlich dem RE-Geschlängel. Respekt, an jedem Doppelsitzplatz eine Steckdose, ausladende höhenvariable Fußstützen mit einer Fußauflagefläche, die den Eindruck vermittelt, das Absterben der Füße nicht voranzutreiben. Herunterklappbare Tischchen, damit das Notebook auch eine Ablagefläche erhält. Erscheinen mir größer als die Standardklappteile in den Wirtschaftswunderland-IC, in welchen ich regelmäßig herumschiebe. Die Sitzplatzbreite muss ich bei Gelegenheit nachmessen, die erscheint für schmale Menschen vorgesehen zu sein. Mmmmh, werden die Fahrgäste in Zukunft schmaler? Wer schürt diese Erwartung? Die DB? Jeweils in der Waggonmitte die Koffergruft. Mit einem Regälchen drinne. Nett!

Um 19Uhr34 rollen [ rumpeln trifft es eher ] wir im HBf Koblenz ein. Resultierende Gesamtfahrzeit Düsseldorf - Koblenz heute 2 Stunden und 7 Minütchen. Reine DB-Fahrzeit. Frech schlage ich die U-Bahnfahrtzeit in Düsseldorf noch drauf und dann gibt es wieder ein Pendlerehrennädelchen: 2 Stunden 32 Minuten.

Herr Bundespräsident, bald ist es soweit. Ich komme mit meinem reichlich bestückten Pendlerehrennädelchenkissen.

30.03.2016 Der um 06Uhr05 regulär startende IC, Abfahrt Koblenz, glänzt bei Betreten der Wagennummer 4 mit einer defekten Zisch-Pffffh-Abteiltüre und einer sperrangelweit geöffneten Toilettentüre sowie den bewährten grünlich leuchtenden Reservierungsschildchen und dem Text -- ggfs. reserviert --. Defekte Diskette oder defekter ReservierungsComputer? Ich werde es nie erfahren. Geheimnisumwitterte Bahntechnik.

Die Rückfahrt heute zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit. Gerade noch erwische ich den RE5 Düsseldorf - Koblenz mit der Abfahrtszeit 12Uhr58. Zum ersten Mal seit geschätzt 6 Monaten wird der Fahrausweis kontrolliert. Uups, im Mittagsbereich gibt es also Fahrausweiskontrollen. Und abends sind die Kontrolleure alle zu Hause? Auf dem warmen Sofinchen und mit dem 55 Zoll TV beschäftigt? Oder wo sind die dann? In diesem RE5 jedenfalls sind Quasselstrippen in dem Abteil unterwegs, in welchem sich die Fahrgäste gegenübersitzen. Klappsitze und Kleinhallencharakter. Oh Mann, wie ich das zu schätzen weiß: Nebeneinander sitzend, aber jeweils geradeaus in Richtung der anderen Fahrgäste quakend. Agathe hilf. Mit einer Lautstärke, welche ein Megaphon völlig ersetzt. Oder gucken die sich gar selbst zu, indem sie sich in der Scheibe hinter mir beim Quaken zuschauen und finden das dann geil? Lippenstiftkontrolle? BlendamaxWeissKontrolle?

Wie entrinne ich diesem Quaken und überhaupt, was machen denn so die anderen Fahrgäste? Yeap, In-Ears überall zu sehen. Raus mit meinen Luxus-In-Ears und ab in die Akustikabkopplung mit etwas Musik. Mittlerweile nähert sich der RE 5 der Verspätung von 15 Minuten. Priml. Um einen Film auf dem Notebook angucken zu können und dies in bequemerer Körperhaltung, verlasse ich im HBf Köln den RE 5 und plane die Weiterfahrt mit dem ICE.

Der ICE rollt herein und ich steuere die Bistroabteilung an. Da ist immer ein Plätzchen zu finden. Im Bordrestaurant ebenso wie im Bordbistro. Weisse Tischdeckchen sind heute nicht meins, die kunststoffbeschichteten Bordbistrotischchen reichen völlig. Meine Augen treffen auf saubere Tischchen, ABER die Sitzflächen, was sind das denn für Teile? Völlig verschrammelt, das SitzBasisMaterial wurde wohl geklaut? Stellenweise ist das Sitzmaterial geklaut, und auf den traurigen Restinselchen eines vormalig weicheren Sitzvergnügens fehlt diese zundrige rote Farbe. Sitzen auf dem blanken Metall [ oder was auch immer das sein könnte ], ganz so wie im Viehwaggon. Hartes Erlebnis, der Mantel dient als Pölsterchen.

Verschrammelt auch die Cloudlösung Nummero vier fünf im Test: Dropbox. Eine weitere Cloudlösung auf dem Niveau einer Bitschieberbude. Wie schon die MarktführerCloudWichtelLösung auch hier kein digitaler Türsteher außer der obligatorischen Benutzeranmeldung. Danach kann jeder Dreck rein- , raus- und weitergeschoben werden. Jeder Schadsoftwaredreck.

Und ihr, der Cloudlösungsanbieter Nummero vier  fünf versendet selbstverständlich auch per Mail die vom Benutzer ganz persönlich eingerichteten Freigaben. Euer Login ist selbstredend digital gesichert. Wie der Himmel auch. Anmelden und sicher fühlen. Abmelden und sicher fühlen. Das haben wir  alle gelernt, immer auf das Zertifikat für die verschlüsselte Datenverbindung achten. Immer peinlichst darauf achten.

Vom Anwender vermutete Sicherheit. Gaaaaanz wertig.

Nach dem erfolgreichen [ juhuu, es hat geklappt, ich bin drin! Ann Kathrin, ich bin drin] Login: Willkommen im Cyberspace von Nummero vier fünf. Bei Dropbox gibt es alles. Für Umme. Echt.

"Bei uns, den ISO-zertifizierten Bitschiebern, erwartet Sie, geschätzter Kunde, ALLES. Kaufhäuser mit einem begrenzten Sortiment auf vier Etagen? Pleistozän! Wir sind die Coolsten überhaupt, denn wo bitte schön hatten Sie, lieber Kunde, jemals in einem Kaufhaus der realen Welt [ um die Ecke Marktplatz 9 ] diese unbegrenzte Auswahl: Vitrinen bestückt mit dem Lippenstift Ihrer Wahl und gleich neben dran die Vitrine mit der weltweit einmaligen Auswahl von Materialien zur schleichenden Vergiftung ? Oder darf es etwas zündendes sein? Wir sind der Marktplatz und lassen alles zu. Bieten auch Sie mit. Gucken Sie doch mal, was da so auf Ihrer Festplatte [ USB-Stick, CD, DVD usw. ] rumliegt. Sie wollen doch auch teilen? Los, los."
 
"Bei uns bekommen Sie digitalfeuchte Augen, denn bei uns bekommen Sie, werter Kunde, Alles. Einfach Alles. Wir drücken Sie ganz herzlich, Sie bekommen ES. Und so preiswert: Für Umme. "

"Wer wird denn gleich nasse Patschhändchen bekommen? Das ist so wie bei diesen Lutschbonbons mit dem Slogan --- ....Sind sie zu stark, bist Du zu schwach.... ---. Sei stark. "

"Bei uns. Ganz legal. Wir sind zertifiziert

Eben.

Abtreten.

PS: Alle Links im obigen Beitrag mit dem Aufrufdatum 31.03.2016

Upgrade 01.04.2016

Der Testaufbau, bei zartem Sonnenschein in Koblenz  und nach dem Einweichen der Kichererbsen für ein königliches KichererbsenSalätchen im heimischen Bereich, startet. Dass die Kichererbsen 12 Stunden eingeweicht werden müssen, erstaunt mich auch heute noch. Aber leckeres Essen hat ein Recht auf akribische Vorbereitung.

Vorweg: Nummero sechs im großen Himmelsgewerk der Cloudanbieter darf sich setzen. Auf eine stahlharte und eisgekühlte NirostaGartenbank. Durchgefallen. Apple. Und das ist kein Aprilscherz.

Eingesetzte Datei zum Test

Die gepackte Datei mit dem liebevollen Titel -- meinfoto.jpg.rar -- und diese Datei stammt vom 16.02.2016. Wer die mit dem Packprogramm 7z nochmals gepackte Datei, versehen mit dem Kennwort -- Uk7(pFg3Q2 -- zugesandt haben möchte, benutzt meine im Impressum aufgeführte Mailadresse. Vor dem Einsatz dieser Datei warne ich ausdrücklich. Für Beschädigungen an IndividualComputern usw.  übernehme ich keine Haftung. 

Vorbereitungen 01.04.2016

Erkannt und bezeichnet als Schadsoftware ---> TrojanGeneric.KD3047146 [ BitdefenderTotalSecurity 2016 mit Scan am 01.04.2016 mit aktuellsten Signaturen ] 

Erkannt und unterschiedlich bezeichnet als Schadsoftware bei virustotal.com. 41 verzeichnete Treffer von gesamt 56 möglichen Treffern. Selbst das von mir von einer Microsoft-Server-2012-Installation vor lauter Verzweiflung runtergehobelte AVG hat hier eine Erkenntnis beizutragen----> Dropper.NSIS .

Uihuih, AVG, was ist passiert? Sind die Wiederbelebungsmaßnahmen angelaufen? Das SAR-Team hat den Defibrillator unten links im verstaubten Regal entdeckt und fachgerecht eingesetzt? Uihuih. Ging doch nicht mehr ohne Fremdhilfe, gelle. Bei AVG tut mir bis heute die Ausgabe von knapp 100 Euronen für die AVG-Business-Schutz-Schweig-Zitter-Bibber-Ich-Verkriech-Mich-Da-Ist-Was-Böses-Lösung leid. Verschossenes Geld. Echt verschossen. Aber den Eicar-Test bestehen die ja.

Eingesetzte Hard- und Software

iPadmini3 mit IOS 9.3.1 und GoodReaderApp [ Version 4.12.1 ] mit der Standard-iCloud-Anbindung [ 5 GByte Speicherplatz ]
Lenovo T420 + Betriebssystem Kubuntu 14.04 [ aktuellster Servicestand ] mit einem Archiv für schadsoftwareverseuchte Dateien

Kopieren der Datei mit dem liebevollen Titel --meinfoto.jpg.rar -- über das Webinterface mit der GoodReaderApp sowie Browser MozillaFirefox 47.0

Fragestellung

Was passiert beim anschließenden Kopieren der Schadsoftwaredatei vom iPadmini3 aus zu zwei unterschiedlichen Cloudlösungen?

Ergebnis

1. iCloud [ Apple ] : Mampft die verseuchte Datei reklamationslos. Und lädt die verseuchte Datei reklamationslos runter. Teilnahmslos? Desinteressiert, weil DIE zwar festgestellt haben könnten, dass da was nicht ganz koscher ist, ABER das ist ja nicht das AppleUniversum betreffend. WEIL eine Schadsoftware mit Ziel- und Stoßrichtung Microsoft? Weiah, weiah, und wenn es denn auch das AppleUniversum treffen könnte? Na, was dann?

Oder wird tatsächlich nix geprüft? Horror.

2. OneDrive [ Microsoft ] : Mampft die verseuchte Datei reklamationslos. ABER beim Versuch des Downloads auf das iPadmini3 erhalte ich nur die zuvor versandte Datei mit zusätzlich angehängter Dateiendung -- .html --. Uups, was steht da drin?
Aha, die mit zusätzlichem Dateiende versehene Datei führt zum LoginCenter von OneDrive und nach dem Einloggen begrüßt mich das vertraute Meldungsfensterchen mit dem Inhalt, dass Microsoft vor dem Download dieser Datei warnt. Das kann ich jetzt zwar durch "Abhäkeln" umgehen und trotzdem runterladen. Aber immerhin, kein direktes Herunterladen möglich! 

Mein Respekt gebührt zum zweiten Mal im Gesamttest von sechs Cloudanbietern dem Softwareunternehmen Microsoft. Kompliment!

Keinen Respekt habe ich mehr vor den bisher Durchgefallenen des Tests. Und kein Vertrauen mehr. Kein Vertrauen mehr In das vollmundig von CloudLösungsAnbietern massenvergewaltigte Substantiv -- Sicherheit --. Da können die Zertfikatsbepperle in Reih und Glied vor sich hin baumeln, das beeindruckt mich nicht mehr. 

Bei Banken sitzen auch BWL' er. Bei CloudLösungsAnbietern sitzen über den hochqualifizierten Ingenieuren auch BWL' er [ Junge, schaufel die Kohle rein, egal wie, immer hart am Wind segeln, Ohren steif..... zischel, knatter, flatter....]. Bonüsschen haben wollen, kriegen sollen.

Immer die.

Beinahe hätte ich es vergessen. Das Siegertreppchen hat keinen zweiten und dritten Platz. Der erste Platz ist allerdings doppelt besetzt: Google + Microsoft

Der getestete Rest darf hinabtreten. Die Treppe runter in den beleuchtungslosen und mit Spinnennetzen dicht besetzten Keller. Wo schon Godzilla, Fred Feuerstein und die Hobbits wohnen und die Neuankömmlinge kritisch beäugt werden. Auch im Keller gibt es Teambuilding. Überleben ist angesagt.   

PS: Alle Links in diesem Upgrade mit dem Aufrufdatum 01.04.2016

Rezeptnachtrag für Kichererbsensalat

Nach dem 12-stündigen Einweichen der im Rohgewicht mit 200 Gramm bemessenen Kircherbsen diese mit klarem Wasser abspülen + ca. 1 Stunde mit Wasser bedeckt köcheln lassen. Derweil das Sößchen [ hochnobel: Dressing ] verbasteln. 1 Schalotte kleinsthäckseln, mit Olivenöl [ dem hier ] anbraten, Tomatenmark gleiche Menge wie Schalottenmenge hinzugeben, rösten lassen [ wer Angst vor dem Maillard-Effekt hat, hört hier am besten gleich auf. Das ist der Effekt, den die Steakzubereitungsindustrie so werbewirksam mit -- Poren des Fleisches schließen -- bewirbt. Völliger Unsinn. RindFleisch zum Beispiel hat keine Poren]. Mit möglichst diesem Portwein ablöschen [ ~ 50 ml ], bei reduzierter Temperatur den Portwein eindampfen lassen, kurz vor dem Erstarren der Masse nochmal mit Portwein "besprühen" [ also ganz wenig drangeben ]. Topf weg, ein wenig [ ~ 50 ml ] Wasser drauf [ wer Hühnerbrühe selbstgebastelt hat, jetzt was dranhauen ] , alles abkühlen lassen.

Staudensellerie sowie Lauch in feinste Rädchen schneiden [ nach der Reinigung natürlich erst ], ca 2 cm Ingwer kleinstschneiden, ein bisschen [ halber Teelöffel ] frischen Kurkuma abraspeln [ Kurkuma als Pulver geht auch ]. Alles in die abgekühlte Masse aus dem Topf geben. Salzen, pfeffern des Dressings [ altdeutsch: Sößchen ]. Jetzt die Kichererbsen hinzu und kräftig durchmischen. Anteil Kichererbsen/ Staudensellerie+ Lauch übrigens mindestens halbe/halbe. Eventuell nachsalzen. Der heikle, aber geradezu gigantische Geschmackshammer jetzt: Eine gaaaanz zarte Brise Zimt [ Mikrogrämmchenartig mit viel Gefühl! ] und im Mörser angestossenen Kreuzkümmel [ ca 15 Kreuzkümmelteile ] auf die Gesamtmasse platzieren. Es muss aussehen wie ein arg unterernährter Berliner, streuselmässig auf den Zimt bezogen. Ich nenne es " hauchen ".  Alles ziehen lassen, mehrmals durchmischeln während der Ziehzeit, welche mindestens 4 Stunden dauern sollte.  Bevor das Salätchen auf den Teller kommt, könnten Wagemutige ein bisschen Schafskäse reinbröseln. Und dann eventuell noch einen Hauch hiervon. Einen Hauch, so wie beim Behauchen einer Fensterscheibe. Wer es gerne deftig hat. Und keinesfalls zu Beginn der Salatkreation einsetzen. 30 Minuten vor dem Servieren. Yeap.

Wochenende.





Drucken E-Mail

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok