Temperaturen, Schlangenöl und Notebooklaufzeiten


Ich bin im Arbeitskörbchen 2016 gelandet. Der IC Abfahrt 06Uhr05 ab Koblenz rollt wieder ohne den Wagen 11 (Bistrowagen) los. Naja, die Reise führt auch nur zum Ostseebad Binz. Wozu da einen Bistrowagen mit dem unnötigen Service mitschleppen? Wagen 4 ist angenehm beheizt und die 10 Minuten Verspätung bei Ankunft in Düsseldorf stellen nichts Besonderes dar. Business as usual.

Heute habe ich mich dem Thema Messungen sowie Bewertungen gewidmet. Ich ermittle heute gefühlte Temperaturen beim Bahnreisen, Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter des Transportunternehmens sowie die Laufzeiten meines Lenovo Thinkpad T 420.

Das Notebook ist ausgestattet mit 1 TByte SSD-Festplattenspeicher, verteilt auf 3 Samsung 840 Pro SSD. Der hinten etwas hinausstehende Akku mit der Kapazität von 95 W/h macht die Kiste zwar etwas schwerer, dafür muss ich nicht bei jeder Gelegenheit mit verzweifeltem Blick nach einer Steckdose schielen. Videos mit einer Auflösung von 720x576 saugen mit 13,5 Watt pro Stunde Videolaufzeit am Akku, bei der Auflösung von 1280x720 sind es dann 16 Watt pro Stunde Videolaufzeit.  Gemessen mit abgeschaltetem WLAN sowie abgeschaltetem Bluetooth. Damit kommt das Notebook auf 6 bis 7 Stunden Videowiedergabe. Als Betriebssystem kommt auf dem Notebook Kubuntu 14.04 (Linux) zum Einsatz und hier darf Microsoft Windows8.1 nur in einer virtuellen Maschine den Betrieb aufnehmen. Die Firma Microsoft geht mir ja schon seit Jahren gewaltig auf den Keks mit ihren Klicki-Bunti-Spyware-Systemen, bei denen ich immer paranoider wurde, weil die zwingend notwendigen Virenschutzlösungen für das löchrige Windows andauernd irritierende Meldungen ausgeworfen haben. Die Logik bei diesem zwangsverheirateten Pärchen - Microsoft Windows + Virenschutzlösung - kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Das kommt mir immer so vor, als ob ein Schweizer Almhüttenbetreiber seine Käsekammer mit den Käselaiben (die mit den vielen Löchern drin von den mampfenden und pupsenden Bakterien) mittels einer Türe sichern möchte, welche von ebenso mampfenden und pupsenden Holzwürmern "durchschossen" wurde.

Virenschutz = Schlangenöl= Im Badischen nennen wir das auch Bescheißerle.

Und das Schlangenöl wird ums Verrecken nicht billiger [geschweige denn dass die Erkennungsrate des Schlangenöls steigen würde], wohingegen Windows10 zu den Kunden geschmissen wird für "Umme". Los, Mensch nimm es doch endlich, das ist so was Geiles. Nimm! Endlich! Los! Und der drohende Unterton so ganz nebenbei: Nächstes Jahr kostet es dann echtes Geld. Was ist da bloß los beim Hersteller des weltweit verbreitetsten Betriebssystems? Eine Betriebssystementwicklung ist nicht unter 1 Milliarde Euro zu haben und dann überlässt dieser Hersteller den vermeintlichen Schutz seiner "Babies" irgendeiner anderen Softwarebude? Oder schieben die sich einfach gegenseitig die Euros rüber? Warum nur? Nur um die Bilanzen zu hübschen? Wenn ich nur dieses widerwärtige aufpoppende Meldungsfenster in Windows 8.1 nach dem Anmelden am Rechner schon rechts erblicke, könnte ich meine Gußpfanne rausholen und draufdreschen. Und das bekommt man einfach nicht dauerhaft wegkonfiguriert, dieses Meldungsfenster, da haben die Jungs und Mädels aus Redmond/USA alle Register gezogen.

Holzauge sei wachsam, ist die Ware kostenlos, bist Du selbst die Ware.

In den Maileingang rollte letzthin eine jener Mails mit Anhang herein, auf die ich mich immer mit Begeisterung stürze. Der Anhang ist eine Zipdatei (.zip) und drinnen ein Worddokument. Aber ein Worddokument, dessen Inhalt sich "gewaschen" hat. Exakt die Ausführung von Worddokument, von dem das Computermagazin ct  kurz zuvor berichtet hatte. Da stand doch fast der ganze Code im Dokument selbst drin und nichts war zu sehen in dem Dokument, weil die Schrift in der Formatierung auf weiss gestellt worden war. Brizzel, brizzel. Seit langem wieder ein Worddokument mit VBA-Code drinne. Fast so wie in der Bekleidungsindustrie, da wiederholt sich alles im 10-Jahres-Takt. Bei der Gelegenheit fällt mir wieder ein, dass nur ganz wenige Menschen auf diesem herrlichen Planeten überhaupt die Dateiendung für eine Zipdatei (.zip) erblicken können. Warum? Weil Microsoft seit Methusalems Zeiten seine Betriebssysteme so ausliefert, dass Dateiendungen ausgeblendet werden.
Yeap, das ist ja so komfortabel, wenn der Kunde nicht alles sieht. Und damals wie heute klickt jeder hektisch doppelt auf die Dateien, auf dass etwas passieren möge. Klicken, bis alle auf dem Baum sind. Oder  die Schadsoftware in das Betriebssystem eingeschleust ist.

Es ist an der Zeit, den PC-Führerschein zur Pflicht zu erheben. Ohne Führerschein darf auch niemand ein Auto über die Straßen rollern lassen. Es ist an der Zeit. Nicht diese labberige Medienbildung wie in den Schulplänen vorgesehen, sondern echte Leistungs-Können-Beherrschen-Abnahme in der Handhabung eines Computers. In dem Fall reicht dann auch eine schlichte Kompetenzprüfung, die Hauptsache was gelernt + geübt + somit verinnerlicht.

Der Virenschutz AVG Business hat bei diesem Worddokument keine Gefahr erkannt, ClamAV sowie nicht, diese Software läuft ja mit Tomaten auf den Programmschnipseln herum. Potzblitz, aber der Microsoft Defender hat sofort rumgepöbelt - Gefahr,Gefahr,Quarantäne! Hey, wenigstens erkennt das Microsoft Schutzprodukt den hauseigenen Müll. Der Check bei virustotal.com ergab, dass 40 % der dort herumtobenden Virenschutzsysteme eine Gefahr erkannten. Wowh. Ich stelle mir bei dem Thema Schadsoftware immer vor, nur 40 % der Sicherheitsgurte würden im Ernstfall funktionieren.

Was ein Elend.

Zurück zu den Messungen bzw. Bewertungen. Die Rückfahrt mit dem IC Abfahrt 16Uhr27 ab Düsseldorf verzögerte sich betriebsbedingt um 10 Minuten. Alles betriebsbedingt - Weichen-Blätter-Schnee-Eis-morbide Lokomotiven. Das habe ich locker angenommen und den Bistrowaggon aufgesucht, welcher zufällig auf der Höhe meiner Warteposition am Gleis 16 zum Halten kam. Der Servicemann im Bistro verkündete gleich mal das völlige Fehlen von Gläsern und alkoholfreiem Bier. Weintrinker nuckeln halt direkt aus dem Fläschchen und ich als Flaschenkind habe mit Bier aus der Flasche schon lange keine Probleme mehr. Da stelle ich das Zäpfchen auf Durchzug und alles ist prima. Leider war dieses Bier temperaturmäßig kurz vor dem Gefrierpunkt angekommen, als ich es vom gleichgültigen und schon fast unfreundlichen Servicemann rübergereicht bekam. Auch die 50 Cent Trinkgeld haben keinerlei Reaktion bei diesem Vertreter des Dienstleistungsgewerbes hervorgerufen. Ich ummantle das Frostprodukt mit meinen Händen und bewärme es bis Köln. Und dann geschieht es schon wieder: Das Bier in der Flasche wird langsam wärmer, die Temperatur im Bistroabteil sinkt. Faszinierend. Ich beäuge meine Mitreisenden und beim Einlaufen in den Bahnhof Bonn haben sich einige schon die Jäckchen zum Wärmen übergezogen. Ich bin also doch nicht irre geworden, ich bin ja nicht alleine beim Frösteln. Gottseidank. Das bleibt zu erforschen, ob und inwieweit die Flaschenkühlung im Bistro an die Klimaanlage des Bistroabteils selbst gekoppelt ist. Besteht hier lediglich eine Korrelation oder gar eine Kausalität? Ich habe nicht getestet, ob nach dem Absinken der Bistroabteiltemperatur die Temperatur des verkauften Bieres angestiegen ist. 2 Fläschchen auf der Rückfahrt sind mir doch zuviel des Guten. Oder wollen die dann mit dem Trick den überteuerten Thai-Yi-Gong-Tee verkaufen? Kundenswapping betreiben? Ei gucke mal, die steuern die Getränkewünsche der Kunden? Wie cool die doch sind.

Keine weiteren Vorkommnisse.





 

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Fernab der Gleise , der TÜV und abgestürztes Prozessmanagement


Der weihnachtliche Ritt zur Familienfeier im badischen Land hatte es auch in sich.  Dieses Mal mit unserem vollgepackten Micro-Van (Opel Agila B), seit dem 7. Dezember 2015 mit dem neu zugeteilten TÜV Siegel ausgestattet. Dieses seltsame Ritual zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit kostet mittlerweile 109,00 €.  Kilometerstand 81100  Kilometer.

Sehr zuverlässiges Brummerchen bisher.

Bei angenehmen 130 km/h auf der Autobahn schleicht sich von hinten so ein sonores Brummen heran und ich hatte den Eindruck, dass uns ein aufgebohrter VW Golf Turbo auf die Pelle gerückt sein musste. Konnte natürlich nicht sein, denn an Weihnachten haben die Jungs und Mädels der schrillen Geräuschfraktion nicht genügend Auslauf auf der Autobahn, um die Mitmenschen auf sich aufmerksam machen zu können. Da sitzen die entweder zu Hause, vertieft in den Onlinekatalog für die neuesten Highlights der Autobranche.  Oder schrauben gar selbst an den Fahrzeugen herum.

Das Brummen wird immer intensiver und nach einem kurzen Stop auf einem Autobahnparkplatz und "Belauschung" der möglichen Brummquelle stellt sich der Auspuff als Quelle des Geräusches heraus. Der Endtopf wackelt leicht vor sich hin, ist überhaupt nicht heiß und das davor liegende Rohr sieht aus wie fachgerecht abgesägt. Nun denn, bei gemäßigtem Tempo die Fahrt bis zum nächsten Mietwagenanbieter fortgesetzt. 

Der Besuch in der Fachwerkstatt Tage später resultiert in einem Reparaturtermin und voraussichtlichen 300 € Werkstattkosten. Die Hebebühne hat das Brummerchen hochgehievt und der Werkstattmeister und ich betrachten das Malheur. Meine zaghafte Nachfrage, wieso denn dieser phänomenal glatte Abriss kurz vor dem Endtopf den intensiv prüfenden TÜV-Prüfern entgangen ist, wird eiskalt abgebügelt. Diese Sollbruchstelle kann von außen nicht erkannt werden. Keinesfalls. Auch nicht von gewieften Prüfern. Sollbruchstelle? Nein, nein, das ist ein hochbelasteter Bereich, Sie wissen schon: Temperatur-Feuchtigkeit-Boah-Extrem-Bereich. 

Eine übereifrige Fee hat mir vor Jahrzehnten zugeflüstert, dass korrodiertes Metall ein anderes Geräusch erzeugt als nichtkorrodiertes Metall. Man muss nur genau hinhören. Können - Wollen.

Aaahjah. Haben die Prüforganisationen nicht nur Probleme im Prüfgerätebereich und der mangelnden Dokumentation der Prüfprozeduren, wie in den Zeitungen zu lesen ist? Auch Probleme im Seh- bzw. Hörbereich? Aaahjah. Es verbinden sich gerade einige Verschwörungsgedanken bei mir.

Die Hauptsache, die Prüfgebühr ist drin. Echt? Könnte das sein? Oder fehlt da eine Seite in der Prozessbeschreibung? Hilferuf an das Qualitätsmanagement - fehlen Seiten??

Unseren Weihnachtsausflug hatten wir nicht weiter fortgesetzt mit dem brummenden Brummerchen, sondern bereits wie angedeutet einen Mietwagen genommen. Umweltverschmutzung ist nicht unser Ding.  Bei 2 Tagen Mietzeit gab es für 130 € einen funkelnagelneuen Corsa Diesel. Das Kapitel Sixt verdient eine ausführliche Schilderung. Demnächst in diesem Blog.  Bei 130 km/h war dieser Corsa Diesel auch nicht viel leiser als unser Brummerchen. Mmmmh....

Ich glaube, ich schicke mal die Mietwagenrechnung zum TÜV. Und ein Meisterhämmerchen dazu. Das haben früher wirklich nur die Meister bekommen. Heute gibt es das wahrscheinlich bei Ebay zu ticken. Oder hat dieses Kompetenzgefiebere was damit zu tun? Nach der Devise: Kompetenz ja - Wissen nein - Mangels Wissen fachorientierte Lösung der Problemstellung nicht möglich - Her mit den Textbausteinen - Pardon - Qualitätsmanagement - Prozesssteuerung. Die Begriffe purzeln gerade so vor sich hin.  Ich muss mich wieder sortieren.

Versuchen könnte ich es trotzdem mal mit der Rechnung an den TÜV. Per Post Einschreiben-Rückschein natürlich. Mails verschwinden ja so schnell. 

Update Eins 

Der Auspuffendtopf wurde Anfang Januar 2016 eingebaut und die Rechnung erschien mir mit 320 € erträglich. Nicht erträglich dann die Tatsache, dass zwei (2) Tage nach der Reparatur der Auspuff genau so klang wie vor der Reparatur. Das hat mir an einem der folgenden Tage eine volle Stunde Wartezeit im Opel-Dienstleistungs-Kunden-Warte-Nicht-So-Gemütlich-Bereich beschert. Bei der neuerlichen Fahrzeugübergabe - ohne weitere Rechnung - die lapidare Auskunft: Eine Halteklammer wollte nicht so, wie der Kfz-Monteur es wollte und deshalb musste jetzt geschweisst werden. Ohjemineh, wie lange wird dieser Auspuffendtopf wohl seinen Dienst verrichten? Halteklammer, ick hör' dir trapsen. 




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Wie sie mich fertig machen wollen


Es ist ja nicht so, dass Fehler etwas Schlimmes sind. Keinesfalls. Fehler begeht jeder. Einmal. Ja. Ein zweites Mal den gleichen Fehler. Okay.Ein drittes Mal den gleichen Fehler. Puuh, so langsam wird es seltsam. Ein viertes Mal den gleichen Fehler. Völlig unverständlich.
 
Absicht. Entscheidung.
 
Täglich murmelt das öffentliche Transportsystem auf Schienen mit der Spurweite 1435 mm vor sich hin: Her mit den Fehlern.Es gibt ein Fehlerbeutelchen, welches täglich einmal durchgeschüttelt wird und dann ein jeder Beteiligte sein persönliches Fehlerbeitragskärtchen zieht. Unter Zwang. Ohne Gnade. Das muss durchgezogen werden. EinTag ohne Fehler ist kein Tag, so scheint die Devise zu lauten. Make my Fehlerday.
 
Es raubt mir schon um 5 Uhr 45 den Glauben an  deutsche Zuverlässigkeit, wenn ich beobachten darf, mit welcher Coolness so ein einfaches Züglein mit der hochtrabenden Bezeichnung Intercity lieblos reihenfolgebefreit und zum Teil ohne die zugehörige Lokomotive an den Bahnsteig geschubst wird. Agathe hilf, wenn dann die Reservierungsdiskette fehlt, gar der antiquierte Reservierungscomputer in Waggon 3 den Dienst verweigert. Oder der Lokführer in einem ganz anderen Zug unterwegs ist. Und natürlich hat der Zug eine Verspätung. Wowh,immerhin haben sie jetzt schon eine Lokomotive an die Zugspitze bugsiert. Kupplung hält?
 
Nach geschätzten 1200 Fahrten in den letzten 9 Jahren werde ich deren Mythos der hundsmiserablen Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent in den Abgrund ziehen und die realistische 50 Prozent Pünktlichkeitsquote einführen.
 
Ab Januar 2016 geht es los. Im Wechsel. Einen Blick in die Vergangenheit und einen Blick auf das Tagesgeschehen.
 
Ich will denen helfen, damit es besser wird. Ich bin überzeugt, die brauchen Hilfe. So ein großes Unternehmen.  Ich bin ganz uneigennützig. Nix McKinsey.
 
Die Strecke: Koblenz - Düsseldorf (via Bonn - Köln)
 
In der Sidebar meine Gefährten.




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Galoppi avanti


Weihnachten nähert sich im Galopp. Uih, uih, der 17 Uhr 49 IC schiebt sich heute, 18.12.2015, mit vernachlässigbaren fünf Minütchen Verspätung in den Hauptbahnhof Düsseldorf herein. Das ist ein Weihnachtsgeschenk. Fünf Minuten nur. Geil. Die aktuelle Sterbetafel Deutschland weist mich als Mitglied der mit 79,8 Jahren voraussichtlich abdankenden Menschen aus. Ich habe doch noch viel Zeit.

Ich packe meine Glückskekse aus. 
 
Mmmh, die Wagenreihenfolgeanzeige dürfte wieder ein taktisches Manöver des Betreibers sein, um die Fahrgäste zu erhöhter Bewegung anzutreiben. Erste Klasse im Abschnitt E ? Nee, nee, das hat schon in den letzten Wochen nicht geklappt. Aber ich muss es wieder wissen wollen und trabe in Richtung des Abschnittes A. Sowas brauche ich ja. Und ich bin nicht alleine am Gleis im Abschnitt A vor exakt den Waggons der ersten Klasse. Uups. Sind die Einsen auf den Waggons etwa ein Fake?
 
Nö. Realität. Das Management scheint sein Leben zu oft in Casinos zu verbringen. Würfelspiele lieben die besonders. Organisation? Nebensache. Gehalt kommt ja. Bonus auch.  Wir haben Kunden? Was bitte ist das denn genau? Wurscht.
 
Für die korrekte Erfassung der Realität musste das aber sein, den Bahnflurtuschelfunk am Gleis ernst zu nehmen, reicht mir ja schon lange nicht mehr. Gut. Ich habe es überprüft. Dieses Unternehmen weiß wieder nicht, wie der Zug sich zusammensetzt. Dabei ist  dieser IC schon seit 13 Uhr 51 auf dem Ritt von Norddeich Mole nach Koblenz. Bei einem Notarzteinsatz dürfte derlei Schlampigkeit auch nicht gerade hilfreich sein.
 
Rettungsteam: In welchem Waggon befindet sich der notleidende Fahrgast?
Bahnmitarbeiter: Wir sind in Wagen 11 und das ist ein Wagen der ersten Klasse
Rettungsteam: Ok, super Ansage, wir kommen mit Notarzt, Trage und 2 Sanitätern in den Gleisabschnitt E
Bahnmitarbeiter: In 4 Minuten sind wir auf Gleis 16 HBF Düsseldorf
Rettungsteam: Wir sind bereit. Keine Sorge.
Bahnmitarbeiter: Wo sind Sie denn? Der Zug steht, die Situation scheint sehr kritisch zu sein. Hilfäääää.
Rettungsteam: Verflucht, wir stehen hier in Abschnitt E, bestätigt von der Leitstelle des Bahnhofs. Wo sind Sie denn?
Bahnmitarbeiter: In Wagen 11 und in der ersten Klasse, ist das denn so schwer?
Rettungsteam: Wir sehen hier keine erste Klasse Wagen, wo sind Sie genau?

 ?????????????
 
Die Menschentrauben verschieben sich auf dem Bahnsteig. Drag and Drop. Ich bin drin. Erinnert mich an Boris Becker und sein "Ich bin drin". Restlos überfüllte Abteile und Handtäschchen und Rucksäckchen benötigen ja immer einen eigenen Sitzplatz. Leichte Rempeleien verbaler Art bahnen sich schon an.
 
Meine freundliche Anfrage, ob denn für das Gepäckstück auf dem Sitzplatz eine gültige Fahrkarte vorhanden ist, wird natürlich mit erzürntem Blick quittiert. Goldig, diese nach oben wegrollenden Augen bei weiblichen Fahrgästen. Wieviele Stunden Training das wohl erfordert hat? Männliche Fahrgäste suchen bei meiner Anfrage regelmäßig das verlorengegangene Selbstwertgefühl, finden es in der Kürze der Zeit nicht und  packen sicherheitshalber den finsteren Blick aus. Kennen alle Filmliebhaber aus den Clint Eastwood bzw. Bruce Willis Filmen. Echt langweilig. Den finsteren Blick trainieren bevorzugt Bartträger der Altersklasse 25 bis 45. Die Jungs, die sich für ihr eigenes Gesicht schämen?
 
Egal. Platz ergattert. Fahrkartenkontrolle. Klar, die wird immer durchgeführt, ob der Zug steht, fährt, arschkalt ist oder einen Notbahnhof anfährt. Ganz nach dem Motto: Wer in unseren Stahlcontainern sitzt, der muss blechen.
 
Auf die Displays (Smartphone/Tablet)  der Nachbarn ungeniert starrende männliche Fahrgäste, die außerdem in der Sozialisation noch nicht so weit gekommen sind, um erkennen zu können, dass der selbst erzeugte Müll in einen Müllbehälter gehört. Starren können Sie wie die Hypnotisierten. Breitbeinig im Sitz fläzend. In der Annahme, diese Sitzhaltung wäre nur im Ansatz ästhetisch?

Grusel .... Hoffen die etwa auf Blowjobs?
 
Keine ernsten Vorkommnisse auf der Fahrt nach Koblenz mehr. Rumpel, rüttel, schüttel, die Flasche festhalten ist das Gebot der Sekunde. Die Gleise vor der Einfahrt HBF Koblenz sterben ja schon seit 9 Jahren langsam vor sich hin. Da brauchen die kein Lasermessgerät, um die Spurweite auszumessen, da reicht der Baumarktzollstock mittlerweile.

So Pi mal Daumen, damit der Zug nicht ins Gleisbett reinfällt. 






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Sprachregelung

Auf dieser Webseite wird die männliche Bezeichnung für beide (oder gar viele mehr) Geschlechter verwendet.

Keine der bereits praktizierten oder für den zukünftigen Einsatz empfohlenen Umsetzungen wie

nenne niemanden, sag es neutral (political correctness Sprachopfer 1)

sag es anders und neu (political correctness Sprachopfer 2)

Binnen  I   (Binnenmajuskel, huihuihuih)

Gender Star (wir greifen nach den Sternen)

angehängtes (Mengenlehre x ist Element von Menge XYZ)

GenderGap mit Unterstrich _    (Vermeidung eines Deppenleerzeichens, sehr löblich)

Im Exponent aufgeführtes   in   (Fitness for all, heb die Ärmchen)

Männer ⊄ Frauen

werden auf dieser Seite mit Vorsatz eingesetzt.

2016 Dafür gibt es tolle andere Webseiten, die sich an diesem Werk aus 2014 [ Link mit Datum 03.04.2016 ] orientieren.
Warnung: Die im verlinkten Dokument gewählten Farben  "schreien" den Leser an.

2017 Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni Köln hat ebenfalls einen Leitfaden herausgebracht. Der findet sich hier. Der Titel: ÜberzeugGENDERe Sprache.

(Adresse: http://www.gb.uni-koeln.de/e2106/e2113/e16894/2017_Leitfaden-5.Auflage-Neu-web-final_ger.pdf )

2017 Die Gleichstellungsbeauftragte der TU Darmstadt liefert eine weitere Steilvorlage zum Thema Geschlechtergerecht formulieren. Hier.

(Adresse: https://www.tu-darmstadt.de/media/frauenbeauftragte/relaunch/pdf_10/zentrale_dokumente/Geschlechtergerecht_formulieren_digitale_Version.pdf )

Bis alle Geschlechter gemäß Mainstream in allen Empfehlungsdokumenten zur Sprachregelung ohne Kränkung/BeleidigtseinWerdenWollenKönnen/BetroffenheitMeinesLebens/HerabsetzungDerEigenenEmpfindungen verarbeitet sind, wird der UTF8-Code aus der Computertechnik aufgebraucht sein. Lexikalische Zeiten für den Alltag stehen mir bevor. Da lobe ich mir die zukünftige Gesichtserkennung mit dem bei der Krankenkasse hinterlegten "Sexual-Gender-Markup-Profil" eines jeden Gegenübers, damit nicht schon ein freundliches "Guten Morgen" zum in baldiger Zukunft eingerichteten SonderSchiedsGericht --> GenderAmtsgericht, GenderLandgericht etc. führt. Möge Amazon mit Alexa sein HealthCareGenderProtect-Projekt so perfekt umsetzen wie den Handel mit Produkten.

Update 04/2017---> Alexa wird jetzt mit Videosystem ausgeliefert. Hachchen, der agile Monopolist mit Alexa als zugelassenes ZeugnisAblegeBerechtigtSeinObjekt für die SonderSchichtsGerichte [ GenderAmtsgericht, GenderLandgericht etc ]? Toll. Ganz neue Modellierung: "Der Zeuge wohnt in der Cloud".

Gender to machine. Get it.

 

Die Bezeichnung Fleischpäckchen = Fahrgäste habe ich gewählt, um die erfahrbare [=Ergänzung 04/2017] Kundenorientierung der DB hervorzuheben.

 

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