Einmal verschwunden, einmal da, turnikoti turnikota, das Cebulon ist wieder da....



Intercity mit der Abfahrtszeit 16Uhr27 HBF Düsseldorf weg. Verschwindibust. Kein Halt in Düsseldorf. Einfach weg. Verschollen in den Weiten der Gleisanlagen. 

17Uhr49 Intercity: Transport ohne Störungen. Kein verlängertes Frieren auf Gleis 16 im HBF Düsseldorf. Lediglich die 1. Klasse Waggons an der Zugspitze statt am Zugende.

Oh Bahn, mach mich fit. Ich renne mit. 

Klasse! Lob! 




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Freude dahin, Zertifikatsbepperle + biographisches Gepäck


Patsch, bumm, meine enthusiastische Vorfreude ist soeben abgenippelt.  Die Fee hat nicht ausreichend Flöckchen und Blitzchen in Richtung der DB-Betriebsabteilung geschickt. Störung im Stellwerk bei (in, drumherum) Bonn am 18.01.2016. Der 16Uhr27 Abfahrt HBF Düsseldorf Intercity dampft noch pünktlich in den HBF Köln ein. Dann wechseln die Stahlcontainer mit uns Fahrgästen auf die andere Rheinseite. Der Halt in HBF Bonn ist gestrichen, wir tuckern über Bonn-Beuel. Plus 40 Minuten bis zum HBF Koblenz. Fahrtzeit dann statt circa 90 Minuten eben 130 Minuten. Mir tun die Mitreisenden leid, die von Koblenz aus in Richtung Umland oder gar in Richtung Saarbrücken weitertuckern müssen. Hey, dann bin ich heute insgesamt 220 Minuten mit dem DB-Monster unterwegs plus 50 Minuten mit dem U- bzw. S- Bahnverkehr in Düsseldorf selbst. 270 Minuten sollte zur Verleihung des Pendlerehrennädelchens führen. Dann besäße ich nach 9 Jahren eine vollständige Bekleidung aus Pendlerehrennädelchen ähnlich einer Ritterrüstung. Und dann ab zur Verleihung des Pendlerehrennädelchenordens zum Bundespräsidenten. Müsste aber eine eigenständige Verleihungsveranstaltung sein, keinesfalls mit so jemandem wie Herrn Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der das mit Schrauben erreicht hat. Nicht allein mit Schrauben, nönö, mit begleitender Steuerhinterziehung und den bewährten Offshorekonten. Bäääh! Nö!

Oder betrachte ich das Ganze vom falschen Blickwinkel aus? Könnte es sein, dass die DB-Betriebsabteilung konsequent durchgreift und bei Gefahr im Verzug vorsorglich Stellwerke flachlegt pardon aus dem Betriebsablauf nimmt? Hat die DB-Betriebsabteilung herausgefunden, dass die Feuerschutzbeplankung des Stellwerkes bei (in, drumherum) Bonn, mit einem bedeutungslosen Zertifikatsbepper des TÜV (Abteilung Flacker, Zisch, Qualm und Loder) versehen, dringend ausgetauscht werden muss? Also nicht wie 2015 in Nordrhein-Westfallen unweit Essen im Stellwerk die 26 mm Lafarge-Rigipsplatten beäugt, sondern im Stellwerk bei (in, drumherum) Bonn aktuell hinter die Platten - Fritz hol mal die Taschenlampe und ein Meisterhämmerchen - gespäht und geklopft?  

Die Begrifflichkeit  -  Veränderung des Blickwinkels - entstammt der Nebelmenge Pädagogik. Mengenlehre! Das biographische Gepäck ist Teilelement der Nebelmenge Pädagogik. Der Begriff Blickwinkel ist Teilelement der Nebelmenge Pädagogik. Veränderung des Blickwinkels ist ein Modellchen, um die Fragekatalogmenge  -Wo komme ich/ die/ der her, warum verhalte ich mich / die sich / der sich so, warum ist etwas [Umgebung, Tiefseebohrung, Finanzamt, Regierung, Benzinpreis] so, welchen Einfluss hat es/ er/ die Umgebung/ der Zorn Gottes - so lange herunterzubrechen, bis nur noch Atome zu vermelden sind. Salopp formuliert, herunterbrechen bis zum Allerkleinsten. Moleküle sind schon ohne Aufwand nicht aufzuspüren, aber erst die Atome! Pädagogen ohne die Hobbykellerausstattung mit einem Rastertunnelmikroskop sind jetzt vollends im Schleudergang. Nicht ausreichend gestählte und verantwortungsbewusste Pädagogen brechen jetzt zusammen. Hilfäää, alles furchtbar unscharf. So matschig. Und überhaupt: beim Griesbrei sieht es genau so aus. Den habe ich schon früher nicht gemocht, den Griesbrei. Wäääh.  

Kann ich die im Raum wabernde Forderung nach Veränderung des Blickwinkels im Fall der DB an mich richten? Nach dem Motto: Oh mein Gottchen, früher war die jetzige DB noch in ausschließlich staatlicher Lenkung und die müssen sich ja erst mal vom befehlsorientierten Sklavenstatus zum eigenständig verantwortlichen Betrieb entwickeln. Die brauchen Zeit, vieeeeeel, geradezu unbegrenzte Zeit für diesen Prozess. Kann ich guten Gewissens die Forderung nach Veränderung des Blickwinkels an mich hier einsetzen?  

Huch, mein Forderungsabwehrmanagement weilt gerade im Überstundenfrei. Mist!!!!  

Waren das keine 26 mm Lafarge-Rigipsplatten im Stellwerk unweit Essen , sondern das Material aus dem Bereich - Wir dämmen Deutschland nieder - ? Dieses lebensgefährliche Produkt der deutschen Dämmindustrie, natürlich - von wem eigentlich? - geprüft und versehen mit einem Zertifikatsbepperle, welches trotz Brandriegeln mühelos ganze Häuser abzufackeln vermag. Dieses Material, vom damaligen Brandschutzdirektor der Stadt Frankfurt als lebensgefährlich eingestuft? Genau dieses Material, bei dessen neuerlicher Nachprüfung der Versuchsaufbau bei der Material- und Prüfungsanstalt, so weit ich mich richtig erinnere, vorzeitig abgebrochen werden musste, weil ansonsten das Gebäude der Material- und Prüfungsanstalt mitabgefackelt worden wäre? Das böse Ende hat die Feuerwehr verhindert, die vorsorglich vor Ort in Bereitschaft weilte. Die Prüfingenieure ahnten wohl was. Gottseidank ist nichts weiter passiert.

Mich erstaunt in dem Zusammenhang die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern im Wohnbereich von Privathaushalten in Deutschland. Gilt nicht in allen Bundesländern, wird jetzt aber bald überall umgesetzt werden. Ich ging bisher davon aus, dass in besonders gefährdeten Bereichen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um dem schlimmsten anzunehmenden Ereignis von der Schippe springen zu können. Es soll ja regelrecht Brandschutzsysteme geben, von Profis geplant und installiert. Echt!! Meines Wissens waren bei dem abgefackelten Stellwerk unweit Essen auch keine flammenschleudernden Bauarbeiter unterwegs wie vor Urzeiten auf dem Flughafen Düsseldorf. Mmmmh, irgendwie komisch das Ganze. Vielleicht sind die Rauchmelder ebenso sinnvoll im Außenbereich vorzuschreiben? Wenn schon eine lodernde Mülltonne in der Nähe einer umgerüsteten Hauswand aus der Modellreihe  - Deutschland dämmt sich zu Tode - zur Hausabfackelung führen kann. Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass sowohl Solaranlagen auf dem Dach als auch das zugelassene Dämmmaterial im Rahmen des nationalen Energiesparplanes - Deutschland dämmt sich nieder - eigentlich nichts anderes als die Erschaffung des eigenen Sarges darstellen UND das jeder gedankenlos hinnimmt UND dafür zu Lebzeiten zur Kasse gebeten wird. Kein Wunder, wenn das Begräbnis im Ausland wegen der Tiefpreise in Zukunft noch mehr in Anspruch genommen wird. Vorher abgezockt und prompt ist das Beutelchen leer. 

Da hilft nur Aufrüsten, ganz deutscher Urinstinkt. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Die Höhle schützen. Das gibt Anerkennung. Der Kabarettist Georg Schramm hat das in seinem letzten Stück "Meister Yodas Ende" trefflichst beschrieben: ".....bringt der Mann Beute, werden die Weibchen brünftig..........". Feuerschutzinnenausstattung gesucht. Die Beplankung muss im Wohnbereich selbst vorgenommen werden und der nächste Baumarkt lockt schon. Dieser Baumarkt führt nur Qualitätsware, geprüft von geprüften Zertifizierern, diese wiederum geprüft ....  von wem eigentlich? Ohohoh, ach stimmt, jetzt regiert nur noch der Glaube. Befragen Sie bitte das zuständige Fachausschussmitglied der Regierung nach der Glaubenszugehörigkeit. 

Aber bitte bei der Sicherheitsaufrüstung nur die Rauchmelder der Firma Nest. Da gibt es eine App, zumindest für IOS. Ich sehe es schon, nachts im Schlafzimmer der gebannte Blick auf die App nach dem Motto, ist drinnen und draußen auch alles in Ordnung? Liebling, alles paletti, die App lügt niemals. Mmmmhhh, schmacht, ob Du.....?  Ein Nümmerchen nach dem Kümmerchen. Prima.   

Hey, da kommt es wieder herbeigeweht, mein Forderungsabwehrmanagement. Smalltalk. Ich werde meinen Blickwinkel jetzt ändern und unterstelle, dass am 18.01.2016 vorsorglich verantwortlich prozessorientiert gehandelt wurde. Mainstreamvokabular, ich hasche dich. Ich kann die Begriffe - vorsorglich verantwortlich - im Regelfall nicht der Menge zuordnen, in welcher der Begriff - prozessorientiert - wohnt. Disjunkte Mengen eben, ein Planetensystem und noch ein Planetensystem, verstreut in der Galaxie! So weit, so unendlich alles. Es ist grauselig. 

Trotzdem. Keinesfalls kann dies ein unerwarteter Störfall gewesen sein. Nein, das kann es nicht gewesen sein. Die basteln da jetzt, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen und tauschen Verschleissteile aus. Bestimmt! Warum aber teilen die ein dermaßen positives Handeln nicht mit? Wäre doch ein Leichtes, das in die DB-App einzubinden. Wahrscheinlich weilt der Webprogrammierer im Urlaub oder er wurde outgesourced. Oder war es doch ein unerwarteter Störfall? Ich hadere schon wieder mit mir. Ich bin dermaßen unentschlossen, das kann ich gar nicht leiden.   

Mal sehen, wie lange die basteln. Bald ist Donnerstag, 21.01.2016. 

Ich prognostiziere die Meldung: Personen im Gleis. Dafür kann die DB wahrlich nichts.  





Bereich EDV

Derweil lädt mit dem MediaCreationTool das derzeitige Betriebssystem Windows7 Professional die Dateien für ein Upgrade Windows 10 herunter. Direktupgrade wird seitens Microsoft abgewürgt. Dem steht die Tatsache entgegen, dass Windows7 Professional in einer VirtualBox von Oracle läuft. Wenn diese Firma eines beherrscht, dann Downloadserver mit Power ohne Ende. Der Download marschiert mit durchschnittlich 10 Mbit/sec von der Download-IP-Adresse 13.107.4.50 auf Port 80. Ich muss mir das mal genauer angucken, wie sich Windows 10 auf einem Rechner verhält. Der nächste umrüstungswillige Kunde will das installiert bekommen und das gleich auf ~ 100 Rechnern. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Spyware im Geschäftsbereich der völlige Gau hinsichtlich Datenschutz wird. Mal gucken, der Netzwerkanalyser in Verbindung mit den entsprechenden (ehemals) Sysinternalstools wird alles mitschneiden.   

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Eine Fee, Bertelsmann ≠ Bildung und das Internetstoppschild [1 Update]


Das Transportunternehmen Deutsche Bahn eröffnet das Jahr 2016 auf der Strecke Koblenz - Düsseldorf, als wäre eine grazile und Segnungen verteilende Fee während der Silvesternacht über die Hauptverwaltung geschwebt. Mit wundersamen grünen Flöckchen und positiv geladenen Blitzchen hat diese Fee die Abteilung Betriebstechnik beworfen. Eine andere Erklärung steht mir nicht zur Verfügung, da die Abfahrts- bzw. Ankunftszeiten keine Verschlechterung erfahren haben. 10 Minuten Verspätung pro Fahrtstrecke sind prima. Die Betriebstechnik hat aber auffallend viele Waggontüren mit gelben Defektschildern versehen lassen, was im Regelbetrieb dazu führt, dass wir Kunden die funktionsfähigen Waggontüren traubenartig belagern. Eine ausreichende Anzahl von Einstiegsmöglichkeiten in den Intercity führt am Gleis zu einer wunderbaren Verteilung der Kunden und dann steht einer pünktlichen Weiterfahrt nichts im Weg. Da kommt die regelmäßige Durchsage im Hauptbahnhof Düsseldorf " Sehr geehrte Fahrgäste, wir weisen Sie darauf hin, dass dieser Zug über mehrere Einstiegsbereiche verfügt. Diese dürfen auch benutzt werden" wie der blanke Hohn eines im überheizten Büro gelangweilten Durchsagequakonkels rüber, wenn deutlich weniger Waggontüren zur Verfügung stehen.  Grumpf ::(((( Nicht zu wissen, in welcher Wagenreihung der Intercity herumfährt und außerdem keine Kenntnis davon, wieviele Waggontüren pro Waggonseite noch funktionieren, das ärgert mich mächtig. Das Wort Fahrgastsicherheit gibt es im Qualitätsmanagement des Transportunternehmens. Aber eben nur das Wort. Prozessgesteuertes Handeln mit der Einhaltung der Fahrgastsicherheit, indem die defekten Türen zugenagelt werden? Wenn der Zug auf offener Strecke anfängt zu brennen und dies ein 17Uhr49 IC in gnadenloser Vollbesetzung ist, dann reichen die vorhandenen funktionsfähigen Türen bei ausbrechender Panik garantiert nicht aus, um aus dem Zug zu kommen. Wer nimmt schon die Nothämmerchen und klopft sich den Weg durch die Fenster frei? Bloß kein weiterreichendes Gefahrenrisiko erkennen können und einfach den Waggon aus dem Verkehr ziehen. Never, geht nicht, es gibt keine Reservewaggons. Augen zu und durch. Schweigen, schweigen wie die ehrwürdigen Schulvertreter ebenso ehrwürdiger kirchlicher Internate. Oder wie die Aufseher bei VW.

Die Temperatur in Waggon 4 ist angenehm und ich spähe bei Spiegel Online und Heise auf den Hauptseiten nach Neuigkeiten. Großer Aufmacher  - "Facebook: Hasskommentare werden in Deutschland geprüft" - .

Ich fühle mich schlagartig nicht mehr sicher. In Deutschland geprüft ist, seit dem vermuteten TÜV-Vollversagen bei der KFZ-Prüfung und dem bestätigten TÜV-Absturz bei den Silikoneinsätzen für Frauen, kein Qualitätsmerkmal mehr. Zertifikatsbepperchen umweht vom Geruch der Bedeutungslosigkeit. Wohlgemerkt nicht Wertlosigkeit, denn Penunze bringt das bunte Papierchen immer noch. Der Dampfer säuft gerade ab. Pfffhhhhh. Die mit dem Zufallsgenerator hergestellten Zertifikatsaufkleber bestellen die alle bei der Bundesdruckerei. Die Bundesdruckerei steht kurz vor dem Kollaps, weil ein deutsches Gericht in 2015 einen genaueren Blick unter die Panamahüte geworfen hat, dann die Spur bis Venezuela verfolgen konnte. Der schwerwiegende Verdacht besteht, schmierige Geschäfte in Südamerika betrieben zu haben. By the way fanden sich noch interessante Offshorekonten. Bäähh! 

Der Artikel ist bei Spiegel Online sowie Heise ziemlich inhaltsgleich. Es wird berichtet, dass die Firma Arvato in Berlin eine Abteilung mit einer dreistelligen Zahl von Mitarbeitern eingerichtet hat, welche dem Community Operations Team von Facebook in Dublin zuarbeitet. Es geht um die Beseitigung von Hasskommentaren, Bilder nackter Frauen und was weiss ich noch alles. Aha, das im Geströme der political Correctness erforderliche Korrekturteam nimmt die Arbeit in Deutschland auf.

Nach meinem Kenntnisstand ist Arvato ein Tochterunternehmen von Bertelsmann. Bertelsmann wiederum steuert das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) über eine Stiftung, um die Bolognareformen fachgerecht mitsteuern und beeinflussen zu können. Ich erinnere mich, dass ein demokratisch nicht legitimiertes Kaffeekränzchen um 1989 im italienischen Bologna beschlossen hat, wie die Inhalte und Durchführungen von Bildung den globalisierten Anforderungen anzupassen sind. Ähnlich der Hartz4-Reform wurde von den Furcht- und Gedankenlosen in Regierungsämtern Bologna zum Sinnbild gigantischen Fortschrittes hochstilisiert. Und prompt begann die Umsetzung mit der Suche nach professionellen Partnern aus der Unternehmensbranche. Nach dem Motto,  wenn Du einen Sumpf trockenlegen willst, darfst Du die Frösche nicht fragen, galten die Schul- bzw. Universitätsressourcen nichts mehr. Siehe da, passgenau hatte sich in der Suchphase der Konzern Bertelsmann intensiv dem Thema Bildung verschrieben und dieses positive Unterfangen mit den kapitalistischen Grundforderungen für ein erfolgreiches Unternehmen befüllt. Sozusagen ein Unterseeboot installiert.  Ein ganz leises Unterseeboot mit Batteriebetrieb, jene Technik, welche die deutsche Autoindustrie bis heute nicht auf die Kette bringt. Damit es den Furcht- und Gedankenlosen nicht auffällt. Bildung nach außen, die Penunze zu uns. Das ging natürlich nur mit der Begriffsdeformation von Bildung und dem Zugrunderichten althergebrachter Strukturen im Universitätsbereich. Da passte es wunderbar ins Bild, im Zuge der Bolognareformen über angeblich zu erschaffende Kompetenzen monologisieren zu dürfen und bei der Gelegenheit die Universitäten zu Excellenzuniversitäten umzudeklarieren. Die Folge: Öffentliche Mittel wurden massiv zurückgefahren, Schulen und Universitäten gesteuert pleite. Und nun?

Die demokratisch gewählten Entscheidungsträger trifft man ja immer mal wieder rein zufällig und kann Lösungswege einarbeiten.  In die Bresche sprangen die Bildungsunternehmen mit dem nötigen Kleingeld zusammen mit den Industriekumpels, wobei gerade die Pharmaunternehmen Geld nur noch mit der Schaufel vor dem Verfaulen bewahren können. Genialer Schritt. Finanziell abhängig und bis ins Mark erpressbar gewordene Schulen und Universitäten bekommen ein externes Geldtrichterchen. Aber nicht für den Bildungsauftrag, sondern für die Umsetzung der Sponsorforderungen. Und jetzt schwups Bildung = Kompetenz gebastelt und fertig. Bildungsziel/ Bildungsinhalte geändert und bei den finanziell völlig von den Sponsoren abhängigen Universitäten nach Willfährigen gesucht. Gefunden - und zwar in Massen. Opfer erlegt, jedoch nicht sichtbar getötet. Fleischbeschau nicht notwendig. Wat sollet, Überführung auf die Palliativstation - findet sich bestimmt ein DRG- , ICD- oder was auch immer für ein Abrechnungsschlüssel. Als Tarnung dann Avatare für die Palliativen hingestellt. Hey, wir sind die Geilsten.

Übrigens: Schon Neugeborene verfügen über die Schreikompetenz, die Verdauungskompetenz und die Saugkompetenz. Jede zielorientierte menschliche Tätigkeit kann als eine Form von Kompetenz aufgefasst werden. Kompetenz gibt es bei denen nicht mehr als Bestandteil des Menschen, nö das kann nicht sein, die wird völlig autark aus dem Kompetenzbeutelchen heraus verteilt bzw. zugewiesen. 

Ganz wie in der Informationstechnik und dem Formatieren von Festplatten. Die Bits werden gedreht, gewendet und ausgerichtet. Militärisch akkurat. Husch, husch folgsam sein. 

An der Thematik haben sich namhafte Vertreter aus dem In- und Ausland abgearbeitet und massive Kritik geübt. Korrigiert wurde meines Wissens nichts. Deshalb wabert Arvato unter Anderen! ganz intensiv in Großbritannien herum und versucht dort wie die Firma Selco, nicht nur die öffentliche Verwaltung mit dem Modell PublicPrivatePartnership zu übernehmen, sondern auch gleich noch die Schulen. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen mit dann normierten Bildungsgängen pardon Kompetenzgängen.

Die Bertelsmann-Stiftung wurde 1977 von Herrn Mohn gegründet und der größte Teil des Grundkapitals der Bertelsmann AG in die Stiftung geschaufelt. Von geschätzten 1 Milliarde Euro Stiftungsvermögen, befreit vom Zugriff  der deutschen Steuerverwaltung, generieren sich jährlich circa 60 Millionen Euro. Vorbei an der Besteuerungsmöglichkeit. Und damit gehen die auf Wildfang, pardon Geschäftsfelderschließung.  Jaja, der alte Mohn mit seinem Buchclub, mehr war das ja früher nicht, wusste genau, was er tun musste. 

PublicPrivatePartnership = Koffertausch zu Lasten der Bürger = Bilanzen optimieren = Schulden in der Zukunft = Gemeinwesen wie in Shenzhen [China-Freihandelszone: Arbeitnehmer sind Eigentum der Arbeitgeber - Bleiberecht abhängig vom Arbeitgeber - Ausweisung ebenso]  

Zurück zum Arvatobetrieb im Auftrag von Facebook. Glattgebügelte Kommentarseiten sind das hehre Ziel. Die Mitmenschen müssen geschützt werden vor Hasskommentaren? Warum? Können die Mitmenschen nicht einfach diese widerwärtigen Texte gar nicht zur Kenntnis nehmen? Das ist unzumutbar? Weil sich das nicht gehört? Ist das eventuell der nächste Schritt zur verordneten Entmündigung? Da kriecht mir Opas Genörgle aus der Vergangenheit ins Hirn:  Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Das Multisprachlerteam von Arvato wird zensieren. Eine andere Bezeichnung führt in die Irre. Das Bild der Gesellschaft wird durch Vorenthalten von Informationen verändert, so wie die Suche bei Google dank der von gedankenlosen Nutzern nie gelöschten Cookies immer mehr zum individuell zurechtgeschnittenen Suchergebnis führt. Na dann, willkommen sind alle Couchpotatoes mit der Wahrnehmung der Welt wie vor 200 Jahren. Schnittig, mit Scheuklappen der Blickwinkel auf das Notwendigste dauerhaft eingeengt. Das stärkt die gesellschaftliche Wahrnehmung und somit die Auseinandersetzungsfähigkeit ins Unermessliche, da benötigen wir in Zukunft keine Wahlen mehr.  Da reicht dann das System aus Nordkorea völlig aus. Da dürfen wir uns ganz so fühlen wie die Lemminge, alle Lemminge in eine Richtung und der Tod als Erlösung. Hey, bekommen wir dann auch irgendwelche Jungfrauen versprochen? Könnte eine Religion werden, Fanatiker als Mitglieder und beständige Beitragszahler sind doch einsame Klasse.

Mit Zensurversuchen haben wir in Deutschland in den letzten Jahren manches Spässchen erlebt. Die jetzige Verteidigungsministerin wollte vor ein paar Jahren das Stoppschild ins Internet einbauen lassen. Echt, das Stoppschild sah genau so aus wie das Stoppschild im deutschen Straßenverkehr. Damit die Kinder bloß nichts Schlimmes zu sehen bekommen. In der IT-Szene hat Frau jetzt Verteidigungsministerin die Bezeichnung "Zensursula" verpasst bekommen. Das Vorhaben flog der Dame mangels fachlicher Beratung und gleichzeitig technischer Nichtumsetzbarkeit um die Ohren. Damals arbeitete Frau jetzt Verteidigungsministerin mit dem Totschlagargument "Wir können die Kinder doch nicht diesen Triebtätern schutz- und hilflos ausliefern. Das ist erste Bürgerpflicht, da eine Schutzmauer hochzuziehen". Frau jetzt Verteidigungsministerin hat außerdem in einem Deutschlandradio-Interview verkündet,  dass derjenige, der das Stoppschild im Internet umgehen könne durch technische Fertigkeiten, mit einem Triebtäter bzw. Päderasten gleichgesetzt werden müsse. Mein Statement damals als Mitunterschreiber der Petition gegen das Internetstoppschild: Die Haarfarbe blond (ob künstlich blond oder echt blond) berechtigt bei dieser Frau niemanden, Intelligenz unter dem Häubchen vermuten zu dürfen.

Wenn unter dem Firmendach Bertelsmann die Firma Arvato den Socialmediariesen Facebook dabei unterstützt, glattgebügelte Kommentare zu erzeugen, daneben Arvato massiv den Bildungsbereich durchdringt und der Ableger Centrum für Hochschulentwicklung (gesteuert über eine Stiftung) maßgeblich an der Steuerung der Universitäten beteiligt ist, schließe ich daraus:  Der kritische, unter Umständen sich unflätig äußernde Bürger soll weg. Der umbequeme, schreiende, eventuell zur Gewalt auffordernde Bürger soll weg. Das unkritische Konsumwichtelchen muss endlich her. Hey, das ist dann Demokratie in Reinform, oder? Demnächst kommen die Raucher dran, davon bin ich überzeugt. Weg mit. Kostenfaktor. Dicke ebenso, Dünne sowieso, Hochgewachsene, Kleingewachsene und Alte. Die Analphabeten dürfen bleiben, da haben die noch ein paar listige Programme aufgelegt, bis das MHD erreicht wird.  

Am 15.12.2015 hat Bertelsmann sich mit dem Ansprechpartner Dr. Martin Noack in idw-online.de über die gesunkenen Ausgaben im Weiterbildungssektor seitens der öffentlichen Hand geäußert: In einer an die Uni Duisburg-Essen delegierten Studie (Studien sind im Bereich Klinische Studien im Regelfall elegante Statistikerhebungen mit teilweise seltsamem Studiendesign/Studienergebnis, sofern nicht öffentlich dokumentiert!) habe sich als Ergebnis herausgestellt, dass es sinngemäß mit Deutschland in den Keller geht und deshalb die Rahmenbedingungen seitens des Staates geändert werden müssen, um Chancengleichheit herzustellen. In dieser Veröffentlichung wortklaubt ein Herr Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung (aha-die Stiftung wieder) so vor sich hin und äußert  -  "angesichts einer flexiblen Arbeitswelt und Berufsbildern im Wandel müssen wir sicherstellen, dass alle Arbeitnehmer ihre Kompetenzen weiterentwickeln können" -.

Aha: Nach Schritt Eins - Bildungsunternehmen allgemein als Vollstrecker der Industrie - folgte jetzt Schritt 2. Da die den Hals nicht vollkriegen können, beginnt das erneute Anzapfen der öffentlichen Kassen. Der Staatstresor wird angezapft mit der Forderung, erhöhte Mittel in die Bildung zu stecken, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten zu können. Die Umstände haben sich ja so plötzlich geändert, wir stehen bereit, gegen eine entsprechende Beteiligung die Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen zu können. Wir sind Profis. 

Diese Lautschreier wollen noch mehr Penunze organisieren. Der Geschäftspartner aus dem Unternehmerbereich stößt die Forderungen wie beim Billardspiel über Bande raus und irgendein bereitwilliger, einnahmebedrohter Zeitungsverleger kolportiert das auch noch. Dann kann der zuständige Referatsleiter im Ministerium das direkt für eine Haushaltsmaßnahme übernehmen und darf dann eventuell bei einem Arbeitsplatzwechsel auf gefällige Angebote des Bildungsunternehmens bauen. Eben wie in der Bauindustrie, jeder kennt ja Roland Koch und die Bilfingerstory. 

Der Horror: Die unreflektierten Gedanken des Bolognakaffeekränzchen führten zum Schulterschluss von Regierung und  Bildungsunternehmen und beide streben mit aller Kraft den passgerechten Bürger an. Auf allen Kanälen. Online, inline, vom Kindergarten an bis zum Hochschulabschluss. Geil wird die KindergartenAPP für IOS und Android: Digitale Märchenbücher poppig und fetzig aufgemacht und die Inhalte kommen von der Gated Community. Die mit dem Zaun drum und den Securitykräften, bisher den Wohlhabenden vorbehalten. Telenovelas hatten immer eine eigene Strahlkraft auf die Menschen. Bei den Ungebildeten verändern Telenovelas das Leben, der Schwachsinn frisst sich da einfach rein. War schon immer so und wird immer so sein.  Oder gibt es eine andere Erklärung für die Wiederwahl anno dunnemals von Italiens Berlusconi oder die Tatsache, dass Mr. Trump in den USA sich um den Präsidentenposten bewirbt und gefeiert wird?

Bei der Gelegenheit mein Buchtip:                  the deliberate dumbing down of america        Charlotte Thomson Iserbyt [738 Seiten]  Second Printing 2000 

In einem Artikel vom 24.04.2015 las ich, dass der interne Weiterbildungsdienstleister der Deutschen Bahn, DB Training, nicht mehr so wie bisher unterrichten will. Das Konzept "Pädagogische Professionalisierung" wurde im April 2015 vorgestellt: 9 Tage Weiterbildung für 650 Trainer sind ein Millionenbetrag für dieses Projekt. Ziel: In den zukünftigen Lernsettings wird Selbstlernen eingefordert, Lernen reicht nicht mehr als Aufnehmen von vorbereiteten Inhalten, sondern Lernen wird als aktive und individuelle Erarbeitungsleistung des Lernenden betrachtet. Lernen an möglichst echten Aufgaben (Learning-by-doing). Eine Methode, um möglichst schnell möglichst einfache Tätigkeiten ausüben zu können. Nix Grundwissen, Verständnisbildung für weitergehende Strukturen. Weg damit, zu teuer. Bringt doch nichts.

Scheuklappen irrlichtern am Firmament herum. Ich bin ganz verwirrt.  

Das derzeitig gültige Ziel von Bildung wird nur den Marktgesetzen unterworfen, Kostenkontrolle stellt das höchste Ziel dar. Das Ganze mit dieser triefend überheblichen Aussage " Lebenslanges Lernen" legitimieren zu wollen, bedeutet nichts anderes, als den für die Industrie vorformatierten Arbeitnehmer zu erzeugen. Verfallszeit eingebaut. Wie bei Lebensmitteln das aufgedruckte MHD. Es geht dann wieder von vorne los. Lebenslang. Und immer von vorne und immer in der untersten Gehaltsstufe. Wetten?

Kommt mir alles so vor, als würde wieder Hackfleisch bei einer Handelskette umetikettiert. Abgelaufen, komm, die Doofen werden es schon vertragen, wenn die Peristaltik wieder randaliert. Die Hauptsache, Penunze.

Das Hackfleisch-Etikettierspielchen wurde perfekt in den Bildungsbereich implantiert. Das Leben in Häppchen, allerdings keine Gourmethäppchen. Vorne hängt immer nur die einfache Möhre (alternativ Biomöhre). Einfach unerreichbar. Ein besonderes Lob verdient bei dem Möhrenspielchen die OECD [Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit]. Jener Wirtschaftslobbyverein, der sich bei der Disziplinierungsmaßnahme[Konditionierungsmaßnahme]  PISA als überragender Möhrenhinhalter herausgestellt hat. Wenn nicht sogar als Chefmöhrenverkäufer. Das Möhrchen hieß unter anderem Finnland. Selbst die aus dem Dunstkreis Springer-Mohn heraus betriebene Zeitung DIE WELT konnte im Artikel vom 07.07.2015 nicht mehr leugnen, dass Finnlands Pisa-Wunder sich als Irrtum entpuppt. 

Ganz früher durften solche Herr-Schaften immer ganz hinten rechts auf dem Jahrmarkt das Glaskugeldesignspielchen betreiben. Oder den Konferenzsaal nur durch den Hintereingang betreten. Die Kundschaft war bis zum Glaskugelzelt eh schon dermaßen alkoholisiert, dass sie nichts mehr mitbekam. Und heute fiebern diese Herr-Schaften ganz offen mit dem Geschäftsmodell herum. Ungehindert, die paar Kritikpiekserchen hie und da stören nicht beim Penunzezählen. 

Masterabschluss für ein von der Wirtschaft derzeit nicht nachgefragtes Fach [der Staat fragt intensiv nach Spezialisten für den BND, das BSI, BKA und wo all die TerroristenabwehrUniversalMicrosoftServerKlickTypen sich so rumtreiben, die unfallfrei noch nicht einmal mit der PowerShell umgehen können geschweige denn einen Netzwerkanalyser überhaupt bedienen können], tja dann Pech gehabt. Los auf Anfang oder mal ein paar Jährchen Taxifahren üben? Na, wie wäre es? Wie, das funktioniert mit ihrem Bachelor nicht, warum haben Sie denn keinen Master draufgesattelt? Oh Tschuldigung, das konnte ja vor 5 Jahren keiner ahnen, dass der Staat keine Vorstellung von einer demokratischen und sich entwickelnden Gesellschaft hat und dies auch im Sinne der Bürger umzusetzen weiß. Wissen schon, damals, wegen dem Schulterschluss von Regierung und Bildungsunternehmen und von wegen der Globalisierung, jaja, da müssen wir noch feinjustieren. Da skillen und justieren die flotten BWL`er dann so vor sich hin und beim Justieren brauchen die erst mal eine Instruktion, was wohl in Excel der Unterschied zwischen relativen und absoluten Zellbezügen bedeuten mag. Zwischenzeitlich kann sich die Arbeitsagentur die aktuellen Zahlen einfach nicht erklären. Yeah, wir haben doch schon ca 10 Millionen Menschen in diesem Land aus der Statistik rausgenommen, damit es schön aussieht. Warum, in drei Teufels Namen, wächst jetzt bloß der Balken bei den massiv kompetenzorientierten Ausbildungen dermaßen an?  

Was dieser Gesellschaft bei dieser Umsetzung für eine Ressource verlorengeht, vermag ich mir gar nicht vorzustellen. 

Die Spaltung der Gesellschaft als Zielvorgabe. Selbstverständlich gibt es für die durch Erbschaft finanziell Saturierten und Interessierten Möglichkeiten zum Ausweichmanöver. Weltweit existieren fantastische Bibliotheken. Die Interessierten gehen dorthin, um das Leben wieder lebenswert erscheinen zu lassen. In den Bibliotheken findet sich die Weltgeschichte mit ihren Irrtümern, Hintergrundwissen über den Wahnsinn der Religionen und das technische sowie philosophische Wissen der Menschheit. Alles bereit zur Aufarbeitung. Das aber muss erlernt worden sein, diese Fähigkeit zur Aufarbeitung. Dafür braucht ein jeder Bildung - keine Kompetenzen. 

Bologna - Bildung desavouiert - Humanismus megaout - Schlichte Gemüter gefordert - Gesellschaftliche Weiterentwicklung auf Raupenniveau gesenkt - Verwertbarkeit der Kompetenzobjekte nach Abschreibungskriterien garantiert  - Kompetenz als Unwort des Jahrhunderts  

Keiner schlichteren Natur kann ich angesichts der abgewirtschafteten öffentlichen Hand ernsthaft hilflose Gedanken mit Gewaltorientierung verübeln. 

Update der Energiemessungen Lenovo T420

Ubuntu 14.04 als Betriebssystem 

- mit VirtualBox und darin gestartetem Windows 8.1 sowie Arbeiten in Excel 2013 
10 W/h 

- Video abspielen  HD 1920x1080 bei 90 % Bildschirmhelligkeit 
19 W/h

- Audio mit VLC 
13,5 W/h 





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Temperaturen, Schlangenöl und Notebooklaufzeiten


Ich bin im Arbeitskörbchen 2016 gelandet. Der IC Abfahrt 06Uhr05 ab Koblenz rollt wieder ohne den Wagen 11 (Bistrowagen) los. Naja, die Reise führt auch nur zum Ostseebad Binz. Wozu da einen Bistrowagen mit dem unnötigen Service mitschleppen? Wagen 4 ist angenehm beheizt und die 10 Minuten Verspätung bei Ankunft in Düsseldorf stellen nichts Besonderes dar. Business as usual.

Heute habe ich mich dem Thema Messungen sowie Bewertungen gewidmet. Ich ermittle heute gefühlte Temperaturen beim Bahnreisen, Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter des Transportunternehmens sowie die Laufzeiten meines Lenovo Thinkpad T 420.

Das Notebook ist ausgestattet mit 1 TByte SSD-Festplattenspeicher, verteilt auf 3 Samsung 840 Pro SSD. Der hinten etwas hinausstehende Akku mit der Kapazität von 95 W/h macht die Kiste zwar etwas schwerer, dafür muss ich nicht bei jeder Gelegenheit mit verzweifeltem Blick nach einer Steckdose schielen. Videos mit einer Auflösung von 720x576 saugen mit 13,5 Watt pro Stunde Videolaufzeit am Akku, bei der Auflösung von 1280x720 sind es dann 16 Watt pro Stunde Videolaufzeit.  Gemessen mit abgeschaltetem WLAN sowie abgeschaltetem Bluetooth. Damit kommt das Notebook auf 6 bis 7 Stunden Videowiedergabe. Als Betriebssystem kommt auf dem Notebook Kubuntu 14.04 (Linux) zum Einsatz und hier darf Microsoft Windows8.1 nur in einer virtuellen Maschine den Betrieb aufnehmen. Die Firma Microsoft geht mir ja schon seit Jahren gewaltig auf den Keks mit ihren Klicki-Bunti-Spyware-Systemen, bei denen ich immer paranoider wurde, weil die zwingend notwendigen Virenschutzlösungen für das löchrige Windows andauernd irritierende Meldungen ausgeworfen haben. Die Logik bei diesem zwangsverheirateten Pärchen - Microsoft Windows + Virenschutzlösung - kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Das kommt mir immer so vor, als ob ein Schweizer Almhüttenbetreiber seine Käsekammer mit den Käselaiben (die mit den vielen Löchern drin von den mampfenden und pupsenden Bakterien) mittels einer Türe sichern möchte, welche von ebenso mampfenden und pupsenden Holzwürmern "durchschossen" wurde.

Virenschutz = Schlangenöl= Im Badischen nennen wir das auch Bescheißerle.

Und das Schlangenöl wird ums Verrecken nicht billiger [geschweige denn dass die Erkennungsrate des Schlangenöls steigen würde], wohingegen Windows10 zu den Kunden geschmissen wird für "Umme". Los, Mensch nimm es doch endlich, das ist so was Geiles. Nimm! Endlich! Los! Und der drohende Unterton so ganz nebenbei: Nächstes Jahr kostet es dann echtes Geld. Was ist da bloß los beim Hersteller des weltweit verbreitetsten Betriebssystems? Eine Betriebssystementwicklung ist nicht unter 1 Milliarde Euro zu haben und dann überlässt dieser Hersteller den vermeintlichen Schutz seiner "Babies" irgendeiner anderen Softwarebude? Oder schieben die sich einfach gegenseitig die Euros rüber? Warum nur? Nur um die Bilanzen zu hübschen? Wenn ich nur dieses widerwärtige aufpoppende Meldungsfenster in Windows 8.1 nach dem Anmelden am Rechner schon rechts erblicke, könnte ich meine Gußpfanne rausholen und draufdreschen. Und das bekommt man einfach nicht dauerhaft wegkonfiguriert, dieses Meldungsfenster, da haben die Jungs und Mädels aus Redmond/USA alle Register gezogen.

Holzauge sei wachsam, ist die Ware kostenlos, bist Du selbst die Ware.

In den Maileingang rollte letzthin eine jener Mails mit Anhang herein, auf die ich mich immer mit Begeisterung stürze. Der Anhang ist eine Zipdatei (.zip) und drinnen ein Worddokument. Aber ein Worddokument, dessen Inhalt sich "gewaschen" hat. Exakt die Ausführung von Worddokument, von dem das Computermagazin ct  kurz zuvor berichtet hatte. Da stand doch fast der ganze Code im Dokument selbst drin und nichts war zu sehen in dem Dokument, weil die Schrift in der Formatierung auf weiss gestellt worden war. Brizzel, brizzel. Seit langem wieder ein Worddokument mit VBA-Code drinne. Fast so wie in der Bekleidungsindustrie, da wiederholt sich alles im 10-Jahres-Takt. Bei der Gelegenheit fällt mir wieder ein, dass nur ganz wenige Menschen auf diesem herrlichen Planeten überhaupt die Dateiendung für eine Zipdatei (.zip) erblicken können. Warum? Weil Microsoft seit Methusalems Zeiten seine Betriebssysteme so ausliefert, dass Dateiendungen ausgeblendet werden.
Yeap, das ist ja so komfortabel, wenn der Kunde nicht alles sieht. Und damals wie heute klickt jeder hektisch doppelt auf die Dateien, auf dass etwas passieren möge. Klicken, bis alle auf dem Baum sind. Oder  die Schadsoftware in das Betriebssystem eingeschleust ist.

Es ist an der Zeit, den PC-Führerschein zur Pflicht zu erheben. Ohne Führerschein darf auch niemand ein Auto über die Straßen rollern lassen. Es ist an der Zeit. Nicht diese labberige Medienbildung wie in den Schulplänen vorgesehen, sondern echte Leistungs-Können-Beherrschen-Abnahme in der Handhabung eines Computers. In dem Fall reicht dann auch eine schlichte Kompetenzprüfung, die Hauptsache was gelernt + geübt + somit verinnerlicht.

Der Virenschutz AVG Business hat bei diesem Worddokument keine Gefahr erkannt, ClamAV sowie nicht, diese Software läuft ja mit Tomaten auf den Programmschnipseln herum. Potzblitz, aber der Microsoft Defender hat sofort rumgepöbelt - Gefahr,Gefahr,Quarantäne! Hey, wenigstens erkennt das Microsoft Schutzprodukt den hauseigenen Müll. Der Check bei virustotal.com ergab, dass 40 % der dort herumtobenden Virenschutzsysteme eine Gefahr erkannten. Wowh. Ich stelle mir bei dem Thema Schadsoftware immer vor, nur 40 % der Sicherheitsgurte würden im Ernstfall funktionieren.

Was ein Elend.

Zurück zu den Messungen bzw. Bewertungen. Die Rückfahrt mit dem IC Abfahrt 16Uhr27 ab Düsseldorf verzögerte sich betriebsbedingt um 10 Minuten. Alles betriebsbedingt - Weichen-Blätter-Schnee-Eis-morbide Lokomotiven. Das habe ich locker angenommen und den Bistrowaggon aufgesucht, welcher zufällig auf der Höhe meiner Warteposition am Gleis 16 zum Halten kam. Der Servicemann im Bistro verkündete gleich mal das völlige Fehlen von Gläsern und alkoholfreiem Bier. Weintrinker nuckeln halt direkt aus dem Fläschchen und ich als Flaschenkind habe mit Bier aus der Flasche schon lange keine Probleme mehr. Da stelle ich das Zäpfchen auf Durchzug und alles ist prima. Leider war dieses Bier temperaturmäßig kurz vor dem Gefrierpunkt angekommen, als ich es vom gleichgültigen und schon fast unfreundlichen Servicemann rübergereicht bekam. Auch die 50 Cent Trinkgeld haben keinerlei Reaktion bei diesem Vertreter des Dienstleistungsgewerbes hervorgerufen. Ich ummantle das Frostprodukt mit meinen Händen und bewärme es bis Köln. Und dann geschieht es schon wieder: Das Bier in der Flasche wird langsam wärmer, die Temperatur im Bistroabteil sinkt. Faszinierend. Ich beäuge meine Mitreisenden und beim Einlaufen in den Bahnhof Bonn haben sich einige schon die Jäckchen zum Wärmen übergezogen. Ich bin also doch nicht irre geworden, ich bin ja nicht alleine beim Frösteln. Gottseidank. Das bleibt zu erforschen, ob und inwieweit die Flaschenkühlung im Bistro an die Klimaanlage des Bistroabteils selbst gekoppelt ist. Besteht hier lediglich eine Korrelation oder gar eine Kausalität? Ich habe nicht getestet, ob nach dem Absinken der Bistroabteiltemperatur die Temperatur des verkauften Bieres angestiegen ist. 2 Fläschchen auf der Rückfahrt sind mir doch zuviel des Guten. Oder wollen die dann mit dem Trick den überteuerten Thai-Yi-Gong-Tee verkaufen? Kundenswapping betreiben? Ei gucke mal, die steuern die Getränkewünsche der Kunden? Wie cool die doch sind.

Keine weiteren Vorkommnisse.





 

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