Pendlernädelchen, Raketen + Satellitenbildstörungen [Nachtrag][Update]


22.06.2016 Abfahrt mit dem 06Uhr05 StahlWurm. Die Reservierungsdiskette für das Bordcomputerchen traf offensichtlich rechtzeitig ein. Prima. Zustand des Waggon vier manierlich.Das Bordbistrowaggönchen verfügt heute morgen über ein eingeschränktes Angebot, wie die Lautsprecherdurchsage verkündet. Pünktliche Abfahrt. Pünktliche Ankunft.

Pendlerseele im ausgewuchteten Zustand.

16Uhr27 Rückfahrt mit dem wiedergeborenen Intercity ab Düsseldorf HBf. Pünktliche Abfahrt. Bistrowaggon vorhanden (die BahnApp hat nicht geflunkert) und auch noch ein superfreundlicher Theker mit auffallend positiver Ausstrahlung. Pünktliche Ankunft am Zielbahnhof Koblenz.

Priml.

24.06.2016 Abfahrt mit dem 06Uhr05 Intercity. Jaja, die älteren Urlaubsreisenden sind schwer irritiert in Waggon vier bei der Suche nach den Reservierungsanzeigen und dem überprüfbaren Inhalt. Da will keine Übereinstimmung zwischen Papier und elektronischer Anzeige herzustellen sein. Die Reservierungsanzeigen sind in der Verfinsterung verschwunden. Inaktiv. Völlig dunkel. Eine berechtigte Vermutung glimmt in mir hoch: Die Reservierungsdiskette könnte bei diesen der Atacama-Wüste ähnlichen Temperaturen abgeschmolzen sein? Na? Isses so?

Beim Verlassen des HBf Köln fällt es auch der Zugleitung auf, dass die Reservierungsanzeigen nicht vor sich hinglimmen und verkündet diesen Zustand mit Bedauern in der Stimme über die Lautsprecheranlage. Cooler ImNachHineinService. Aber besser als gar nichts.

Rückfahrt mit dem 19Uhr27 ICE [ der Luxusausführung des IC-Stahlwurms ] ab Düsseldorf HBF. Pünktliches Einrollern. Der Blick in die BahnApp verrät mir Einstellung des DB-Fernverkehrs zwischen Mainz und Koblenz wegen eines Unwetters. Okay. Das sollte diesen ICE sowie den IC ab Köln eigentlich nicht betreffen. Oder? Yeap, so ist es. Die lässigen 8 Minuten Verspätung des IC-Stahlwurmes ab HBf Köln lassen mich erst Mal kalt. Hauptsache, es geht voran. Übrigens: Im ICE zwischen Düsseldorf und Köln haben die Kontrollerteams alles mal cool angehen lassen. Kein ICE-Aufschlag. Ich Glückshörnchen!

Ohohohoh, plötzlich einsetzende Schleichfahrt im Bereich des weltberühmten Bahnhofs/desHaltestellchens Bonn-Sechtem. Was hat das zu bedeuten? Jaja, es ist okay, ja, die Begrünung beidseits der Gleise beeindruckt mich mächtig. Doch, tut es. Natur pur. Brrr, Stillstand des Stahlwurms. Wie gesagt, Bonn-Sechtem. Stiiilllstand!

Irgendwann kurbelt der Stahlwurm weiter. Den HBf Bonn erreichen wir mit 15 Minuten Verspätung. Und als Begründung für diese Verspätung muss heute nicht herhalten ein Begriff aus der folgenden Aufzählung: Regen, Unwetter, festgefrorene Weichen, Laub auf dem Gleis oder Suizid auf/neben dem Gleis. Nein: Eine profane Störung an einem Bahnübergang scheint der Anlass für das unangekündigte Besichtigungsprogramm von Bonn-Sechtem gewesen zu sein. Ahja. Der Zielbahnhof Koblenz wird mit den auf der Strecke herumsummenden Verspätungsminütchen schlussendlich mit plus 20 Minuten erreicht.

Tagesbilanz: 28 Verspätungsminuten und somit ein weiteres Pendlerehrennädelchen [ silbern ] für das Pendlerehrennädelchenkissen.

25.06.2016 Abseits der Gleise verursachen bei mir die Artikel zum Ausstieg Großbritanniens [ Brexit ] aus der EU mittelschweren Brechreiz. So intensiv ich die wunderbar gestalteten Grafiken verschiedener OnlineMagazine [ alle wohl von derselben Quelle gezogen ] zum Wahlverhalten der Bürger Großbritanniens auch durchforste, die forsch zusammengestoppelten Wort/Satz/Hashtag -Hülsen des Autors genau dieses Artikels kann ich nicht nachvollziehen. Wie ein einzelner Mensch die Tatsache der unterschiedlichen Wahlbeteiligung [ nach Altersgruppen ] als Argument gegen! die aktiv der Demokratie Frönenden [ Wahlrecht nutzenden ] auslegt, grenzt an Diskriminierung.

Ein Nebelkerzenwerfer der ganz unseriösen Art, der auf dem Klavier [ Musikinstrument groß mit schwarzen und weißen Tasten ] die einfachsten Unterscheidungen [ rein visueller Art ] beklimpert: Mann - Frau, Alt - Jung. Weitere Eigenschaften bleiben unbeachtet. Eine MiniAuswahl: Erfahrung - NichtErfahrung, Bildung - NichtBildung, PolitischInteressiert - PolitischDesinteressiert.

Eine von vielen möglichen Fragestellungen: Wieso kamen die furchtbarerweise [ abhängig vom Betrachtungswinkel ]  "Stimmzahlunterlegenen" bei 41 000 Wahllokalen und einer Öffnungszeit bis 23Uhr00 eigentlich nicht vom Sofa hoch? Oder dauerte das Shopping bei Primark zu lange? Werfen wir einen Blick auf dieses verwirrende, angeblich mit Datenmaterial von Google [ der Übermutter des mysteriösen Internets ] generierte Bildchen. Angeblich nach dem Wahlergebnis begann die Suchorgie bei der Übermutter des "Internets". Okay, deeer Link führt nur zu Twitter. Trotzdem irritierend, oder? 

Update: Na wer sagt es denn? Mit dem vermuteten Shopping bei Primark oder halt nur dem saturierten CouchPotatoLevelPflegen liege ich gar nicht so daneben. Werfen wir ein Blickchen hierhin 0 . Uihuihuih.

Dem oben erwähnten Zukunftslobbyisten 2 [ Mitglied in allerlei Klübchen, insbesondere dem SPD-Klübchen, ich glaube Unterabteilung Netzforum ] lege ich nahe, seine Formulierungen zu optimieren. Dann wird es auch was mit/in/unter/nebendran/gegenüber der SPD. By the way: Früher, im Pleistozän [ als ich jung und kurbelig durch die Straßen wehte, ich weiß, lange ist es her ], durften derartig nassforsche Jüngelchen erst nach einer bestandener Bewährungsprobe auf dem Schulhof überhaupt mal in der Schülerzeitung was niederkritzeln. Nicht bestanden? Backe rot. Nix kritzeln dürfen.

Und jetzt und wie weiter? Wie optimiert sich dieser Zukunftslobbyist am Besten?

Gaaanz einfach: Eintauchen in die sphärischen Weiten des Bundesnachrichtendienstes [ BND ] . Etwas präziser: Eintauchen in die Weltraumtheorie 3 des Bundesnachrichtendienstes. Nach dem Eintauchen und zusammen mit seinem hausgemachten/mitgebrachten Sprachgedudel ergäbe sich dann ein derartiger Sprachmüll, dass auch der letzte Bildzeitungsleser begreifen würde: Wortgesülze wird nicht dadurch glaubhafter, wenn es in einem [ bis jetzt noch, wenngleich immer weniger nachvollziehbaren ] renommierten Wochenmagazin erscheinen darf. Treffen sich nicht die Anhänger der Weltraumtheorie regelmäßig mit den Cheerleadern von Scientology/NSA? Echt nicht? Treffen Die sich etwa nicht in einer Cloud? Welcher Cloud genau? Bei Microsoft im Magdeburger Rechenzentrum? Auf deutschem Boden, aber in der virtualisierten Cloud, naja, zugegeben, das ließe sich mit der Weltraumtheorie des BND vortrefflich hinterfotzig hinbiegen.......

Perfektes Lall-Schwall-Gummiball-Gesülze ergäbe das dann.

Aber meine Kumpels, Fräulein Hoffnung und die achtbeinigen Glücksperlchen, hatten heute TeamBuilderSitzung. Seit heute mittag sind die Superscheinwerfer mit den MagnetoWellenGeneratoren angeschaltet. Im Volllastbetrieb. 

Alles wird gut.

DENN

in absehbarer Zeit sollte dann die erste [ sind ja genügend da ] Rakete ins All geschossen werden [ Lastentransportmodul muss besetzt sein mit den Beteiligten aus 2 und 3 ] und wir kleinen ErdenWichtel widmen uns voller Begeisterung diesen Ausführungen 4 und wünschen guten Flug. Wenn es dann hie und da zu kleinen Bildstörungen beim Satellitenfernsehen kommen sollte, so könnten wir mit Genugtuung vermerken: Die unnützen Brocken sind immer noch oben im Weltraum. Qualitätsmanagement der gaaaanz einfachen Sorte. Schlicht und valide. Was will man mehr.

Jawolli. Guten Flug Euch.

Nachtrag:

Und schon rollen die Manipulierer mit den willigen Gehilfen heran. Mann oh Mann, wer glaubt im Jahr 2016 noch an eine schnell zusammengeklatschte OnlinePetition? Ja wer wohl? Die mit monatlich reichlich Zwangsgeld beglückten Öffentlich-Rechtlichen. Bei denen ein Herr Kleber als freier Mitarbeiter! [ das hat mich wirklich überrascht ] überschlägig 600 000 €/Jahr verdienen soll.  Tapert die legendäre ARD mal wieder in der Bedürfnisanstalt 5 herum? Schaut gar nicht gut aus, wenn ich mir diesen Artikel 6 so durchlese. Lebe ich in einer Zeit der außerordentlich schmierigen pressegesteuerten Desinformation, ähnlich der Geschichte Springer-Brandt 7




0 Link führt zu WeltOnline 26.06.2016 16Uhr38
1 Link führt zu ZeitOnline Artikel 25.06.2016 15Uhr39
2 Link führt zur Homepage von Wolfgang Gründinger Aufruf am 25.06.2016
3 Link führt zu Wikipedia Artikel Geändert 14.01.2016 15Uhr54
4 Link führt zu what-if.xkcd.com Erklärung Nr. 134 / Die deutsche Übersetzung von Nr. 134 findet sich im P.M. Magazin Ausgabe 06/2016. Leider nicht online, aber im Lesezirkelheftchen beim Allgemeinarzt und hier im Wartebereich aufzufinden ::))
5 Link führt zu Wikipedia Änderung Artikel 5.01.2016 um 19Uhr40
6 Der Link führt zur Webseite   sciencefiles.org mit Datum 25.06.2016
7 Link führt zu SZOnline Artikel 29.11.2012 11Uhr47

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Reservierungscomputerchen bekommt Kumpels? [Korrektur]


Die Nachricht, auf welche ALLE Pendler gewartet haben. Also die Pendler, die über ein Mobilgerät [ Smartphone, Tablet, Notebook mit integriertem WLAN ] verfügen. Der Luxus wird uns überfrauen/übermannen/überwelchesgeschlechtauchimmer.

Jawolli.

Der Wahnsinn 1.

Ich höre die FilmServer schon mächtig brummen. In der tiefen Nacht, wenn so ein StahlWurm einsam und verhärmt auf dem Wartegleis herumstehen muss, um sich auf den nächsten Arbeitstag vorzubereiten, wird ein fleissiger BahnMitarbeiter den neu eingerichteten Dockinganschluss bei Waggon Nr X [ wird noch zu ermitteln sein, die Waggon Nummer ] mit dem weltberühmten "Internetkabel" verbinden. Und dann werden flugs die angesagten/nicht angesagten FilmTeraBytes des Anbieters/der Anbieter auf die Festplatten des wartenden DB-Serverparks gehämmert. Yeap. Genau so wird es passieren.

Hey, Reservierungscomputerchen. Nicht schluchzen. Du musst leider bei den Disketten verharren. Aber vielleicht fühlst Du kleiner Reservierungscomputer dich dann nicht mehr so einsam, wenn die neben Dir stehenden Serverkumpels auch anfangen zu weinen. Weil das "Internetkabel" mal wieder nicht funktioniert hat?

Shit happens.

Und das in den StahlWaggons dann vorhandene Drahtlosnetzwerk wird den von den Transportverzögerungen völlig genervten Pendlern ENDLICH ein Filmvergnügen anbieten können, um über die Seelenpein des Fleischpäckchentransports hinwegzukommen.

ENDLICH.

Wobei............

Der StahlWurmBetreiber DB wird es wahrscheinlich nicht kostenfrei anbieten. Das wäre allerdings derb: Für die Transportverzögerungen bezahlen wir Fleischpäckchen schon mehrfach. Einmal mit dem Fahrpreis auf die nicht gemäß Buchung erfolgten Leistungen [ Pünktlichkeit, Komfort beim Umsteigen, Folgekosten ] und mit der zusätzlich aufgewendeten persönlichen Lebenszeit oder gar mit dem Ärger beim Arbeitgeber wegen der häufigen Verspätungen.

Selbstverständlich ein geniales Konzept seitens der DB, in Zukunft vorgebliche Mainstream-Komfortleistungen anzubieten, um das nachgewiesen unzureichend umgesetzte Grundgeschäft zu "verdecken". Nörgelnd wie ich bin, würde ich den Entscheidern der DB davon abraten, für diesen Einsatzfall sich nur auf den Anbieter Maxdome zu verlassen. Die schaffen es noch nicht mal, einen Film an einem 16 Mbit/sec DSL Anschluss der Telekom an meinem Standort ruckelfrei an/auszuliefern. Muss also nicht sein. Wahrscheinlich stellt Maxdome demnächst auf Mindestlohnbasis die Festplattentransporteure für die DB-Versorgung ein. Großkotzig wie die zu Maxdome gehörende Sendergruppe [ oder ist das gar umgekehrt? ] immer auftritt, um das "Nichts" zu verkaufen, werden diese Festplattentransporteure für die DB-Versorgung dann als Datamanager ausgeschrieben. Hip, hip, hurray. 

Da würde ich doch Netflix noch dazunehmen. Na? Wie wärs?

Und die BWL-Löckchen-Träger werden zusammen mit der allgegenwärtigen MarketingAbteilung der DB das ganze Vorhaben noch als GesundheitsBIOInitiative vermarkten. Wetten? Warum könnten DIE das eigentlich?

Deshalb ? Und vielleicht liegen DIE diesmal richtig. Mobilfunk ist nicht gleich WLAN. Isses nicht.

Ich bevorzuge Valium10 beim Fleischpäckchentransport. Alternativ für die einfachen Tage eben Neurexan. Sich ständig bedudeln zu lassen, ist schon lange keine Lösung mehr. 

Synapsenerholungsphase.

Nachtrag 22.06.2016

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Da waren gestern diverse Hirnverschaltungen bei mir unterbrochen. Die Filmserver brummen zukünftig nur in ICE [ hie und da in manchen Details das bessere Produkt des StahlwurmBetreibers im Vergleich zum IC-Niveau ] für die Videoübertragung vor sich hin. Die Holzklasse wird nichts von diesem famosen Angebot mitbekommen. Dann darf es auch beim Lieferanten Maxdome bleiben. Lieferant Zielgruppe. 90 % Trefferquote. 

Und die elende Botschaft für das leidgeplagte Reservierungscomputerchen im Intercity: Du bleibst weiterhin alleine im Kämmerchen des Schluchzens. Ich bebe mit Dir.





1 Link führt zu HeiseOnline Artikel vom 21.06.2016 um 16Uhr01
2 Link führt zu NDR Online Artikel vom 19.02.2016 um 08Uhr54


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Überbelegung, wohin man schaut + motzkugelige Mobilfunkmasten


20.06.2016 Abfahrt mit dem 06Uhr05 Stahlwurm in Koblenz HBf.

Der/die Bahnhof/Haltestelle Bonn-Sechtem hat einen wunderbaren Bahnsteig und hier parken wir mal. Bis das Gleis wieder frei wird. Öhem, wer lungert auf dem Gleis vor uns herum? Die Lautsprecherdurchsage verrät dies nicht. Ich tippe auf einen verspäteten Güterzug. Stahlträger, Chemiewaggons, Autowaggons oder Fleisch mehrbeinig (Gack oder Grunz, wenn gefrostet natürlich ohne Geräusche! ) oder eben Güter ohne Beine vs. Fleischpäckchen zweibeinig? Vorerst geht der Gleispokal an den/die Unbekannten vor uns.

Verloren. Verloren in Bonn-Sechtem. Wäääh. 

Satte 15 Minuten später die Ankunft in Köln HBf. Zum Wochenauftakt gut vorgelegt, großer StahlWurmBetreiber DB. Immerhin gibt es im berühmten Gib-Mir-ein-paar-Minuten-extra-Bahnhof Köln heute keine weitere Zusatzverzögerung.

Verflixt noch mal. Selbst das E/3G/LTE-Mobilfunknetz während des RaupenAnkriechVorganges auf den HBf Düsseldorf will nicht so recht. Es befindet sich entweder noch im SchlafSchnarchModus oder schon im Überlastungszustand. Wer weiß?

Kein Anschluss unter dieser Nummer, kein DatenPäckchentransport für Webseiten. Wie war das noch mit dem Überverkaufen von Mobilfunkverträgen und dem Bauen von Mobilfunkmasten? Könnte da ein Zusammenhang bestehen? Korrelation, vielleicht gar Kausalität? Kalkulieren die Herrscher der Mobilfunkmasten (Antennchen und so Gedöhns halt) etwa so wie die Elektriker beim Verdrahten von Wohneinheiten? Alles paletti bei angenomenen 60 Prozent Gesamtlast? Und dann flutschen halt die Sicherungsautomaten raus, wenn die Hauptleitung "dicke Backen" bekommt. Immerhin wird damit das Haus abfackeln wirksam verhindert.

Immer diese fordernde, hinterfragende Kundschaft. Seiteneffekt: Die verranzte Werbung kommt nicht durch. Überhaupt nicht. Keine DatenPäckchen, keine Werbung. Hmmm.

Die Ankunft in Düsseldorf HBf erfolgt dann [ auf der Strecke tummeln sich ja häufig marodierende Verzögerungsminuten herum ] mit gesamt 20 Minuten Verspätung. Und im Tiefparterre des HBf Düsseldorf kämpft der Lokalbetreiber Rheinbahn noch mit den Folgen irgendwelcher Störungen auf den Strecken der U 79 bzw. U 78.

Montag ist kein Schontag für Pendler.

Die heutige Rückfahrt wage ich mit dem 16Uhr27 ab Düsseldorf HBf. Es gibt ihn tatsächlich wieder! Den 16Uhr27 Stahlwurm. Wochenlang verschollen beziehungsweise auf 16Uhr52 geschoben. Meine Befürchtung in der letzten Woche, dass die bahnhofsorientierte Fahrplanumstellungsverkündigung [ im Glaskasten auf dem Bahnsteig, jedoch nicht in der Bahnapp ersichtlich ] nicht umgesetzt würde, hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Pünktliches Einrollen und Ausrollen des Stahlwurms. Wir brummen munter Richtung Köln. Das real vorhandene Bistrowaggönchen ist proppenvoll. Der "Barmann" schüttet munter gezapftes Bier von einem Töpfchen zum nächsten Töpfchen. Brrrrh! Eine Kleinstgruppe von älteren Pendlern schaufelt Platz frei, indem die nicht konsumierenden Fleischpäckchen "verschoben" [ vulgo: vergrault ] werden.

Kompliment.  Diese liebliche Klientel der nicht konsumierenden Fleischpäckchen mag ich gar nicht. Das sind dann jene netten Mitmenschen, die zu geizig für eine Reservierungskarte sind UND gleichzeitig nicht bereit sind, ein paar Meter weiter durch die Waggons zu streifen, um einen Sitzplatz zu erhaschen UND dann einfach die Sitzbänke im Bistro erklimmen [ breit und bräsig, Blicke wie oberbayerische MilchKühe alternativ abgehalfterte Ochsen in der Mittagspause werfend ]. Das geht diesen netten Mitmenschen völlig am Arsch vorbei, wenn das konsumierende Fleischpäckchen leicht knatschig nach einem Abstellplätzchen für das Weizenbierglas und seinen Alabasterleib sucht. Sitzgelegenheit? Sozialverhalten wie in Mallorca am Strand. Wo mein Handtuch, da meine Burg.

Wir erreichen den HBf Koblenz pünktlich.

Keine weiteren Besonderheiten.




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never ending lovestory: werbung + schadsoftware [update]


Abseits der Gleise habe ich eine nochmalige Erfassung des Datenverkehrsvolumens beim Surfen durchgeführt. Screenshots der aufgebauten Verbindungen beim Aufruf von zwei Beispielseiten [ www.stern.de + www.nzz.ch ] sind in dieses PDF-Dokument eingebunden. Die Erfassung gilt für den 18.06.2016. Webseiten sind dynamisch, das kann morgen ganz anders aussehen.

Das spinnenartige ( diese großartig anmutende Vernetzung, die Basis des Erfolgs des "Internets" ) des WorldWideWeb lässt sich prima erkennen.

Auf die Schnelle kamen drei Browser auf einem Notebook unter Ubuntu 14.04 LTS zum Einsatz: Opera, Chrome und Firefox. Jeweils die aktuellste Version. Datenvolumenerfassung sowie die Visualisierung übernahm in diesem Fall das Programm -- etherape --  unter Ubuntu 14.04. Eignet sich wunderbar für einen Schnellüberblick. Mit den Netzwerkpaketen per Du wollte ich heute nicht sein. Für dieses Vorhaben wäre das Programm -- wireshark -- zum Einsatz gekommen.

Nö, heute gibt es einen Schnellüberblick.

Moderne Browser bauen schon mit dem Aufruf einer leeren Seite Verbindungen auf und dies sowohl/oder auch nur auf Port 80 [ http ] sowie Port 443 [ https ]. Die Browser sind unterschiedlich kontaktfreudig und werkeln im Hintergrund vor sich hin.

GoogleChrome schmeißt mächtig mit Netzwerkpaketen um sich: Nach dem Aufruf des Browser mit leerer Seite wackeln zu Beginn 0,340 MByte gesamt durch die Leitung auf der verschlüsselten Verbindung [ https ]. Nach 60 Sekunden sind es dann schon 3,2 MByte. Dabei zeigt der Browser lediglich eine weiße (leere) Seite an.

Opera beschränkt sich auf gesamt 0,2 MByte Daten auf der verschlüsselten Verbindung. Auch hier zeigt der Browser lediglich eine weiße (leere) Seite an. Opera verfolgt auch ein neues Konzept beim Blockieren von Werbung. Die Auswirkungen ganz praktisch: NZZ Online merkt nicht, das die Webseite mit Opera inclusive Werbeblocker angesurft wird. Heise Online lässt sich nicht beirren und blendet das lästige Kopfteil mit der Meldung <Anscheinend haben Sie einen Werbeblocker aktiviert.....> ein. Interessant, ich muss mich mal in die Details vertiefen.

Firefox beschränkt sich wie Opera bei identischer Vorgehensweise auf gesamt 0,16 MByte Daten auf der verschlüsselten Verbindung. Mit einer weißen (leeren) Seite.

Mit Firefox habe ich die oben erwähnten zwei Beispielseiten einmal mit eingeschaltetem AdBlocker plus NoScript (1) und einmal ohne die aktivierten zwei Zusatzmodule (2) aufgerufen.

NZZ Online mit (1) ergibt 1,2 MByte auf Port 80 (http)
NZZ Online mit (2) ergibt 6 MByte gesamt auf Port 80 (http) plus Port 443 (https)

Stern Online mit (1) ergibt 5,8 MByte auf Port 80 (http) plus Port 443 (https)
Stern Online mit (2) ergibt 9,6 MByte auf Port 80 (http) plus Port 443 (https)

Mit Chrome habe ich nur Stern Online ohne irgendwelche Zusatzmodule erfasst. Gesamt 9,6 MByte auf Port 80 (http) plus Port 443 (https).

Opera habe ich heute nicht überprüft.

Bei der Menge der übertragenen Daten ist es kein Wunder, dass die Angebote der DatenvolumenVerkäufer immer differenzierter werden bei der buchbaren Option Datenvolumen. Beispiel: Der Anbieter 1+1 ist bei 8 GByte Datenvolumen bei voller Geschwindigkeit angekommen. Bei Überschreitung des gebuchten Datenvolumens geht es abwärts mit der Geschwindigkeit. Surfen wird dann zur Qual. An 30 Tagen jeweils morgens einmal die Hauptseite des Stern aufgerufen ohne eingeschaltete Zusatzmodule und es sind 300 MByte "verschossen". Bedeutsamer finde ich den Unterschied bei der Webseite der NZZ. Um nur die Artikelhauptseite mit dem hinterlegten Artikelfoto lesen zu können, sind 1,2 MByte übertragen worden. Übersichtlich. 

Springer hat in dieser Woche seine Klage 1 vor Gericht im Feldzug gegen Blockr (einer von mehreren Werbeblockern) zurückgezogen. Nun gut, bisher betätigte sich Springer noch nicht als Malwareschleuder innerhalb der ausgelieferten Werbung. Andere renommierte OnlineMagazine schon 2 . Ein großes Problem der OnlineMagazine: Die Zulieferer der Werbung können jeden Softwaredreck zu den Kunden spülen. Betrachten wir das Elend näher 3 .

Wobei mit diesem Schnellüberblick mitnichten erfasst wird, inwieweit der Aufruf der getesteten zwei Webseiten mit einem Mobilgerät + Mobilfunkverbindung (E, 3G, LTE) identische Datenlieferanten hat. Mitnichten. Die vom jeweiligen Browser übermittelten "Kontaktdaten" beinhalten zentrale Informationen über das eingesetzte Betriebssystem [ Android, IOS ] und da basteln die Anbieter ganz auf die Zielgruppe gerichtete Werbung (Schadsoftware?) zusammen. Das Ganze geht ganz locker ab: Der Browser quäkt alles an Informationen an den Webseitenbetreiber mit der Werbung raus und die Datenlieferanten basteln die zu sendenden Daten zum Mobilgerät liebevoll zusammen. Wobei die automatisch übermittelte IP-Adresse des Endgerätes ebenso liebevoll wie gründlich dem zum jeweiligen Provider zugeteilten IP-Adressbereich zugeordnet werden kann. Was rein theoretisch Werbung ermöglicht, welche sich bei zwei die identischeWebseite aufrufenden Endgeräten aus verschiedenen Mobilfunknetzen voneinander unterscheiden lässt.

Sektorengrenzen wie früher im Pleistozän [ Berlin ] im Informationskanal? Jeder hat sein eigenes "Web"?  

Lauschen wir kurz in das digitale Gequake zwischen Webseitenbetreiber [ Datenlieferant + externe Datenlieferkumpels + den großen Unbekannten ] und Endgerät [ Smartphone, Tablet, Phablet etc ] hinein:

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Die Übersetzung: "Hier Baby, nimm das, mampfe es und steigere das Einkommen meiner Auftraggeber. Los, Baby, mampf die Bits endlich. Und da hätte ich noch ein Schmankerl. Ich verrate aber nicht, welches Schmankerl 4 genau."

Und dafür extra über das höher gebuchte Datenvolumen beim eigenen Anbieter [ an den wir die Monatsgebühr abdrücken ] bezahlen? Und auch noch auf notwendige Schutzmaßnahmen verzichten?

Nö.

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Jesses, was ein Aufwand.

Update

Das Gejammere der Zeitungen wegen der geschäftsschädigenden Werbeblocker wehte zum Führungszirkel in Berlin. Uiuiuih, die gefühlte Staats -[ rat ] Vorsitzende greift 5 ein. Uiuiuih, die besten Freundinnen [ Mohn/Springer ] haben wohl die letzte MittagsTeeRunde mit trübseliger Stimmung befrachtet. Uiuiuih, jetzt geht die Luzie ab. Das schützende Händchen [ wir erinnern uns noch mit Grausen an die Rettungsaktion für die geldgierigen Vertreter der Finanzindustrie ] kraucht hervor. Nach der alternativlosen Umschuldung [ ehrbare Bürger übernehmen direkt/indirekt die Schuldenberge von Casino-Royale-Besitzern ] wird jetzt den nächsten ideenlosen Unternehmercliquen unter die Ärmchen gegriffen werden. 

Uiuiuih. Die Nebelkerzenbatterien sind im Einsatz. Vorsorglich wurde ein Kommissionsbericht mit Datum Juni 2016 [ über den Link 5 aufgeführt ] angefertigt. 

Kleine Hilfestellung: Ruft doch einfach mal bei Eurer Internetbeauftragten, der Dame mit den gehäkelten SmartphoneHüllchen, an. Und nicht vergessen, bei der jetzigen Chefin der Bundeswehr könnte Euch eventuell weitergeholfen werden. Die hat sogar die Stopp-Schild-Böse-Menschen-Müssen-Gestoppt-Werden-Affäre 6 [ HTML5-Video, der SchrottFlashPlayer von Adobe ist nicht erforderlich ] überlebt. Und wurde trotzdem befördert. Ohne überhaupt irgendeinen Zusammenhang begriffen zu haben. 

Jetzt bin ich aufgeschreckt. Den Themenblock werde ich in den nächsten Tagen detaillierter abhandeln.

1 Link führt zu HeiseOnline Artikel vom 17.06.2016 17Uhr24
2 Link führt zu GolemOnline Artikel vom 15.09.2015 16Uhr32
3 Link führt zu FAZOnline Artikel vom 05.04.2013 13Uhr53
4 Link führt zu Wikipedia mit Artikel geändert 07.12.2015 um 9Uhr24
5 Link führt zu Golem Online mit Artikel vom 17.06.2016 um 16Uhr26
6 Link führt zur Webseite   www.rettedeinefreiheit.de     Das Projekt kann bei alexanderlehmann.net/support unterstützt werden


Die binäre Darstellung habe ich der Webseite binaryhexconverter.com entnommen. Ich übernehme keine Gewähr für Umwandlungsfehler. 



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